
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Trier
Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie Stadt Trier, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO). greeNature solutions begleitet Ihr Vorhaben im Moseltal und in der Trierer Talweite als Full-Service-Partner, von der Bedarfsanalyse bis zur Abnahme.
Die Stadt Trier im Überblick
Trier ist eine kreisfreie Stadt im Westen von Rheinland-Pfalz, gelegen im Tal der Mosel unmittelbar an der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Auf rund 117 km² leben etwa 112.000 Menschen in 19 Ortsbezirken. Als älteste Stadt Deutschlands mit römischem Ursprung verbindet Trier dichte innerstädtische Bebauung mit ausgedehnten Wald-, Wein- und Tallagen im Umland.
Naturräumlich liegt das Stadtgebiet an der Nahtstelle dreier BfN-Großlandschaften: dem Moseltal (D43) mit seinen Weinbergslagen und der Flussaue, dem Gutland (D49) mit den Muschelkalkböden der Trierer Bucht sowie den Ausläufern der Eifel (D45) im Norden. Diese Vielfalt erzeugt ein Mosaik aus Kalktrockenhängen, Laubwäldern, Bachtälern und Auenflächen.
Ökologisch bedeutsam sind das Naturschutz- und FFH-Gebiet Mattheiser Wald (447 ha, größtes NSG der Stadt, ehemaliger Standortübungsplatz), das FFH-Gebiet Mosel entlang des Flussufers sowie mehrere kleinere Schutzgebiete wie die Kenner Flur, das Gillenbachtal und die Kiesgrube bei Oberkirch in der Moselaue.
Die Wirtschaft ist von Verwaltung, Handel, Tourismus (UNESCO-Welterbe der römischen Baudenkmäler), Universität und Hochschule sowie vom Moselweinbau geprägt. Die starke Pendlerverflechtung mit Luxemburg erzeugt anhaltenden Wohnungsdruck, zusammen mit der Konversion ehemaliger französischer Kasernenflächen führt dies regelmäßig zu Kompensationsbedarf nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO).

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutz- und FFH-Gebiet Mattheiser Wald (447 ha), größtes NSG der Stadt auf einem ehemaligen Standortübungsplatz
- FFH-Gebiet Mosel entlang des Moselufers, Wanderkorridor und Gewässerlebensraum
- NSG Kenner Flur, Feuchtgebiet als Lebensraum an Gewässer gebundener Vogelarten
- NSG Gillenbachtal, stadtnahes Bachtal mit orchideenreichen Standorten
- NSG Kiesgrube bei Oberkirch, Sekundärgewässer in der Moselaue
- Muschelkalk-Trockenhänge und Weinbergslagen an Mosel und Ruwer, wärmeliebende Arten
- Drei BfN-Naturräume treffen im Stadtgebiet zusammen: Moseltal (D43), Gutland (D49) und Eifel (D45)
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und arbeitet in Rheinland-Pfalz nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Wir kennen das Bewertungsverfahren des Landes, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Trier und den Genehmigungsbehörden sowie die naturräumlichen Besonderheiten von Moseltal, Gutland und den Eifelausläufern. Von der Bedarfsermittlung über die Flächenbereitstellung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.
Typische Maßnahmen in der Stadt Trier
Gewässerrenaturierung
Renaturierung von Bachläufen und Zuflüssen zu Mosel, Ruwer und Kyll, Anlage naturnaher Ufer, Sekundärgewässer und Auenstrukturen als Laich- und Bruthabitate. Aufwertung der Kenner Flur und vergleichbarer Feuchtflächen im Stadtgebiet.
Entsiegelung von Konversionsflächen
Rückbau und Entsiegelung auf ehemaligen Kasernen- und Gewerbeflächen, Umwandlung versiegelter Bereiche in durchgrünte, wasserdurchlässige Biotopstrukturen. Typische Maßnahme im innerstädtischen Kompensationskontext.
Trockenhänge und Weinbergsbrachen
Pflege und Aufwertung von Muschelkalk-Trockenrasen sowie aufgelassenen Weinbergslagen an Mosel und Ruwer, Erhalt wärmeliebender Insekten-, Reptilien- und Pflanzengemeinschaften durch Entbuschung und extensive Beweidung.
Streuobst und Grünland
Anlage und Reaktivierung von Streuobstbeständen und Extensivierung von Grünland im stadtnahen Umland des Gutlandes, Lebensraum für Höhlenbrüter, Wildbienen und Tagfalter.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene CEF-Maßnahmen und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands, Fledermausquartiere in Waldbeständen und Bunkeranlagen des Mattheiser Waldes, Reptilienhabitate an Trockenmauern, Ersatzgewässer für Amphibien.
Waldumbau und Biotopverbund
Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder und Anlage von Hecken- und Saumstrukturen im Gutland, Vernetzung der Waldinseln zwischen Mattheiser Wald, Meulenwald und den Talhängen der Mosel.
Geschützte Arten im Moseltal, Gutland und Trierer Talweite
Zauneidechse an Trockenhängen
Die Muschelkalk-Trockenhänge, Trockenmauern und Weinbergslagen an Mosel und Ruwer bieten der Zauneidechse besonnte Lebensräume. Bei Eingriffen an Böschungen und Bahntrassen sind Habitatanlage und Umsiedlung typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Bunkern
Die Waldbestände und die alten Bunker- und Stollenanlagen des Mattheiser Waldes bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind häufige CEF-Maßnahmen bei Bau- und Konversionsvorhaben.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Sekundärgewässer in der Moselaue und stehende Kleingewässer auf ehemaligen Militärflächen sind Lebensraum für Kammmolch und weitere Amphibien. Anlage besonnter Laichgewässer ist eine bewährte Ausgleichsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Mosel und Ruwer
Die Fließgewässer mit ihren Uferabbrüchen bieten dem Eisvogel Brutmöglichkeiten. Naturnahe Ufergestaltung und Steilwandanlagen unterstützen die Art im Rahmen von Gewässermaßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Waldgebieten
Die zusammenhängenden Laubwälder von Gutland und Eifel im Trierer Umland zählen zum bundesweiten Verbreitungsraum der Europäischen Wildkatze. Biotopvernetzung und störungsarme Waldbereiche fördern die Art.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Wald und Saum
Strukturreiche Waldränder, Hecken und unterholzreiche Laubwälder bieten der Haselmaus Lebensraum. Erhalt und Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen sind geeignete Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Innenentwicklung
Der anhaltende Wohnungsdruck durch Universität und die Pendlerverflechtung mit Luxemburg führt zu Neubau- und Nachverdichtungsvorhaben. Bebauungspläne und Baugebietsausweisungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der LKompVO aus.
Konversion ehemaliger Kasernen
Trier war einer der größten französischen Militärstandorte außerhalb Frankreichs. Die Umnutzung ehemaliger Kasernenareale (etwa Petrisberg und weitere Konversionsgebiete) zu Wohn- und Gewerbequartieren erzeugt regelmäßig Kompensationsbedarf, oft verbunden mit Entsiegelung.
Gewerbe und Wissenschaftspark
Gewerbeflächenentwicklungen wie parQ54 im Ortsbezirk Euren und die grenzüberschreitende Kooperation im Wissenschaftspark Trier-Luxemburg schaffen Bedarf an naturschutzrechtlichem Ausgleich für Flächeninanspruchnahme und Versiegelung.
Verkehr und Infrastruktur
Die Anbindung über die Autobahnen A64 und A602, Brücken- und Straßenbauvorhaben im Moseltal sowie diskutierte Verkehrsprojekte lösen Eingriffe in Natur und Landschaft aus, die nach LKompVO zu kompensieren sind.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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