Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D53 · D51

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Südliche Weinstraße

Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Südliche Weinstraße, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation zwischen Pfälzerwald und Oberrheinebene.

640
km² Kreisfläche
~113k
Einwohner
75
Ortsgemeinden
7
Verbandsgemeinden
2
Naturräume D51/D53
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Südliche Weinstraße im Überblick

Der Landkreis Südliche Weinstraße liegt in der Südpfalz und umschließt die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz, in der auch die Kreisverwaltung ihren Sitz hat. Landau selbst gehört als kreisfreie Stadt nicht zum Landkreis. Regierungsbezirke bestehen in Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2000 nicht mehr, zuständig ist unmittelbar die Kreisverwaltung.

Landschaftlich ist der Kreis zweigeteilt. Im Westen prägt der Pfälzerwald mit seinen Buntsandsteinhöhen das Bild, rund 43 Prozent der Kreisfläche sind bewaldet. Nach Osten schließt sich am Haardtrand eine klimatisch begünstigte Weinbauzone an, die in die fruchtbare Oberrheinebene mit Löss- und Sandböden übergeht.

Ökologisch bedeutsam ist der deutsche Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen mit dem FFH-Gebiet Biosphärenreservat Pfälzerwald (DE 6812-301) sowie die Vogelschutzgebiete am Haardtrand und im Pfälzerwald. Der Haardtrand mit der Weinstraße zählt zu den bundesweiten Hotspots der biologischen Vielfalt.

Wirtschaftlich prägen der Weinbau, der Tourismus entlang der Deutschen Weinstraße sowie Gewerbe, Logistik und Verkehr in der Rheinebene den Landkreis. Rebflurbereinigungen, Siedlungs- und Verkehrsvorhaben sowie Freiflächen-Photovoltaik erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der LKompVO.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
Zum Naturraum D53 ›
D51
Pfälzer Wald (Haardtgebirge)
Zum Naturraum D51 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Landau in der Pfalz (KS)EdenkobenBad BergzabernAnnweiler am TrifelsHerxheim bei LandauOffenbach an der QueichMaikammerBilligheim-IngenheimKlingenmünsterEdesheimRhodt unter RietburgIlbesheim bei Landau in der Pfalz

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen, deutscher Teil seit 1998, größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands
  • FFH-Gebiet Biosphärenreservat Pfälzerwald (DE 6812-301), naturnahe Buntsandsteinwälder und Felslebensräume
  • Vogelschutzgebiete Haardtrand und Pfälzerwald mit Brutvorkommen von Schwarzstorch und Wanderfalke
  • Haardtrand-Weinstraße als bundesweiter Hotspot der biologischen Vielfalt (Nr. 11), wärmeliebende Arten in Weinbergslagen
  • Fließgewässer Queich, Klingbach und Otterbach mit Bach- und Auenlebensräumen zwischen Pfälzerwald und Rhein
  • Trockenmauern, Weinbergsbrachen und Magerrasen am Übergang von Wald zur Rheinebene

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte auch in der Südpfalz. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung, den Praxisleitfaden zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße aus der laufenden Projektarbeit.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Südliche Weinstraße

🍇

Weinbergsbrachen & Trockenmauern

Entwicklung besonnter Weinbergsbrachen, Trockenmauern und Magerrasen am Haardtrand als Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und wärmeliebende Insekten, oft als CEF-Maßnahme bei Rebflurbereinigungen.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände am Übergang von Weinbergen zur Rheinebene, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals und höhlenbewohnende Fledermäuse.

🌳

Waldumbau im Pfälzerwald

Anreicherung mit Alt- und Totholz, Förderung standortgerechter Buntsandsteinwälder und Habitatbäume für Wildkatze, Haselmaus, Fledermäuse und Schwarzstorch.

💧

Gewässerrenaturierung

Wiederherstellung naturnaher Ufer und Auenstrukturen an Queich, Klingbach und Otterbach, Laich- und Bruthabitate für Amphibien und Eisvogel.

🌾

Grünlandextensivierung Rheinebene

Umwandlung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen in artenreiche Feucht- und Frischwiesen der Oberrheinebene, Lebensraum für Wiesenbrüter und Amphibien.

🧱

Entsiegelung & Biotopverbund

Rückbau versiegelter Flächen und Anlage von Hecken- und Trittsteinstrukturen in der ausgeräumten Feldflur, Vernetzung von Lebensräumen zwischen Wald und Rhein.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Südpfalz zwischen Pfälzerwald, Haardtrand und Oberrheinebene

🐈

Wildkatze

Der Pfälzerwald ist ein bundesweit bedeutender Verbreitungsschwerpunkt der Europäischen Wildkatze. Strukturreiche Wälder mit Alt- und Totholz sowie unzerschnittene Waldkomplexe sind zentrale Zielhabitate von Kompensationsmaßnahmen.

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🦎

Zauneidechse

Weinbergslagen, Trockenmauern und Bahndämme am Haardtrand bieten der Zauneidechse besonnte Lebensräume. Bei Eingriffen ist sie eine häufige Zielart für CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

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🦇

Fledermäuse

Der Pfälzerwald und seine Felskeller, Stollen und alten Waldbestände beherbergen zahlreiche Fledermausarten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung und Jagdhabitate sind typische Maßnahmen.

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🐿️

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Gebüsche und Niederwälder des Pfälzerwaldes. Der Erhalt durchgängiger Gehölzstrukturen ist entscheidend für ihren Schutz bei Eingriffen.

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🐸

Amphibien

Gelbbauchunke in den Wäldern des Pfälzerwaldes sowie Laubfrosch und weitere Arten in den Auen und Kleingewässern der Rheinebene. Neu angelegte Laichgewässer sind häufige Kompensationsmaßnahmen.

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🦅

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den ruhigen, gewässerreichen Waldbereichen des Pfälzerwaldes und nutzt Bäche und Feuchtwiesen als Nahrungshabitat. Störungsarme Waldkomplexe und intakte Fließgewässer sind für ihn maßgeblich.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Der Ausbau der B10 im Queichtal, die A65 als Nord-Süd-Achse sowie Ortsumgehungen und Straßensanierungen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus. greeNature begleitet Kompensationsbedarf im Zusammenspiel von Wald- und Auenlebensräumen.

🍇

Weinbau & Rebflurbereinigung

Rebflurbereinigungen und Wegebaumaßnahmen in den Weinbaulagen am Haardtrand greifen in Trockenlebensräume und Böschungsstrukturen ein. Häufig sind CEF-Maßnahmen für Zauneidechse und wärmeliebende Arten erforderlich.

🏭

Gewerbe & Logistik

Gewerbe- und Logistikansiedlungen in der Rheinebene rund um Landau und Herxheim erzeugen Flächenverbrauch und Versiegelung. Der Kompensationsbedarf wird über die LKompVO in Biotopwertpunkten ermittelt.

⚡

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik auf Ackerflächen der Rheinebene und Windkraftstandorte in den Randlagen zum Pfälzerwald erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

SÜ
Landkreis Südwestpfalz
Westlicher Nachbar · Pfälzerwald und Wasgau
BA
Landkreis Bad Dürkheim
Nördlicher Nachbar · Mittelhaardt und Weinstraße
RH
Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis
Nordöstlicher Nachbar · Oberrheinebene
GE
Landkreis Germersheim
Östlicher Nachbar · Rheinauen und Bienwald
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Südliche Weinstraße

Der Landkreis umfasst zwei BfN-Naturräume. Der Westen gehört zum Naturraum D51 (Pfälzerwald) mit seinen Buntsandsteinwäldern, der Osten zum Naturraum D53 (Oberrheinisches Tiefland) mit Weinbaulagen und Rheinebene. Dazwischen vermittelt der wärmebegünstigte Haardtrand. Für die Kompensationspflicht ist die naturräumliche Einordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Die Bewertung richtet sich nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in Verbindung mit dem verbindlichen Praxisleitfaden zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs. Grundlage ist eine Biotopbewertung in Biotopwertpunkten, ermittelt aus der Differenz zwischen Ausgangs- und geplantem Zielzustand einer Fläche. Rechtliche Basis bleibt die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße, Referat 61 (Untere Naturschutzbehörde), An der Kreuzmühle 2, 76829 Landau in der Pfalz. Die Kreisverwaltung hat ihren Sitz in der kreisfreien Stadt Landau, die vom Landkreis umschlossen wird. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie.
Häufige Maßnahmen sind die Entwicklung von Weinbergsbrachen, Trockenmauern und Magerrasen am Haardtrand, die Anlage von Streuobstwiesen, der Waldumbau mit Alt- und Totholz im Pfälzerwald, die Renaturierung von Queich, Klingbach und Otterbach sowie die Extensivierung von Grünland in der Rheinebene. Die Auswahl richtet sich nach Eingriffsart und Naturraum.
Ja. Im Landkreis liegen das FFH-Gebiet Biosphärenreservat Pfälzerwald (DE 6812-301) sowie die Vogelschutzgebiete am Haardtrand und im Pfälzerwald. Eingriffe in ihrem Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG einschließlich CEF-Maßnahmen erfordern. greeNature berät Sie zu allen naturschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Gut geeignet sind aufgelassene Weinbergslagen und Böschungen am Haardtrand, Streuobstflächen sowie Acker- und Grünlandflächen in der Rheinebene. Über ein anerkanntes Ökokonto nach LKompVO können Aufwertungen bereits vorab umgesetzt und später verrechnet werden. Sie bleiben Eigentümer, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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