
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Speyer
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in der Domstadt Speyer und den Rheinauen der Vorderpfalz.
Die Stadt Speyer im Überblick
Speyer ist eine kreisfreie Stadt im Süden von Rheinland-Pfalz und liegt in der Oberrheinischen Tiefebene an der Mündung des Speyerbachs in den Rhein. Rheinland-Pfalz gliedert sich seit dem Jahr 2000 nicht mehr in Regierungsbezirke, als kreisfreie Stadt nimmt Speyer die Aufgaben der unteren Verwaltungsebene selbst wahr. Auf rund 42,71 km² leben etwa 49.000 Menschen in den Stadtteilen Speyer-Ost mit der Innenstadt, Speyer-Nord, Speyer-Süd und Speyer-West. Der Kaiserdom zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Naturräumlich gehört das gesamte Stadtgebiet zur BfN-Großlandschaft Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland (D53). Prägend sind die Rheinniederung mit Altrheinarmen und Auwäldern im Osten und Süden, die eiszeitlichen Sand- und Kiesterrassen der Vorderpfälzer Rheinebene und die trockenwarmen Sandstandorte des Speyerer Waldes im Westen. Aus dieser Lage ergibt sich ein enges Nebeneinander von feuchten Auen und trockenen Binnendünenstandorten.
Ökologisch ist Speyer trotz der städtischen Prägung von hoher Bedeutung. Zum Natura-2000-Netz zählen das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit dem Berghäuser Altrhein im Süden und das FFH-Gebiet Rheinniederung Speyer-Ludwigshafen (6616-304) im Norden. Hinzu kommen EU-Vogelschutzgebiete in den südlichen Rheinauen und am Binsfeld, die Landschaftsschutzgebiete Pfälzische Rheinauen und Rehbach-Speyerbach sowie gesetzlich geschützte Biotope wie Hartholzauwälder, Stromtalwiesen und Silbergrasfluren nach § 30 BNatSchG.
Wirtschaftlich prägen Verwaltung, Handel, Tourismus und Kultur die Stadt, dazu Gewerbe und Logistik am Rheinhafen sowie mittelständische Industrie. Konversions- und Wohnbauvorhaben wie die frühere Kurpfalz-Kaserne, das Quartier Alte Ziegelei und die Entwicklung am Rheinufer sowie Verkehrs- und Infrastrukturprojekte lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Rheinland-Pfalz nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der LKompVO zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit dem Berghäuser Altrhein, Schlammflächen und Röhrichten im Süden der Stadt
- FFH-Gebiet Rheinniederung Speyer-Ludwigshafen (6616-304) mit naturnahen Auwäldern und Altrheinarmen im Norden
- EU-Vogelschutzgebiete in den südlichen Rheinauen und am Binsfeld als Brut- und Rastgebiete für Wasser- und Wiesenvögel
- Landschaftsschutzgebiete Pfälzische Rheinauen und Rehbach-Speyerbach entlang der Gewässerläufe
- Speyerer Auwald mit Hartholz- und Weichholzauen sowie Pfeifengras-Stromtalwiesen als nach § 30 BNatSchG geschützte Biotope
- Trockenwarme Sandstandorte im Speyerer Wald mit Silbergrasfluren und Sandmagerrasen als Lebensraum wärmeliebender Arten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger in Speyer und der Vorderpfalz von der Eingriffs- und Kompensationsbilanzierung nach LKompVO bis zur dauerhaften Flächensicherung. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadtverwaltung Speyer, die Eintragung in das Kompensationsverzeichnis (KSP/LANIS) und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Rheinauen, Altrheinarmen und Sandstandorten aus der Projektpraxis. Von der Flächensuche über die Anerkennung als Ökokonto bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.
Typische Maßnahmen in der Stadt Speyer
Renaturierung von Altrheinarmen und Auengewässern
Reaktivierung von Altrheinarmen wie dem Berghäuser Altrhein, Anlage von Flutmulden und naturnahe Ufergestaltung. Solche Maßnahmen verbinden Auendynamik mit Lebensraum für Eisvogel, Amphibien und Fische und werten die Rheinniederung ökologisch auf.
Entwicklung von Hartholz- und Weichholzauwald
Aufwertung und Neubegründung standortgerechter Auwälder mit Silberweide, Stieleiche und Ulme im Überflutungsbereich des Rheins. Auwälder gehören zu den seltensten und artenreichsten Waldformationen in Rheinland-Pfalz.
Pflege von Sandmagerrasen und Silbergrasfluren
Entbuschung und Offenhaltung der trockenwarmen Sandstandorte im Speyerer Wald durch angepasste Mahd oder extensive Beweidung. Die nährstoffarmen Sandflächen sind Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und spezialisierte Insekten.
Entsiegelung und Grünflächenaufwertung im Stadtgebiet
Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Brachflächen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Anlage strukturreicher Grünzüge. Im urbanen Raum verbinden solche Maßnahmen Kompensation mit Klimaanpassung und Biotopvernetzung.
Extensivierung von Stromtalwiesen und Feuchtgrünland
Entwicklung artenreicher Stromtal- und Feuchtwiesen in der Rheinniederung durch reduzierte Mahd und Verzicht auf Düngung. Strukturreiches Offenland fördert Wiesenvögel wie den Kiebitz sowie zahlreiche Wiesenpflanzen der Auenstandorte.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere an Gebäuden und im Auwald, Eisvogel-Steilwände an Altrheinarmen sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Dämmen und Sandflächen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Oberrheinische Tiefebene am Rhein
Eisvogel
An den Altrheinarmen und naturnahen Ufern rund um Speyer brütet der Eisvogel in Steilwänden. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Uferabbrüchen, das Zulassen von Auendynamik und die Sicherung strukturreicher Gewässerabschnitte.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Sandmagerrasen des Speyerer Waldes, Bahndämme und Böschungen sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Bau-, Verkehrs- und Konversionsvorhaben ist sie eine häufige Zielart für vorgezogene CEF-Maßnahmen wie Ersatzlebensräume und Umsiedlungen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
In den fischfreien Kleingewässern und Altwässern der Rheinaue kommt der streng geschützte Kammmolch vor. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer und die Vernetzung von Landlebensräumen sind bewährte Kompensationsmaßnahmen für die Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Gebäude der Innenstadt, Baumhöhlen im Auwald und Kellergewölbe dienen zahlreichen Fledermausarten als Quartier, die Gewässer und Auen als Jagdrevier. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind häufige Artenschutzmaßnahmen bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Die feuchten Wiesen und offenen Auenflächen der Rheinniederung sind Brut- und Rasthabitat des Kiebitzes. Extensiv genutztes Feuchtgrünland und die Wiedervernässung von Senken fördern den Bestand der stark gefährdeten Wiesenvogelart.
Mehr zur Art ›Amphibien
In den wechselfeuchten Auen und auf den Sandstandorten kommen unter anderem Laubfrosch und Wechselkröte vor. Neu angelegte Tümpel, Flutmulden und besonnte Kleingewässer sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen für Amphibien.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Konversion Kurpfalz-Kaserne
Die Umwandlung des früheren Kasernenareals in ein gemischtes Wohn- und Gewerbequartier ist eines der größten Stadtentwicklungsvorhaben Speyers. Neubebauung und Erschließung lösen Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der LKompVO zu erbringen ist. greeNature unterstützt bei Bilanzierung und Flächenbereitstellung.
Wohnbau und Rheinufer-Entwicklung
Wohnquartiere wie die Alte Ziegelei sowie die Aufwertung am Rheinufer schaffen neuen Wohnraum in der Domstadt. Solche Vorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den greeNature passende Kompensationsflächen und Maßnahmen bereitstellt.
Gewerbe und Rheinhafen
Gewerbe-, Logistik- und Hafenflächen am Rhein prägen den Wirtschaftsstandort Speyer. Erweiterungen und Neuansiedlungen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. Eigentümer geeigneter Flächen im Umland können als Flächenanbieter profitieren.
Verkehr und Infrastruktur
Vorhaben an B9 und B39 sowie an der Rheinbrücke Speyer, dazu Leitungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen entlang des Rheins, ziehen naturschutzrechtliche Kompensation und teils artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen nach sich. greeNature übernimmt die Behördenabstimmung.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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