Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D53

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Speyer

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in der Domstadt Speyer und den Rheinauen der Vorderpfalz.

42,71
km² Stadtfläche
~49k
Einwohner (31.12.2025)
5
Stadtteile
~1.160
Einwohner je km²
D53
Naturraum Oberrheintiefland
Stadt und Ökologie

Die Stadt Speyer im Überblick

Speyer ist eine kreisfreie Stadt im Süden von Rheinland-Pfalz und liegt in der Oberrheinischen Tiefebene an der Mündung des Speyerbachs in den Rhein. Rheinland-Pfalz gliedert sich seit dem Jahr 2000 nicht mehr in Regierungsbezirke, als kreisfreie Stadt nimmt Speyer die Aufgaben der unteren Verwaltungsebene selbst wahr. Auf rund 42,71 km² leben etwa 49.000 Menschen in den Stadtteilen Speyer-Ost mit der Innenstadt, Speyer-Nord, Speyer-Süd und Speyer-West. Der Kaiserdom zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Naturräumlich gehört das gesamte Stadtgebiet zur BfN-Großlandschaft Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland (D53). Prägend sind die Rheinniederung mit Altrheinarmen und Auwäldern im Osten und Süden, die eiszeitlichen Sand- und Kiesterrassen der Vorderpfälzer Rheinebene und die trockenwarmen Sandstandorte des Speyerer Waldes im Westen. Aus dieser Lage ergibt sich ein enges Nebeneinander von feuchten Auen und trockenen Binnendünenstandorten.

Ökologisch ist Speyer trotz der städtischen Prägung von hoher Bedeutung. Zum Natura-2000-Netz zählen das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit dem Berghäuser Altrhein im Süden und das FFH-Gebiet Rheinniederung Speyer-Ludwigshafen (6616-304) im Norden. Hinzu kommen EU-Vogelschutzgebiete in den südlichen Rheinauen und am Binsfeld, die Landschaftsschutzgebiete Pfälzische Rheinauen und Rehbach-Speyerbach sowie gesetzlich geschützte Biotope wie Hartholzauwälder, Stromtalwiesen und Silbergrasfluren nach § 30 BNatSchG.

Wirtschaftlich prägen Verwaltung, Handel, Tourismus und Kultur die Stadt, dazu Gewerbe und Logistik am Rheinhafen sowie mittelständische Industrie. Konversions- und Wohnbauvorhaben wie die frühere Kurpfalz-Kaserne, das Quartier Alte Ziegelei und die Entwicklung am Rheinufer sowie Verkehrs- und Infrastrukturprojekte lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Rheinland-Pfalz nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der LKompVO zu erbringen ist.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
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📍 Stadtteile

Innenstadt (Speyer-Ost) (KS)Speyer-NordSpeyer-SüdSpeyer-WestBinsfeldIm ErlichIm OberkämmererIm VogelgesangBinshofDeutschhofReffenthalRinkenbergerhof

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit dem Berghäuser Altrhein, Schlammflächen und Röhrichten im Süden der Stadt
  • FFH-Gebiet Rheinniederung Speyer-Ludwigshafen (6616-304) mit naturnahen Auwäldern und Altrheinarmen im Norden
  • EU-Vogelschutzgebiete in den südlichen Rheinauen und am Binsfeld als Brut- und Rastgebiete für Wasser- und Wiesenvögel
  • Landschaftsschutzgebiete Pfälzische Rheinauen und Rehbach-Speyerbach entlang der Gewässerläufe
  • Speyerer Auwald mit Hartholz- und Weichholzauen sowie Pfeifengras-Stromtalwiesen als nach § 30 BNatSchG geschützte Biotope
  • Trockenwarme Sandstandorte im Speyerer Wald mit Silbergrasfluren und Sandmagerrasen als Lebensraum wärmeliebender Arten

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger in Speyer und der Vorderpfalz von der Eingriffs- und Kompensationsbilanzierung nach LKompVO bis zur dauerhaften Flächensicherung. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadtverwaltung Speyer, die Eintragung in das Kompensationsverzeichnis (KSP/LANIS) und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Rheinauen, Altrheinarmen und Sandstandorten aus der Projektpraxis. Von der Flächensuche über die Anerkennung als Ökokonto bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Speyer

💧

Renaturierung von Altrheinarmen und Auengewässern

Reaktivierung von Altrheinarmen wie dem Berghäuser Altrhein, Anlage von Flutmulden und naturnahe Ufergestaltung. Solche Maßnahmen verbinden Auendynamik mit Lebensraum für Eisvogel, Amphibien und Fische und werten die Rheinniederung ökologisch auf.

🌳

Entwicklung von Hartholz- und Weichholzauwald

Aufwertung und Neubegründung standortgerechter Auwälder mit Silberweide, Stieleiche und Ulme im Überflutungsbereich des Rheins. Auwälder gehören zu den seltensten und artenreichsten Waldformationen in Rheinland-Pfalz.

🏜️

Pflege von Sandmagerrasen und Silbergrasfluren

Entbuschung und Offenhaltung der trockenwarmen Sandstandorte im Speyerer Wald durch angepasste Mahd oder extensive Beweidung. Die nährstoffarmen Sandflächen sind Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und spezialisierte Insekten.

🏙️

Entsiegelung und Grünflächenaufwertung im Stadtgebiet

Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Brachflächen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Anlage strukturreicher Grünzüge. Im urbanen Raum verbinden solche Maßnahmen Kompensation mit Klimaanpassung und Biotopvernetzung.

🌾

Extensivierung von Stromtalwiesen und Feuchtgrünland

Entwicklung artenreicher Stromtal- und Feuchtwiesen in der Rheinniederung durch reduzierte Mahd und Verzicht auf Düngung. Strukturreiches Offenland fördert Wiesenvögel wie den Kiebitz sowie zahlreiche Wiesenpflanzen der Auenstandorte.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Fledermausquartiere an Gebäuden und im Auwald, Eisvogel-Steilwände an Altrheinarmen sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Dämmen und Sandflächen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Oberrheinische Tiefebene am Rhein

🐦

Eisvogel

An den Altrheinarmen und naturnahen Ufern rund um Speyer brütet der Eisvogel in Steilwänden. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Uferabbrüchen, das Zulassen von Auendynamik und die Sicherung strukturreicher Gewässerabschnitte.

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🦎

Zauneidechse

Die Sandmagerrasen des Speyerer Waldes, Bahndämme und Böschungen sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Bau-, Verkehrs- und Konversionsvorhaben ist sie eine häufige Zielart für vorgezogene CEF-Maßnahmen wie Ersatzlebensräume und Umsiedlungen.

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🐸

Kammmolch

In den fischfreien Kleingewässern und Altwässern der Rheinaue kommt der streng geschützte Kammmolch vor. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer und die Vernetzung von Landlebensräumen sind bewährte Kompensationsmaßnahmen für die Art.

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🦇

Fledermäuse

Alte Gebäude der Innenstadt, Baumhöhlen im Auwald und Kellergewölbe dienen zahlreichen Fledermausarten als Quartier, die Gewässer und Auen als Jagdrevier. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind häufige Artenschutzmaßnahmen bei Eingriffen.

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Kiebitz

Die feuchten Wiesen und offenen Auenflächen der Rheinniederung sind Brut- und Rasthabitat des Kiebitzes. Extensiv genutztes Feuchtgrünland und die Wiedervernässung von Senken fördern den Bestand der stark gefährdeten Wiesenvogelart.

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🐸

Amphibien

In den wechselfeuchten Auen und auf den Sandstandorten kommen unter anderem Laubfrosch und Wechselkröte vor. Neu angelegte Tümpel, Flutmulden und besonnte Kleingewässer sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen für Amphibien.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Konversion Kurpfalz-Kaserne

Die Umwandlung des früheren Kasernenareals in ein gemischtes Wohn- und Gewerbequartier ist eines der größten Stadtentwicklungsvorhaben Speyers. Neubebauung und Erschließung lösen Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der LKompVO zu erbringen ist. greeNature unterstützt bei Bilanzierung und Flächenbereitstellung.

🏗️

Wohnbau und Rheinufer-Entwicklung

Wohnquartiere wie die Alte Ziegelei sowie die Aufwertung am Rheinufer schaffen neuen Wohnraum in der Domstadt. Solche Vorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den greeNature passende Kompensationsflächen und Maßnahmen bereitstellt.

🏭

Gewerbe und Rheinhafen

Gewerbe-, Logistik- und Hafenflächen am Rhein prägen den Wirtschaftsstandort Speyer. Erweiterungen und Neuansiedlungen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. Eigentümer geeigneter Flächen im Umland können als Flächenanbieter profitieren.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Vorhaben an B9 und B39 sowie an der Rheinbrücke Speyer, dazu Leitungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen entlang des Rheins, ziehen naturschutzrechtliche Kompensation und teils artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen nach sich. greeNature übernimmt die Behördenabstimmung.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

RH
Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis
Umgebender Nachbar · Rheinland-Pfalz
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Speyer

Das gesamte Stadtgebiet gehört zur BfN-Großlandschaft D53 (Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland). Prägend sind die Rheinniederung mit Altrheinarmen und Auwäldern, die Sand- und Kiesterrassen der Vorderpfälzer Rheinebene und die trockenwarmen Sandstandorte des Speyerer Waldes. Für den Kompensationsbedarf ist die genaue Einordnung des Eingriffsraums entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Rheinland-Pfalz richtet sich die Kompensation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Der Ausgleich wird über ein Biotopwertverfahren in Wertpunkten bilanziert. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich als Ökokonto anerkennen und im Kompensationsverzeichnis (KSP) führen. greeNature übernimmt Bilanzierung, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Als kreisfreie Stadt ist Speyer selbst untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist die Stadtverwaltung Speyer, Abteilung 250 Umwelt, Forsten, Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Maximilianstraße 100, 67346 Speyer. greeNature koordiniert alle Abstimmungen mit der Behörde, von der Maßnahmenplanung über die Ökokonto-Anerkennung bis zur Abnahme.
Relevant sind unter anderem das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit dem Berghäuser Altrhein und das FFH-Gebiet Rheinniederung Speyer-Ludwigshafen (6616-304) sowie EU-Vogelschutzgebiete in den Rheinauen. Eingriffe im Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen.
Häufige Auslöser sind Wohnbau- und Konversionsvorhaben wie die Kurpfalz-Kaserne und die Alte Ziegelei, die Entwicklung am Rheinufer und Rheinhafen, Gewerbe- und Logistikflächen sowie Verkehrs- und Infrastrukturprojekte an B9, B39 und der Rheinbrücke. Für all diese Fälle stellt greeNature passende Ausgleichsflächen und Maßnahmen bereit.
Ja. Besonders geeignet sind Flächen in der Rheinniederung, feuchte Grünlandstandorte an Altrheinarmen und Sandflächen im Umfeld des Speyerer Waldes. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche vielfach extensiv weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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