Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D53

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions begleitet Ihre Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) Rheinland-Pfalz im Rhein-Pfalz-Kreis, bundesweit und als Full-Service-Partner.

305
km² Kreisfläche
~156k
Einwohner
25
Gemeinden
D53
Naturraum Vorderpfalz
~7.400 ha
Natura-2000-Fläche
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis im Überblick

Der Rhein-Pfalz-Kreis liegt in der Vorderpfalz zwischen dem Rhein im Osten und dem Haardtrand im Westen und umschließt ringförmig die kreisfreie Stadt Ludwigshafen. Verwaltungssitz ist Ludwigshafen am Rhein, das als kreisfreie Stadt selbst nicht zum Kreisgebiet gehört. Größte Stadt innerhalb des Kreises ist Schifferstadt. Der Kreis ist Teil der Metropolregion Rhein-Neckar und einer der einwohnerstärksten Landkreise in Rheinland-Pfalz.

Prägend ist das weitgehend ebene Vorderpfälzer Tiefland mit fruchtbaren Lössböden, das nach Osten in die Rheinniederung übergeht. Dank milder Klimagunst und intensiver Landwirtschaft mit Gemüse- und Hackfruchtanbau gilt die Region als einer der ertragreichsten Anbauräume Deutschlands (Gemüsegarten Deutschlands). In der Rheinniederung wechseln Ackerflächen mit Auwaldresten und Altrheinarmen.

Ökologisch bedeutsam sind die Pfälzischen Rheinauen mit ihren Altrheinarmen, Weichholz- und Hartholz-Auwäldern sowie den durch Rohstoffabbau entstandenen Mechtersheimer Tongruben. Rund 7.400 Hektar des Kreisgebiets, etwa ein Viertel der Fläche, sind als Natura-2000-Gebiet gesichert, darunter das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer und das Vogelschutzgebiet Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit der Insel Flotzgrün.

Als Verdichtungsraum an der Grenze zur Chemie- und Industriestadt Ludwigshafen erzeugt der Kreis regelmäßig Kompensationsbedarf. Gewerbe- und Logistikansiedlungen, Verkehrsvorhaben, Wohnbauentwicklung und Rohstoffabbau lösen Eingriffe nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus. Grundlage der Bewertung ist die Landeskompensationsverordnung (LKompVO), vorgezogene Maßnahmen lassen sich über ein Ökokonto anerkennen und als Ökopunkte nutzen.

Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
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📍 Ausgewählte Gemeinden

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🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Pfälzische Rheinauen mit Altrheinarmen, floristisch und faunistisch zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas zählend
  • FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit ausgedehnten Auwaldbeständen
  • Vogelschutzgebiet Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit Insel Flotzgrün (6716-402)
  • Mechtersheimer Tongruben, bedeutender Rast- und Überwinterungsplatz für Limikolen und Wasservögel
  • Rund 7.400 Hektar Natura-2000-Fläche (etwa ein Viertel des Kreisgebiets)
  • Weichholz- und Hartholz-Auenwälder, die zu den seltensten Waldformationen in Rheinland-Pfalz gehören
  • Sandige Flugsandstandorte mit Lebensraum für wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die zuständigen Behörden und das Naturschutzrecht in Rheinland-Pfalz. Von der Flächenauswahl über die Anerkennung im Ökokonto bis zur Umsetzung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) begleiten wir Ihr Kompensationsvorhaben im Rhein-Pfalz-Kreis als direkter Ansprechpartner, in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis

🌳

Auenwald-Renaturierung

Entwicklung und Wiederherstellung von Weichholz- und Hartholzauen an den Altrheinarmen stärkt den Biotopverbund der Rheinniederung und schafft Lebensraum für auentypische Arten.

🌾

Grünlandextensivierung

Extensive Bewirtschaftung von Feucht- und Frischwiesen in der Rheinniederung fördert die Artenvielfalt und dient als Ausgleich für Flächenversiegelung im Verdichtungsraum.

💧

Kleingewässer für Amphibien

Neuanlage und Vernetzung von Tümpeln, Blänken und Altwassern schafft Laichgewässer für Laubfrosch, Kammmolch und weitere Amphibien der Rheinaue.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Anlage von Sand- und Steinstrukturen auf Flugsandstandorten und Bahndämmen als vorgezogene CEF-Maßnahmen für die Zauneidechse, ergänzt um Fledermausquartiere und Nisthilfen.

🌱

Ackerextensivierung & Feldlerchenfenster

Anlage von Feldlerchenfenstern, Blühstreifen und extensiv genutzten Ackerrandstreifen auf den intensiv bewirtschafteten Lössflächen schafft Ausgleich für Feldbrüter und Insekten.

🌿

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Säumen und Streuobstbeständen in der ausgeräumten Feldflur vernetzt die Schwemmfächer zwischen Haardtrand und Rheinaue als Trittsteinbiotope.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Vorderpfalz und Rheinniederung

🦎

Zauneidechse

Die trockenwarmen Flugsandstandorte, Bahndämme und Wegränder der Vorderpfalz sind Kernlebensraum der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Zielart, für die vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich werden.

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🐸

Amphibien der Altrheinarme

Laubfrosch, Kammmolch und Wechselkröte finden in den Altwassern, Tümpeln und Tongruben der Rheinniederung Laichgewässer. Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern zählen zu den typischen Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Kiebitz

Feuchtes Grünland und offene Ackerlagen der Rheinniederung bieten dem Kiebitz Bruthabitate. Extensivierung und die Anlage von Feuchtmulden sichern die Bruterfolge dieser gefährdeten Wiesenbrüterart.

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🐟

Eisvogel

An den Altrheinarmen und Uferabbrüchen brütet der Eisvogel. Die Modellierung naturnaher Steilwände und der Erhalt strukturreicher Gewässerufer sind wirksame Maßnahmen für diese streng geschützte Art.

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🦇

Fledermäuse

Die Auwälder und alten Baumbestände der Rheinaue dienen Fledermäusen wie Wasserfledermaus und Abendsegler als Quartier und Jagdgebiet. Quartiererhalt und Ersatzquartiere sichern die lokalen Populationen.

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🐤

Feldlerche

Auf den weiten Löss-Ackerflächen der Vorderpfalz brütet die Feldlerche, deren Bestände unter der intensiven Landwirtschaft leiden. Feldlerchenfenster und Blühstreifen schaffen gezielt Brut- und Nahrungshabitate.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Gewerbe, Industrie & Logistik

Als Verdichtungsraum an der Grenze zur Industriestadt Ludwigshafen und in der Metropolregion Rhein-Neckar entstehen laufend Gewerbe- und Logistikansiedlungen. Betriebserweiterungen und neue Ansiedlungen erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach LKompVO.

🛣️

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau und Erneuerung der Bundesstraßen (B9, B44), der Autobahnen A61 und A65 sowie der Bahnstrecken im Verdichtungsraum lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, häufig verbunden mit artenschutzrechtlichen Maßnahmen.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Wohnbau- und Gewerbegebietsausweisungen in den wachsenden Umlandgemeinden von Ludwigshafen erfordern naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer von Ackerflächen können ihre Flächen als Kompensationsflächen anbieten.

⛏️

Rohstoffabbau & Erneuerbare

Kies- und Tonabbau in der Rheinniederung sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Ackerstandorten erfordern Kompensation. Ausgebeutete Abbaustätten wie die Mechtersheimer Tongruben lassen sich zu wertvollen Biotopen entwickeln.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

BA
Landkreis Bad Dürkheim
Westlicher Nachbar · Deutsche Weinstraße
GE
Landkreis Germersheim
Südlicher Nachbar · Vorderpfalz und Rheinaue
SÜ
Landkreis Südliche Weinstraße
Südwestlicher Nachbar · Haardtrand
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis

Der Rhein-Pfalz-Kreis gehört zum BfN-Naturraum D53 (Vorderpfalz), der das Vorderpfälzer Tiefland und die Rheinniederung umfasst. Prägend sind fruchtbare Lössböden, sandige Schwemmfächer und die Auenlandschaft entlang des Rheins. Für die Kompensationspflicht nach LKompVO ist die genaue Naturraum- und Biotopzuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Ökopunkte werden in Rheinland-Pfalz nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) ermittelt und aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Naturraum- und Biotopbewertung, die Zuordnung geeigneter Maßnahmenflächen, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis, Europaplatz 5, 67063 Ludwigshafen am Rhein. Der Verwaltungssitz liegt in der kreisfreien Stadt Ludwigshafen, die selbst nicht zum Kreisgebiet gehört. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme für Sie.
In der Rheinniederung sind häufige Maßnahmen die Renaturierung von Auwäldern an Altrheinarmen, die Extensivierung von Feucht- und Frischwiesen, die Neuanlage von Kleingewässern für Amphibien sowie die Entwicklung ausgebeuteter Abbaustätten zu Biotopen. Auf den Lössflächen kommen Feldlerchenfenster, Blühstreifen und Heckenstrukturen hinzu.
Ja. Etwa ein Viertel des Kreisgebiets ist Natura-2000-Gebiet, darunter das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) und das Vogelschutzgebiet Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit Insel Flotzgrün (6716-402). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie CEF- oder FCS-Maßnahmen auslösen. greeNature berät Sie zu allen naturschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja, besonders geeignet sind Ackerflächen auf Lössstandorten, feuchtes Grünland in der Rheinniederung und Flächen an den Altrheinarmen mit Potenzial für Auenentwicklung. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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