
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions begleitet Ihre Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) Rheinland-Pfalz im Rhein-Pfalz-Kreis, bundesweit und als Full-Service-Partner.
Der Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis im Überblick
Der Rhein-Pfalz-Kreis liegt in der Vorderpfalz zwischen dem Rhein im Osten und dem Haardtrand im Westen und umschließt ringförmig die kreisfreie Stadt Ludwigshafen. Verwaltungssitz ist Ludwigshafen am Rhein, das als kreisfreie Stadt selbst nicht zum Kreisgebiet gehört. Größte Stadt innerhalb des Kreises ist Schifferstadt. Der Kreis ist Teil der Metropolregion Rhein-Neckar und einer der einwohnerstärksten Landkreise in Rheinland-Pfalz.
Prägend ist das weitgehend ebene Vorderpfälzer Tiefland mit fruchtbaren Lössböden, das nach Osten in die Rheinniederung übergeht. Dank milder Klimagunst und intensiver Landwirtschaft mit Gemüse- und Hackfruchtanbau gilt die Region als einer der ertragreichsten Anbauräume Deutschlands (Gemüsegarten Deutschlands). In der Rheinniederung wechseln Ackerflächen mit Auwaldresten und Altrheinarmen.
Ökologisch bedeutsam sind die Pfälzischen Rheinauen mit ihren Altrheinarmen, Weichholz- und Hartholz-Auwäldern sowie den durch Rohstoffabbau entstandenen Mechtersheimer Tongruben. Rund 7.400 Hektar des Kreisgebiets, etwa ein Viertel der Fläche, sind als Natura-2000-Gebiet gesichert, darunter das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer und das Vogelschutzgebiet Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit der Insel Flotzgrün.
Als Verdichtungsraum an der Grenze zur Chemie- und Industriestadt Ludwigshafen erzeugt der Kreis regelmäßig Kompensationsbedarf. Gewerbe- und Logistikansiedlungen, Verkehrsvorhaben, Wohnbauentwicklung und Rohstoffabbau lösen Eingriffe nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus. Grundlage der Bewertung ist die Landeskompensationsverordnung (LKompVO), vorgezogene Maßnahmen lassen sich über ein Ökokonto anerkennen und als Ökopunkte nutzen.

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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Pfälzische Rheinauen mit Altrheinarmen, floristisch und faunistisch zu den artenreichsten Ökosystemen Mitteleuropas zählend
- FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit ausgedehnten Auwaldbeständen
- Vogelschutzgebiet Berghausener und Lingenfelder Altrhein mit Insel Flotzgrün (6716-402)
- Mechtersheimer Tongruben, bedeutender Rast- und Überwinterungsplatz für Limikolen und Wasservögel
- Rund 7.400 Hektar Natura-2000-Fläche (etwa ein Viertel des Kreisgebiets)
- Weichholz- und Hartholz-Auenwälder, die zu den seltensten Waldformationen in Rheinland-Pfalz gehören
- Sandige Flugsandstandorte mit Lebensraum für wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und kennt die zuständigen Behörden und das Naturschutzrecht in Rheinland-Pfalz. Von der Flächenauswahl über die Anerkennung im Ökokonto bis zur Umsetzung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) begleiten wir Ihr Kompensationsvorhaben im Rhein-Pfalz-Kreis als direkter Ansprechpartner, in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis
Auenwald-Renaturierung
Entwicklung und Wiederherstellung von Weichholz- und Hartholzauen an den Altrheinarmen stärkt den Biotopverbund der Rheinniederung und schafft Lebensraum für auentypische Arten.
Grünlandextensivierung
Extensive Bewirtschaftung von Feucht- und Frischwiesen in der Rheinniederung fördert die Artenvielfalt und dient als Ausgleich für Flächenversiegelung im Verdichtungsraum.
Kleingewässer für Amphibien
Neuanlage und Vernetzung von Tümpeln, Blänken und Altwassern schafft Laichgewässer für Laubfrosch, Kammmolch und weitere Amphibien der Rheinaue.
Artenschutz CEF/FCS
Anlage von Sand- und Steinstrukturen auf Flugsandstandorten und Bahndämmen als vorgezogene CEF-Maßnahmen für die Zauneidechse, ergänzt um Fledermausquartiere und Nisthilfen.
Ackerextensivierung & Feldlerchenfenster
Anlage von Feldlerchenfenstern, Blühstreifen und extensiv genutzten Ackerrandstreifen auf den intensiv bewirtschafteten Lössflächen schafft Ausgleich für Feldbrüter und Insekten.
Hecken & Biotopverbund
Anlage von Hecken, Säumen und Streuobstbeständen in der ausgeräumten Feldflur vernetzt die Schwemmfächer zwischen Haardtrand und Rheinaue als Trittsteinbiotope.
Geschützte Arten im Vorderpfalz und Rheinniederung
Zauneidechse
Die trockenwarmen Flugsandstandorte, Bahndämme und Wegränder der Vorderpfalz sind Kernlebensraum der Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Zielart, für die vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich werden.
Mehr zur Art ›Amphibien der Altrheinarme
Laubfrosch, Kammmolch und Wechselkröte finden in den Altwassern, Tümpeln und Tongruben der Rheinniederung Laichgewässer. Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern zählen zu den typischen Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Feuchtes Grünland und offene Ackerlagen der Rheinniederung bieten dem Kiebitz Bruthabitate. Extensivierung und die Anlage von Feuchtmulden sichern die Bruterfolge dieser gefährdeten Wiesenbrüterart.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den Altrheinarmen und Uferabbrüchen brütet der Eisvogel. Die Modellierung naturnaher Steilwände und der Erhalt strukturreicher Gewässerufer sind wirksame Maßnahmen für diese streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Die Auwälder und alten Baumbestände der Rheinaue dienen Fledermäusen wie Wasserfledermaus und Abendsegler als Quartier und Jagdgebiet. Quartiererhalt und Ersatzquartiere sichern die lokalen Populationen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Auf den weiten Löss-Ackerflächen der Vorderpfalz brütet die Feldlerche, deren Bestände unter der intensiven Landwirtschaft leiden. Feldlerchenfenster und Blühstreifen schaffen gezielt Brut- und Nahrungshabitate.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe, Industrie & Logistik
Als Verdichtungsraum an der Grenze zur Industriestadt Ludwigshafen und in der Metropolregion Rhein-Neckar entstehen laufend Gewerbe- und Logistikansiedlungen. Betriebserweiterungen und neue Ansiedlungen erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach LKompVO.
Verkehr & Infrastruktur
Ausbau und Erneuerung der Bundesstraßen (B9, B44), der Autobahnen A61 und A65 sowie der Bahnstrecken im Verdichtungsraum lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, häufig verbunden mit artenschutzrechtlichen Maßnahmen.
Siedlungsentwicklung
Wohnbau- und Gewerbegebietsausweisungen in den wachsenden Umlandgemeinden von Ludwigshafen erfordern naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer von Ackerflächen können ihre Flächen als Kompensationsflächen anbieten.
Rohstoffabbau & Erneuerbare
Kies- und Tonabbau in der Rheinniederung sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Ackerstandorten erfordern Kompensation. Ausgebeutete Abbaustätten wie die Mechtersheimer Tongruben lassen sich zu wertvollen Biotopen entwickeln.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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