Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D41 · D40 · D44 · D39

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhein-Lahn-Kreis

Behördlich anerkannte Ökopunkte und passende Ausgleichsflächen im Rhein-Lahn-Kreis. greeNature solutions begleitet Ihr Kompensationsvorhaben nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO), von der Bewertung bis zur Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde in Bad Ems.

782 km²
Kreisfläche
~122k
Einwohner
137
Städte & Gemeinden
5
Verbandsgemeinden
4
Naturräume D39/D40/D41/D44
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Rhein-Lahn-Kreis im Überblick

Der Rhein-Lahn-Kreis liegt im Norden von Rheinland-Pfalz zwischen Rhein und Lahn und gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Rheinland-Pfalz gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, für die Kompensation ist unmittelbar das Landesrecht maßgeblich. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Bad Ems, größte Stadt ist die große kreisangehörige Stadt Lahnstein am Zusammenfluss von Lahn und Rhein.

Naturräumlich hat der Kreis Anteil an vier BfN-Haupteinheiten. Das Mittelrheingebiet (D44) mit seinen steilen Schieferhängen bildet die westliche Grenze am Rhein, das Lahntal und Limburger Becken (D40) zieht sich als Hauptachse quer durch den Kreis, südlich schließen die Höhen des Taunus (D41) mit dem Hintertaunus an, im Norden reicht der Westerwald (D39) mit seinen basaltgeprägten Hochflächen herein.

Ökologisch prägend sind das Obere Mittelrheintal, seit 2002 UNESCO-Welterbe und Tal der Loreley, sowie das enge Durchbruchstal der Lahn. Große Teile liegen im Naturpark Nassau, dazu kommen mehrere FFH-Gebiete und das EU-Vogelschutzgebiet Mittelrheintal. Die wärmebegünstigten Fels- und Trockenhänge mit Weinbergsbrachen zählen zu den artenreichsten Trockenlebensräumen des Landes.

Die Wirtschaft verbindet Tourismus, Wein- und Forstwirtschaft mit Gewerbe und Rohstoffabbau. Windenergie auf den Taunus- und Westerwaldhöhen, der Ausbau von Bundesstraßen und der rechten Rheinstrecke, Basalt- und Diabassteinbrüche sowie Siedlungs- und Gewerbeentwicklung um Lahnstein, Diez und Bad Ems lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach LKompVO zu erbringen ist.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D40
Lahntal und Limburger Becken
Zum Naturraum D40 ›
D44
Mittelrheingebiet (mit Siebengebirge)
Zum Naturraum D44 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bad Ems (KS)LahnsteinDiezNassauNastättenKatzenelnbogenSankt GoarshausenBraubachKamp-BornhofenHahnstättenMiehlenHolzappel

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Oberes Mittelrheintal, UNESCO-Welterbe und Tal der Loreley
  • EU-Vogelschutzgebiet Mittelrheintal (VSG 5711-401) mit Fels- und Hangwäldern
  • FFH-Gebiet Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub (FFH 5711-301)
  • Naturpark Nassau, prägend für weite Teile des Kreises
  • Unteres Lahntal, naturnahes Durchbruchstal mit Auen und Felsen
  • Wärmeliebende Trockenhänge, Weinbergsbrachen und Trockenmauern am Mittelrhein
  • Basalt- und Diabashochflächen des Unterwesterwaldes

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger im Rhein-Lahn-Kreis nach dem rheinland-pfälzischen Kompensationsrecht. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung in Bad Ems, die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Mittelrheintal, Lahntal und Taunus. Von der Eingriffsbewertung über die Flächensuche bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Kompensationsprozess.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Rhein-Lahn-Kreis

🍇

Trockenhänge & Weinbergsbrachen

Pflege und Wiederherstellung offener Fels- und Trockenhänge am Mittelrhein, Entbuschung verbrachter Weinberge, Erhalt von Trockenmauern und Schafbeweidung von Halbtrockenrasen als Lebensraum wärmeliebender Arten.

💧

Lahnauen-Renaturierung

Anbindung von Altarmen, Entwicklung von Ufergehölzen und Feuchtwiesen im Unteren Lahntal, Verbesserung der Gewässerstruktur und der Durchgängigkeit für Fische und Gewässerorganismen.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Nadelforste im Taunus und Westerwald zu standortgerechten Laubmischwäldern, Förderung von Alt- und Totholz sowie strukturreichen Waldrändern für Wildkatze, Fledermäuse und Höhlenbrüter.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen und Weiden auf den Hochflächen von Westerwald und Hintertaunus, produktionsintegrierte Kompensation (PIK) in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Reptilien an besonnten Böschungen, Fledermausquartiere in Stollen und Gebäuden, Nischen und Ruhezonen für Uhu und Wanderfalke, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.

🌾

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in ausgeräumten Hochflächenlagen, Trittsteinbiotope zwischen Lahntal, Taunus und Westerwald zur Vernetzung isolierter Lebensräume.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Unteres Lahntal, Mittelrheintal und Taunushöhen

🦉

Uhu & Wanderfalke

Die Schieferfelsen und Steilhänge des Mittelrheintals bieten Brutplätze für Uhu und Wanderfalke. Bei Eingriffen an Fels- und Hangstandorten sind Störungsschutz und der Erhalt geeigneter Brutnischen zu berücksichtigen.

🦎

Zauneidechse & Reptilien

Besonnte Trockenhänge, Weinbergsmauern und Bahnböschungen sind Lebensraum von Zauneidechse und Mauereidechse. Reptilien zählen im Rhein-Lahn-Kreis zu den häufigsten Zielarten vorgezogener CEF-Maßnahmen bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben.

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🐈

Wildkatze

Die zusammenhängenden Laubwälder von Taunus und Westerwald gehören zum Verbreitungsgebiet der Europäischen Wildkatze. Waldbiotopverbund, störungsarme Rückzugsräume und die Vernetzung von Waldgebieten sind wirksame Kompensationsansätze.

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🌰

Haselmaus

In den strukturreichen Wäldern und Waldrändern des Hintertaunus lebt die Haselmaus, eine streng geschützte Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie. Der Erhalt von Gebüschsäumen und Verbindungsstrukturen ist bei Waldeingriffen entscheidend.

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🦇

Fledermäuse

Alte Stollen, Höhlen und Waldbestände im Lahntal beherbergen Fledermausarten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung, Ersatzquartiere und der Erhalt von Jagdhabitaten sind typische Bestandteile artenschutzrechtlicher Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel an der Lahn

Der Eisvogel besiedelt naturnahe Uferabschnitte der Lahn mit Steilwänden und ruhigen Buchten. Renaturierte Auen und stabile Steilufer schaffen Bruthabitate und dienen zugleich dem Gewässer- und Biotopverbund.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🌬️

Windenergie auf den Höhen

Windenergieanlagen auf den Hochflächen von Taunus und Westerwald erfordern Eingriffsausgleich und artenschutzrechtliche Prüfungen, insbesondere für windkraftsensible Arten wie Schwarzstorch, Greifvögel und Fledermäuse. greeNature entwickelt passgenaue CEF- und FCS-Maßnahmen.

🛤️

Verkehr & Bahn

Der Ausbau von Bundesstraßen im Lahn- und Rheintal, Lärmschutz und Instandsetzung an der rechten Rheinstrecke sowie wiederkehrend diskutierte Rheinquerungen im Mittelrheintal lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

⛏️

Rohstoffabbau

Basalt-, Diabas- und Kalksteinbrüche im Westerwald und Lahntal sind mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Rekultivierung, Folgenutzung und Ersatzmaßnahmen bieten Anknüpfungspunkte für hochwertige Kompensation.

🏘️

Siedlung & Gewerbe

Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung um Lahnstein, Diez, Bad Ems und Nastätten erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Kompensationsflächen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

WE
Landkreis Westerwaldkreis
Nördlicher Nachbar, Westerwald
MA
Landkreis Mayen-Koblenz
Westlicher Nachbar, jenseits des Rheins
RH
Landkreis Rhein-Hunsrück-Kreis
Südwestlicher Nachbar, Hunsrück
MA
Landkreis Mainz-Bingen
Südlicher Nachbar am Mittelrhein
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Rhein-Lahn-Kreis

Der Kreis hat Anteil an vier BfN-Naturräumen: dem Mittelrheingebiet (D44) am Rhein, dem Lahntal und Limburger Becken (D40) als zentraler Achse, dem Taunus (D41) im Süden und dem Westerwald (D39) im Norden. Die genaue Naturraum- und Biotopzuordnung des Eingriffsorts ist für die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) maßgeblich. greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
In Rheinland-Pfalz erfolgt die Kompensation auf Grundlage des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG) und der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Der Eingriff und die Aufwertung durch Maßnahmen werden über ein Biotopwertverfahren in Wertpunkten bilanziert. Anerkannte Maßnahmen können über Ökokonten bevorratet und in einem Kompensationsverzeichnis geführt werden. greeNature übernimmt Bilanzierung, Flächenzuordnung und Behördenabstimmung.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises, Insel Silberau 1, 56130 Bad Ems. Sie prüft die Eingriffs- und Ausgleichsplanung und stimmt Maßnahmen sowie deren Bewertung ab. greeNature koordiniert diese Abstimmungen vollständig, von der Planung bis zur Abnahme.
Verbreitet sind die Pflege und Wiederherstellung offener Trockenhänge und Weinbergsbrachen am Mittelrhein, der Erhalt von Trockenmauern, die Renaturierung der Lahnauen, naturnaher Waldumbau im Taunus und Westerwald sowie Artenschutzmaßnahmen für Reptilien, Fledermäuse und Felsbrüter. Die Auswahl richtet sich nach dem beeinträchtigten Biotoptyp und den betroffenen Arten.
Ja. Im Kreis liegen unter anderem das EU-Vogelschutzgebiet Mittelrheintal (VSG 5711-401) und das FFH-Gebiet Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub (FFH 5711-301). Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung eines günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 und § 45 BNatSchG erfordern. greeNature berät Sie zu den fachlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem verbrachte Weinberge und Trockenhänge am Mittelrhein, Grünland- und Auenstandorte an der Lahn sowie Waldflächen im Taunus und Westerwald mit Entwicklungspotenzial. Über produktionsintegrierte Kompensation bleibt oft eine landwirtschaftliche Nutzung möglich. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt die Anerkennung mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.
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