
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhein-Lahn-Kreis
Behördlich anerkannte Ökopunkte und passende Ausgleichsflächen im Rhein-Lahn-Kreis. greeNature solutions begleitet Ihr Kompensationsvorhaben nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO), von der Bewertung bis zur Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde in Bad Ems.
Der Landkreis Rhein-Lahn-Kreis im Überblick
Der Rhein-Lahn-Kreis liegt im Norden von Rheinland-Pfalz zwischen Rhein und Lahn und gehört zum Rheinischen Schiefergebirge. Rheinland-Pfalz gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, für die Kompensation ist unmittelbar das Landesrecht maßgeblich. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Bad Ems, größte Stadt ist die große kreisangehörige Stadt Lahnstein am Zusammenfluss von Lahn und Rhein.
Naturräumlich hat der Kreis Anteil an vier BfN-Haupteinheiten. Das Mittelrheingebiet (D44) mit seinen steilen Schieferhängen bildet die westliche Grenze am Rhein, das Lahntal und Limburger Becken (D40) zieht sich als Hauptachse quer durch den Kreis, südlich schließen die Höhen des Taunus (D41) mit dem Hintertaunus an, im Norden reicht der Westerwald (D39) mit seinen basaltgeprägten Hochflächen herein.
Ökologisch prägend sind das Obere Mittelrheintal, seit 2002 UNESCO-Welterbe und Tal der Loreley, sowie das enge Durchbruchstal der Lahn. Große Teile liegen im Naturpark Nassau, dazu kommen mehrere FFH-Gebiete und das EU-Vogelschutzgebiet Mittelrheintal. Die wärmebegünstigten Fels- und Trockenhänge mit Weinbergsbrachen zählen zu den artenreichsten Trockenlebensräumen des Landes.
Die Wirtschaft verbindet Tourismus, Wein- und Forstwirtschaft mit Gewerbe und Rohstoffabbau. Windenergie auf den Taunus- und Westerwaldhöhen, der Ausbau von Bundesstraßen und der rechten Rheinstrecke, Basalt- und Diabassteinbrüche sowie Siedlungs- und Gewerbeentwicklung um Lahnstein, Diez und Bad Ems lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach LKompVO zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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Zum Naturraum D39 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Oberes Mittelrheintal, UNESCO-Welterbe und Tal der Loreley
- EU-Vogelschutzgebiet Mittelrheintal (VSG 5711-401) mit Fels- und Hangwäldern
- FFH-Gebiet Rheinhänge zwischen Lahnstein und Kaub (FFH 5711-301)
- Naturpark Nassau, prägend für weite Teile des Kreises
- Unteres Lahntal, naturnahes Durchbruchstal mit Auen und Felsen
- Wärmeliebende Trockenhänge, Weinbergsbrachen und Trockenmauern am Mittelrhein
- Basalt- und Diabashochflächen des Unterwesterwaldes
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger im Rhein-Lahn-Kreis nach dem rheinland-pfälzischen Kompensationsrecht. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung in Bad Ems, die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Mittelrheintal, Lahntal und Taunus. Von der Eingriffsbewertung über die Flächensuche bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Kompensationsprozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rhein-Lahn-Kreis
Trockenhänge & Weinbergsbrachen
Pflege und Wiederherstellung offener Fels- und Trockenhänge am Mittelrhein, Entbuschung verbrachter Weinberge, Erhalt von Trockenmauern und Schafbeweidung von Halbtrockenrasen als Lebensraum wärmeliebender Arten.
Lahnauen-Renaturierung
Anbindung von Altarmen, Entwicklung von Ufergehölzen und Feuchtwiesen im Unteren Lahntal, Verbesserung der Gewässerstruktur und der Durchgängigkeit für Fische und Gewässerorganismen.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste im Taunus und Westerwald zu standortgerechten Laubmischwäldern, Förderung von Alt- und Totholz sowie strukturreichen Waldrändern für Wildkatze, Fledermäuse und Höhlenbrüter.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen und Weiden auf den Hochflächen von Westerwald und Hintertaunus, produktionsintegrierte Kompensation (PIK) in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Reptilien an besonnten Böschungen, Fledermausquartiere in Stollen und Gebäuden, Nischen und Ruhezonen für Uhu und Wanderfalke, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.
Hecken & Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in ausgeräumten Hochflächenlagen, Trittsteinbiotope zwischen Lahntal, Taunus und Westerwald zur Vernetzung isolierter Lebensräume.
Geschützte Arten im Unteres Lahntal, Mittelrheintal und Taunushöhen
Uhu & Wanderfalke
Die Schieferfelsen und Steilhänge des Mittelrheintals bieten Brutplätze für Uhu und Wanderfalke. Bei Eingriffen an Fels- und Hangstandorten sind Störungsschutz und der Erhalt geeigneter Brutnischen zu berücksichtigen.
Zauneidechse & Reptilien
Besonnte Trockenhänge, Weinbergsmauern und Bahnböschungen sind Lebensraum von Zauneidechse und Mauereidechse. Reptilien zählen im Rhein-Lahn-Kreis zu den häufigsten Zielarten vorgezogener CEF-Maßnahmen bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die zusammenhängenden Laubwälder von Taunus und Westerwald gehören zum Verbreitungsgebiet der Europäischen Wildkatze. Waldbiotopverbund, störungsarme Rückzugsräume und die Vernetzung von Waldgebieten sind wirksame Kompensationsansätze.
Mehr zur Art ›Haselmaus
In den strukturreichen Wäldern und Waldrändern des Hintertaunus lebt die Haselmaus, eine streng geschützte Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie. Der Erhalt von Gebüschsäumen und Verbindungsstrukturen ist bei Waldeingriffen entscheidend.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Stollen, Höhlen und Waldbestände im Lahntal beherbergen Fledermausarten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung, Ersatzquartiere und der Erhalt von Jagdhabitaten sind typische Bestandteile artenschutzrechtlicher Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Lahn
Der Eisvogel besiedelt naturnahe Uferabschnitte der Lahn mit Steilwänden und ruhigen Buchten. Renaturierte Auen und stabile Steilufer schaffen Bruthabitate und dienen zugleich dem Gewässer- und Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie auf den Höhen
Windenergieanlagen auf den Hochflächen von Taunus und Westerwald erfordern Eingriffsausgleich und artenschutzrechtliche Prüfungen, insbesondere für windkraftsensible Arten wie Schwarzstorch, Greifvögel und Fledermäuse. greeNature entwickelt passgenaue CEF- und FCS-Maßnahmen.
Verkehr & Bahn
Der Ausbau von Bundesstraßen im Lahn- und Rheintal, Lärmschutz und Instandsetzung an der rechten Rheinstrecke sowie wiederkehrend diskutierte Rheinquerungen im Mittelrheintal lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Rohstoffabbau
Basalt-, Diabas- und Kalksteinbrüche im Westerwald und Lahntal sind mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Rekultivierung, Folgenutzung und Ersatzmaßnahmen bieten Anknüpfungspunkte für hochwertige Kompensation.
Siedlung & Gewerbe
Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung um Lahnstein, Diez, Bad Ems und Nastätten erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundstückseigentümer können geeignete Flächen als Kompensationsflächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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