
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Pirmasens
Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie Stadt Pirmasens, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz. greeNature entwickelt und betreut Kompensationsflächen am Westrand des Pfälzerwaldes und auf der Sickinger Höhe und begleitet Vorhabenträger von der Bilanzierung im Biotopwertverfahren bis zur Anerkennung durch die Naturschutzbehörde.
Die Stadt Pirmasens im Überblick
Pirmasens ist eine kreisfreie Stadt im Südwesten von Rheinland-Pfalz und liegt am Westrand des Pfälzerwaldes. Auf rund 61 km² leben etwa 39.000 Menschen. Die Stadt wird vollständig vom Landkreis Südwestpfalz umschlossen und ist zugleich Sitz von dessen Kreisverwaltung, gehört selbst aber nicht zum Landkreis. Rheinland-Pfalz ist seit dem Jahr 2000 nicht mehr in Regierungsbezirke gegliedert. Als kreisfreie Stadt nimmt Pirmasens die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde für ihr Stadtgebiet selbst wahr.
Naturräumlich hat die Stadt Anteil an zwei BfN-Großlandschaften. Die östlichen Stadtteile gehören zum Pfälzerwald (Naturraum D50), dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands auf Buntsandstein. Die Kernstadt und die westlichen Bereiche liegen am Westrichrand und auf der Sickinger Stufe und zählen zum Saar-Nahe-Berg- und Hügelland (Naturraum D52). Pirmasens ist auf mehreren Buntsandstein-Höhenrücken erbaut und gehört mit einer Innenstadtlage um 387 m über NN zu den höchstgelegenen größeren Städten des Landes.
Der östliche Stadtrand hat Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald, dem deutschen Teil des grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen. In den bewaldeten Bachtälern rund um die Stadt liegen FFH-Gebiete wie das Gersbachtal sowie das Felsalbtal und Blümelsbachtal, dazu Landschaftsschutzgebiete im Blümelstal und im Gersbachtal. Die naturnahen Mittelgebirgsbäche mit begleitenden Gehölzen und die strukturreichen Waldränder bieten Lebensraum für Fledermäuse, Wildkatze und zahlreiche an Wald und Gewässer gebundene Arten.
Wirtschaftlich ist Pirmasens durch das Erbe der Schuhindustrie geprägt, die den Ort einst zur deutschen Schuhmetropole machte. Heute bestimmen Kunststoffverarbeitung, Logistik, Einzelhandel und die Nachnutzung ehemaliger Militärflächen das Bild, etwa auf der Husterhöhe mit Businesspark und Hochschulstandort. Wohnbau, Gewerbeansiedlungen, die Entwicklung von Konversionsflächen und Verkehrsvorhaben lösen Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Deren Ausgleich richtet sich nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz, die den Kompensationsbedarf über ein Biotopwertverfahren ermittelt.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D51 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald am östlichen Stadtrand, deutscher Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen
- FFH-Gebiete in den umgebenden Bachtälern, darunter Gersbachtal sowie Felsalbtal und Blümelsbachtal
- Landschaftsschutzgebiete Blümelstal mit Seitentälern und Gersbachtal
- Lage auf Buntsandstein-Höhenrücken am Westrand des Pfälzerwaldes, eine der höchstgelegenen größeren Städte des Landes
- Naturnahe Mittelgebirgsbäche mit Auwaldresten und struktureiche Waldränder als Biotopverbund zum Pfälzerwald
- Konversionsflächen wie die Husterhöhe mit Potenzial für Entsiegelung und hochwertige Kompensation
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und entwickelt für Vorhaben in Pirmasens Ökokonto- und Ausgleichsflächen, die zum Charakter von Pfälzerwald, Buntsandsteinhöhen und Sickinger Stufe passen. Wir sichern geeignete Flächen im Stadtgebiet und im Umland, planen die Aufwertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) und stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Pirmasens sowie mit Grundeigentümern, Forstbetrieben und der Stadtverwaltung ab. Von der Bilanzierung im Biotopwertverfahren über die Umsetzung bis zur dauerhaften Pflege, zum Monitoring und zur Dokumentation für die Anerkennung erhalten Vorhabenträger die Kompensation aus einer Hand. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.
Typische Maßnahmen in der Stadt Pirmasens
Entsiegelung von Konversionsflächen
Rückbau und Entsiegelung ehemaliger Militär-, Industrie- und Verkehrsflächen im Stadtgebiet, Umwandlung in durchwurzelbare Böden, Sukzessionsflächen und struktureiche Biotope als hochwertige Aufwertung im Biotopwertverfahren.
Fließgewässerrenaturierung
Wiederherstellung durchgängiger, strukturreicher Bachläufe an Blümelsbach, Felsalb und den Zuflüssen der Rodalb, Entwicklung von Ufergehölzen und Auwald als Lebensraum für Bachbewohner und den Eisvogel.
Naturnaher Waldumbau
Umbau naturferner Nadelforste am Stadtrand in standortgerechte Buchen- und Buchen-Eichenwälder, Sicherung von Alt- und Totholz für Spechte, Fledermäuse und totholzbewohnende Arten im Übergang zum Pfälzerwald.
Streuobst und Magerwiesen
Anlage und Pflege von Streuobstbeständen und artenreichem Grünland auf der Sickinger Höhe, Lebensraum für Neuntöter, Wendehals, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Gebäude- und Baumquartiere für Fledermäuse, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an sonnigen Böschungen sowie Kleingewässer für Amphibien, maßgeschneidert nach LKompVO und § 44 BNatSchG.
Stadtrand- und Grünlandaufwertung
Extensivierung von Grünland, Anlage von Hecken, Säumen und Feldgehölzen im Übergang von Siedlung zu freier Landschaft, um den Biotopverbund zwischen Stadt und Pfälzerwald zu stärken.
Geschützte Arten im Pfälzerwald, Buntsandsteinhöhen und Sickinger Stufe
Fledermäuse
In den Wäldern rund um Pirmasens und an Gebäuden im Stadtgebiet leben mehrere streng geschützte Fledermausarten. Der Erhalt von Höhlenbäumen, Quartieren an Bauwerken und störungsarmen Jagdräumen ist häufige Zielsetzung von CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahndämme, Böschungen, Ruderalflächen und Waldränder im Stadtgebiet bieten der Zauneidechse geeignete Lebensräume. Bei Bauvorhaben sind vorgezogene Ersatzhabitate mit besonnten Steinriegeln und Sandlinsen eine typische Maßnahme.
Mehr zur Art ›Europäische Wildkatze
Der angrenzende Pfälzerwald zählt zu den bedeutendsten Wildkatzenlebensräumen Deutschlands. Ein durchgängiger Biotopverbund zwischen den Waldgebieten am Stadtrand kann den Lebensraum der Art gezielt stärken.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus besiedelt struktureiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Übergang von Stadt und Pfälzerwald. Der Erhalt und die Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen sind typische Schutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Bachläufen wie Blümelsbach und Felsalb kann der Eisvogel geeignete Brut- und Nahrungshabitate finden. Steilufer und ein gutes Angebot an Kleinfischen sind für die Art entscheidend, Gewässerrenaturierungen kommen ihm zugute.
Mehr zur Art ›Amphibien
Gelbbauchunke und weitere Amphibien nutzen wassergefüllte Steinbrüche, Wagenspuren und Kleingewässer im Umland als Laichhabitate. Die Anlage besonnter Tümpel ist eine wirksame Kompensationsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Konversion Husterhöhe
Die Nachnutzung ehemaliger US-Militärflächen auf der Husterhöhe als Businesspark und Hochschulstandort ist ein prägendes Konversionsvorhaben. Solche Entwicklungen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, bieten über Entsiegelung und Grünflächen aber auch Potenzial für hochwertige Kompensation.
Wohnbau und Innenentwicklung
Neue Baugebiete und die Nachverdichtung am Stadtrand lösen Eingriffe in Boden, Grünland und Gehölze aus. Der Ausgleich erfolgt über Entsiegelung, Grünlandaufwertung und Artenschutzmaßnahmen für Gebäudebrüter und Fledermäuse.
Gewerbe- und Logistikansiedlung
Die Ansiedlung von Gewerbe, Handel und Logistik auf gewidmeten Flächen führt zu Flächenversiegelung und Eingriffen, die Kompensation und häufig CEF-Maßnahmen für Zauneidechse und Offenlandarten nach sich ziehen.
Verkehrsinfrastruktur
Der Ausbau der B10 mit Anschluss an Pirmasens sowie Ortsdurchfahrten und nachgeordnete Straßen erzeugen Eingriffe, deren Ausgleich sich über Gewässer-, Wald- und Offenlandaufwertung im Biotopwertverfahren erbringen lässt.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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