
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Neuwied
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Neuwied, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO). greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation zwischen Mittelrhein und Westerwald.
Der Landkreis Neuwied im Überblick
Der Landkreis Neuwied liegt im Norden von Rheinland-Pfalz am rechten Ufer des Mittelrheins und reicht von der Rheintalaue bis in die Höhen des Westerwaldes. Verwaltungssitz und größte Stadt ist Neuwied. Der Kreis grenzt im Norden an Nordrhein-Westfalen und gehört zum wirtschaftlich eng verflochtenen Raum zwischen Bonn, Koblenz und Andernach.
Landschaftlich ist der Kreis zweigeteilt. Das breite Neuwieder Becken und die Rheinhänge gehören zum Naturraum D44 (Mittelrheingebiet), während der östliche und nördliche Kreisteil als Niederwesterwald zum Naturraum D39 (Westerwald) zählt. Vulkanische Vorkommen prägen den Untergrund, das Neuwieder Becken ist eines der bedeutendsten Bims- und Basaltabbaugebiete Deutschlands.
Ökologisch verbindet der Landkreis wärmeliebende Hangbiotope am Rhein mit ausgedehnten Laubwäldern des Westerwaldes. Weite Teile des Kreisgebiets liegen im Naturpark Rhein-Westerwald. Zu den Natura-2000-Gebieten zählen die Wälder zwischen Linz und Neuwied, die Felsentäler der Wied, die Rheinhänge zwischen Unkel und Neuwied sowie das Vogelschutzgebiet Engerser Feld in der Rheinaue.
Wirtschaftlich prägen der Rohstoffabbau im Neuwieder Becken, Industrie und Gewerbe im Rheintal sowie Siedlungsdruck aus dem Ballungsraum Bonn/Koblenz den Kreis. Rohstoffgewinnung, Verkehrsvorhaben, Wohn- und Gewerbeflächen sowie Windkraft im Westerwald lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D39 ›
Zum Naturraum D44 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Wälder zwischen Linz und Neuwied mit großflächigen, naturnahen Laubwäldern
- FFH-Gebiet Felsentäler der Wied mit naturnahen Bach- und Felslebensräumen
- FFH-Gebiet Rheinhänge zwischen Unkel und Neuwied mit wärmeliebenden Hang- und Felsbiotopen
- Vogelschutzgebiet Engerser Feld in der Rheinaue mit Feucht- und Offenlandlebensräumen
- Naturpark Rhein-Westerwald über weite Teile des Kreisgebiets
- Neuwieder Becken mit Bims-, Basalt- und Tonvorkommen als rohstoffgeprägte Landschaft
- Zehn ausgewiesene Naturschutzgebiete im Kreisgebiet
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und betreut Kompensationsvorhaben in Rheinland-Pfalz nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Wir kennen das Biotopwertverfahren des Landes, das Ökokonto-System und die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Neuwied. Von der Bedarfsanalyse über die Naturraum-Zuordnung (D39 oder D44) bis zur behördlichen Abstimmung übernehmen wir den gesamten Prozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Neuwied
Auen- und Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Förderung der Eigendynamik an Rhein, Wied und ihren Nebenbächen. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Laubwaldentwicklung im Westerwald
Umbau strukturarmer Nadelholzbestände zu standortgerechten Buchen- und Eichenmischwäldern, Förderung von Alt- und Totholz sowie Waldrändern. Solche Maßnahmen werten die Wälder des Niederwesterwaldes ökologisch auf und schaffen Habitate für Wildkatze und Schwarzstorch.
Streuobst und Trockenlebensräume
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Trockenmauern und Magerrasen auf den klimatisch begünstigten Rheinhängen. Diese Strukturen sichern wärmeliebende Insekten, Reptilien und höhlenbrütende Vogelarten.
Extensivierung von Grünland
Umwandlung intensiv genutzter Wiesen in artenreiches Feucht- und Magergrünland in den Tälern von Wied und Rhein durch angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung, als Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere in alten Bergwerksstollen, Steinbrüchen und Gebäuden, Eisvogel-Steilwände an Wied und Rhein sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Hängen und Bahndämmen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen zwischen Rheinhängen, Waldrändern und Offenland. Diese Elemente vernetzen Lebensräume und werten die Kulturlandschaft im Übergang von Rheintal und Westerwald auf.
Geschützte Arten im Rheintal, Neuwieder Becken und Niederwesterwald
Schwarzstorch in den Waldtälern
Die großen, störungsarmen Laubwälder des Westerwaldes und die Bachtäler der Wied bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate an naturnahen Waldbächen. Bei Eingriffen in Wald und Gewässer sind Horstschutz, Störungsarmut und die Aufwertung von Nahrungsgewässern zentrale Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Laubwäldern
Die zusammenhängenden Laubwälder zwischen Rhein und Westerwald gehören zum Verbreitungsgebiet der Europäischen Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie). Strukturreiche Waldränder, Totholz und ein Biotopverbund über Hecken sichern ihre Lebensräume bei Waldeingriffen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Wied und Rhein
An Wied, Rhein und ihren Nebenbächen brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Bei Gewässer- und Uferbau sind Steilwandmodellierungen, Uferrenaturierungen und die Sicherung fischreicher Flachwasserzonen typische CEF-Maßnahmen für die streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Stollen und Steinbrüchen
Alte Bergwerksstollen, Basalt- und Bimsabbaustellen sowie Gebäude bieten Arten wie Großem Mausohr und Bechsteinfledermaus Quartiere. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss, Sanierung oder Verfüllung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Wäldern und Hecken
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Naturpark Rhein-Westerwald. Bei Rodungen sind eine abschnittsweise, fachlich begleitete Gehölzentnahme und die Vernetzung von Ersatzhabitaten erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an den Rheinhängen
Die klimatisch begünstigten Rheinhänge zwischen Unkel und Neuwied, Trockenmauern, Hangbrachen und Bahndämme sind Habitate der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben sind Ersatzhabitate mit Sonn- und Versteckplätzen eine häufige Zielart-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Rohstoffabbau (Bims und Basalt)
Das Neuwieder Becken und der Westerwald zählen zu den bedeutenden Abbaugebieten für Bimsstein, Basalt und Ton. Neuaufschlüsse und Erweiterungen von Abbaustätten greifen erheblich in Natur und Landschaft ein und lösen Kompensations- und Rekultivierungspflichten nach LKompVO aus.
Siedlung und Gewerbe im Rheintal
Wohn- und Gewerbegebiete in Neuwied, Linz am Rhein und den Rheingemeinden führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen, Brückenbauwerke sowie Vorhaben an der rechten Rheinstrecke lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Landeskompensationsverordnung aus.
Energie und Windkraft
Windkraft- und Photovoltaikvorhaben auf den Höhen des Westerwaldes erzeugen Kompensationsbedarf und können artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen auslösen, etwa für Schwarzstorch und Fledermäuse in den umliegenden Wäldern.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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