
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Mainz
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in der Landeshauptstadt Mainz und im rheinhessischen Umland.
Die Stadt Mainz im Überblick
Mainz ist die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz und eine kreisfreie Stadt am linken Ufer des Rheins, gegenüber der Mündung des Mains. Als kreisfreie Stadt nimmt Mainz die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr, zuständig ist das Grün- und Umweltamt. Rheinland-Pfalz gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, die staatliche Mittelinstanz ist die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).
Naturräumlich liegt Mainz im BfN-Naturraum Oberrheinisches Tiefland (D53), am Nordrand des Rheinhessischen Tafel- und Hügellands und in der Mainz-Ingelheimer Rheinebene. Das Klima gehört zu den wärmsten und trockensten Deutschlands. Prägend sind die Rheinaue im Osten sowie lössbedeckte und teils sandige Hochflächen im Westen und Süden des Stadtgebiets.
Eine überregionale Besonderheit sind die Kalkflugsande am Nordwestrand der Stadt. Der Mainzer Sand und der Große Sand, seit 1939 als Naturschutzgebiet gesichert, gehören mit ihren Sand- und Steppenrasen zu den bedeutendsten Trockenlebensräumen Mitteleuropas. Zusammen mit dem Lennebergwald bilden sie das FFH-Gebiet Kalkflugsandgebiet Mainz-Ingelheim (6014-302).
Wirtschaftlich prägen Universität, Biotechnologie, Verwaltung, Medien und Weinbau die Stadt. Als wachsende Landeshauptstadt im Ballungsraum Rhein-Main entstehen laufend Wohn-, Gewerbe- und Infrastrukturvorhaben, die naturschutzrechtlichen Ausgleich nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) auslösen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Mainzer Sand und Großer Sand, seit 1939 als Naturschutzgebiet gesichert, mit europaweit bedeutenden Kalkflugsand-, Sand- und Steppenrasen als eiszeitlichem Reliktlebensraum
- FFH-Gebiet Kalkflugsandgebiet Mainz-Ingelheim (6014-302), das unter anderem die Naturschutzgebiete Mainzer Sand, Lennebergwald, Höllenberg und Am Rothen Sand umfasst
- Lennebergwald, ein großes zusammenhängendes Waldgebiet mit Trockenstandorten und Binnendünen zwischen Mombach, Gonsenheim und Budenheim
- Rheinaue und Rheinufer im Osten des Stadtgebiets, mit Feucht- und Auenlebensräumen im Übergang zum Laubenheimer und Bodenheimer Ried
- Rheinhessisches Hügelland im Süden und Westen mit Löss, Kalk-Trockenrasen und wärmeliebenden Weinbergslebensräumen bei Laubenheim, Hechtsheim und Ebersheim
- Ausgeprägte trockenwarme Klimalage und innerstädtischer Grünverbund als Ansatzpunkte für Entsiegelung, Biotopverbund und Klimaanpassung
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben in Rheinland-Pfalz auf Grundlage der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Wir kennen das Biotopwertverfahren des Landes, die Bereitstellung über anerkannte Ökokonten und die Abstimmung mit dem Grün- und Umweltamt der Landeshauptstadt Mainz als Unterer Naturschutzbehörde aus der Projektpraxis.
Typische Maßnahmen in der Stadt Mainz
Entsiegelung & Innenentwicklung
Rückbau und Entsiegelung nicht mehr genutzter Flächen, Bodenauf- und Bodenentwicklung sowie Dach- und Fassadenbegrünung im dicht bebauten Stadtgebiet, wirksame Ansätze für Kompensation im urbanen Raum.
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und Anbindung von Altarmen an Rhein und kleineren Bächen, Biotopverbund und Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Sand- & Trockenrasenpflege
Erhalt und Entwicklung von Sandmagerrasen und Kalk-Trockenrasen im Umfeld von Mainzer Sand und Lennebergwald, Entbuschung und extensive Beweidung als Lebensraum für Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.
Streuobst & Grünlandaufwertung
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen sowie Extensivierung von Grünland an den Hanglagen und im stadtnahen Umland, artenreiche Lebensräume in warm-trockener Lage.
Waldumbau im Lennebergwald
Entwicklung von Alt- und Totholz, Erhalt von Höhlenbäumen und naturnaher Waldumbau im Lennebergwald, Quartierschutz für Fledermäuse und Struktur für höhlenbrütende Vögel.
Aufwertung der Feldflur
Feldlerchenfenster, mehrjährige Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen in der offenen Feldflur um Ebersheim, Hechtsheim und Marienborn, CEF-Maßnahmen für Feldlerche und Feldvögel.
Geschützte Arten im Rheinhessen am Rhein
Zauneidechse auf Sand und Bahndämmen
Die Sandrasen, Böschungen, Bahndämme und Weinbergslagen im Stadtgebiet sind Habitate der streng geschützten Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Baumaßnahmen sind Steinriegel, Lesesteinhaufen und der Aufbau von Habitatverbund typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse im Lennebergwald
Die alten Baumbestände des Lennebergwaldes sowie Gebäude und Keller im Stadtgebiet bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten (Anhang IV, teils Anhang II FFH-Richtlinie). Quartierschutz, Alt- und Totholzentwicklung sowie der Erhalt von Höhlenbäumen sichern den Fortpflanzungserfolg.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Ackerflur
In der offenen Feldflur der südlichen und westlichen Ortsbezirke brütet die Feldlerche, deren Bestände durch Nutzungsintensivierung zurückgehen. Feldlerchenfenster und mehrjährige Blühstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen im rheinhessischen Umland.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Rhein und Bächen
Naturnahe Steilufer und strukturreiche Gewässerränder an Rhein und städtischen Bächen bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche, Steilwände und die Renaturierung von Gewässern sind typische Aufwertungsmaßnahmen im Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Amphibien der Rheinaue
In Auengewässern, Abgrabungen und Kleingewässern des Stadtgebiets leben Wechselkröte, Kreuzkröte und weitere Amphibien. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer sind wirksame CEF-Maßnahmen bei Eingriffen in Aue und Sandlebensräume.
Mehr zur Art ›Wiesenvögel der Rheinniederung
Die Feucht- und Auenwiesen im Übergang zum Laubenheimer und Bodenheimer Ried sind Lebensraum für den Kiebitz und weitere Wiesenvögel. Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland sind typische Maßnahmen zu ihrem Schutz.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau & Quartiersentwicklung
Als wachsende Landeshauptstadt entwickelt Mainz neue Wohnquartiere und verdichtet bestehende Lagen, etwa am Zollhafen und in den stadtnahen Ortsbezirken. Flächenversiegelung und Eingriffe in Grünstrukturen lösen Kompensationspflichten nach LKompVO aus.
Wissenschaft, Biotechnologie & Gewerbe
Universität, Biotechnologie und Gewerbestandorte sorgen für hohe Flächennachfrage. Neue Forschungs-, Produktions- und Gewerbeflächen erzeugen durch Versiegelung regelmäßig erheblichen Ausgleichs- und Ersatzbedarf.
Verkehrsinfrastruktur
Vorhaben an Bundesfernstraßen im Stadtgebiet, insbesondere im Umfeld der A643 am Mainzer Sand, berühren FFH- und Vogelschutzgebiete. Sie erfordern FFH-Verträglichkeitsprüfungen nach § 34 BNatSchG und, im Ausnahmefall, Kohärenzmaßnahmen nach Art. 6 Abs. 4 FFH-Richtlinie.
Hochwasserschutz & Gewässerbau
Deichertüchtigung, Hochwasserschutz und wasserbauliche Maßnahmen entlang des Rheins greifen in Aue und Ufer ein und werden regelmäßig mit Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen verbunden.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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