
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Mainz-Bingen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in Rheinhessen und am Inselrhein.
Der Landkreis Mainz-Bingen im Überblick
Der Landkreis Mainz-Bingen liegt im Norden von Rheinhessen und wird im Osten und Norden vom Rhein begrenzt. Sitz der Kreisverwaltung ist Ingelheim am Rhein. Rheinland-Pfalz gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, die staatliche Mittelinstanz ist die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).
Naturräumlich prägt das Rheinhessische Tafel- und Hügelland (BfN-Naturraum D53) den Kreis, eine offene, lössbedeckte Hügellandschaft mit einem der wärmsten und trockensten Klimate Deutschlands (streckenweise unter 500 mm Jahresniederschlag). Im Westen reicht mit dem Binger Wald ein bewaldeter Ausläufer des Hunsrücks (Naturraum D42) in den Kreis.
Ökologisch bedeutsam ist der Inselrhein zwischen Bingen und Mainz mit seinen Auen, Altarmen und Kiesinseln. Die Rheinniederung ist ein international bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasser- und Watvögel, in den Wintermonaten halten sich hier regelmäßig über 10.000 Wasservögel auf.
Wirtschaftlich prägen der Weinbau (Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands), die pharmazeutische Industrie in Ingelheim und die Nähe zum Ballungsraum Rhein-Main den Kreis. Rebflurbereinigungen, Gewerbe- und Siedlungsentwicklung sowie Infrastrukturvorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach LKompVO aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
Zum Naturraum D42 ›
Zum Naturraum D44 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Inselrhein zwischen Bingen und Mainz mit den Naturschutzgebieten Fulder Aue-Ilmen Aue, Haderaue-Königsklinger Aue und Sandlache
- FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Rheinniederung Mainz-Bingen (5914-303), zugleich Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung
- FFH-Gebiet Binger Wald (6012-301), großflächiger Buchenwald mit Wochenstuben der Bechsteinfledermaus sowie Schwarz- und Mittelspecht
- Rheinhessische Hügellandschaft mit Löss, Kalk-Trockenrasen und wärmeliebenden Weinbergslebensräumen
- Mündung der Nahe in den Rhein bei Bingen, Übergang zum Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
- Ausgeprägte Weinbaukulturlandschaft mit Trockenmauern und Rebböschungen als Habitat für Zauneidechse und Wildbienen
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben in Rheinland-Pfalz auf Grundlage der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Wir kennen das Biotopwertverfahren des Landes, die Bereitstellung über anerkannte Ökokonten und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen aus der Projektpraxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Mainz-Bingen
Trockenmauern & Rebböschungen
Sicherung und Neuanlage von Trockenmauern, besonnten Böschungen und Weinbergsbrachen in der Rheinhessischen Hügellandschaft, Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.
Rheinauen-Renaturierung
Anbindung von Altarmen, Entwicklung von Auwald und Kiesinseln am Inselrhein, Laich- und Bruthabitate für Fische, Amphibien und Watvögel.
Aufwertung der Feldflur
Feldlerchenfenster, mehrjährige Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen in der ausgeräumten Rebland- und Ackerflur, CEF-Maßnahmen für Feldlerche und Rebhuhn.
Streuobst & Kalkmagerrasen
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Beweidung von Kalk-Trockenrasen an den Hängen des Rheinhessischen Hügellands, artenreiche Lebensräume in warm-trockener Lage.
Waldumbau im Binger Wald
Entwicklung von Alt- und Totholz, naturnaher Buchenwaldumbau und Quartierschutz für die Bechsteinfledermaus im Binger Wald (FFH-Gebiet 6012-301).
Gewässer- & Uferrandstreifen
Rückbau von Uferverbau und Anlage von Gewässerrandstreifen an Nahe, Selz und kleineren Bächen, Biotopverbund und Lebensraum für Eisvogel und Amphibien.
Geschützte Arten im Rheinhessen und Inselrhein
Zauneidechse in den Weinbergen
Die besonnten Trockenmauern, Rebböschungen und Bahndämme Rheinhessens sind ideale Habitate der streng geschützten Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie). Häufige Zielart bei Rebflurbereinigungen und Baumaßnahmen, typische CEF-Maßnahmen sind Steinriegel, Lesesteinhaufen und Habitatverbund.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Ackerflur
In der offenen Feld- und Rebflur brütet die Feldlerche, deren Bestände durch Nutzungsintensivierung zurückgehen. Feldlerchenfenster und mehrjährige Blühstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen im Rheinhessischen Hügelland.
Mehr zur Art ›Wat- und Wasservögel am Inselrhein
Die Rheinniederung Mainz-Bingen ist international bedeutend für rastende und überwinternde Wasservögel, im Winter über 10.000 Individuen. Kiebitz, Enten und Watvögel nutzen Auen und Feuchtwiesen, für die Extensivierung und Wiedervernässung typische Maßnahmen sind.
Mehr zur Art ›Bechsteinfledermaus im Binger Wald
Die alten Buchenbestände des Binger Waldes beherbergen Wochenstuben der Bechsteinfledermaus (Anhang II und IV FFH-Richtlinie). Quartierschutz, Alt- und Totholzentwicklung sowie der Erhalt von Höhlenbäumen sichern den Fortpflanzungserfolg.
Mehr zur Art ›Amphibien der Rheinauen
In den Auengewässern und Abgrabungen leben Kammmolch, Wechselkröte und Laubfrosch. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer sind wirksame CEF-Maßnahmen für Amphibien bei Eingriffen in der Rheinniederung.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Rhein und Nahe
Naturnahe Steilufer an Rhein, Nahe und Selz bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche, Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind typische Aufwertungsmaßnahmen im Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Weinbau & Rebflurbereinigung
Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Rebflurbereinigungen, Wegebau und die Neuordnung von Rebflächen greifen in Trockenmauern, Böschungen und Kleinstrukturen ein und lösen Kompensationspflichten nach LKompVO aus.
Industrie & Gewerbe
Der Pharmastandort Ingelheim sowie Gewerbe- und Logistikflächen entlang von Rhein und Autobahnen erzeugen durch Flächenversiegelung regelmäßig erheblichen Ausgleichs- und Ersatzbedarf.
Siedlungsentwicklung im Rhein-Main-Umland
Als wachsender Teil des Ballungsraums Rhein-Main weisen Ingelheim, Nieder-Olm, Bodenheim und weitere Kommunen Wohn- und Gewerbegebiete aus, die naturschutzrechtliche Kompensation erfordern. Flächeneigentümer können hier als Anbieter von Ausgleichsflächen profitieren.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf ertragsschwachen Standorten und Windenergie im Übergang zum Hunsrück lösen die Eingriffsregelung und die Artenschutzprüfung nach § 44 BNatSchG aus.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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