Blühstreifen mit Mohn und Kornblumen am Ackerrand unter Gewitterhimmel
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D53 · D42 · D44

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Mainz-Bingen

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in Rheinhessen und am Inselrhein.

605
km² Kreisfläche
~215k
Einwohner
64
Kommunen
9
Verbandsgem. & Städte
D53/D42
Naturräume
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Mainz-Bingen im Überblick

Der Landkreis Mainz-Bingen liegt im Norden von Rheinhessen und wird im Osten und Norden vom Rhein begrenzt. Sitz der Kreisverwaltung ist Ingelheim am Rhein. Rheinland-Pfalz gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, die staatliche Mittelinstanz ist die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).

Naturräumlich prägt das Rheinhessische Tafel- und Hügelland (BfN-Naturraum D53) den Kreis, eine offene, lössbedeckte Hügellandschaft mit einem der wärmsten und trockensten Klimate Deutschlands (streckenweise unter 500 mm Jahresniederschlag). Im Westen reicht mit dem Binger Wald ein bewaldeter Ausläufer des Hunsrücks (Naturraum D42) in den Kreis.

Ökologisch bedeutsam ist der Inselrhein zwischen Bingen und Mainz mit seinen Auen, Altarmen und Kiesinseln. Die Rheinniederung ist ein international bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasser- und Watvögel, in den Wintermonaten halten sich hier regelmäßig über 10.000 Wasservögel auf.

Wirtschaftlich prägen der Weinbau (Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands), die pharmazeutische Industrie in Ingelheim und die Nähe zum Ballungsraum Rhein-Main den Kreis. Rebflurbereinigungen, Gewerbe- und Siedlungsentwicklung sowie Infrastrukturvorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach LKompVO aus.

Blühstreifen mit Mohn und Kornblumen am Ackerrand unter Gewitterhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
Zum Naturraum D53 ›
D44
Mittelrheingebiet (mit Siebengebirge)
Zum Naturraum D44 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Ingelheim am Rhein (KS)Bingen am RheinBudenheimNiersteinOppenheimNieder-OlmGau-AlgesheimBodenheimSprendlingenGensingenBacharachOckenheim

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Inselrhein zwischen Bingen und Mainz mit den Naturschutzgebieten Fulder Aue-Ilmen Aue, Haderaue-Königsklinger Aue und Sandlache
  • FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Rheinniederung Mainz-Bingen (5914-303), zugleich Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung
  • FFH-Gebiet Binger Wald (6012-301), großflächiger Buchenwald mit Wochenstuben der Bechsteinfledermaus sowie Schwarz- und Mittelspecht
  • Rheinhessische Hügellandschaft mit Löss, Kalk-Trockenrasen und wärmeliebenden Weinbergslebensräumen
  • Mündung der Nahe in den Rhein bei Bingen, Übergang zum Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
  • Ausgeprägte Weinbaukulturlandschaft mit Trockenmauern und Rebböschungen als Habitat für Zauneidechse und Wildbienen

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben in Rheinland-Pfalz auf Grundlage der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Wir kennen das Biotopwertverfahren des Landes, die Bereitstellung über anerkannte Ökokonten und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Mainz-Bingen

🍇

Trockenmauern & Rebböschungen

Sicherung und Neuanlage von Trockenmauern, besonnten Böschungen und Weinbergsbrachen in der Rheinhessischen Hügellandschaft, Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und wärmeliebende Insekten.

💧

Rheinauen-Renaturierung

Anbindung von Altarmen, Entwicklung von Auwald und Kiesinseln am Inselrhein, Laich- und Bruthabitate für Fische, Amphibien und Watvögel.

🌾

Aufwertung der Feldflur

Feldlerchenfenster, mehrjährige Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen in der ausgeräumten Rebland- und Ackerflur, CEF-Maßnahmen für Feldlerche und Rebhuhn.

🍎

Streuobst & Kalkmagerrasen

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Beweidung von Kalk-Trockenrasen an den Hängen des Rheinhessischen Hügellands, artenreiche Lebensräume in warm-trockener Lage.

🌳

Waldumbau im Binger Wald

Entwicklung von Alt- und Totholz, naturnaher Buchenwaldumbau und Quartierschutz für die Bechsteinfledermaus im Binger Wald (FFH-Gebiet 6012-301).

🏞️

Gewässer- & Uferrandstreifen

Rückbau von Uferverbau und Anlage von Gewässerrandstreifen an Nahe, Selz und kleineren Bächen, Biotopverbund und Lebensraum für Eisvogel und Amphibien.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Rheinhessen und Inselrhein

🦎

Zauneidechse in den Weinbergen

Die besonnten Trockenmauern, Rebböschungen und Bahndämme Rheinhessens sind ideale Habitate der streng geschützten Zauneidechse (Anhang IV FFH-Richtlinie). Häufige Zielart bei Rebflurbereinigungen und Baumaßnahmen, typische CEF-Maßnahmen sind Steinriegel, Lesesteinhaufen und Habitatverbund.

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🐦

Feldlerche in der Ackerflur

In der offenen Feld- und Rebflur brütet die Feldlerche, deren Bestände durch Nutzungsintensivierung zurückgehen. Feldlerchenfenster und mehrjährige Blühstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen im Rheinhessischen Hügelland.

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🦆

Wat- und Wasservögel am Inselrhein

Die Rheinniederung Mainz-Bingen ist international bedeutend für rastende und überwinternde Wasservögel, im Winter über 10.000 Individuen. Kiebitz, Enten und Watvögel nutzen Auen und Feuchtwiesen, für die Extensivierung und Wiedervernässung typische Maßnahmen sind.

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🦇

Bechsteinfledermaus im Binger Wald

Die alten Buchenbestände des Binger Waldes beherbergen Wochenstuben der Bechsteinfledermaus (Anhang II und IV FFH-Richtlinie). Quartierschutz, Alt- und Totholzentwicklung sowie der Erhalt von Höhlenbäumen sichern den Fortpflanzungserfolg.

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🐸

Amphibien der Rheinauen

In den Auengewässern und Abgrabungen leben Kammmolch, Wechselkröte und Laubfrosch. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer sind wirksame CEF-Maßnahmen für Amphibien bei Eingriffen in der Rheinniederung.

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🐟

Eisvogel an Rhein und Nahe

Naturnahe Steilufer an Rhein, Nahe und Selz bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche, Steilwände und strukturreiche Gewässerränder sind typische Aufwertungsmaßnahmen im Biotopverbund.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🍇

Weinbau & Rebflurbereinigung

Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Rebflurbereinigungen, Wegebau und die Neuordnung von Rebflächen greifen in Trockenmauern, Böschungen und Kleinstrukturen ein und lösen Kompensationspflichten nach LKompVO aus.

🏭

Industrie & Gewerbe

Der Pharmastandort Ingelheim sowie Gewerbe- und Logistikflächen entlang von Rhein und Autobahnen erzeugen durch Flächenversiegelung regelmäßig erheblichen Ausgleichs- und Ersatzbedarf.

🏘️

Siedlungsentwicklung im Rhein-Main-Umland

Als wachsender Teil des Ballungsraums Rhein-Main weisen Ingelheim, Nieder-Olm, Bodenheim und weitere Kommunen Wohn- und Gewerbegebiete aus, die naturschutzrechtliche Kompensation erfordern. Flächeneigentümer können hier als Anbieter von Ausgleichsflächen profitieren.

☀️

Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf ertragsschwachen Standorten und Windenergie im Übergang zum Hunsrück lösen die Eingriffsregelung und die Artenschutzprüfung nach § 44 BNatSchG aus.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Mainz-Bingen

Der Landkreis liegt überwiegend im BfN-Naturraum D53 (Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland), konkret im Rheinhessischen Tafel- und Hügelland und in der Mainz-Ingelheimer Rheinebene. Im Westen reicht mit dem Binger Wald ein Ausläufer des Hunsrücks (Naturraum D42) in den Kreis. Für die Kompensation nach LKompVO ist die naturraumtreue Flächenauswahl wichtig, greeNature ermittelt die Zuordnung des Eingriffs kostenlos für Sie.
In Rheinland-Pfalz erfolgt die Bewertung von Eingriff und Kompensation nach dem Biotopwertverfahren der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Die Wertpunkte (umgangssprachlich Ökopunkte) werden aus behördlich anerkannten Ökokonten bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Naturraum-Zuordnung, Flächenbereitstellung aus dem eigenen Portfolio, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie alle Dokumentations- und Monitoringpflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung Mainz-Bingen, erreichbar über den Bereich Bauen und Umwelt in der Georg-Rückert-Straße 11, 55218 Ingelheim am Rhein. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Verbreitet sind der Erhalt und die Neuanlage von Trockenmauern und Rebböschungen (Zauneidechse), Streuobstwiesen und Kalk-Trockenrasen an den Hanglagen, Feldlerchenfenster und Blühstreifen in der Ackerflur, die Renaturierung von Rheinauen und Altarmen sowie Waldumbau und Quartierschutz im Binger Wald. greeNature wählt die Maßnahmen naturraumtreu nach LKompVO aus.
Ja. Im Kreis liegen das FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Rheinniederung Mainz-Bingen (5914-303), zugleich Ramsar-Gebiet, sowie das FFH-Gebiet Binger Wald (6012-301). Vorhaben im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG und, bei artenschutzrechtlichen Ausnahmen, Kohärenz- oder FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Rebböschungen und Trockenstandorte, extensivierbare Weinberge und Ackerflächen sowie feuchte Auwiesen an Rhein, Nahe und Selz. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen weiterhin extensiv bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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