Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D53 · D51

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Landau in der Pfalz

Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation am Übergang von Haardtrand und Oberrheinebene.

~83
km² Stadtfläche
~48k
Einwohner
8
Stadtteile
kreisfrei
Oberzentrum der Südpfalz
2
Naturräume D53/D51
Stadt und Ökologie

Die Stadt Landau in der Pfalz im Überblick

Landau in der Pfalz ist eine kreisfreie Stadt in der Südpfalz und wird vollständig vom Landkreis Südliche Weinstraße umschlossen, dessen Kreisverwaltung ebenfalls in Landau ihren Sitz hat. Als Oberzentrum mit rund 48.000 Einwohnern auf etwa 83 km² ist die Stadt Verwaltungs-, Hochschul- und Handelszentrum der Region. Regierungsbezirke bestehen in Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2000 nicht mehr, die Stadt nimmt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.

Das Stadtgebiet liegt am Übergang vom Haardtrand zur Oberrheinebene. Die westlichen Stadtteile wie Godramstein, Nußdorf und Wollmesheim reichen in die klimatisch begünstigten Weinbaulagen am Fuß des Pfälzerwaldes, nach Osten schließt sich die fruchtbare Rheinebene mit Löss- und Sandböden an. Die Queich durchfließt die Stadt von West nach Ost und verbindet Pfälzerwald und Rhein.

Ökologisch herausragend ist das Naturschutz- und FFH-Gebiet Ebenberg, ein ehemaliger militärischer Übungsplatz südlich der Innenstadt. Auf den weiträumigen, mageren Wiesen und Halbtrockenrasen brüten Wiesenvögel wie der Kiebitz, daneben finden sich Orchideen und wärmeliebende Insekten. Das Gebiet zählt zu den bedeutendsten Offenland-Schutzgebieten der Südpfalz.

Wirtschaftlich prägen Weinbau, Handel, Verwaltung und die Universität (RPTU Kaiserslautern-Landau) die Stadt. Nach dem Abzug der französischen Garnison entstanden große Konversionsflächen, unter anderem der Wohnpark Am Ebenberg und das Gelände der Landesgartenschau 2015. Wohnbau, Gewerbe und Infrastruktur erzeugen weiterhin Flächenverbrauch und damit Kompensationsbedarf nach der LKompVO.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D53
Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland
Zum Naturraum D53 ›
D51
Pfälzer Wald (Haardtgebirge)
Zum Naturraum D51 ›

📍 Stadtteile

Landau (Kernstadt) (KS)GodramsteinNußdorfQueichheimMörlheimMörzheimWollmesheimArzheimDammheim

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutz- und FFH-Gebiet Ebenberg, weiträumige Magerwiesen und Halbtrockenrasen auf einer ehemaligen Militärfläche
  • Kiebitz und weitere Wiesenvögel als Brutvögel im Offenland des Ebenberggebiets
  • Queich als durchgängiges Fließgewässer von den Haardthöhen bis in die Rheinebene
  • Weinbaulagen am Haardtrand mit Trockenmauern, Böschungen und wärmeliebenden Arten
  • Südpark und Landschaftspark aus der Landesgartenschau 2015 als stadtnahe Grünverbindung
  • Großflächige Konversionsflächen aus der früheren französischen Garnisonsnutzung
  • Streuobstbestände und Kleinstrukturen am Übergang von Weinbergen zur Feldflur

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte auch in der Südpfalz. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO), den verbindlichen Praxisleitfaden zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Landau aus der laufenden Projektarbeit.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Landau in der Pfalz

💧

Gewässerrenaturierung Queich

Wiederherstellung naturnaher Ufer, Auenstrukturen und durchgängiger Abschnitte an der Queich und ihren Nebengewässern, Laich- und Bruthabitate für Amphibien und Eisvogel im Stadtgebiet und im Umland.

🧱

Entsiegelung & Innenentwicklung

Rückbau und Entsiegelung nicht mehr genutzter versiegelter Flächen auf Konversions- und Gewerbeflächen, Wiederherstellung von Bodenfunktionen und Begrünung als Ausgleich für Neuversiegelung.

🌼

Magerrasen & Wiesenpflege

Erhalt und Entwicklung von Halbtrockenrasen und mageren Wiesen nach dem Vorbild des Ebenberggebiets, extensive Pflege als Lebensraum für Wiesenbrüter, Orchideen und wärmeliebende Insekten.

🍎

Streuobstwiesen am Haardtrand

Anlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände am Übergang von Weinbergen zur Feldflur, Lebensraum für Steinkauz, Wendehals und höhlenbewohnende Fledermäuse.

🌾

Grünlandaufwertung Rheinebene

Umwandlung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen im stadtnahen Umland in artenreiche Frisch- und Feuchtwiesen, Lebensraum für Feldlerche, Kiebitz und Amphibien.

🌿

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Säumen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Feldflur, Vernetzung der Lebensräume zwischen Haardtrand, Queichtal und Rheinebene.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Südpfalz am Haardtrand zwischen Weinstraße und Oberrheinebene

🐦

Kiebitz

Auf den offenen Magerwiesen des Ebenberggebiets und in feuchten Grünlandbereichen der Rheinebene brütet der Kiebitz. Bei Eingriffen in sein Offenland sind Grünlandaufwertung und störungsarme Wiesenpflege typische CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.

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🦟

Feldlerche

Die Feldlerche besiedelt die offenen Acker- und Wiesenlandschaften rund um Landau. Lerchenfenster, extensiv bewirtschaftete Ackerrandstreifen und artenreiches Grünland sichern ihren Bruterfolg.

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🦎

Zauneidechse

Weinbergslagen, Trockenmauern, Böschungen und Bahndämme am Haardtrand bieten der Zauneidechse besonnte Lebensräume. Bei Bau- und Verkehrsvorhaben ist sie eine häufige Zielart für CEF-Maßnahmen.

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🐸

Amphibien

Laubfrosch und weitere Amphibien nutzen Kleingewässer, Gräben und Auen im Queichtal und in der Rheinebene. Neu angelegte und vernetzte Laichgewässer sind häufige Kompensationsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel

Die Queich und ihre naturnahen Uferabschnitte bieten dem Eisvogel Jagd- und Brutmöglichkeiten. Steilwände, strukturreiche Ufer und ein durchgängiges Nahrungsangebot sind für ihn maßgeblich.

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🦇

Fledermäuse

Altbäume, Streuobstbestände, Keller und Gebäude im Stadtgebiet dienen zahlreichen Fledermausarten als Quartier und Jagdrevier. Quartiersicherung und der Erhalt von Leitstrukturen sind typische Maßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau & Konversion

Auf ehemaligen Garnisonsflächen entstehen neue Wohnquartiere wie der Wohnpark Am Ebenberg. Solche Konversions- und Neubauvorhaben lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus, häufig verbunden mit artenschutzrechtlichen CEF-Maßnahmen.

🏭

Gewerbe & Logistik

Gewerbe- und Handelsansiedlungen im Oberzentrum Landau und in der angrenzenden Rheinebene erzeugen Flächenverbrauch und Versiegelung. Der Kompensationsbedarf wird über die LKompVO in Biotopwertpunkten ermittelt.

🛣️

Verkehr & Infrastruktur

Der Ausbau von B10 und A65 im Umfeld der Stadt, Ortsdurchfahrten und die Bahninfrastruktur greifen in Offenland und Gewässerlebensräume ein und begründen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

⚡

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik auf Ackerflächen der Rheinebene und Anlagen auf Konversionsflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen, etwa für Feldlerche und Kiebitz.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Landau in der Pfalz

Der überwiegende Teil des Stadtgebiets gehört zum BfN-Naturraum D53 (Oberrheinisches Tiefland) mit Löss- und Sandböden der Rheinebene. Die westlichen Stadtteile am Haardtrand vermitteln zum Naturraum D51 (Pfälzerwald). Für die Kompensationspflicht ist die naturräumliche Einordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Sie.
Die Bewertung richtet sich nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in Verbindung mit dem verbindlichen Praxisleitfaden zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs. Grundlage ist eine Biotopbewertung in Biotopwertpunkten aus der Differenz zwischen Ausgangs- und geplantem Zielzustand einer Fläche. Rechtliche Basis bleibt die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Als kreisfreie Stadt nimmt Landau die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist die Stadtverwaltung Landau in der Pfalz, Umweltamt, Abteilung Naturschutz und Klima, Friedrich-Ebert-Straße 3, 76829 Landau in der Pfalz. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen vollständig für Sie.
Im urbanen und stadtnahen Umfeld sind häufige Maßnahmen die Renaturierung der Queich, die Entsiegelung nicht mehr genutzter Flächen, die Pflege und Entwicklung von Magerwiesen und Halbtrockenrasen, die Anlage von Streuobstwiesen am Haardtrand sowie die Aufwertung von Grünland in der Rheinebene. Die Auswahl richtet sich nach Eingriffsart und Naturraum.
Das Naturschutz- und FFH-Gebiet Ebenberg ist mit seinen Magerwiesen und Wiesenvögeln, darunter der Kiebitz, ein sensibler Lebensraum. Eingriffe in seinem Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG einschließlich CEF-Maßnahmen erfordern. greeNature berät Sie zu allen naturschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Gut geeignet sind Grünland- und Ackerflächen in der Rheinebene, Böschungen und aufgelassene Weinbergslagen am Haardtrand sowie Flächen an der Queich mit Entwicklungspotenzial. Über ein anerkanntes Ökokonto nach LKompVO lassen sich Aufwertungen vorab umsetzen und später verrechnen. Sie bleiben Eigentümer, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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