
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kusel
Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Kusel, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation im Nordpfälzer Bergland und Glantal.
Der Landkreis Kusel im Überblick
Der Landkreis Kusel liegt im Südwesten von Rheinland-Pfalz im Nordpfälzer Bergland und gehört naturräumlich zum BfN-Naturraum D52 (Saar-Nahe-Berg- und Hügelland). Kreisstadt ist Kusel, eine der kleinsten Kreisstädte Deutschlands. Der Kreis ist ländlich geprägt und gliedert sich in 98 Ortsgemeinden innerhalb von drei Verbandsgemeinden (Kusel-Altenglan, Lauterecken-Wolfstein und Oberes Glantal). Die meisten Menschen leben in kleinen Dörfern, durchflossen von Glan und Lauter.
Geologisch gehört der Landkreis zum größten zusammenhängenden Permokarbon-Vorkommen Deutschlands. Die Schichten des Rotliegend, durchsetzt von vulkanischen Gesteinen wie Melaphyr und Porphyr, bauen ein bewegtes Bergland mit Erhebungen wie dem Königsberg (568 m) und dem Potzberg (562 m) auf. Die lange Abbaugeschichte hat Steinbrüche und Bergwerksstollen hinterlassen, etwa den weithin bekannten Steinbruch Rammelsbach, die heute wertvolle Sekundärlebensräume bilden.
Ökologisch prägen waldreiche Höhenrücken mit Buchen- und Eichen-Hainbuchenwäldern, die naturnahen Fluss- und Wiesentäler von Glan und Lauter sowie wärmeliebende Trockenbiotope auf den Rotliegend-Hängen das Bild. Die zusammenhängenden Wälder sind Rückzugsraum der Wildkatze, alte Stollen dienen Fledermäusen als bedeutende Winterquartiere. Für Vorhaben in der Nähe von FFH- und Vogelschutzgebieten sind der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG und die Vorgaben für Natura-2000-Gebiete zu beachten.
Die Wirtschaft ist mittelständisch und stark von Land- und Forstwirtschaft geprägt. Kompensationsbedarf entsteht vor allem durch den Ausbau der Windenergie auf den Höhenzügen, durch Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben entlang der A62 und A6, durch Rohstoffabbau in den Steinbrüchen sowie durch Gewerbe- und Siedlungsentwicklung. Für Eingriff und Ausgleich gilt in Rheinland-Pfalz die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) in Verbindung mit den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D52 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nordpfälzer Bergland mit Königsberg (568 m) und Potzberg (562 m)
- Rotliegend- und Permokarbon-Geologie mit Melaphyr- und Porphyrhängen
- Steinbruch Rammelsbach als großflächiger Sekundärlebensraum für Pionierarten
- Ehemalige Bergwerksstollen als bedeutende Fledermaus-Winterquartiere
- Naturnahe Fluss- und Wiesentäler von Glan und Lauter mit ihren Auen
- Waldreiche Höhenzüge als Rückzugsraum der Europäischen Wildkatze
- Wärmeliebende Trockenbiotope und Magerrasen auf den Rotliegend-Hängen
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte auch im Landkreis Kusel. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung (LKompVO), das biotopwertbasierte Bewertungsverfahren, das Ökokonto sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Kusel aus der laufenden Projektarbeit. Ihr Vorhaben ordnen wir dem zutreffenden Naturraum und Landesrecht zu und stimmen Ausgleich und Ersatz frühzeitig mit den Fachbehörden ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Kusel
Gewässerrenaturierung
Renaturierung von Glan, Lauter und ihren Nebengewässern durch Ufergehölze, Sohlanhebung und Anlage von Auengewässern, ein Gewinn für Eisvogel, Amphibien und Libellen.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Magerwiesen in den Tälern und auf den Hochflächen des Berglands, gesichert über langfristige Pflegekonzepte.
Trockenbiotope auf Rotliegend
Entwicklung und Pflege von Magerrasen, Lesesteinriegeln und besonnten Saumstrukturen auf den wärmebegünstigten Melaphyr- und Porphyrhängen als Lebensraum für Reptilien und Wildbienen.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder auf den Höhenrücken, klimaresilient und mit hohem Anteil an Alt- und Totholz zur Förderung der Biotopvernetzung.
Streuobstwiesen
Anlage und Sanierung traditioneller Streuobstbestände an den Talhängen mit regionalen Sorten und extensivem Unterwuchs als Lebensraum für Höhlenbrüter und Insekten.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Sicherung von Fledermausquartieren in Stollen, Anlage besonnter Kleingewässer für die Gelbbauchunke sowie Habitatverbesserungen für Rotmilan und Wildkatze.
Geschützte Arten im Nordpfälzer Bergland und Glantal
Fledermäuse in Bergwerksstollen
Die zahlreichen ehemaligen Bergbaustollen und Steinbrüche des Nordpfälzer Berglands zählen zu bedeutenden Winterquartieren für Arten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung und die Verbesserung der Jagdhabitate sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Laubwäldern
Die großen zusammenhängenden Waldgebiete des Kreises sind Rückzugsraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Totholzanreicherung und Biotopverbund fördern ihre Lebensräume.
Mehr zur Art ›Gelbbauchunke in Steinbrüchen
Aufgelassene Steinbrüche und Abgrabungen im Rotliegend, etwa im Umfeld von Rammelsbach, bieten der Gelbbauchunke besonnte Kleingewässer. Die Neuanlage temporärer Tümpel ist eine bewährte Maßnahme für diese Pionierart.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Trockenhängen
Die wärmebegünstigten Melaphyr- und Porphyrhänge sowie Bahndämme und Steinbruchränder sind Lebensraum wärmeliebender Reptilien. Sandlinsen, Lesesteinhaufen und Saumstrukturen dienen als CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Glan und Lauter
Die naturnahen Flussabschnitte von Glan und Lauter bieten dem Eisvogel Brutwände und fischreiche Gewässer. Uferrenaturierung und die Anlage von Steilwänden verbessern seine Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Rotmilan und Schwarzstorch
Über den offenen Höhenlagen jagt der Rotmilan, in den ruhigen, gewässerreichen Waldtälern brütet der Schwarzstorch. Beide Arten sind bei Windenergievorhaben besonders zu berücksichtigen, etwa durch Ablenkflächen und die Sicherung störungsarmer Horststandorte.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie auf den Höhenzügen
Der Ausbau der Windenergie auf den waldreichen Höhenrücken des Nordpfälzer Berglands ist der wichtigste Auslöser von Kompensationsbedarf im Landkreis. Neben dem Ausgleich für Eingriffe in Wald und Landschaftsbild sind artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG für Rotmilan, Schwarzstorch und Fledermäuse zu erbringen.
Verkehr und Infrastruktur
Die A62, die A6 und Bundesstraßen wie die B420 sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Glan und Lauter lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature stellt hierfür geeignete Kompensationsflächen bereit.
Rohstoffabbau und Steinbrüche
Die Gewinnung von Hartgestein in den Melaphyr- und Porphyrbrüchen des Kreises erfordert Rekultivierungs- und Kompensationskonzepte. Aufgelassene Abbaubereiche lassen sich gezielt zu Sekundärlebensräumen für Pionierarten entwickeln.
Gewerbe- und Siedlungsentwicklung
Neue Gewerbe- und Wohnbauflächen in Kusel, Altenglan, Schönenberg-Kübelberg und den Verbandsgemeinden erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer land- und forstwirtschaftlicher Flächen können als Flächenanbieter profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Kusel
Ökopunkte im Landkreis Kusel anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Kusel.