
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kaiserslautern
Kompensation und Ausgleichsflächen nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der kreisfreien Stadt Kaiserslautern am Nordwestrand des Pfälzerwaldes.
Die Stadt Kaiserslautern im Überblick
Kaiserslautern ist eine kreisfreie Stadt und das Oberzentrum der Westpfalz. Auf rund 139,7 km² leben etwa 101.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Nordwestrand des Pfälzerwaldes im Kaiserslauterer Becken und wird ringförmig vom Landkreis Kaiserslautern umschlossen, dessen Kreisverwaltung hier ihren Sitz hat, ohne dass die Stadt selbst zum Landkreis gehört. Rheinland-Pfalz ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert. Als kreisfreie Stadt nimmt Kaiserslautern die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.
Naturräumlich reicht das südliche Stadtgebiet in den Pfälzerwald (Naturraum D51), das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands auf Buntsandstein. Der Stadtkern liegt im Kaiserslauterer Becken, das zur St. Ingbert-Kaiserslauterer Senke und damit zum Saar-Nahe-Berg- und Hügelland (Naturraum D52) gehört. Nach Westen greift das Stadtgebiet in das Landstuhler Bruch aus, im Nordwesten reicht es mit dem Reichswald an das Nordpfälzer Bergland heran.
Ökologisch prägen der ausgedehnte Stadtwald und der Reichswald das Stadtgebiet. Der Süden hat Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald und am EU-Vogelschutzgebiet Pfälzerwald. Am Westrand zählt das Landstuhler Bruch mit Röhrichten, Bruchwäldern und Feuchtwiesen zu den bedeutendsten Niedermoor- und Feuchtgebieten der Pfalz und ist als FFH-Gebiet Teil des Natura-2000-Netzes. Wooge und Weiher wie der Gelterswoog sowie die Lauter ergänzen das Gewässermosaik.
Wirtschaftlich ist Kaiserslautern ein Universitäts- und Technologiestandort mit der RPTU, mehreren Fraunhofer-Instituten, dem DFKI und dem Max-Planck-Institut, ergänzt um Industrie (unter anderem das Opel-Werk), den Technologiepark PRE-Park und Flächen der US-Streitkräfte. Wohnbau, Gewerbe, die Konversion ehemaliger Militär- und Industrieareale sowie Verkehrsvorhaben an A6 und A63 und am Bahnknoten lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der LKompVO zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D51 ›
Zum Naturraum D52 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald und am EU-Vogelschutzgebiet Pfälzerwald im Süden des Stadtgebiets
- Landstuhler Bruch am Westrand, eines der bedeutendsten Niedermoor- und Feuchtgebiete der Pfalz, als FFH-Gebiet mit Röhrichten, Bruchwäldern und Feuchtwiesen
- Naturschutzgebiet Täler- und Verlandungszone am Gelterswoog mit naturnahen Verlandungsbereichen
- Naturschutzgebiet Aschbachtal-Jagdhausweiher in den Waldgebieten des Pfälzerwaldes
- Ausgedehnter Stadtwald und Reichswald auf Buntsandstein als großflächiger Waldlebensraum
- Wooge und Weiherketten sowie die Lauter als Gewässerlebensräume im und am Stadtgebiet
- Sonnige Bahnanlagen, Böschungen und Brachflächen als Sekundärlebensräume für wärmeliebende Arten
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensation in Kaiserslautern und der Westpfalz. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz, das Biotopwertverfahren und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadtverwaltung Kaiserslautern (Referat Umweltschutz) aus der Projektpraxis. Von der Flächensuche über die Anerkennung als Ökokonto bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.
Typische Maßnahmen in der Stadt Kaiserslautern
Renaturierung von Lauter und Stadtbächen
Naturnahe Gewässerentwicklung, Rückbau von Uferverbauungen und Reaktivierung von Auen entlang der Lauter und ihrer Zuflüsse. Solche Maßnahmen verbinden Gewässerökologie mit Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien im Stadtgebiet.
Entsiegelung und Rückbau im Siedlungsbereich
Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Brachflächen und Umwandlung in Grün-, Gehölz- und Biotopflächen. Entsiegelung ist eine wirksame Kompensationsmaßnahme im dicht bebauten urbanen Raum und verbessert zugleich das Stadtklima.
Wiedervernässung im Landstuhler Bruch
Anhebung der Wasserstände, Extensivierung der Nutzung und Entwicklung von Röhrichten, Feuchtwiesen und Bruchwäldern am Westrand der Stadt. Diese Maßnahmen stützen die Niedermoore des Landstuhler Bruchs und fördern Amphibien und Wiesenvögel.
Waldumbau und Habitatbäume im Stadtwald
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laubmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz und Habitatbäumen im Stadtwald und Reichswald. Solche Wälder werten Lebensräume für Fledermäuse, Haselmaus und höhlenbewohnende Arten auf.
Artenschutz CEF und FCS
Quartiere für Fledermäuse und Gebäudebrüter an Bauwerken, Nisthilfen sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahnanlagen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.
Streuobst, Hecken und Grünland am Stadtrand
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Hecken und extensiv genutztem Grünland im stadtnahen Umland als Trittsteinbiotope. Diese Elemente vernetzen Waldränder und Offenland und schaffen Nahrung und Deckung für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.
Geschützte Arten im Pfälzerwald, Kaiserslauterer Becken und Landstuhler Bruch
Fledermäuse
Stadtwald und Reichswald dienen zahlreichen Fledermausarten als Jagdrevier, Gebäude und alte Bäume als Quartier. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind häufige Artenschutzmaßnahmen bei Sanierung, Abriss und Neubau.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahnanlagen, Böschungen und sonnige Säume im Stadtgebiet sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Siedlungs- und Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Zielart für vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An der Lauter, an den Woogen und am Gelterswoog brütet der Eisvogel in natürlichen Uferabbrüchen. Zu seiner Förderung gehören die Modellierung von Steilwänden, das Zulassen von Uferdynamik und strukturreiche Gewässerabschnitte.
Mehr zur Art ›Kammmolch
In den Weihern, Woogen und Feuchtgebieten des Landstuhler Bruchs kommt der Kammmolch vor. Die Anlage und Vernetzung besonnter Kleingewässer ist eine bewährte Kompensationsmaßnahme für die Art.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die zusammenhängenden Waldgebiete des Pfälzerwaldes am Stadtrand gehören zum Verbreitungsgebiet der Wildkatze. Entscheidend sind strukturreiche Laubwälder, Alt- und Totholz sowie vernetzte Gehölzstrukturen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Gebüschreiche Waldränder und Hecken im Übergang zum Pfälzerwald bieten der Haselmaus Lebensraum. Ein durchgängiger Gehölzverbund und der Erhalt von Beerensträuchern sind für sie von Bedeutung.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Konversion
Neue Wohnbaugebiete, Nachverdichtung und die Umnutzung ehemaliger Militär- und Industrieareale, unter anderem des Pfaff-Areals, lösen Eingriffe aus. Der Ausgleich ist nach der LKompVO zu erbringen. greeNature unterstützt Vorhabenträger bei Bilanzierung und Flächenbereitstellung.
Gewerbe und Technologie
Gewerbe- und Industriestandorte, der Technologiepark PRE-Park und Forschungseinrichtungen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen im Umland können als Flächenanbieter profitieren.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Instandsetzung an A6 und A63, an Bundesstraßen und am Bahnknoten Kaiserslautern sowie Lärmschutz- und Radwegevorhaben erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. greeNature liefert passende Kompensationsflächen und übernimmt die Behördenabstimmung.
Erneuerbare Energien und Netze
Photovoltaik-Freiflächen im stadtnahen Umland sowie der Ausbau von Netzen und Ver- und Entsorgungsinfrastruktur erfordern Kompensation und artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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