Weißstorch auf einer extensiv genutzten Feuchtwiese
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D51 · D52

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kaiserslautern

Kompensation und Ausgleichsflächen nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der kreisfreien Stadt Kaiserslautern am Nordwestrand des Pfälzerwaldes.

139,7
km² Stadtfläche
~101k
Einwohner
kreisfrei
Oberzentrum Westpfalz
D51/D52
Naturräume
~725
Einwohner je km²
Stadt und Ökologie

Die Stadt Kaiserslautern im Überblick

Kaiserslautern ist eine kreisfreie Stadt und das Oberzentrum der Westpfalz. Auf rund 139,7 km² leben etwa 101.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Nordwestrand des Pfälzerwaldes im Kaiserslauterer Becken und wird ringförmig vom Landkreis Kaiserslautern umschlossen, dessen Kreisverwaltung hier ihren Sitz hat, ohne dass die Stadt selbst zum Landkreis gehört. Rheinland-Pfalz ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert. Als kreisfreie Stadt nimmt Kaiserslautern die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.

Naturräumlich reicht das südliche Stadtgebiet in den Pfälzerwald (Naturraum D51), das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands auf Buntsandstein. Der Stadtkern liegt im Kaiserslauterer Becken, das zur St. Ingbert-Kaiserslauterer Senke und damit zum Saar-Nahe-Berg- und Hügelland (Naturraum D52) gehört. Nach Westen greift das Stadtgebiet in das Landstuhler Bruch aus, im Nordwesten reicht es mit dem Reichswald an das Nordpfälzer Bergland heran.

Ökologisch prägen der ausgedehnte Stadtwald und der Reichswald das Stadtgebiet. Der Süden hat Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald und am EU-Vogelschutzgebiet Pfälzerwald. Am Westrand zählt das Landstuhler Bruch mit Röhrichten, Bruchwäldern und Feuchtwiesen zu den bedeutendsten Niedermoor- und Feuchtgebieten der Pfalz und ist als FFH-Gebiet Teil des Natura-2000-Netzes. Wooge und Weiher wie der Gelterswoog sowie die Lauter ergänzen das Gewässermosaik.

Wirtschaftlich ist Kaiserslautern ein Universitäts- und Technologiestandort mit der RPTU, mehreren Fraunhofer-Instituten, dem DFKI und dem Max-Planck-Institut, ergänzt um Industrie (unter anderem das Opel-Werk), den Technologiepark PRE-Park und Flächen der US-Streitkräfte. Wohnbau, Gewerbe, die Konversion ehemaliger Militär- und Industrieareale sowie Verkehrsvorhaben an A6 und A63 und am Bahnknoten lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der LKompVO zu erbringen ist.

Weißstorch auf einer extensiv genutzten Feuchtwiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D51
Pfälzer Wald (Haardtgebirge)
Zum Naturraum D51 ›
D52
Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
Zum Naturraum D52 ›

📍 Stadtteile

Innenstadt (KS)BetzenbergLämmchesberg/UniversitätswohnstadtBännjerrück/Karl-Pfaff-SiedlungSiegelbachMorlauternErfenbachEinsiedlerhofHoheneckenDansenbergMölschbachErlenbach

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald und am EU-Vogelschutzgebiet Pfälzerwald im Süden des Stadtgebiets
  • Landstuhler Bruch am Westrand, eines der bedeutendsten Niedermoor- und Feuchtgebiete der Pfalz, als FFH-Gebiet mit Röhrichten, Bruchwäldern und Feuchtwiesen
  • Naturschutzgebiet Täler- und Verlandungszone am Gelterswoog mit naturnahen Verlandungsbereichen
  • Naturschutzgebiet Aschbachtal-Jagdhausweiher in den Waldgebieten des Pfälzerwaldes
  • Ausgedehnter Stadtwald und Reichswald auf Buntsandstein als großflächiger Waldlebensraum
  • Wooge und Weiherketten sowie die Lauter als Gewässerlebensräume im und am Stadtgebiet
  • Sonnige Bahnanlagen, Böschungen und Brachflächen als Sekundärlebensräume für wärmeliebende Arten

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensation in Kaiserslautern und der Westpfalz. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz, das Biotopwertverfahren und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadtverwaltung Kaiserslautern (Referat Umweltschutz) aus der Projektpraxis. Von der Flächensuche über die Anerkennung als Ökokonto bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Kaiserslautern

💧

Renaturierung von Lauter und Stadtbächen

Naturnahe Gewässerentwicklung, Rückbau von Uferverbauungen und Reaktivierung von Auen entlang der Lauter und ihrer Zuflüsse. Solche Maßnahmen verbinden Gewässerökologie mit Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien im Stadtgebiet.

🧱

Entsiegelung und Rückbau im Siedlungsbereich

Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Brachflächen und Umwandlung in Grün-, Gehölz- und Biotopflächen. Entsiegelung ist eine wirksame Kompensationsmaßnahme im dicht bebauten urbanen Raum und verbessert zugleich das Stadtklima.

🌾

Wiedervernässung im Landstuhler Bruch

Anhebung der Wasserstände, Extensivierung der Nutzung und Entwicklung von Röhrichten, Feuchtwiesen und Bruchwäldern am Westrand der Stadt. Diese Maßnahmen stützen die Niedermoore des Landstuhler Bruchs und fördern Amphibien und Wiesenvögel.

🌳

Waldumbau und Habitatbäume im Stadtwald

Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laubmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz und Habitatbäumen im Stadtwald und Reichswald. Solche Wälder werten Lebensräume für Fledermäuse, Haselmaus und höhlenbewohnende Arten auf.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Quartiere für Fledermäuse und Gebäudebrüter an Bauwerken, Nisthilfen sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahnanlagen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌿

Streuobst, Hecken und Grünland am Stadtrand

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Hecken und extensiv genutztem Grünland im stadtnahen Umland als Trittsteinbiotope. Diese Elemente vernetzen Waldränder und Offenland und schaffen Nahrung und Deckung für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Pfälzerwald, Kaiserslauterer Becken und Landstuhler Bruch

🦇

Fledermäuse

Stadtwald und Reichswald dienen zahlreichen Fledermausarten als Jagdrevier, Gebäude und alte Bäume als Quartier. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind häufige Artenschutzmaßnahmen bei Sanierung, Abriss und Neubau.

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🦎

Zauneidechse

Bahnanlagen, Böschungen und sonnige Säume im Stadtgebiet sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Siedlungs- und Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Zielart für vorgezogene CEF-Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel

An der Lauter, an den Woogen und am Gelterswoog brütet der Eisvogel in natürlichen Uferabbrüchen. Zu seiner Förderung gehören die Modellierung von Steilwänden, das Zulassen von Uferdynamik und strukturreiche Gewässerabschnitte.

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🐸

Kammmolch

In den Weihern, Woogen und Feuchtgebieten des Landstuhler Bruchs kommt der Kammmolch vor. Die Anlage und Vernetzung besonnter Kleingewässer ist eine bewährte Kompensationsmaßnahme für die Art.

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🐈

Wildkatze

Die zusammenhängenden Waldgebiete des Pfälzerwaldes am Stadtrand gehören zum Verbreitungsgebiet der Wildkatze. Entscheidend sind strukturreiche Laubwälder, Alt- und Totholz sowie vernetzte Gehölzstrukturen.

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🐭

Haselmaus

Gebüschreiche Waldränder und Hecken im Übergang zum Pfälzerwald bieten der Haselmaus Lebensraum. Ein durchgängiger Gehölzverbund und der Erhalt von Beerensträuchern sind für sie von Bedeutung.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Konversion

Neue Wohnbaugebiete, Nachverdichtung und die Umnutzung ehemaliger Militär- und Industrieareale, unter anderem des Pfaff-Areals, lösen Eingriffe aus. Der Ausgleich ist nach der LKompVO zu erbringen. greeNature unterstützt Vorhabenträger bei Bilanzierung und Flächenbereitstellung.

🏭

Gewerbe und Technologie

Gewerbe- und Industriestandorte, der Technologiepark PRE-Park und Forschungseinrichtungen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen im Umland können als Flächenanbieter profitieren.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Instandsetzung an A6 und A63, an Bundesstraßen und am Bahnknoten Kaiserslautern sowie Lärmschutz- und Radwegevorhaben erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. greeNature liefert passende Kompensationsflächen und übernimmt die Behördenabstimmung.

⚡

Erneuerbare Energien und Netze

Photovoltaik-Freiflächen im stadtnahen Umland sowie der Ausbau von Netzen und Ver- und Entsorgungsinfrastruktur erfordern Kompensation und artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Kaiserslautern

Maßgeblich sind das Bundesnaturschutzgesetz (§§ 13 bis 15 BNatSchG), das Landesnaturschutzgesetz von Rheinland-Pfalz und die Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Der Ausgleich wird über ein Biotopwertverfahren bilanziert, vorhandene Aufwertungen können als Ökokonto anerkannt und im Kompensationsverzeichnis geführt werden. greeNature übernimmt Bilanzierung, Flächenzuordnung und die vollständige Behördenabstimmung.
Das südliche Stadtgebiet gehört zum Pfälzerwald (Naturraum D51), der Stadtkern liegt im Kaiserslauterer Becken, das Teil des Saar-Nahe-Berg- und Hügellands ist (Naturraum D52). Nach Westen greift das Stadtgebiet in das Landstuhler Bruch aus. Für die konkrete Kompensationspflicht ist die Naturraum- und Biotopzuordnung des Eingriffs entscheidend, die greeNature für Ihr Vorhaben ermittelt.
Als kreisfreie Stadt nimmt Kaiserslautern die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. Zuständig ist die Stadtverwaltung Kaiserslautern, Referat Umweltschutz, Lauterstraße 2, 67657 Kaiserslautern. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme und zum Monitoring.
Ja. Der Süden hat Anteil am Biosphärenreservat Pfälzerwald und am EU-Vogelschutzgebiet Pfälzerwald, am Westrand liegt das Landstuhler Bruch als FFH-Gebiet, hinzu kommen Naturschutzgebiete wie die Verlandungszone am Gelterswoog. Eingriffe in oder nahe diesen Gebieten können artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen.
Ökopunkte entstehen aus Aufwertungsmaßnahmen, die nach der LKompVO bewertet und als Ökokonto anerkannt werden. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Biotopwertbilanzierung, Flächenzuordnung aus eigenem Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten, sodass Sie eine rechtssichere Kompensation erhalten.
Ja. Geeignet sind unter anderem Uferflächen an der Lauter, Feuchtflächen im Landstuhler Bruch, Waldränder im Übergang zum Pfälzerwald sowie extensiv nutzbares Grünland im stadtnahen Umland. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen extensiv weiter nutzen. greeNature trägt die Kosten für Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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