
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Germersheim
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) in der Vorderpfälzer Rheinebene und am Bienwald.
Der Landkreis Germersheim im Überblick
Der Landkreis Germersheim liegt im äußersten Südosten von Rheinland-Pfalz im nördlichen Oberrheingraben. Rheinland-Pfalz gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, die Kreisverwaltung mit Sitz in der verbandsfreien Stadt Germersheim ist untere Verwaltungsebene. Der Kreis umfasst rund 463 km² mit etwa 131.000 Einwohnern in 31 Gemeinden, dazu gehören die verbandsfreien Städte Germersheim und Wörth am Rhein sowie die Verbandsgemeinden Bellheim, Hagenbach, Jockgrim, Kandel, Lingenfeld und Rülzheim.
Naturräumlich liegt der gesamte Kreis in der Oberrheinischen Tiefebene (BfN-Großlandschaft D53, Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland). Prägend sind die Rheinniederung mit ihren Altrheinarmen und Auwäldern im Osten, die eiszeitlichen Sand- und Kiesterrassen im Zentrum und der Bienwald im Süden, mit rund 12.000 Hektar der größte zusammenhängende Tieflandwald in Rheinland-Pfalz.
Ökologisch ist der Kreis von überregionaler Bedeutung. Die Hördter Rheinaue (FFH-Gebiet 6816-301, rund 2.382 Hektar, zugleich Vogelschutzgebiet DE-6816-402) bildet mit ausgedehnten Eichen-Ulmen-Hartholzauen und Silberweiden-Weichholzauen die größten Auwälder des Landes. Hinzu kommen das FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) sowie im Süden der Bienwaldschwemmfächer (FFH 6914-301) und das Vogelschutzgebiet Bienwald und Viehstrichwiesen (6914-401) mit Binnendünen, Sandmagerrasen und autochthonen Kiefernbeständen.
Wirtschaftlich prägen das Mercedes-Benz Lkw-Werk in Wörth am Rhein, Logistik und Gewerbe am Rhein sowie großflächiger Kiesabbau in der Rheinniederung den Landkreis. Diese Vorhaben, ergänzt um Verkehrs-, Siedlungs- und Energieprojekte, lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Rheinland-Pfalz nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der LKompVO zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D53 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Hördter Rheinaue, FFH-Gebiet 6816-301 (rund 2.382 ha) und Vogelschutzgebiet DE-6816-402, größte Auwälder in Rheinland-Pfalz
- FFH-Gebiet Rheinniederung Germersheim-Speyer (6716-301) mit Altrheinarmen und Stromtalwiesen
- Bienwald, größter Tieflandwald des Landes, FFH-Gebiet Bienwaldschwemmfächer (6914-301)
- Vogelschutzgebiet Bienwald und Viehstrichwiesen (6914-401) mit neun Zielarten der Vogelschutzrichtlinie
- Binnendünen und Sandmagerrasen im Bienwald mit Zwergstrauchheiden und autochthonen Kiefern
- Naturschutzgroßprojekt Bienwald zur Sicherung und Entwicklung der Landschaft
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger in Rheinland-Pfalz von der Eingriffs- und Kompensationsbilanzierung nach LKompVO bis zur dauerhaften Flächensicherung. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Germersheim, die Eintragung in das Kompensationsverzeichnis (KSP/LANIS) und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Rheinauen und Bienwald aus der Projektpraxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Germersheim
Rheinauenrenaturierung
Wiederanbindung von Altrheinarmen, Reaktivierung von Auengewässern und Entwicklung von Hartholz- und Weichholzauen in der Rheinniederung, Lebensraum für auentypische Arten und Verbesserung der Auendynamik.
Stromtalwiesen und Grünland
Extensivierung und Wiederherstellung artenreicher Stromtal- und Feuchtwiesen entlang von Rhein und Altrheinarmen, Förderung von Wiesenbrütern und blütenreichen Beständen für Insekten.
Sandmagerrasen und Binnendünen
Pflege und Neuschaffung offener Sandlebensräume, Magerrasen und Zwergstrauchheiden auf den Flugsanddünen des Bienwaldes und der Rheinterrassen, Habitat für wärmeliebende Reptilien und Wildbienen.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Zauneidechse auf Bahndämmen und Kiesflächen, Fledermausquartiere in Auwäldern, Gewässer für Kammmolch und Amphibien, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.
Auwald- und Waldentwicklung
Standortgerechte Anreicherung und Erstaufforstung mit Stieleiche, Ulme, Schwarzerle und Esche auf Auenstandorten, Waldrandgestaltung und Alt- und Totholzstrukturen im Umfeld des Bienwaldes.
Rekultivierung von Kiesabbauflächen
Naturschutzfachliche Entwicklung ausgekiester Flächen zu Stillgewässern, Steilwänden und Sukzessionsflächen, Laich- und Bruthabitate für Amphibien, Eisvogel und Uferschwalbe.
Geschützte Arten im Vorderpfälzer Rheinebene und Bienwald
Eisvogel
Der Eisvogel brütet in hoher Dichte in der Hördter Rheinaue und an den Altrheinarmen. Typische CEF-Maßnahmen sind das Anlegen von Steilwänden und naturnahen Uferabbrüchen an Gewässern und in rekultivierten Kiesgruben.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt Bahndämme, Sandmagerrasen und die Binnendünen des Bienwaldes. Sie ist bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben in der Rheinebene eine der häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch (Anhang II der FFH-Richtlinie) nutzt Altwässer, Auengewässer und wiedervernässte Kiesgruben der Rheinniederung als Laichhabitat. Neu angelegte, fischfreie Stillgewässer sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien der Rheinaue
Laubfrosch, Wechselkröte und Kreuzkröte finden in besonnten Gewässern der Aue und in rekultivierten Abbauflächen geeignete Lebensräume. Gewässerneuanlagen und Sukzessionsflächen fördern die Vorkommen gezielt.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Auwälder und der alt- und totholzreiche Bienwald bieten Quartiere für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten. Quartiersicherung, Höhlenbaumschutz und Jagdhabitatpflege sind typische FCS-Bausteine.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch und Waldvögel
Der Bienwald beherbergt Brutvorkommen von Schwarzstorch, Schwarz- und Mittelspecht sowie Greifvögeln wie dem Schwarzmilan. Für Vorhaben im Waldumfeld sind Horstschutz und ungestörte Nahrungshabitate maßgeblich.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Fahrzeugbau
Das Mercedes-Benz Lkw-Werk in Wörth am Rhein ist einer der größten Industriestandorte der Region. Werks- und Gewerbeerweiterungen im Rheinvorland lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus, den greeNature mit Flächen und Maßnahmen nach LKompVO deckt.
Kies- und Sandabbau
Der großflächige Nassabbau von Kies und Sand in der Rheinniederung ist ein prägender Wirtschaftszweig und zugleich ein bedeutender Eingriff. Rekultivierung und begleitende Ausgleichsmaßnahmen sind fester Bestandteil der Genehmigungen.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbaumaßnahmen an B9, B10 und A65, Ortsumgehungen sowie Bahn- und Rheinquerungen im Raum Wörth und Germersheim erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten in einer dicht besiedelten Landschaft.
Siedlung, Gewerbe und Energie
Wohn- und Gewerbegebiete, Logistikflächen sowie Photovoltaik-Freiflächen und Windenergievorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Landwirte können geeignete Flächen als Ausgleichsflächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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