Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D45 · D49

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm

Ökopunkte und Kompensationsflächen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, entwickelt und mit den Naturschutzbehörden nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz abgestimmt. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Ausgleich und Ersatz zwischen Schneifel, Islek und Bitburger Gutland, bundesweit tätig.

1.626
km² Kreisfläche (größter in RLP)
~104k
Einwohner
233
Ortsgemeinden
3
Naturräume D45/D45/D49
30
Naturschutzgebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm im Überblick

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm liegt im äußersten Nordwesten von Rheinland-Pfalz an der Grenze zu Belgien und Luxemburg. Mit rund 1.626 km² ist er der flächengrößte und am dünnsten besiedelte Landkreis des Landes und zugleich der gemeindereichste Landkreis Deutschlands mit 233 Ortsgemeinden. Rheinland-Pfalz führt keine Regierungsbezirke mehr, die staatliche Aufsicht liegt bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord.

Naturräumlich gliedert sich der Kreis in mehrere Landschaften: die devonisch geprägte, waldreiche Schneifel und das Islek im Norden (Naturraum D45 Westeifel), Teile der übrigen Eifel (D45) sowie das offene, ackerbaulich genutzte Bitburger Gutland auf Luxemburger Sandstein und Muschelkalk (D49). Die Flusstäler von Prüm, Nims, Kyll, Enz und Our zerschneiden die Hochflächen in tief eingeschnittene, naturnahe Kerbtäler.

Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Ourtal (DE 6003-301) entlang der deutsch-luxemburgischen Grenze, der Deutsch-Luxemburgische Naturpark (Naturpark Südeifel) und 30 Naturschutzgebiete mit rund 2.385 Hektar. Die Eifel zählt zu den wichtigsten Rückzugsräumen der Wildkatze, die Bunkeranlagen des ehemaligen Westwalls auf der Schneifel dienen zahlreichen Fledermausarten als Winterquartier.

Wirtschaftlich prägen Milchviehhaltung und Grünlandwirtschaft, die Bitburger Brauerei, der Gewerbe- und Konversionsstandort Flugplatz Bitburg sowie ein starker Ausbau der Windenergie den Kreis. Solche Vorhaben lösen regelmäßig nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG eine Ausgleichs- oder Ersatzpflicht aus, artenschutzrechtliche Betroffenheiten nach § 44 BNatSchG erfordern zusätzlich vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF).

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D45
Eifel und Vennvorland
Zum Naturraum D45 ›
D49
Gutland (Bitburger Land)
Zum Naturraum D49 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bitburg (KS)PrümNeuerburgSpeicherKyllburgArzfeldIrrelBleialfWaxweilerDudeldorf

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Ourtal (DE 6003-301), rund 7.200 ha entlang der deutsch-luxemburgischen Our
  • Deutsch-Luxemburgischer Naturpark (Naturpark Südeifel) mit dem Ferschweiler Plateau auf Luxemburger Sandstein
  • Naturnahe Fließgewässer Prüm, Nims, Kyll, Enz und Our mit Eisvogel und Groppe
  • Westwallbunker der Schneifel als bedeutende Fledermaus-Winterquartiere
  • Ausgedehnte Buchen- und Eichenwälder als Lebensraum der Wildkatze
  • 30 Naturschutzgebiete mit rund 2.385 ha, im Norden ergänzt durch den Naturpark Nordeifel

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und wendet das rheinland-pfälzische Biotopwertverfahren nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) sicher an. Wir kennen die zuständige Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm sowie die höhere Naturschutzbehörde bei der SGD Nord und entwickeln naturraumtreue Ausgleichsflächen in Schneifel, Islek und Bitburger Gutland, von der Flächensicherung über die Umsetzung bis zur dauerhaften Pflege und zum Monitoring.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm

💧

Fließgewässerrenaturierung

Uferentfesselung, Anlage von Auwald und Laichhabitaten sowie Eisvogel-Steilwänden an Prüm, Nims, Kyll, Enz und Our, oft verbunden mit der Herstellung der Durchgängigkeit für Fische und Groppe.

🌿

Grünland-Extensivierung

Entwicklung artenreicher Berg-, Feucht- und Magerwiesen in Islek und Schneifel durch angepasste Mahd und Beweidung, Lebensraum für Wiesenbrüter, Falter und Wildbienen.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Fichtenforste in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder mit Alt- und Totholzanteilen, Sicherung von Wanderkorridoren für die Wildkatze.

🍎

Streuobst und Hecken im Gutland

Anlage und Pflege von Streuobstbeständen, Feldhecken und Säumen in der offenen Feldflur des Bitburger Gutlands, Trittsteinbiotope für Steinkauz, Neuntöter und Haselmaus.

🦇

Fledermausquartiere

Sicherung und Aufwertung von Bunkern und Stollen der Schneifel als Winterquartiere sowie Förderung von Quartierbäumen und Jagdstrukturen im umliegenden Wald.

🌱

Quellmoore und Feuchtgebiete

Wiedervernässung von Hangmooren, Quellfluren und Nassbrachen der Eifelhochflächen, Lebensraum für Amphibien, Libellen und seltene Moorpflanzen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Schneifel, Islek und Bitburger Gutland

🐈

Wildkatze

Die Wälder der Eifel bilden mit den Ardennen einen der größten zusammenhängenden Lebensräume der Wildkatze in Mitteleuropa. Strukturreiche Laubwälder, Alt- und Totholz sowie vernetzte Gehölze sind für die streng geschützte Art entscheidend.

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🕊️

Schwarzstorch

Die störungsarmen, waldreichen Bachtäler von Prüm, Enz und Our bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Bei Wind- und Infrastrukturvorhaben sind Horstschutz und FCS-Maßnahmen häufig erforderlich.

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🦇

Fledermäuse

Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus und weitere Arten nutzen die Westwallbunker der Schneifel als Winterquartier und die umliegenden Wälder als Jagdrevier. Quartiersicherung und Ersatzquartiere sind typische CEF-Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel

An den naturnahen Fließgewässern Prüm, Nims, Kyll und Our brütet der Eisvogel in natürlichen Uferabbrüchen. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden und die Aufwertung fischreicher Gewässerabschnitte.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Hecken und Streuobstbestände des Gutlands. Bei Eingriffen in Gehölze sind Rodungszeiten, Habitatvernetzung und vorgezogene Ersatzhabitate nach § 44 BNatSchG zu beachten.

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🐸

Amphibien

Gelbbauchunke, Feuersalamander und Erdkröte finden in Quellfluren, Waldtümpeln und den Bachtälern der Eifel Laichgewässer. Neuanlage von Kleingewässern und Wiedervernässung sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

💨

Windenergie in der Eifel

Die waldreichen Höhen von Schneifel und Islek zählen zu den windhöffigen Standorten von Rheinland-Pfalz. Neue Windparks und Repowering lösen erheblichen Kompensationsbedarf aus, insbesondere FCS-Maßnahmen für Rotmilan, Schwarzstorch und Fledermäuse. greeNature entwickelt und sichert die erforderlichen Flächen.

🏭

Gewerbe und Konversion Flugplatz Bitburg

Die Nachnutzung des ehemaligen Flugplatzes Bitburg als Gewerbe- und Energiepark, Erweiterungen der Bitburger Brauerei und weitere Gewerbeansiedlungen erfordern Ausgleich für Versiegelung und Gehölzverluste nach LKompVO.

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Der Erhalt und Ausbau der A60, der Bundesstraßen B51 und B257 sowie Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über die Eifeltäler ziehen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach sich.

☀️

Photovoltaik und Siedlungsentwicklung

Freiflächen-Photovoltaik auf Konversions- und Grenzertragsstandorten sowie Wohn- und Gewerbebaugebiete in Bitburg, Prüm und Speicher erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm

Der Kreis verteilt sich auf drei BfN-Naturräume: die Westeifel (D45) mit Schneifel und Islek, die übrige Eifel (D45) sowie das Gutland und den Luxemburger Sandstein (D49) im Bitburger Gutland. Für die Kompensationspflicht nach LKompVO ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt diese für Ihr Vorhaben.
In Rheinland-Pfalz erfolgt die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) über das Biotopwertverfahren. Aufgewertete Flächen können als Ökokonto vorgehalten und über das Kompensationsverzeichnis auf Eingriffe angerechnet werden. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Bewertung, Flächenbereitstellung, Behördenabstimmung und die vollständige Dokumentation.
Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm, Trierer Straße 1, 54634 Bitburg. Höhere Naturschutzbehörde ist die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufig sind die Renaturierung der Bachtäler von Prüm, Nims, Kyll und Our, die Extensivierung von Grünland in Islek und Schneifel, der naturnahe Umbau von Fichtenforsten, die Anlage von Streuobst und Hecken im Gutland sowie die Sicherung von Fledermausquartieren in den Bunkeranlagen der Schneifel.
Ja. Zum europäischen Netz Natura 2000 gehört unter anderem das FFH-Gebiet Ourtal (DE 6003-301). Vorkommen von Wildkatze, Schwarzstorch, Fledermäusen und Haselmaus können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG und CEF-Maßnahmen auslösen, bei Windenergievorhaben auch FCS-Maßnahmen. greeNature berät zu allen FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland in den Bachtälern, Gewässerrandstreifen, Fichtenbestände mit Potenzial für den Waldumbau sowie Flächen für Streuobst und Hecken im Gutland. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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