
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Cochem-Zell
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Cochem-Zell, fachlich entwickelt und nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. greeNature betreut Ausgleich und Ersatz an Mosel, Eifel und Hunsrück und ist als Full-Service-Partner bundesweit tätig.
Der Landkreis Cochem-Zell im Überblick
Der Landkreis Cochem-Zell liegt im Norden von Rheinland-Pfalz und wird von der Mosel in weiten Schlingen durchzogen. Das tief eingeschnittene Flusstal trennt zwei Mittelgebirge: nach Norden und Westen die Eifel, nach Süden den Hunsrück. Aus dieser Lage ergibt sich die Zugehörigkeit zu drei BfN-Naturräumen, dem Moseltal (D43), der Eifel (D45) und dem Hunsrück (D42).
Geologisch prägen devonische Schiefer und Grauwacken des Rheinischen Schiefergebirges den Untergrund. Die Mosel hat sich bis zu 250 Meter tief eingegraben und dabei sonnenexponierte Steillagen, Felsbänder und schmale Nebentäler geschaffen. Im nördlichen Kreisgebiet, rund um Ulmen und Kaisersesch, reicht die vulkanisch geformte Osteifel mit dem Ulmener Maar, dem jüngsten Maar Deutschlands, in den Landkreis hinein.
Ökologisch ist der Landkreis außergewöhnlich vielfältig. Die wärmebegünstigten Moselsteillagen mit Trockenmauern, Felsfluren und Weinbergsbrachen beherbergen wärmeliebende Reptilien, Wildbienen und seltene Pflanzengesellschaften, während die ausgedehnten Laubwälder von Eifel und Hunsrück Rückzugsräume für Wildkatze, Schwarzstorch und zahlreiche Fledermausarten bilden. Mehrere Natura-2000-Gebiete sichern diese Lebensräume, darunter das Vogelschutzgebiet Wälder zwischen Wittlich und Cochem und das FFH-Gebiet Moselhänge und Nebentäler der unteren Mosel.
Wirtschaftlich stehen der Steillagen-Weinbau (Zeller Schwarze Katz, Calmont bei Bremm als eine der steilsten Weinbergslagen Europas) und der Tourismus im Vordergrund. Rebflurbereinigungen, Windenergie auf den Eifel- und Hunsrückhöhen, Straßen- und Ortsbaumaßnahmen sowie Gewerbeentwicklung im Raum Kaisersesch erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, der über die LKompVO bilanziert wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D45 ›
Zum Naturraum D42 ›
Zum Naturraum D43 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Moselhänge und Nebentäler der unteren Mosel (5809-301), Trockenrasen, Felsfluren und Weinbergsbrachen der Steillagen
- EU-Vogelschutzgebiet Wälder zwischen Wittlich und Cochem (5908-401), Lebensraum für Schwarzstorch und waldbewohnende Fledermäuse
- Calmont bei Bremm, eine der steilsten Weinbergslagen Europas mit wärmeliebenden Arten
- Vulkanische Osteifel mit dem Ulmener Maar, dem jüngsten Maar Deutschlands
- Naturschutzgebiete Dortebachtal, Brauselay und Falkenlay mit Felsheiden und Weinbergsbrachen
- Westliche Smaragdeidechse und Mauereidechse in den besonnten Moselsteillagen
- Tief eingeschnittene Bachtäler von Endert, Alf und Altlayer Bach mit naturnahen Fließgewässern
✅ greeNature vor Ort
Mit einem Standort in Rheinland-Pfalz arbeitet greeNature regelmäßig im Norden des Landes. Wir kennen die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO), die Führung von Ökokonten im landesweiten Kompensationsverzeichnis (KSP) und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Cochem-Zell aus der Praxis. Die Besonderheiten von Moselsteillagen, Eifel und Hunsrück fließen direkt in die Maßnahmenplanung ein.
Typische Maßnahmen im Landkreis Cochem-Zell
Trockenmauern und Weinbergsbrachen
Sanierung von Trockenmauern und Entwicklung von Weinbergsbrachen in den Moselsteillagen, Lebensraum für Mauereidechse, Westliche Smaragdeidechse, Schlingnatter und wärmeliebende Wildbienen.
Streuobst und Magerrasen
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Kalkmagerrasen auf den Hochflächen von Eifel und Hunsrück, strukturreiche Lebensräume für Neuntöter, Wendehals und blütenbesuchende Insekten.
Bachtal-Renaturierung
Wiederherstellung naturnaher Fließgewässer und Auen an Endert, Alf, Dorte- und Altlayer Bach, Förderung von Eisvogel, Groppe und Feuersalamander durch Uferstrukturen und Durchgängigkeit.
Laubwald und Waldrand
Entwicklung struktur- und totholzreicher Laubmischwälder sowie stufiger Waldränder in Eifel und Hunsrück, Habitatverbesserung für Wildkatze, Schwarzstorch und Spechte.
Fledermausquartiere
Sicherung und Aufwertung von Winterquartieren in Stollen und Weinbergsmauern sowie Erhalt von Höhlenbäumen, gezielt für Mops- und Bechsteinfledermaus und weitere Waldarten.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Talwiesen in artenreiches Extensivgrünland in den feuchten Muldenlagen der Eifel, Lebensraum für Wiesenbrüter, Amphibien und Falter.
Geschützte Arten im Mosel, Eifel und Hunsrück
Fledermäuse der Moselhänge
Weinbergsmauern, alte Stollen und die Wälder zwischen Wittlich und Cochem beherbergen unter anderem Mopsfledermaus und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung und Waldentwicklung sind typische CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Wildkatze in Eifel und Hunsrück
Die ausgedehnten, ruhigen Laubwälder sind Kernlebensraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Totholz und Biotopverbund sichern die Vernetzung der Populationen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
In den störungsarmen Waldgebieten und an klaren Bachtälern brütet und jagt der Schwarzstorch. Ruhezonen um Horste und naturnahe Fließgewässer sind entscheidend für den Erhaltungszustand (FCS).
Mehr zur Art ›Reptilien der Steillagen
Die besonnten Moselhänge zählen zu den wenigen deutschen Vorkommen der Westlichen Smaragdeidechse, dazu kommen Mauereidechse, Schlingnatter und Zauneidechse. Trockenmauern und Brachen sind hier die wichtigsten Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Maaren und Bächen
Feuersalamander in den Kerbtälern, Geburtshelferkröte in Steinbrüchen und Gelbbauchunke in wechselfeuchten Kleingewässern nutzen die Vielfalt aus Vulkaneifel und Bachtälern. Laichgewässer werden gezielt neu angelegt.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Mosel und Nebengewässern
Steilufer und naturnahe Bachabschnitte bieten dem Eisvogel Brut- und Jagdhabitate. Uferabbrüche, Gewässerrandstreifen und die Durchgängigkeit der Nebenbäche fördern die Art.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Weinbau und Rebflurbereinigung
Zusammenlegungen und Erschließungen in den Moselsteillagen verändern Mauern, Böschungen und Wegenetze. Solche Rebflurbereinigungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die sich gut mit dem Erhalt der Steillagen-Lebensräume verbinden lassen.
Windenergie auf den Höhen
Windparks und Repowering auf den Hochflächen von Eifel und Hunsrück erfordern Eingriffsbilanzierung nach LKompVO sowie artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen für Greifvögel, Fledermäuse und Schwarzstorch.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen, Brücken über die Mosel und Maßnahmen an der Moselbahnstrecke greifen in Talauen und Hänge ein und erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf.
Gewerbe und Siedlung
Gewerbe- und Wohnbauentwicklung, besonders im verkehrsgünstigen Raum Kaisersesch am Autobahnkorridor, erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können diesen über Ökokonten decken.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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