
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Birkenfeld
Kompensationsflächen und Ökokonto-Guthaben im Landkreis Birkenfeld, bewertet nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO). greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation zwischen Hunsrück und Nahe.
Der Landkreis Birkenfeld im Überblick
Der Landkreis Birkenfeld liegt im Westen von Rheinland-Pfalz an der Grenze zum Saarland. Rheinland-Pfalz führt seit dem Jahr 2000 keine Regierungsbezirke mehr, der Kreis ist unmittelbar der Landesebene zugeordnet. Verwaltungssitz ist die namensgebende Kreisstadt Birkenfeld, größte Stadt ist die verbandsfreie Edelsteinstadt Idar-Oberstein im Nahetal.
Naturräumlich ist der Kreis zweigeteilt. Der Norden gehört zum BfN-Naturraum D42 (Hunsrück) mit den bewaldeten Höhenzügen von Hochwald und Idarwald sowie dem Erbeskopf (816 m), der höchsten Erhebung von Rheinland-Pfalz. Der Süden mit dem Nahetal um Idar-Oberstein und dem Baumholderer Land zählt zum Naturraum D52 (Saar-Nahe-Berg- und Hügelland).
Ökologisch prägend sind ausgedehnte Buchen- und Mischwälder, quellige Hangmoore (Hangbrücher) und naturnahe Fließgewässer. Große Teile des Kreises liegen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald (seit 2015) und im Naturpark Saar-Hunsrück. Mit dem FFH-Gebiet Hochwald und den offenen Magerrasen des Truppenübungsplatzes Baumholder bestehen wertvolle Lebensräume für anspruchsvolle Arten.
Kompensationsbedarf entsteht vor allem durch den Ausbau der Windenergie im Hunsrück, durch Verkehrs- und Siedlungsvorhaben sowie durch die Rohstoffgewinnung in Hartsteinbrüchen rund um Idar-Oberstein. Ausgleich und Ersatz richten sich in Rheinland-Pfalz nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der Landeskompensationsverordnung (LKompVO).

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D52 ›
Zum Naturraum D42 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Hunsrück-Hochwald (seit 2015), Buchenwälder, Hangbrücher und Blockhalden
- Erbeskopf (816 m), höchster Berg in Rheinland-Pfalz
- FFH-Gebiet Hochwald (DE 6208-302), grenzübergreifend mit Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich
- Naturpark Saar-Hunsrück, großflächige naturnahe Waldlandschaft
- Truppenübungsplatz Baumholder, ausgedehnte Offenland-, Heide- und Magerrasenlebensräume
- Nahe und Zuflüsse wie Traun und Idarbach, naturnahe Fließgewässer mit Eisvorkommen
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Vorhabenträger, Kommunen und Flächeneigentümer auch in Rheinland-Pfalz. Für den Landkreis Birkenfeld kennen wir die Anforderungen der Landeskompensationsverordnung (LKompVO), die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung und die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Hunsrück und Nahe. Von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung bis zur dauerhaften Pflege und zum Monitoring erhalten Sie die Kompensation aus einer Hand.
Typische Maßnahmen im Landkreis Birkenfeld
Waldmoor- und Bruchwaldrenaturierung
Wiedervernässung von Hangbrüchern und Quellmooren im Hoch- und Idarwald, Entwicklung standortgerechter Erlenbrüche und naturnaher Buchenwälder. Solche Maßnahmen sichern seltene Feuchtlebensräume und erbringen einen hohen Aufwertungswert.
Offenlandpflege und Magerrasen
Extensive Beweidung und Entbuschung von Borstgrasrasen, Heiden und Magerrasen an Nahehängen und im Umfeld von Baumholder. Die Pflege erhält artenreiche Offenlandbiotope, die sonst verbuschen würden.
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und Förderung natürlicher Uferstrukturen an Nahe, Traun und Idarbach. Naturnahe Bäche verbessern den Biotopverbund und schaffen Lebensraum für Eisvogel und Wasseramsel.
Streuobstwiesen
Anlage und Reaktivierung von Streuobstbeständen an den wärmebegünstigten Hängen von Nahe und Hunsrück, Lebensraum für Steinkauz, höhlenbewohnende Fledermäuse und zahlreiche Wildbienenarten.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen für die Wildkatze (Waldverbund und Querungshilfen), Fledermausquartiere in Altholz, Reptilienhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Steinbruchrändern nach den Vorgaben von § 44 BNatSchG.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der strukturarmen Feldflur, um Waldgebiete des Hunsrücks mit den Offenlandbiotopen der Nahe zu vernetzen.
Geschützte Arten im Nationalparkland zwischen Hunsrück und Nahe
Europäische Wildkatze
Die großen zusammenhängenden Wälder des Nationalparks Hunsrück-Hochwald zählen zu den Kerngebieten der Wildkatze. Typische Maßnahmen sind die Vernetzung von Waldlebensräumen und Querungshilfen an Verkehrstrassen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, ruhigen Hunsrückwäldern und sucht Nahrung an naturnahen Waldbächen. Windkraftvorhaben lösen hier regelmäßig FCS-Maßnahmen aus.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Altholzwäldern
Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Laubwälder als Quartier und Jagdgebiet. Der Erhalt von Höhlenbäumen und künstliche Quartiere sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an der Nahe
Die Nahe und ihre Zuflüsse bieten dem Eisvogel Steilufer zur Brut und fischreiche Abschnitte zur Nahrungssuche. Gewässerrenaturierungen und modellierte Uferabbrüche schaffen geeignete Habitate.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder, Gebüsche und Hecken. Bei Gehölzrodungen sind der Erhalt von Verbundstrukturen und die Neuanlage von Hecken erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Magerrasen und Heideflächen des Truppenübungsplatzes Baumholder sowie Bahndämme und Steinbruchränder sind Lebensraum der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Rohstoffvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie im Hunsrück
Der Hunsrück gehört zu den windhöffigen Mittelgebirgslagen und wird intensiv für die Windenergie genutzt. Bau und Repowering von Windparks lösen Eingriffsausgleich sowie FCS-Maßnahmen für Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermäuse aus.
Verkehrsinfrastruktur
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen wie B41 und B269, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke erzeugen Kompensationspflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Rohstoffgewinnung
Rund um Idar-Oberstein werden Hartgesteine wie Diabas und Melaphyr in Steinbrüchen gewonnen. Erweiterungen und neue Abbaufelder erfordern Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, häufig verbunden mit Reptilienschutz.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Idar-Oberstein, Birkenfeld und Baumholder führen zu Flächenversiegelung und damit zu naturschutzrechtlichem Kompensationsbedarf, den Flächeneigentümer als Anbieter nutzen können.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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