
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) im Westerwald und Siegtal.
Der Landkreis Altenkirchen (Westerwald) im Überblick
Der Landkreis Altenkirchen (Westerwald) liegt im äußersten Norden von Rheinland-Pfalz, zwischen den Ballungsräumen Rhein-Ruhr und Rhein-Main. Prägend sind die bewaldeten Höhenrücken des Westerwaldes und das tief eingeschnittene Tal der Sieg, das den Kreis von Ost nach West durchzieht. Sitz der Kreisverwaltung ist die Stadt Altenkirchen, bevölkerungsstärkste Stadt ist Betzdorf.
Geologisch gehört die Region zum Rheinischen Schiefergebirge. Der überwiegende Teil des Kreises zählt zum BfN-Naturraum D39 (Westerwald) mit seinen devonischen Schiefer- und Grauwackerücken und den Basaltkuppen des vulkanisch geprägten Hohen Westerwaldes. Der nordöstliche Randbereich um das Siegerland greift in den Naturraum D38 (Süderbergland) über.
Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Bachtäler und die ausgedehnten Laub- und Mischwälder. Das FFH-Gebiet Nistertal und Kroppacher Schweiz gehört zu den wertvollsten Fließgewässerlandschaften des Landes, hier wurde 2006 eine Population der stark gefährdeten Flussperlmuschel wiederentdeckt. Die Sieg ist als Wanderfischgewässer Teil überregionaler Wiederansiedlungsprogramme.
Wirtschaftlich ist der Kreis vom industriellen Erbe des Siegerländer Erzreviers geprägt, bis heute prägen metall- und eisenverarbeitende Betriebe den Raum Betzdorf, Kirchen und Wissen. Windenergie im Hohen Westerwald, Verkehrsinfrastruktur, Rohstoffabbau und Gewerbeentwicklung lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Landeskompensationsverordnung Rheinland-Pfalz (LKompVO) aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D38 ›
Zum Naturraum D39 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Nistertal und Kroppacher Schweiz, Wiederfund der Flussperlmuschel (2006), Lebensraum von Groppe und Bachneunauge
- Sieg als Wanderfischgewässer, Bestandteil überregionaler Programme zur Wiederansiedlung von Lachs und Meerforelle
- Naturpark Rhein-Westerwald im Südwesten des Kreises
- Naturnahe Buchen- und Mischwälder als Lebensraum von Schwarzstorch und Wildkatze
- Basalt- und Grauwackekuppen des vulkanischen Hohen Westerwaldes mit Magerrasen und Borstgrasrasen
- Kühlfeuchte Bachtäler mit Vorkommen des Feuersalamanders
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und in Rheinland-Pfalz mit einem eigenen Standort vertreten. Wir kennen die Anforderungen der Landeskompensationsverordnung (LKompVO), das rheinland-pfälzische Ökokonto- und Kompensationsverzeichnis (LANIS) sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Altenkirchen aus der Praxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
Fließgewässerrenaturierung
Wiederherstellung der Durchgängigkeit und naturnaher Uferstrukturen an Sieg, Nister und Wied, Rückbau von Querbauwerken und Anlage von Kiesbänken zugunsten von Wanderfischen, Groppe und Flussperlmuschel.
Naturnaher Waldumbau
Umbau von Fichten-Monokulturen, die durch Sturm und Borkenkäfer geschädigt sind, in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Buche, Eiche und Hainbuche zur Stabilisierung des Biotopverbunds im Westerwald.
Grünland-Extensivierung
Extensivierung von Feucht- und Bergwiesen in den Bachtälern und auf den Westerwaldhöhen, Entwicklung artenreicher Mähwiesen als Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.
Bachauen und Nasswiesen
Reaktivierung von Quellbereichen, Anlage von Blänken und Wiedervernässung entwässerter Talauen, Förderung von Amphibien, Feuersalamander und typischen Auenlebensräumen.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der Kulturlandschaft zwischen Sieg und Westerwaldhöhen zur Vernetzung isolierter Lebensräume.
Artenschutz CEF/FCS
Maßgeschneiderte Maßnahmen nach LKompVO und § 44 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere, Habitatstrukturen für Haselmaus und Zauneidechse sowie Horstschutz für den Schwarzstorch.
Geschützte Arten im Westerwald und Siegtal, nördliches Rheinland-Pfalz
Eisvogel und Wasseramsel
Die naturnahen Abschnitte von Sieg und Nister bieten dem Eisvogel Steilwände und der Wasseramsel klare, strukturreiche Bäche. Typische CEF-Maßnahmen sind Steilwandmodellierungen und die Renaturierung von Uferbereichen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die großen, störungsarmen Waldgebiete des Westerwaldes gehören zu den regelmäßigen Brutgebieten des Schwarzstorchs. Horstschutzzonen und die Renaturierung von Waldbächen als Nahrungshabitat sind übliche FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die zusammenhängenden Laubwälder des Westerwaldes sind Ausbreitungskorridor der Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Totholzanreicherung und der Erhalt unzerschnittener Waldräume sichern ihren Lebensraum.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Struktur- und beerenreiche Waldränder, Hecken und Niederwälder bieten der streng geschützten Haselmaus Lebensraum. Bei Eingriffen sind Habitatvernetzung und vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien und Feuersalamander
Die kühlfeuchten Kerbtäler des Westerwaldes beherbergen den Feuersalamander, dazu Gelbbauchunke und Erdkröte in Bach- und Quellbereichen. Anlage von Kleingewässern und Wiedervernässung sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Buchenwälder, Streuobstbestände und Gebäude bieten Quartiere für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und Zwergfledermaus. Quartiershilfen und die Sicherung von Jagdhabitaten sind gängige Kompensationsbausteine.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie im Hohen Westerwald
Der Ausbau der Windenergie auf den waldreichen Höhenlagen erfordert artenschutzrechtliche Prüfungen und Kompensation, insbesondere für Fledermäuse, Rotmilan und Schwarzstorch. greeNature liefert passende FCS- und Ausgleichskonzepte.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen sowie Maßnahmen an der Siegstrecke lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach LKompVO aus, häufig mit Bezug zu Gewässern und Waldrändern.
Gewerbe und Industrie
Die metall- und eisenverarbeitende Industrie im Raum Betzdorf, Kirchen und Wissen sowie neue Gewerbegebiete erzeugen bei Erweiterungen und Neuversiegelung regelmäßig Kompensationsbedarf.
Rohstoffabbau
Basalt- und Grauwacke-Steinbrüche im Westerwald benötigen für Erweiterung und Renaturierung naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen sowie artenschutzrechtliche Begleitmaßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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