Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Rheinland-Pfalz · LKompVO
Naturraum D45 · D44

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Ahrweiler

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz im Ahrtal, in der Eifel und am Mittelrhein.

787
km² Kreisfläche
~129k
Einwohner
74
Städte & Gemeinden
D44/D45
Naturräume
~34 %
Vogelschutz Ahrgebirge
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Ahrweiler im Überblick

Der Landkreis Ahrweiler liegt im Norden von Rheinland-Pfalz zwischen der Eifel und dem Rhein. Rheinland-Pfalz gliedert sich seit dem Jahr 2000 nicht mehr in Regierungsbezirke, die staatliche Mittelbehörde ist die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) in Koblenz. Kreisstadt und Sitz der Verwaltung ist Bad Neuenahr-Ahrweiler. Prägend ist das tief in die Ahreifel eingeschnittene Ahrtal, eine der nördlichsten Rotweinregionen Deutschlands.

Naturräumlich gehört der westliche und mittlere Kreis zur BfN-Großlandschaft Eifel und Vennvorland (D45), hier als Ahreifel mit bewaldeten Hochflächen, engen Kerbtälern und dem Ahrgebirge. Der östliche Teil um Remagen, Sinzig, Bad Breisig und das Brohltal liegt im Mittelrheingebiet (D44) mit dem Rheindurchbruch und vulkanisch geprägten Landschaften am Rand der Osteifel. Diese Lage schafft ein Mosaik aus warmen, trockenen Hanglagen und kühlen, feuchten Waldtälern.

Ökologisch ist der Kreis von hoher Bedeutung. Zum Natura-2000-Netz zählen die FFH-Gebiete Ahrtal (5408-302) und Mündungsgebiet der Ahr (5409-301) sowie das Vogelschutzgebiet Ahrgebirge (5507-401), das rund ein Drittel der Kreisfläche einnimmt und Brutgebiet unter anderem für Schwarzstorch, Wespenbussard und Uhu ist. Die Ahrschleife bei Altenahr gehört mit rund 1.350 nachgewiesenen Käferarten zu den faunistisch wertvollsten Flussabschnitten im Rheinland.

Wirtschaftlich prägen Weinbau, Tourismus sowie Gewerbe und Wohnungsbau im Rheintal den Kreis. Seit der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 steht der Wiederaufbau von Straßen, Brücken, Siedlungen und Gewässern im Vordergrund. Diese Vorhaben sowie Verkehrs-, Gewerbe- und Energieprojekte lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und der LKompVO von Rheinland-Pfalz zu erbringen ist.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D45
Eifel und Vennvorland
Zum Naturraum D45 ›
D44
Mittelrheingebiet (mit Siebengebirge)
Zum Naturraum D44 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Bad Neuenahr-Ahrweiler (KS)SinzigRemagenGrafschaftAdenauBad BreisigAltenahrNiederzissenBurgbrohlBrohl-LützingDernauMayschoß

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Ahrtal (5408-302) mit naturnahen Flussabschnitten, Kies- und Sandbänken an der Ahrschleife bei Altenahr
  • FFH-Gebiet Mündungsgebiet der Ahr (5409-301), dynamische Flussmündung mit wechselnden Wasser-, Sand- und Schlammflächen am Rhein
  • Vogelschutzgebiet Ahrgebirge (5507-401), Brutgebiet für Schwarzstorch, Wespenbussard, Uhu und Neuntöter
  • Ahrschleife bei Altenahr mit rund 1.350 nachgewiesenen Käferarten, faunistisch herausragend
  • Steile Weinbergslagen des Ahrtals mit Trockenmauern als Lebensraum wärmeliebender Reptilien und Wildbienen
  • Bewaldete Ahreifel als Teil des großräumigen Wildkatzenvorkommens der Eifel

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensation im Ahrtal, in der Eifel und am Mittelrhein. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) von Rheinland-Pfalz, das Biotopwertverfahren und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Ahrweiler aus der Projektpraxis. Von der Flächensuche über die Anerkennung als Ökokonto bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Ahrweiler

💧

Renaturierung von Ahr und Nebenbächen

Naturnahe Gewässerentwicklung, Rückbau von Uferverbauungen und Reaktivierung von Auen entlang der Ahr und ihrer Zuflüsse. Nach der Flut 2021 verbinden solche Maßnahmen Hochwasservorsorge mit Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.

🍇

Pflege von Weinbergsbrachen und Trockenmauern

Entbuschung und Offenhaltung aufgelassener Steillagen sowie Instandsetzung von Trockenmauern. Die warmen, trockenen Hänge des Ahrtals sind Lebensraum für Zauneidechse, Schlingnatter und zahlreiche Wildbienenarten.

🌳

Laubwaldentwicklung in der Ahreifel

Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Buchen- und Eichenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Wälder werten Lebensräume für Schwarzstorch, Wildkatze und höhlenbewohnende Fledermäuse auf.

🌾

Grünland-Extensivierung auf den Eifelhochflächen

Entwicklung artenreicher Mager- und Feuchtwiesen durch angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung und extensive Beweidung. Strukturreiches Offenland fördert Neuntöter, Feldvögel und Insekten.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Fledermausquartiere in Stollen, alten Gebäuden und an Felsen, Eisvogel-Steilwände an Ahr und Rhein sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌿

Streuobst und Heckenverbund am Eifelrand

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen als Trittsteinbiotope zwischen Waldrändern und Offenland. Diese Elemente vernetzen Lebensräume und schaffen Deckung und Nahrung für Vögel und Kleinsäuger.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Ahrtal, Eifel und Mittelrheingebiet

🕊️

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den ruhigen, störungsarmen Laubwäldern des Ahrgebirges und nutzt naturnahe Bäche als Nahrungshabitat. Waldruhezonen und die Renaturierung von Fließgewässern sind typische Maßnahmen zu seiner Förderung.

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🐦

Eisvogel

An Ahr und Rhein brütet der Eisvogel in natürlichen Uferabbrüchen. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden, das Zulassen von Uferdynamik und die Sicherung strukturreicher Gewässerabschnitte.

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🐈

Wildkatze

Die Ahreifel gehört zum großräumigen Wildkatzenvorkommen der Eifel. Für die streng geschützte Art sind strukturreiche Laubwälder, Alt- und Totholz sowie vernetzte Gehölzstrukturen entscheidend.

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🦇

Fledermäuse

Höhlen, Stollen und Felsstrukturen der Eifel dienen zahlreichen Fledermausarten als Quartier, die umliegenden Wälder und Bachtäler als Jagdrevier. Quartiersicherung und -ersatz sind häufige Artenschutzmaßnahmen bei Eingriffen.

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🦎

Zauneidechse

Die wärmebegünstigten Weinbergslagen, Trockenmauern und Böschungen des Ahr- und Rheintals sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben ist sie eine häufige Zielart für vorgezogene CEF-Maßnahmen.

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🐸

Amphibien

In den Bachtälern und Quellbereichen der Eifel kommen unter anderem Feuersalamander und Gelbbauchunke vor. Neu angelegte Kleingewässer und Tümpel sind bewährte Kompensationsmaßnahmen für Amphibien.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏗️

Wiederaufbau nach dem Ahr-Hochwasser 2021

Der Wiederaufbau von Straßen, Brücken, Siedlungen und Gewässern im Ahrtal ist die zentrale Aufgabe im Landkreis. Neubauten, Ersatzwohnbauflächen und Maßnahmen der Hochwasservorsorge lösen Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der LKompVO zu erbringen ist. greeNature unterstützt Vorhabenträger bei Bilanzierung und Flächenbereitstellung.

🛣️

Infrastruktur und Verkehr

Der Wiederaufbau von Bundes- und Landesstraßen wie der B266, B267 und B9, Brückenneubauten sowie der Ausbau der Bahnstrecke im Ahrtal erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten. greeNature liefert passende Kompensationsflächen und übernimmt die Behördenabstimmung.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohnbaugebiete und Gewerbeflächen im Rheintal um Remagen, Sinzig und Bad Breisig sowie der Gewerbepark in der Grafschaft erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.

⚡

Erneuerbare Energien

Windenergieanlagen auf den Eifelhöhen und Photovoltaik-Freiflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen, insbesondere für Greifvögel und Fledermäuse.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

MA
Landkreis Mayen-Koblenz
Südöstlicher Nachbar · Rheinland-Pfalz
NE
Landkreis Neuwied
Östlicher Nachbar · Rheinland-Pfalz
VU
Landkreis Vulkaneifel
Südwestlicher Nachbar · Eifel
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Ahrweiler

Maßgeblich sind das Bundesnaturschutzgesetz (§§ 13 bis 15 BNatSchG), das Landesnaturschutzgesetz von Rheinland-Pfalz und die Landeskompensationsverordnung (LKompVO). Der Ausgleich wird über ein Biotopwertverfahren bilanziert, vorhandene Aufwertungen können als Ökokonto anerkannt und im Kompensationsverzeichnis geführt werden. greeNature übernimmt Bilanzierung, Flächenzuordnung und die vollständige Behördenabstimmung.
Der westliche und mittlere Kreis gehört zur BfN-Großlandschaft Eifel und Vennvorland (D45), hier als Ahreifel. Der östliche Teil um Remagen, Sinzig, Bad Breisig und das Brohltal liegt im Mittelrheingebiet (D44). Für die konkrete Kompensationspflicht ist die Naturraum- und Biotopzuordnung des Eingriffs entscheidend, die greeNature für Ihr Vorhaben ermittelt.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Kreisverwaltung Ahrweiler, Abteilung 4.5 Umwelt, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme und zum Monitoring.
Ja. Zum Netz gehören die FFH-Gebiete Ahrtal (5408-302) und Mündungsgebiet der Ahr (5409-301) sowie das Vogelschutzgebiet Ahrgebirge (5507-401), das etwa ein Drittel der Kreisfläche einnimmt. Eingriffe in oder nahe diesen Gebieten können artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen Natura-2000-rechtlichen Anforderungen.
Ökopunkte entstehen aus Aufwertungsmaßnahmen, die nach der LKompVO bewertet und als Ökokonto anerkannt werden. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Biotopwertbilanzierung, Flächenzuordnung aus eigenem Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten, sodass Sie eine rechtssichere Kompensation erhalten.
Ja. Geeignet sind unter anderem Uferflächen an Ahr und Nebenbächen, aufgelassene Weinbergslagen, Grünland auf den Eifelhochflächen und strukturarme Waldbestände. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können die Fläche in vielen Fällen extensiv weiter nutzen. greeNature trägt die Kosten für Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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