Frisch gepflanzter Obsthochstamm auf einer Ausgleichsfläche
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D38
Regierungsbezirk Düsseldorf

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Wuppertal

Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Wuppertal, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Bergischen Land und im Naturraum D38.

168,41
km² Stadtfläche
~365k
Einwohner
10
Stadtbezirke
D38
Naturraum (Bergisches Land)
rund 8 %
Stadtfläche als NSG
Stadt und Ökologie

Die Stadt Wuppertal im Überblick

Wuppertal ist eine kreisfreie Großstadt im Regierungsbezirk Düsseldorf und bildet zusammen mit Solingen und Remscheid das Bergische Städtedreieck. Auf rund 168 Quadratkilometern Stadtfläche leben etwa 365.000 Menschen. Die Stadt gliedert sich in zehn Stadtbezirke, ihre historischen Kerne sind Elberfeld und Barmen, die 1929 zur Stadt Barmen-Elberfeld vereinigt und 1930 in Wuppertal umbenannt wurden. Prägend ist die Tallage der Wupper, entlang derer sich Siedlung, Industrie und die weltbekannte Schwebebahn erstrecken.

Naturräumlich gehört Wuppertal zum Bergischen Land und damit zum BfN-Naturraum D38 (Bergisches Land und Sauerland) als Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Kennzeichnend ist ein bewegtes Relief aus bewaldeten Höhenrücken, eingeschnittenen Bachtälern (Siepen) und Talsperren im Umland. Trotz der dichten Bebauung ist Wuppertal stark durchgrünt: Rund acht Prozent des Stadtgebiets sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen, große Waldflächen wie der Staatsforst Burgholz mit seinem Arboretum, das Gelpe- und Saalbachtal und zahlreiche Bachtäler bilden ein zusammenhängendes Netz an Lebensräumen.

Ökologisch bedeutsam sind vor allem die naturnahen Fließgewässer und Waldtäler. Das Gelpe- und Saalbachtal an der Grenze zu Remscheid ist als FFH-Gebiet Teil des europäischen Netzes Natura 2000. Die Wupper und ihre Zuflüsse, Buchen- und Mischwälder der Hänge sowie ehemalige Steinbrüche bieten Lebensraum für Eisvogel, Fledermäuse, Amphibien und Reptilien. Die kleinräumige Verzahnung von Wald, Grünland und Gewässern im bergischen Relief macht die Stadt zu einem wichtigen Baustein im regionalen Biotopverbund.

Wirtschaftlich ist Wuppertal ein traditionsreicher Industrie- und Wissenschaftsstandort mit Schwerpunkten in Chemie und Pharma, Automobilzulieferung, Textil- und Werkzeugtechnik sowie der Bergischen Universität. Nachverdichtung im Wohnungsbau, die Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen auf Konversionsstandorten, Verkehrsvorhaben entlang von Straße und Schiene sowie Hochwasserschutz an der Wupper lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über das Biotopwertverfahren und Ökokonten nach § 32 LNatSchG NRW zu erbringen ist.

Frisch gepflanzter Obsthochstamm auf einer Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Stadtteile

Elberfeld (KS)Elberfeld-WestBarmenOberbarmenHeckinghausenLangerfeld-BeyenburgRonsdorfCronenbergVohwinkelUellendahl-Katernberg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Gelpe- und Saalbachtal an der Stadtgrenze zu Remscheid als Teil von Natura 2000
  • Rund acht Prozent des Stadtgebiets als Naturschutzgebiet ausgewiesen, festgesetzt in mehreren Landschaftsplänen
  • Staatsforst Burgholz mit Arboretum als großflächiger, artenreicher Waldkomplex
  • Wupper als prägendes, abschnittsweise renaturiertes Fließgewässer mit begleitenden Bachtälern (Siepen)
  • Bergisches Relief mit bewaldeten Höhen, tief eingeschnittenen Tälern und Talsperren im Umland
  • Bergisches Städtedreieck aus Wuppertal, Solingen und Remscheid mit gemeinsamem Landschaftsraum

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Bergischen Land. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Wuppertal. Für Eingriffe im dicht besiedelten, zugleich stark durchgrünten Stadtgebiet entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Bachtälern, Wäldern und Grünlandflächen des Naturraums D38.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Wuppertal

🌊

Gewässerrenaturierung an der Wupper

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Nebengewässern und naturnahe Entwicklung der Wupper und ihrer Zuflüsse. So entstehen Steilufer, Flachwasserzonen und Auenstrukturen als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien und zugleich Beiträge zum Hochwasserschutz.

🧱

Entsiegelung und Nachverdichtung

Rückbau versiegelter Flächen auf aufgegebenen Gewerbe- und Bahnflächen, Umwandlung in Grünflächen, Gehölzbestände oder Retentionsräume. Entsiegelung ist im dicht bebauten Stadtgebiet eine wirksame Aufwertung und mindert Abfluss und sommerliche Überhitzung.

🌳

Waldumbau und Waldentwicklung

Umbau strukturarmer Nadelforste in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Buche, Stieleiche und Hainbuche, etwa im Umfeld von Burgholz und den bergischen Hangwäldern, mit gezielter Förderung von Alt- und Totholz als Habitat für Fledermäuse und Haselmaus.

🌾

Grünlandaufwertung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensiv- und Feuchtgrünland mit angepassten Mahdterminen. In den Höhenlagen und Talauen des Bergischen Landes fördert dies Insekten, Wiesenvögel und die Vielfalt der Kulturlandschaft.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, Fledermausquartiere, Eisvogel-Steilwände und besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und den Kammmolch.

🌸

Biotopverbund und Streuobst

Anlage von Feldgehölzen, Hecken, Kleingewässern und Streuobstwiesen zur Vernetzung der Bachtäler und Waldflächen. Solche Trittsteinbiotope stärken den Biotopverbund im bergischen Relief und schaffen Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Bergisches Land, Bergisches Städtedreieck

🐦

Eisvogel

An den naturnahen Abschnitten von Wupper und Zuflüssen brütet der Eisvogel in Steilufern. Renaturierung, Anlage von Abbruchkanten und sauberes, fischreiches Wasser sichern seine Vorkommen und sind wirksame Kompensationsmaßnahmen an den Fließgewässern.

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🦇

Fledermäuse

Die Wälder, Bachtäler, Höhlen und alten Gebäude Wuppertals bieten Quartiere für mehrere Fledermausarten. Erhalt von Alt- und Höhlenbäumen, Quartierbau und der Schutz von Sommer- und Winterquartieren sind zentrale Bausteine der Eingriffsregelung.

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🦎

Zauneidechse

Böschungen, Bahndämme, Steinbrüche und besonnte Säume im Stadtgebiet sind Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Vor Eingriffen sind vorgezogene Ersatzhabitate mit Sonn- und Versteckstrukturen anzulegen und die Tiere umzusiedeln.

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🐸

Kammmolch und Amphibien

Ehemalige Steinbrüche, Teiche und Kleingewässer in den Waldtälern beherbergen Kammmolch, Erdkröte und weitere Amphibien. Anlage und Pflege besonnter, fischfreier Laichgewässer sichern Fortpflanzungsstätten und dienen als CEF-Maßnahmen.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Wald- und Gehölzränder mit Haselnuss, Brombeere und dichtem Unterwuchs. Erhalt und Neuanlage verbindender Gehölzstrukturen sowie schonende Waldrandpflege sichern ihre kleinräumigen Lebensräume im Bergischen Land.

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🐱

Wildkatze

Die Europäische Wildkatze breitet sich aus dem Sauerland zunehmend in die Wälder des Bergischen Landes aus. Große, unzerschnittene Waldkomplexe mit Alt- und Totholz sowie vernetzende Gehölzkorridore fördern eine mögliche Wiederbesiedlung.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Nachverdichtung

Neubaugebiete und die Nachverdichtung im Bestand, häufig auf ehemaligen Industrie- und Bahnflächen, führen zu Versiegelung und dem Verlust von Grünstrukturen und lösen entsprechenden Ausgleichsbedarf aus.

🏭

Gewerbe- und Industrieflächen

Die Entwicklung und Reaktivierung von Gewerbe- und Industriestandorten für Chemie, Zulieferindustrie und Logistik greift in Boden und Lebensräume ein und erfordert Kompensation über Biotopwertverfahren und Ökokonten.

🚆

Verkehr und Infrastruktur

Vorhaben an Straße und Schiene, Brückenbauwerke sowie die Umnutzung stillgelegter Bahntrassen berühren Böschungen und Gehölze, die Lebensraum für Zauneidechse und Fledermäuse sind, und ziehen artenschutzrechtliche Maßnahmen nach sich.

💧

Hochwasserschutz an der Wupper

Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Gewässerentwicklung entlang der Wupper verbinden Ingenieurbau mit ökologischer Aufwertung und lassen sich mit Ausgleichs- und Ökokontoflächen koppeln.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

ME
Landkreis Mettmann
Angrenzend im Nordwesten (u. a. Velbert, Wülfrath, Haan)
EN
Landkreis Ennepe-Ruhr-Kreis
Angrenzend im Nordosten (u. a. Sprockhövel, Schwelm, Ennepetal)
OB
Landkreis Oberbergischer Kreis
Angrenzend im Südosten (Radevormwald)
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Wuppertal

Als kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen wendet Wuppertal die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) an. Kompensation wird über das numerische Biotopwertverfahren in Ökopunkten bemessen und kann über Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW bereitgestellt werden. Die BayKompV gilt hier nicht.
Zuständig ist die Stadt Wuppertal als kreisfreie Stadt, konkret die Untere Naturschutzbehörde im Ressort Umweltschutz (Johannes-Rau-Platz 1, 42275 Wuppertal). Sie prüft Eingriffe, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie artenschutzrechtliche Belange und stimmt Ökokontomaßnahmen ab.
Ökopunkte sind das Ergebnis der Aufwertung von Flächen, bewertet als Differenz zwischen dem ökologischen Ausgangs- und dem Zielzustand nach dem Biotopwertverfahren. Werden Maßnahmen wie Gewässerrenaturierung, Entsiegelung, Waldumbau oder Grünlandaufwertung vorgezogen umgesetzt und in einem Ökokonto geführt, können die erzielten Punkte später Eingriffen zugeordnet werden.
Vor allem Wohnbau und Nachverdichtung, die Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen, Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben sowie Maßnahmen des Hochwasserschutzes an der Wupper. Sobald erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft entstehen, ist Ausgleich oder Ersatz zu leisten.
Häufig relevant sind Fledermäuse in Gebäuden und Altbäumen, die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen, der Eisvogel an Gewässern sowie Amphibien und der Kammmolch in Steinbrüchen und Kleingewässern. Für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG sind gegebenenfalls vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich, um den Erhaltungszustand (FCS) zu sichern.
Ja. greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger in Wuppertal und im gesamten Bergischen Land von der Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung über die Maßnahmenplanung und Flächensicherung bis zur Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.
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