
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Warendorf
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW im Kreis Warendorf.
Der Landkreis Warendorf im Überblick
Der Kreis Warendorf liegt im östlichen Münsterland im Regierungsbezirk Münster und erstreckt sich über rund 1.319 Quadratkilometer. Kreisstadt ist Warendorf, die einwohnerstärkste Stadt ist Ahlen. Der Kreis in seiner heutigen Form entstand 1975 aus dem Zusammenschluss der früheren Kreise Beckum und Warendorf und gliedert sich heute in 13 Städte und Gemeinden.
Landschaftlich prägt die weitgehend flache münsterländische Parklandschaft das Kreisgebiet, ein Mosaik aus Äckern, Grünland, Hecken, Kopfbaumreihen und bäuerlichen Wäldchen. Naturräumlich gehört der gesamte Kreis zur Westfälischen Bucht (BfN-Naturraum D34). Im Südosten steigt das Gelände zu den Beckumer Bergen an, einem Höhenzug aus Kalkmergel, der die Landschaft und die regionale Rohstoffwirtschaft prägt.
Die Ems durchzieht den Norden des Kreises von Ostbevern und Telgte über Warendorf, ergänzt durch die Werse im Westen und Süden. Ökologisch bedeutsam sind die naturnahen Auen dieser Flüsse, die Feuchtwiesen im nordöstlichen Münsterland sowie die alten Eichen-Hainbuchenwälder der Davert im Südwesten. Mehrere dieser Räume sind als FFH- oder EU-Vogelschutzgebiete Teil des Natura-2000-Netzes.
Wirtschaftlich verbinden sich eine intensive Landwirtschaft, mittelständisches Gewerbe und die für den Raum charakteristische Zement- und Baustoffindustrie in den Beckumer Bergen. Warendorf selbst ist als Standort des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts und der Deutschen Reitschule bundesweit als Pferdestadt bekannt. Rohstoffabbau, Verkehrs-, Siedlungs- und Energievorhaben lösen im Kreis regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz NRW zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D34 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Emsaue, naturnaher Flusslauf mit Auwaldresten, Sandbänken und Altarmen
- EU-Vogelschutzgebiet Davert (anteilig, gemeinsam mit Kreis Steinfurt und der Stadt Münster), alte Eichen-Hainbuchenwälder mit Mittelspecht und Fledermäusen
- EU-Vogelschutzgebiet Feuchtwiesen im nordöstlichen Münsterland, Lebensraum für Wiesenvögel im Raum Sassenberg, Ostbevern und Telgte
- Beckumer Berge, Kalkmergel-Höhenzug mit Steinbrüchen, Kalkmagerrasen und wärmeliebenden Arten
- Werse und Angel als Nebengewässer der münsterländischen Parklandschaft
- Kleingewässer, Blänken und Kopfbaumreihen als typische Strukturelemente der bäuerlichen Kulturlandschaft
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Kompensationsvorhaben bundesweit und kennt die Anforderungen im Münsterland aus der Praxis. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf zusammen, kennen die regionalen Flächenpotenziale entlang von Ems und Werse sowie in den Beckumer Bergen und ermitteln Ökopunkte nach dem numerischen Bewertungsverfahren der Ökokonto-Verordnung NRW.
Typische Maßnahmen im Landkreis Warendorf
Auenrenaturierung an der Ems
Rückbau von Uferbefestigungen, Anbindung von Altarmen und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung entlang der Ems. So entstehen Steilufer, Sand- und Kiesbänke sowie Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Feuchtgrünland-Extensivierung
Wiedervernässung und extensive Bewirtschaftung von Grünland in den Feuchtwiesengebieten des nordöstlichen Münsterlandes. Angepasste Mahdtermine und Verzicht auf Düngung sichern Lebensräume für Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Bekassine.
Renaturierung von Abgrabungen
Entwicklung ehemaliger Kalksteinbrüche und Abgrabungsflächen in den Beckumer Bergen zu Kalkmagerrasen, Blänken und Rohbodenstandorten. Solche Flächen sind wertvolle Habitate für Zauneidechse, Kreuzkröte und wärmeliebende Insekten.
Erstaufforstung und Waldrandentwicklung
Anlage standortgerechter Eichen-Hainbuchen- und Erlenwälder sowie strukturreicher Waldränder, auch im räumlichen Anschluss an die Davert. Solche Maßnahmen werten die waldarme Parklandschaft auf und fördern Alt- und Totholzbewohner.
Hecken, Feldgehölze und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Kopfbaumreihen und Feldgehölzen in der ausgeräumten Agrarflur. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten das Landschaftsbild der münsterländischen Parklandschaft auf.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere an Gebäuden und Bäumen, Steinkauzröhren in Kopfbaumbeständen, Ersatzhabitate für die Zauneidechse sowie Amphibiengewässer, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Geschützte Arten im Münsterländer Parklandschaft zwischen Ems und Beckumer Bergen
Kiebitz in den Feuchtwiesen
Der Kiebitz brütet in den Feuchtwiesen und auf Ackerflächen des nordöstlichen Münsterlandes. Als Wiesenvogel reagiert er empfindlich auf Entwässerung und frühe Mahd. Wiedervernässung, Blänken und extensiv genutzte Grünlandflächen sind bewährte Maßnahmen zu seinem Schutz.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Agrarlandschaft
Die Feldlerche besiedelt die offenen Ackerfluren der Parklandschaft. Rückgänge durch Nutzungsintensivierung machen sie zu einer häufigen Zielart der Eingriffsregelung. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensiv bewirtschaftete Ackerränder stützen ihre Bestände.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Ems und Werse
Die naturnahen Ufer von Ems und Werse bieten mit Steilwänden und Abbruchkanten Brutplätze für den Eisvogel. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für die streng geschützte Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wäldern und Gebäuden
Die alten Eichen-Hainbuchenwälder der Davert und Baumhöhlen in der Parklandschaft beherbergen Arten wie die Bechsteinfledermaus, dazu nutzen Zwerg- und Breitflügelfledermaus Gebäude als Quartier. Alle Arten sind streng geschützt, bei Abriss und Rodung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse in den Beckumer Bergen
Die Zauneidechse besiedelt Steinbruchränder, Bahndämme, Böschungen und Magerrasen der Beckumer Berge. Bei Abgrabungs- und Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Zielart, für die Ersatzlebensräume mit Rohboden und Versteckstrukturen anzulegen sind.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Kleingewässern
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) braucht größere, fischfreie Kleingewässer mit reicher Unterwasservegetation und strukturreiche Landlebensräume, etwa in der Davert. Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer sind bewährte CEF- und FCS-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Rohstoffgewinnung und Zementindustrie
Die Beckumer Berge sind eine der bedeutendsten Zement- und Baustoffregionen Deutschlands. Kalkmergel-Abgrabungen sowie Erweiterungen von Steinbrüchen und Werken in Beckum und Ennigerloh erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf und bieten zugleich Potenzial für hochwertige Renaturierungen.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an Bahnstrecken im Kreisgebiet lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus.
Siedlung und Gewerbe
Wohn- und Gewerbegebiete in den wachsenden Städten Ahlen, Beckum, Oelde und Warendorf führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig unter Berücksichtigung angrenzender Schutzgebiete.
Erneuerbare Energien
Windenergieanlagen in den Offenlandbereichen und Photovoltaik-Freiflächen erzeugen Kompensationsbedarf und können artenschutzrechtliche Prüfungen sowie CEF-Maßnahmen für Offenland- und Gehölzbrüter auslösen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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