
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Viersen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben im Kreis Viersen. greeNature begleitet Vorhabenträger am Niederrhein von der Flächensuche bis zur anerkannten Kompensationsmaßnahme, abgewickelt nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG, dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) und der Ökokonto-Verordnung NRW.
Der Landkreis Viersen im Überblick
Der Kreis Viersen liegt im äußersten Westen Nordrhein-Westfalens, gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und grenzt auf rund 37 Kilometern an die niederländische Provinz Limburg. Namensgebend für die Landschaft ist die Schwalm-Nette-Region, ein flachwelliges Gebiet aus Terrassenflächen, Sandplatten und feuchten Niederungen im Naturraum D35 (Niederrheinisches Tiefland).
Geologisch prägen den Kreis die eiszeitlichen Terrassen des Niederrheins mit ihren nährstoffarmen Sanden und Kiesen. Auf den trockenen Sandplatten haben sich Heideflächen und Binnendünen erhalten, während die Bäche Schwalm und Nette breite Bruch- und Moorniederungen mit Teichketten und Feuchtwiesen ausgebildet haben.
Ökologisch bedeutsam ist der Naturpark Schwalm-Nette, der seit 1976 Teil des grenzüberschreitenden deutsch-niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette ist. Zu den wertvollen Natura-2000-Gebieten zählen die Krickenbecker Seen bei Nettetal, das Elmpter Schwalmbruch und der Brachter Wald, ausgewiesen nach FFH- und Vogelschutzrichtlinie.
Wirtschaftlich prägen intensive Landwirtschaft (Gemüsebau und die Baumschulregion um Kempen), leistungsstarke Logistik- und Gewerbestandorte in Willich und Nettetal nahe der Grenze zu Venlo sowie ein verbreiteter Sand- und Kiesabbau das Kreisgebiet. Diese Nutzungen und der Ausbau von Verkehrswegen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D35 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Schwalm-Nette, seit 1976 Teil des grenzüberschreitenden Naturparks Maas-Schwalm-Nette
- Krickenbecker Seen bei Nettetal, FFH- und Vogelschutzgebiet mit ausgedehnten Verlandungszonen und Röhrichten
- Elmpter Schwalmbruch, rund 286 Hektar große FFH- und Vogelschutzfläche mit Moor- und Bruchwaldresten
- Brachter Wald, rund 1.250 Hektar Heide- und Waldmosaik auf einer ehemaligen Militärfläche mit Binnendünen
- Schwalm und Nette als naturnahe Fließgewässer mit begleitenden Teichketten und Feuchtwiesen
- nährstoffarme Sandstandorte und Heideflächen als Lebensraum wärmeliebender und lichtbedürftiger Arten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Vorhaben am westlichen Niederrhein aus der Praxis heraus. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Viersen, das numerische Bewertungsverfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW und die naturräumlichen Besonderheiten der Schwalm-Nette-Region. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensuche bis zur Anerkennung und Pflege der Maßnahme übernehmen wir die vollständige Abwicklung.
Typische Maßnahmen im Landkreis Viersen
Fließgewässer-Renaturierung
Rückbau von Uferverbau und Sohlschwellen an Schwalm und Nette, Anlage von Altarmen, Flachwasserzonen und Ufergehölzen. Solche Maßnahmen verbessern den Biotopwert deutlich und schaffen Lebensraum für Eisvogel und Fischfauna.
Feuchtgrünland und Wiesenvögel
Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland in den Bruch- und Bachniederungen. Der Niederrhein ist ein bundesweiter Schwerpunkt für Wiesenvögel wie Kiebitz, angepasste Mahd- und Beweidungsregime sichern deren Brut- und Rasthabitate.
Heide- und Sandmagerrasen
Pflege und Neuentwicklung von Heideflächen und offenen Sandstandorten, etwa im Umfeld des Brachter Waldes. Entkusselung, Plaggen und extensive Beweidung erhalten den Lebensraum für Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerflur zwischen den Ortslagen. Diese Strukturen wirken als Trittsteine im Biotopverbund für Feldlerche, Feldhase und zahlreiche Wildbienenarten.
Bruch- und Auwald
Standortgerechte Entwicklung von Erlenbruch- und feuchten Laubwäldern in den Niederungen von Schwalm und Nette sowie Erstaufforstung auf geeigneten Flächen mit Stieleiche, Hainbuche und Schwarzerle.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG für Zauneidechse, Fledermäuse und Amphibien, etwa Ersatzhabitate, Quartiere und Laichgewässer. Die Ausgestaltung richtet sich nach der jeweiligen Zielart und dem Eingriff.
Geschützte Arten im Schwalm-Nette und westlicher Niederrhein
Kiebitz und Wiesenvögel
Die feuchten Niederungen und Grünlandflächen am Niederrhein sind bedeutende Brut- und Rastgebiete für Wiesenvögel. Wiedervernässung, extensive Grünlandnutzung und der Schutz von Nestern sind typische Kompensations- und CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Als Charakterart der offenen Feldflur ist die Feldlerche im Kreis Viersen weit verbreitet, aber durch Nutzungsintensivierung rückläufig. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Heide- und Sandflächen, Bahndämme und Waldränder bieten der Zauneidechse geeignete Habitate. Bei Eingriffen sind vorgezogene CEF-Maßnahmen mit Ersatzlebensräumen und Umsiedlung regelmäßig erforderlich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Die Wälder, Gewässer und Teichlandschaften um die Krickenbecker Seen sind wichtige Jagd- und Quartiergebiete. Bei Eingriffen in Gehölze und Gebäude sind Quartierersatz und die Sicherung von Flugrouten nach § 44 BNatSchG zu beachten.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Schwalm, Nette und den begleitenden Teichen brütet der Eisvogel in Steilufern. Naturnahe Gewässerentwicklung mit Abbruchkanten und strukturreichen Ufern sichert seine Brut- und Nahrungshabitate.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Die nährstoffarmen Heidegewässer und Teiche der Schwalm-Nette-Region beherbergen den Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie) sowie weitere Amphibien. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer eignen sich gut als CEF-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Sand- und Kiesabbau
Der Abbau von Sand und Kies ist am Niederrhein weit verbreitet und greift regelmäßig in Boden, Grundwasser und Biotope ein. Auskiesungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die sich gut über anerkannte Ökokonten und die spätere Renaturierung der Abgrabungsseen abbilden lassen.
Logistik und Gewerbe
Gewerbe- und Logistikstandorte wie Münchheide in Willich sowie die grenznahen Flächen bei Nettetal im Umfeld von Venlo führen zu Flächenversiegelung. Neue Ansiedlungen und Erweiterungen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation nach der Eingriffsregelung.
Infrastruktur und Verkehr
Der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen (unter anderem A61, A40 und A52), Ortsumgehungen sowie Vorhaben im Bahnnetz erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature bündelt diesen über flächige Maßnahmen im Naturraum D35.
Siedlung und Erneuerbare
Wohn- und Gewerbebauleitplanung in den neun Kommunen sowie Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie am Rand der Offenlandflächen lösen Eingriffe aus. Landwirte und Flächeneigentümer können hier als Anbieter von Ausgleichsflächen mitwirken.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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