Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D45 · D35
Regierungsbezirk Köln

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis StädteRegion Aachen

Anerkannte Ökopunkte aus behördlich geführten Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der StädteRegion Aachen, vom Aachener Land bis in die Nordeifel.

~707
km² Regionsfläche
~582k
Einwohner
10
Städte und Gemeinden
D35/D45
Naturräume
Köln
Regierungsbezirk
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis StädteRegion Aachen im Überblick

Die StädteRegion Aachen liegt im äußersten Südwesten von Nordrhein-Westfalen am Dreiländereck mit Belgien und den Niederlanden und gehört zum Regierungsbezirk Köln. Verwaltungssitz ist die Stadt Aachen. Der Naturraum reicht von den fruchtbaren Bördelandschaften der Niederrheinischen Bucht im Norden bis in die bewaldeten Höhen der Nordeifel im Süden.

Im Norden prägen lössbedeckte Ackerböden der Jülicher Börde das Landschaftsbild, im Süden steigen die Rureifel und das Hohe Venn mit Mooren, Bachtälern und ausgedehnten Wäldern an. Die Flüsse Wurm, Inde und Rur durchziehen die Region und bilden wichtige Achsen im Biotopverbund.

Ökologisch bedeutsam sind der Naturpark Hohes Venn-Nordeifel, zahlreiche FFH-Gebiete entlang der Fließgewässer sowie das grenzüberschreitende Moorgebiet des Hohen Venns. Die Nordeifel zählt zu den bundesweit bedeutendsten Rückzugsräumen der Wildkatze.

Wirtschaftlich steht die Region im Strukturwandel des Rheinischen Reviers. Der Braunkohleausstieg, der Rückbau am Kraftwerksstandort Weisweiler, neue Gewerbe- und Wohnbauflächen sowie der Ausbau der Windenergie in der Eifel erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Landesnaturschutzgesetz NRW.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D45
Eifel und Vennvorland
Zum Naturraum D45 ›
D35
Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland
Zum Naturraum D35 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Aachen (KS)AlsdorfBaesweilerEschweilerHerzogenrathMonschauRoetgenSimmerathStolberg (Rhld.)Würselen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Hohes Venn-Nordeifel mit Mooren, Feuchtheiden und naturnahen Bachtälern im Süden der Region
  • Grenzüberschreitendes Hochmoor Hohes Venn an der Grenze zu Belgien, empfindlicher Lebensraum mit langen Regenerationszeiten
  • FFH-Gebiete entlang von Wurm, Inde und Rur als Fließgewässer- und Auenlebensräume
  • Nordeifel als bundesweit bedeutender Verbreitungsraum der Wildkatze und großer Waldkomplexe
  • Lössbörden im Norden mit hochwertigen Ackerböden und Lebensräumen der Feldvogelarten
  • Ehemalige Steinbrüche und Abgrabungen als Sekundärlebensräume für Amphibien und wärmeliebende Arten

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben nach der Eingriffsregelung des BNatSchG und dem Landesnaturschutzgesetz NRW. Wir kennen die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW, das numerische Bewertungsverfahren sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der StädteRegion Aachen und der Bezirksregierung Köln aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis StädteRegion Aachen

💧

Auen- und Gewässerentwicklung

Renaturierung von Wurm, Inde und Rur mit Uferentwicklung, Anbindung von Altarmen und Aufbau von Auwaldstrukturen. Verbesserung der Durchgängigkeit und Schaffung von Laich- und Bruthabitaten.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldrainen und Trittsteinbiotopen in der ausgeräumten Ackerflur der Jülicher Börde. Vernetzung von Lebensräumen für Feldvögel, Haselmaus und Wildbienen.

🌱

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen und Weiden in den Bach- und Flusstälern. Aufwertung als Lebensraum und als hochwertige Kompensationsfläche nach dem numerischen Bewertungsverfahren.

🪵

Moor- und Feuchtgebietsschutz

Wiedervernässung entwässerter Standorte, Pflege von Feuchtheiden und Bachtälern im Naturpark Hohes Venn-Nordeifel. Bindung von Kohlenstoff und Sicherung seltener Moorlebensgemeinschaften.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Nadelforste der Eifel in standortgerechte Laub- und Mischwälder mit Alt- und Totholzanteilen. Aufwertung als Habitat für Schwarzstorch, Fledermäuse und Wildkatze.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Amphibiengewässer, Fledermausquartiere und Wildkatzen-Korridore. Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) bei Windenergie und Infrastruktur.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Aachener Land zwischen Börde und Nordeifel

🐱

Wildkatze

Die zusammenhängenden Wälder der Nordeifel gehören zu den bundesweit wichtigsten Lebensräumen der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, strukturreiche Waldränder und Querungshilfen an Straßen sind typische Maßnahmen.

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🕊️

Schwarzstorch

In den ruhigen, gewässerreichen Waldgebieten der Eifel brütet der Schwarzstorch. Erhalt störungsarmer Horstbereiche und naturnaher Bachtäler als Nahrungshabitat sind bei Eingriffen in Waldnähe zu berücksichtigen.

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🦇

Fledermäuse

Alte Stollen, Bunkeranlagen und Wälder der Region bieten Quartiere für zahlreiche Fledermausarten. Quartiersicherung, Ersatzquartiere und Erhalt von Leitstrukturen sind häufige CEF-Maßnahmen bei Bau- und Windenergievorhaben.

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🐸

Amphibien

Geburtshelferkröte, Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln Steinbrüche, Abgrabungen und Kleingewässer. Anlage besonnter Laichgewässer und Vernetzung von Populationen sind bewährte Kompensationsansätze.

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🐦

Feldvögel der Börde

Die offenen Ackerlandschaften der Jülicher Börde beherbergen Feldlerche, Kiebitz und weitere Offenlandarten. Blühstreifen, Brachen und extensiv genutzte Ackerrandstreifen wirken der Lebensraumarmut entgegen.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus lebt in artenreichen Hecken, Gebüschen und Waldrändern der Region. Erhalt und Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen sichern ihre Ausbreitung und dienen zugleich dem allgemeinen Biotopverbund.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Strukturwandel Rheinisches Revier

Der Braunkohleausstieg, die Randlagen des Tagebaus Inden und der Rückbau am Kraftwerksstandort Weisweiler bringen umfangreiche Flächenumnutzungen mit sich. Renaturierung, Folgenutzung und Biotopverbund erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf.

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Ausbau und Erhalt der Autobahnen A4, A44 und A544, Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an der Euregiobahn lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus, insbesondere durch Zerschneidungswirkungen.

💨

Windenergie in der Nordeifel

Der Ausbau der Windenergie in Simmerath, Monschau und Roetgen erfordert artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen, vor allem für Fledermäuse und windkraftsensible Vogelarten.

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Wohnbau- und Gewerbeflächen im Umfeld von Aachen und der Technologieregion um die RWTH führen zu Flächenversiegelung. Ausgleich erfolgt über Entsiegelung, Grünland-Aufwertung und Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis StädteRegion Aachen

Der Norden der Region gehört zum BfN-Naturraum D35 (Niederrheinische Bucht) mit der Jülicher Börde, der Süden zum Naturraum D45 (Eifel) mit Rureifel und Hohem Venn. Für die Kompensation ist die naturräumliche Zuordnung des jeweiligen Eingriffs maßgeblich. greeNature ordnet Ihr Vorhaben kostenfrei zu.
In Nordrhein-Westfalen werden Eingriffe nach dem numerischen Bewertungsverfahren des Landesnaturschutzgesetzes NRW bilanziert. Aufwertungen auf anerkannten Ökokonten ergeben Ökopunkte, die nach der Ökokonto-Verordnung NRW auf den Kompensationsbedarf angerechnet werden. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Für Vorhaben in den Städten und Gemeinden der Region ist die Untere Naturschutzbehörde im Amt für Umwelt (A 70) der StädteRegion Aachen, Zollernstraße 2, 52070 Aachen, zuständig. Für Vorhaben im Stadtgebiet Aachen nimmt die Stadt Aachen aufgrund ihrer Sonderstellung die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. greeNature koordiniert die Abstimmung vollständig.
Häufig sind die Renaturierung von Wurm, Inde und Rur, Grünland-Extensivierung in den Talauen, Hecken und Biotopverbund in der Börde, Moor- und Feuchtgebietsschutz in der Nordeifel sowie naturnaher Waldumbau. Im Kontext des Strukturwandels im Rheinischen Revier gewinnen großflächige Renaturierungen zusätzlich an Bedeutung.
In der Region liegen zahlreiche FFH-Gebiete sowie Vogelschutzgebiete des Netzes Natura 2000. Berührt ein Vorhaben solche Gebiete, kann eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich werden. Unabhängig davon gilt der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG, etwa für Wildkatze, Schwarzstorch und Fledermäuse, der vorgezogene CEF-Maßnahmen auslösen kann.
Ja. Geeignet sind unter anderem intensiv genutzte Ackerflächen der Börde, Talauen an Wurm, Inde und Rur sowie Waldflächen mit Aufwertungspotenzial in der Eifel. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt die Anerkennung mit der Naturschutzbehörde ab.
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