Ersatzaufforstung mit standortgerechten Laubbaumarten
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D38
Regierungsbezirk Arnsberg

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Siegen-Wittgenstein

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten, bewertet nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation im Siegerland und im Wittgensteiner Land.

1.133
km² Kreisfläche
~273k
Einwohner
11
Städte und Gemeinden
71 %
Waldanteil
31
Natura-2000-Gebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Siegen-Wittgenstein im Überblick

Der Kreis Siegen-Wittgenstein liegt im Süden Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg. Mit rund 71 Prozent Waldfläche ist er der waldreichste Kreis Deutschlands. Das Kreisgebiet gliedert sich in das Siegerland im Westen, das Wittgensteiner Land im Osten und die Höhenzüge des Rothaargebirges im Norden.

Naturräumlich gehört der gesamte Kreis zum Süderbergland (BfN-Naturraum D38), einem Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Prägend sind devonische Schiefer und Grauwacken, montane Buchenwälder, Bergmähwiesen sowie die Quellgebiete von Sieg, Lahn und Eder, die im Rothaargebirge nahe beieinander entspringen.

Ökologisch bedeutsam sind die ausgedehnten Waldgebiete mit Vorkommen von Schwarzstorch und Wildkatze sowie das Artenschutzprojekt zur Wiederansiedlung des Wisents bei Bad Berleburg. Im Kreisgebiet liegen zahlreiche FFH-Gebiete, darunter der Rothaarkamm und die Wiesentäler, sowie ein EU-Vogelschutzgebiet in den Gemeinden Burbach und Neunkirchen.

Wirtschaftlich ist die Region seit Jahrhunderten von Eisenverhüttung und Metallverarbeitung geprägt und heute ein bedeutender Standort für Maschinenbau und Automobilzulieferer. Der Ausbau von Windenergie auf den Höhenlagen, Verkehrsinfrastruktur und Gewerbeflächen erzeugt regelmäßig Kompensationsbedarf nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung.

Ersatzaufforstung mit standortgerechten Laubbaumarten

🗺️ Zugehörige Naturräume

D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Siegen (KS)KreuztalNetphenWilnsdorfBad BerleburgFreudenbergHilchenbachBurbachBad LaaspheNeunkirchenErndtebrück

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Rothaarkamm und Wiesentäler (rund 3.441 ha) mit Buchenwäldern, Bergmähwiesen und Bruchwäldern
  • EU-Vogelschutzgebiet in den Gemeinden Burbach und Neunkirchen (rund 4.660 ha)
  • Insgesamt rund 30 FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet im Natura-2000-Netz
  • Wisent-Wildnis am Rothaarsteig bei Bad Berleburg, Artenschutzprojekt zur Wiederansiedlung des Wisents
  • Quellgebiete von Sieg, Lahn und Eder im Rothaargebirge
  • Waldreichster Kreis Deutschlands mit rund 71 Prozent Waldanteil

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht in Nordrhein-Westfalen bestens vertraut. Wir arbeiten nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung, kennen das numerische Bewertungsverfahren, die Praxis im Regierungsbezirk Arnsberg und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein. Für Ausgleichsflächen im Süderbergland greifen wir auf anerkannte Ökokonten und regionale Flächen zurück.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Siegen-Wittgenstein

🌲

Waldumbau zu naturnahen Laubwäldern

Umbau von Fichtenreinbeständen, die durch Sturm und Borkenkäfer großflächig ausgefallen sind, in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder. Ein zentraler Kompensationsansatz im waldreichen Süderbergland.

💧

Renaturierung von Bachtälern

Wiederherstellung naturnaher Fließgewässer und Auwaldstrukturen in den Wiesentälern von Sieg, Eder und Lahn, mit Entfesselung der Ufer und Anlage von Erlen-Auwald.

🌿

Extensivierung von Bergmähwiesen

Pflege und Entwicklung artenreicher Berg-Mähwiesen (FFH-Lebensraumtyp 6520) durch angepasste Mahd und Verzicht auf Düngung, ein charakteristischer Offenlandtyp des Rothaargebirges.

🐟

Durchgängigkeit der Fließgewässer

Rückbau von Querbauwerken und Anlage von Fischaufstiegen, um die ökologische Durchgängigkeit für Groppe, Bachneunauge und weitere Fließgewässerarten wiederherzustellen.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen für planungsrelevante Arten, etwa Quartiere für waldbewohnende Fledermäuse, Horstschutzzonen für den Schwarzstorch und die Vernetzung von Wildkatzenlebensräumen.

🌳

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen zur Vernetzung von Wald und Offenland in den Tallagen des Siegerlandes.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Siegerland und Wittgensteiner Land im Rothaargebirge

🐦

Schwarzstorch

Die großen, störungsarmen Wälder des Rothaargebirges und des Wittgensteiner Landes zählen zu den Brutgebieten des Schwarzstorchs. Bei Eingriffen sind Horstschutzzonen und der Erhalt naturnaher Bachtäler als Nahrungshabitat maßgeblich.

Mehr zur Art ›
🐈

Wildkatze

Die zusammenhängenden Laubwälder des Süderberglandes bieten der Europäischen Wildkatze Lebensraum. Waldrandstrukturen, Totholz und die Vernetzung von Waldgebieten sind für den Erhalt der Population wichtig.

Mehr zur Art ›
🦇

Waldfledermäuse

In den alten Buchenwäldern leben baumhöhlenbewohnende Arten wie die Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr. Der Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierverbünden ist bei forstlichen und baulichen Eingriffen zu berücksichtigen.

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel

An den naturnahen Fließgewässern der Wiesentäler brütet der Eisvogel in Steilufern. Renaturierte Bachabschnitte mit Abbruchkanten und klarem Wasser sichern seine Fortpflanzungsstätten.

Mehr zur Art ›
🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Waldränder, Gebüsche und Hecken mit gutem Angebot an Früchten und Beeren. Bei Gehölzverlusten sind der Erhalt und die Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen typische Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien der Mittelgebirgsbäche

Feuersalamander und Geburtshelferkröte sind charakteristische Arten der quellnahen Bäche und Steinbrüche im Siegerland. Naturnahe Kleingewässer und die Sicherung der Quellbereiche dienen ihrem Schutz.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🌬️

Windenergie im Rothaargebirge

Auf den Höhenlagen des Kreises entstehen zahlreiche Windenergieanlagen. Diese Vorhaben lösen eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung aus, insbesondere für Schwarzstorch, Rotmilan und Fledermäuse, sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau von Bundesstraßen und Ortsumgehungen sowie Maßnahmen an Schiene und Talbrücken im Bergland führen regelmäßig zu Eingriffen mit Ausgleichs- und Ersatzpflicht nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

🏭

Industrie und Gewerbe

Die metallverarbeitende Industrie, der Maschinenbau und Automobilzulieferer prägen die Region. Betriebserweiterungen und neue Gewerbegebiete erzeugen Kompensationsbedarf, den greeNature über anerkannte Ökokonten deckt.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Wohn- und Gewerbebauflächen in Siegen, Kreuztal, Netphen und den weiteren Kommunen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Kompensationsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

OL
Landkreis Olpe
Nördlicher Nachbar, NRW
HO
Landkreis Hochsauerlandkreis
Nordöstlicher Nachbar, NRW
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Siegen-Wittgenstein

Der gesamte Kreis gehört zum BfN-Naturraum D38 (Süderbergland, auch als Bergisches Land und Sauerland bezeichnet), einem Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Prägend sind das Siegerland, das Wittgensteiner Land und das Rothaargebirge mit montanen Buchenwäldern und Bergmähwiesen. Für die Kompensationspflicht ist die genaue Lage des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt sie für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Ökopunkte nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) und der Ökokonto-Verordnung NRW im numerischen Bewertungsverfahren ermittelt. Maßnahmen werden vorab auf einem anerkannten Ökokonto verbucht und später einem Eingriff zugeordnet. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die gesamte Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Siegen-Wittgenstein, Amt für Natur und Landschaft, Koblenzer Straße 73, 57072 Siegen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme für Sie.
Im waldreichen Süderbergland sind der Umbau von Fichtenreinbeständen zu naturnahen Laubwäldern, die Renaturierung von Bachtälern, die Extensivierung von Bergmähwiesen und die Wiederherstellung der Gewässerdurchgängigkeit häufige Maßnahmen. Hinzu kommen artenschutzrechtliche Maßnahmen (CEF) für Fledermäuse, Schwarzstorch und weitere planungsrelevante Arten.
Ja. Im Kreis liegen rund 30 FFH-Gebiete, darunter Rothaarkamm und Wiesentäler, sowie ein EU-Vogelschutzgebiet in den Gemeinden Burbach und Neunkirchen. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) erfordern. greeNature berät Sie zu den FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen nach § 44 BNatSchG.
Ja. Besonders geeignet sind Fichtenkalamitätsflächen für den Waldumbau, Talauen für die Gewässer- und Grünlandentwicklung sowie Bergwiesen für die Extensivierung. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Siegen-Wittgenstein anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Siegen-Wittgenstein.