
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Rhein-Sieg-Kreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Rhein-Sieg-Kreis, fachlich begleitet nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung. Wir betreuen Kompensationsvorhaben von der Kölner Bucht über das Siebengebirge bis in das Bergische Land, von der Flächenbevorratung bis zur langfristigen Unterhaltung.
Der Landkreis Rhein-Sieg-Kreis im Überblick
Der Rhein-Sieg-Kreis liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen und umschließt die Bundesstadt Bonn zu großen Teilen. Er erstreckt sich rechts und links des Rheins südlich und östlich von Köln und gehört zum Verdichtungsraum Köln/Bonn. Sitz der Kreisverwaltung ist die Kreisstadt Siegburg, bevölkerungsreichste Stadt ist Troisdorf.
Die Landschaft ist dreigeteilt. Im Westen liegt die fruchtbare Kölner Bucht mit der Rheinebene und den Bördeflächen, im Osten steigt das Land über das Siebengebirge und die Bergische Heideterrasse in das rechtsrheinische Bergland an, das zum Bergischen Land und zum Westerwald überleitet. Prägend sind die Flusstäler von Sieg und Agger.
Naturräumlich hat der Kreis Anteil am Niederrheinischen Tiefland und der Kölner Bucht (D35), am Süderbergland mit dem Bergischen Land (D38) und am Westerwald (D39). Über 90 Naturschutzgebiete und ein dichtes Natura-2000-Netz kennzeichnen den Kreis.
Eingriffe in Natur und Landschaft werden nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG ausgeglichen. In Nordrhein-Westfalen erfolgen Bewertung und Bilanzierung über das numerische Verfahren des Landesnaturschutzgesetzes NRW, Vorleistungen lassen sich über anerkannte Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW bevorraten.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Über 90 Naturschutzgebiete, von denen der Großteil zum europäischen Netz Natura 2000 gehört.
- Bedeutende FFH-Gebiete sind das Siebengebirge sowie Siegtal und Leuscheid, dazu kommen die Vogelschutzgebiete Wahner Heide und Kottenforst/Waldville.
- Die Sieg zählt zu den ökologisch wertvollen Fließgewässern der Region und ist Teil der Wanderfischprogramme mit Auen, Ufergehölzen und Nebenbächen.
- Die Wahner Heide bildet einen großflächigen Offenland- und Heidekomplex mit Trockenrasen, Sandmagerrasen und Feuchtbiotopen.
- Der hohe Nutzungs- und Siedlungsdruck des Ballungsraums Köln/Bonn trifft auf sensible Lebensräume, was einen kontinuierlichen Kompensationsbedarf erzeugt.
- Das Nebeneinander von Börde, Rheinaue und Mittelgebirge ermöglicht ein breites Spektrum an Ausgleichsmaßnahmen von Auenentwicklung bis Waldumbau.
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Rhein-Sieg-Kreis. Wir übernehmen die Kompensation als Full-Service, von der Flächenakquise und Flächenbevorratung über die Maßnahmenplanung nach dem numerischen Bewertungsverfahren des Landesnaturschutzgesetzes NRW bis zur Herstellung, zur Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und zur langfristigen Unterhaltung. Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW lassen sich rechtssicher auf Eingriffe anrechnen, sofern der räumliche und funktionale Bezug zum Eingriffsort gewahrt bleibt. Wir stimmen Umfang und Art der Maßnahmen frühzeitig mit den zuständigen Stellen ab und dokumentieren Wertermittlung und Erfolg nachvollziehbar.
Typische Maßnahmen im Landkreis Rhein-Sieg-Kreis
Auen- und Gewässerentwicklung
Anlage von Gewässerrandstreifen, Entwicklung von Ufergehölzen und Wiederherstellung der Durchgängigkeit an Sieg, Agger und ihren Nebenbächen, um Auenlebensräume und Fließgewässerbiotope aufzuwerten.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Laubmischwäldern im Bergischen Land, auch auf Kalamitätsflächen, mit Alt- und Totholzanteilen als Lebensraum für Fledermäuse und Höhlenbrüter.
Heide- und Magerrasenpflege
Entbuschung, Beweidung und Mahd von Heideflächen und Sandmagerrasen auf der Bergischen Heideterrasse und im Umfeld der Wahner Heide zur Sicherung nährstoffarmer Offenlandbiotope.
Streuobst und Extensivgrünland
Neuanlage und Sanierung von Streuobstwiesen sowie extensive Grünlandnutzung am Siebengebirge und in Wachtberg, verbunden mit Nisthilfen und einer strukturreichen Randgestaltung.
Ackerlebensräume der Kölner Bucht
Feldlerchenfenster, mehrjährige Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen in den Bördeflächen, um Feldvögel und Ackerwildkräuter im intensiv genutzten Offenland zu fördern.
Kleingewässer für Amphibien
Anlage und Vernetzung besonnter Laichgewässer für Kammmolch und weitere Amphibienarten in Auen und an Waldrändern, ergänzt um Landlebensräume und Winterquartiere.
Geschützte Arten im Kölner Bucht, Siebengebirge und Bergisches Land
Kammmolch
Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie, die besonnte Kleingewässer in Auen und an Waldrändern besiedelt. Bei Eingriffen sind die Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG zu beachten, häufig über die Anlage von Ersatzlaichgewässern.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Streng geschützte Art des Anhangs IV, die trockenwarme Standorte wie die Wahner Heide, Bahn- und Wegböschungen nutzt. Sie erfordert bei Bauvorhaben oft vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) mit Habitatanlage und Umsiedlung.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Waldgebiete wie Siebengebirge und Kottenforst beherbergen anhang-IV-Arten, darunter die Bechsteinfledermaus. Quartierbäume und Jagdhabitate sind im Rahmen des § 44 BNatSchG zu sichern.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Der Eisvogel brütet in Steilufern an Sieg und Nebenbächen und ist eine europäische Vogelart nach der Vogelschutzrichtlinie. Naturnahe Ufer und störungsarme Brutbereiche sind für ihn entscheidend.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Charakterart der offenen Ackerlandschaft in der Kölner Bucht, deren Bestände deutlich zurückgegangen sind. Feldlerchenfenster und extensive Ackerstrukturen zählen zu den geeigneten Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus ist eine Art des Anhangs IV und besiedelt strukturreiche Wald- und Gehölzränder im Bergischen Land und am Siebengebirge. Gehölzvernetzung und der Erhalt von Waldsäumen unterstützen ihre Population.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Umbau von Autobahnen und Bundesstraßen wie A3, A59 und A560 sowie der Ausbau des Schienennetzes (unter anderem S13) lösen umfangreichen Kompensationsbedarf aus.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Neue Wohn- und Gewerbegebiete im Verdichtungsraum Köln/Bonn, etwa in Troisdorf, Sankt Augustin und Bornheim, erfordern Ausgleich für Flächenversiegelung und Lebensraumverlust.
Rohstoffgewinnung
Der Abbau von Kies und Sand in der Rheinaue greift in Boden, Grundwasser und Auenlebensräume ein und ist mit Renaturierung und Ausgleichsmaßnahmen zu begleiten.
Erneuerbare Energien
Windenergieanlagen im Bergischen Land und Freiflächen-Photovoltaik, auch auf Konversionsflächen, ziehen artenschutzrechtliche Prüfungen und Kompensation nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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