
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Recklinghausen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW zwischen Emscher, Lippe und Haard.
Der Landkreis Recklinghausen im Überblick
Der Kreis Recklinghausen liegt im nördlichen Ruhrgebiet im Regierungsbezirk Münster und ist mit rund 621.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Landkreis Deutschlands. Er umfasst zehn kreisangehörige Städte, Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Recklinghausen. Das Kreisgebiet vermittelt zwischen dem dicht besiedelten Emscherraum im Süden und der offenen Landschaft des Westmünsterlandes im Norden.
Naturräumlich gehört der gesamte Kreis zur Großlandschaft Westfälische Bucht (BfN-Naturraum D34). Der Süden liegt in der naturräumlichen Haupteinheit Emscherland (543), der Norden im Westmünsterland (544). Prägend sind die Flusstäler von Emscher und Lippe, die bewaldeten Höhenzüge von Haard und Die Burg sowie der Halterner Stausee im äußersten Norden.
Ökologisch bedeutsam ist vor allem die Lippeaue, das größte Naturschutzgebiet des Kreises und Teil des FFH-Gebietes Lippeaue (DE-4209-302). Sie beherbergt geschützte Arten wie Teichfledermaus, Kammmolch und Flussneunauge sowie überwinternde Wasservögel. Das FFH- und Naturschutzgebiet Die Burg südöstlich von Marl sichert alten Buchenwald mit hohem Totholzanteil und einer artenreichen Fledermaus- und Vogelwelt.
Wirtschaftlich ist der Kreis vom industriellen Strukturwandel geprägt. Aus dem Steinkohlenbergbau hervorgegangene Halden und Industriebrachen, Logistik- und Gewerbeflächen, der Ausbau von Straßen, Schiene und Wasserstraßen sowie Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus. Deren Ausgleich richtet sich in Nordrhein-Westfalen nach dem Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW) und wird über ein numerisches Bewertungsverfahren (Biotopwertverfahren) bemessen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D34 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Lippeaue (DE-4209-302), größtes Naturschutzgebiet des Kreises
- FFH- und Naturschutzgebiet Die Burg bei Marl, alter Buchenwald mit hohem Totholzanteil
- Halterner Stausee und Talsperren im Westmünsterland als Rast- und Überwinterungsgewässer
- Waldgebiete Haard und Die Burg als großflächige Bruch- und Laubwälder
- Emscher- und Lippeumbau, renaturierte Fließgewässer nach jahrzehntelanger Abwasserführung
- Bergbaufolgelandschaften mit Halden und Industriebrachen als Sekundärlebensräume
- Übergang von der Westfälischen Bucht in das offene Westmünsterland im Norden
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und plant Kompensationsvorhaben in Nordrhein-Westfalen nach den Vorgaben des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG NRW) und der Ökokonto-Verordnung. Wir kennen das numerische Bewertungsverfahren zur Biotoptypenbewertung, stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen ab und identifizieren geeignete Flächenpotenziale in der Emscher-Lippe-Region und im angrenzenden Westmünsterland.
Typische Maßnahmen im Landkreis Recklinghausen
Lippeauenrenaturierung
Anbindung von Altarmen, Rücknahme von Uferverbauungen und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung entlang der Lippe. So entstehen Steilufer, Flutmulden und Auwald als Lebensraum für Fische, Amphibien, Eisvogel und Wasservögel.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Talwiesen in artenreiches Feucht- und Nassgrünland mit angepassten Mahdterminen. Solche Flächen dienen Wiesenvögeln wie dem Kiebitz und werten die Auenlandschaft an Lippe und Emscher auf.
Entwicklung von Bergbaufolge- und Industrieflächen
Entsiegelung und naturschutzfachliche Entwicklung von Halden, Brachen und Bergbaufolgeflächen. Rohbodenstandorte, Trockenrasen und besonnte Böschungen bilden wertvolle Sekundärlebensräume, etwa für die Zauneidechse und wärmeliebende Insekten.
Naturnahe Waldentwicklung
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laub- und Auwäldern in Haard und Die Burg sowie Förderung von Alt- und Totholz. Das stärkt Lebensräume für Fledermäuse, Spechte und höhlenbewohnende Arten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere an Gebäuden und Bäumen, Ersatzlaichgewässer für den Kammmolch, Eisvogel-Steilwände an Lippe und Stever sowie Habitatstrukturen für die Zauneidechse.
Hecken, Kleingewässer und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Kleingewässern in der offenen Feldflur des Westmünsterlandes. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume als Trittsteine zwischen den Waldgebieten und der Lippeaue.
Geschützte Arten im Emscher-Lippe-Region und Vestisches Land
Fledermäuse in Wäldern und an Gewässern
Die Teichfledermaus jagt über der Lippeaue, in Die Burg nutzen mehrere Arten alte Baumhöhlen und Totholz. Alle heimischen Fledermäuse sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss, Sanierung oder Rodung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Halden und Brachen
Besonnte Böschungen, Bahndämme, Halden und Industriebrachen im Emscherraum bieten der Zauneidechse ideale Lebensräume. Bei Bau- und Entwicklungsvorhaben sind der Erhalt und die Neuschaffung solcher Habitate mit Versteck- und Eiablageplätzen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz im Feuchtgrünland
Der Kiebitz brütet auf feuchten Wiesen und Ackerflächen im Norden des Kreises. Der Bestand ist stark rückläufig. Extensivierung, Wiedervernässung und Nutzungsruhe während der Brutzeit sichern seine Brut- und Nahrungshabitate.
Mehr zur Art ›Kammmolch in der Lippeaue
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie Stillgewässer mit reicher Unterwasservegetation in der Lippeaue. Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer mit strukturreichen Landlebensräumen sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Lippe und Stever
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen für den streng geschützten Vogel.
Mehr zur Art ›Steinkauz und Wiesenvögel
Der Steinkauz brütet in alten Obstbeständen und Kopfbäumen der Kulturlandschaft, weitere Wiesenvögel nutzen das offene Grünland. Streuobstwiesen, Nisthilfen und extensiv gepflegtes Grünland stützen diese an strukturreiche Landschaften gebundenen Arten.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Gewerbe, Logistik und Strukturwandel
Der Kreis Recklinghausen zählt zu den bedeutenden Logistik- und Gewerbestandorten des Ruhrgebiets. Die Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen, etwa im Umfeld des Chemstandorts Marl und ehemaliger Zechenareale, erzeugt regelmäßig Kompensationsbedarf nach dem LNatSchG NRW.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau und Sanierung von Autobahnen und Bundesstraßen, Vorhaben an Schiene und an den Wasserstraßen Wesel-Datteln-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal und Datteln-Hamm-Kanal lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, häufig verbunden mit gewässerbezogenen CEF-Maßnahmen.
Energie und Bergbaufolge
Kraftwerksstandorte, der Rückbau und die Nachnutzung von Bergbauflächen, Halden sowie Photovoltaik- und Windvorhaben erzeugen naturschutzrechtlichen Kompensationsbedarf und erfordern artenschutzrechtliche Prüfungen, etwa für Fledermäuse und die Zauneidechse.
Siedlungsentwicklung
Wohnbau- und Nachverdichtungsvorhaben in den zehn Städten des Kreises führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen im ländlich geprägten Norden können sich als Flächenanbieter einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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