
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Paderborn
greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation auf der Paderborner Hochfläche. Wir bewerten, planen und setzen Ausgleichsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW um und übernehmen die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.
Der Landkreis Paderborn im Überblick
Der Kreis Paderborn liegt im Süden des Regierungsbezirks Detmold in Ostwestfalen-Lippe, zwischen Senne und Sauerland. Kreisstadt und regionales Zentrum ist die Universitätsstadt Paderborn. Der Kreis gliedert sich in zehn Städte und Gemeinden und erstreckt sich von der Sennelandschaft im Nordwesten über die Paderborner Hochfläche bis an den Nordrand des Sauerlands.
Naturräumlich ist der Kreis dreigeteilt. Der Nordwesten mit der Senne gehört zur Westfälischen Bucht (Naturraum D34) und ist von Sanden, Heiden und Bächen geprägt. Das Zentrum bildet die Paderborner Hochfläche mit dem angrenzenden Eggegebirge, naturräumlich Teil des Weser- und Weser-Leine-Berglands (D36). Diese flachwellige Kalkhochfläche ist die größte Karstlandschaft Westfalens, durchzogen von Trockentälern sowie den Quellgebieten von Alme, Lippe und Pader. Der äußerste Süden um Büren und Bad Wünnenberg leitet zum Süderbergland und damit zum Sauerland über (D38).
Ökologisch prägen den Kreis großflächige Waldgebiete und offene Kalklandschaften. Das FFH-Gebiet Egge (DE-4219-301) schützt zusammenhängende, artenreiche Buchenwälder, das EU-Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald (DE-4118-401) sichert die Heide- und Offenlandlebensräume der Truppenübungsplätze. Auf der Hochfläche liegen Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, insgesamt sind rund 11 Prozent der Kreisfläche als Naturschutzgebiete gesichert.
Wirtschaftlich verbindet der Kreis einen starken Technologie- und Industriestandort in und um Paderborn mit einer intensiven Nutzung der Windenergie, insbesondere im Raum Lichtenau. Hinzu kommen Kalkstein- und Rohstoffgewinnung auf der Hochfläche, Logistik- und Gewerbestandorte sowie militärisch genutzte Flächen im Raum Sennelager. Bauvorhaben in diesen Bereichen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über das numerische Bewertungsverfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D36 ›
Zum Naturraum D34 ›
Zum Naturraum D38 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Egge (DE-4219-301), großflächige, artenreiche Buchenwälder
- EU-Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald (DE-4118-401)
- Paderborner Hochfläche als größte Karst- und Kalklandschaft Westfalens
- Kalkmagerrasen und Wacholderheiden mit Orchideen und wärmeliebenden Insekten
- Sand- und Heidelebensräume der Senne mit Ziegenmelker, Heidelerche und Neuntöter
- Kalkgeprägte Fließgewässer Alme, Lippe und Pader mit ihren Quellbereichen
- 67 Naturschutzgebiete auf rund 11 Prozent der Kreisfläche
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Kompensationsvorhaben in Nordrhein-Westfalen nach den Vorgaben der Ökokonto-Verordnung NRW und des Landesnaturschutzgesetzes. Für den Kreis Paderborn kennen wir das numerische Bewertungsverfahren, die naturräumlichen Besonderheiten von Senne, Hochfläche und Egge sowie die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde und stimmen alle Schritte von der Bilanzierung bis zum Monitoring mit ihr ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Paderborn
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden
Entbuschung, Wiederaufnahme der Schafbeweidung und Pflegemahd auf den Halbtrockenrasen der Paderborner Hochfläche. Solche Maßnahmen erhalten geschützte FFH-Lebensraumtypen und fördern Orchideen, Wildbienen und Tagfalter der Kalkstandorte.
Heide- und Sandmagerrasen-Entwicklung
Entkusselung, Plaggen und extensive Beweidung von Sandheiden im Umfeld der Senne. Die offenen, nährstoffarmen Flächen bieten Lebensraum für Heidelerche, Ziegenmelker und zahlreiche Insektenarten.
Fließgewässer- und Auenrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung von Auengehölzen an Alme, Lippe und Pader. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und naturnahe Bachläufe als Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Amphibien.
Naturnahe Waldentwicklung in der Egge
Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Buchen- und Buchenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten die Waldlebensräume für Schwarzstorch, Fledermäuse und Höhlenbrüter auf.
Artenschutz CEF und FCS
Fledermausquartiere an Gebäuden und in Karsthöhlen, Eisvogel-Steilwände an den Gewässern sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.
Ackerextensivierung und Feldflurstrukturen
Anlage von Hecken, Blüh- und Ackerrandstreifen sowie extensive Bewirtschaftung auf der ausgeräumten Feldflur der Hochfläche. Diese Strukturen schaffen Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn, Kiebitz und Feldhase.
Geschützte Arten im Paderborner Hochfläche zwischen Senne und Egge
Fledermäuse in Karst und Buchenwäldern
Die Karsthöhlen der Hochfläche und die alten Buchenwälder der Egge sind Quartiere für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten. Höhlen dienen als Winterquartiere, alte Waldbestände als Wochenstuben und Jagdgebiet.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in der Egge
Die zusammenhängenden, quellreichen Waldgebiete des Eggegebirges bieten dem störungsempfindlichen Schwarzstorch geeignete Brut- und Nahrungshabitate. Ungestörte Altholzbestände und naturnahe Waldbäche sind für ihn entscheidend.
Mehr zur Art ›Wildkatze im Eggegebirge
Die großen, strukturreichen Laubwälder der Egge und des angrenzenden Berglands zählen zum Ausbreitungsraum der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, Alt- und Totholz sowie ungestörte Rückzugsräume sind für sie zentral.
Mehr zur Art ›Feldlerche und Offenlandarten der Hochfläche
Die weiten Ackerlandschaften der Paderborner Hochfläche beherbergen Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz. Bei Eingriffen in die Feldflur sind Ackerextensivierung und Blühstrukturen typische Kompensations- und CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Alme, Lippe und Pader
Die kalkgeprägten Fließgewässer bieten mit Steilufern und klarem Wasser Lebensraum für Eisvogel und Groppe. Uferabbrüche und naturnahe Gewässerentwicklung sind wirksame Maßnahmen zur Förderung dieser Arten.
Mehr zur Art ›Zauneidechse in der Senne
Sandige, besonnte Böschungen, Heideränder und Bahndämme im Raum der Senne sind Habitate der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben und erfordert oft vorgezogene Ersatzhabitate.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergie auf der Hochfläche
Der Kreis Paderborn zählt zu den windkraftstärksten Regionen Deutschlands, insbesondere im Raum Lichtenau. Neubau und Repowering von Windenergieanlagen lösen artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie Ausgleichspflichten aus, häufig mit CEF- und FCS-Maßnahmen für Rotmilan und Fledermäuse.
Technologie, Industrie und Logistik
Der Wirtschaftsraum Paderborn mit seinen Technologie-, Industrie- und Logistikstandorten wächst stetig. Gewerbegebietsentwicklungen und Betriebserweiterungen führen zu Flächenversiegelung, deren Ausgleich über das numerische Bewertungsverfahren der Ökokonto-Verordnung NRW zu erbringen ist.
Kalkabbau und Rohstoffgewinnung
Auf der Paderborner Hochfläche wird in mehreren Steinbrüchen Kalkstein gewonnen. Neue Abgrabungen und Erweiterungen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie Rekultivierungs- und Renaturierungskonzepte für die beanspruchten Flächen.
Verkehr und Siedlungsentwicklung
Der Ausbau von Straßen wie der A33 und der B64, der Flughafen Paderborn-Lippstadt sowie Wohn- und Gewerbebauflächen in den zehn Städten und Gemeinden lösen Eingriffe aus. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokonto- oder Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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