Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D36 · D34 · D38
Regierungsbezirk Detmold

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Paderborn

greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation auf der Paderborner Hochfläche. Wir bewerten, planen und setzen Ausgleichsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW um und übernehmen die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.

~1.245
km² Kreisfläche
~310k
Einwohner
10
Städte und Gemeinden
3
Naturräume D34/D36/D38
24
FFH-Gebiete (Natura 2000)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Paderborn im Überblick

Der Kreis Paderborn liegt im Süden des Regierungsbezirks Detmold in Ostwestfalen-Lippe, zwischen Senne und Sauerland. Kreisstadt und regionales Zentrum ist die Universitätsstadt Paderborn. Der Kreis gliedert sich in zehn Städte und Gemeinden und erstreckt sich von der Sennelandschaft im Nordwesten über die Paderborner Hochfläche bis an den Nordrand des Sauerlands.

Naturräumlich ist der Kreis dreigeteilt. Der Nordwesten mit der Senne gehört zur Westfälischen Bucht (Naturraum D34) und ist von Sanden, Heiden und Bächen geprägt. Das Zentrum bildet die Paderborner Hochfläche mit dem angrenzenden Eggegebirge, naturräumlich Teil des Weser- und Weser-Leine-Berglands (D36). Diese flachwellige Kalkhochfläche ist die größte Karstlandschaft Westfalens, durchzogen von Trockentälern sowie den Quellgebieten von Alme, Lippe und Pader. Der äußerste Süden um Büren und Bad Wünnenberg leitet zum Süderbergland und damit zum Sauerland über (D38).

Ökologisch prägen den Kreis großflächige Waldgebiete und offene Kalklandschaften. Das FFH-Gebiet Egge (DE-4219-301) schützt zusammenhängende, artenreiche Buchenwälder, das EU-Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald (DE-4118-401) sichert die Heide- und Offenlandlebensräume der Truppenübungsplätze. Auf der Hochfläche liegen Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, insgesamt sind rund 11 Prozent der Kreisfläche als Naturschutzgebiete gesichert.

Wirtschaftlich verbindet der Kreis einen starken Technologie- und Industriestandort in und um Paderborn mit einer intensiven Nutzung der Windenergie, insbesondere im Raum Lichtenau. Hinzu kommen Kalkstein- und Rohstoffgewinnung auf der Hochfläche, Logistik- und Gewerbestandorte sowie militärisch genutzte Flächen im Raum Sennelager. Bauvorhaben in diesen Bereichen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über das numerische Bewertungsverfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW zu erbringen ist.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›
D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Paderborn (KS)DelbrückSalzkottenBad LippspringeBürenBad WünnenbergLichtenauHövelhofAltenbekenBorchen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Egge (DE-4219-301), großflächige, artenreiche Buchenwälder
  • EU-Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald (DE-4118-401)
  • Paderborner Hochfläche als größte Karst- und Kalklandschaft Westfalens
  • Kalkmagerrasen und Wacholderheiden mit Orchideen und wärmeliebenden Insekten
  • Sand- und Heidelebensräume der Senne mit Ziegenmelker, Heidelerche und Neuntöter
  • Kalkgeprägte Fließgewässer Alme, Lippe und Pader mit ihren Quellbereichen
  • 67 Naturschutzgebiete auf rund 11 Prozent der Kreisfläche

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Kompensationsvorhaben in Nordrhein-Westfalen nach den Vorgaben der Ökokonto-Verordnung NRW und des Landesnaturschutzgesetzes. Für den Kreis Paderborn kennen wir das numerische Bewertungsverfahren, die naturräumlichen Besonderheiten von Senne, Hochfläche und Egge sowie die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde und stimmen alle Schritte von der Bilanzierung bis zum Monitoring mit ihr ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Paderborn

🐑

Kalkmagerrasen und Wacholderheiden

Entbuschung, Wiederaufnahme der Schafbeweidung und Pflegemahd auf den Halbtrockenrasen der Paderborner Hochfläche. Solche Maßnahmen erhalten geschützte FFH-Lebensraumtypen und fördern Orchideen, Wildbienen und Tagfalter der Kalkstandorte.

🌱

Heide- und Sandmagerrasen-Entwicklung

Entkusselung, Plaggen und extensive Beweidung von Sandheiden im Umfeld der Senne. Die offenen, nährstoffarmen Flächen bieten Lebensraum für Heidelerche, Ziegenmelker und zahlreiche Insektenarten.

💧

Fließgewässer- und Auenrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung von Auengehölzen an Alme, Lippe und Pader. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und naturnahe Bachläufe als Lebensraum für Eisvogel, Groppe und Amphibien.

🌳

Naturnahe Waldentwicklung in der Egge

Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Buchen- und Buchenmischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten die Waldlebensräume für Schwarzstorch, Fledermäuse und Höhlenbrüter auf.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Fledermausquartiere an Gebäuden und in Karsthöhlen, Eisvogel-Steilwände an den Gewässern sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

🌾

Ackerextensivierung und Feldflurstrukturen

Anlage von Hecken, Blüh- und Ackerrandstreifen sowie extensive Bewirtschaftung auf der ausgeräumten Feldflur der Hochfläche. Diese Strukturen schaffen Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn, Kiebitz und Feldhase.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Paderborner Hochfläche zwischen Senne und Egge

🦇

Fledermäuse in Karst und Buchenwäldern

Die Karsthöhlen der Hochfläche und die alten Buchenwälder der Egge sind Quartiere für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten. Höhlen dienen als Winterquartiere, alte Waldbestände als Wochenstuben und Jagdgebiet.

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🐦

Schwarzstorch in der Egge

Die zusammenhängenden, quellreichen Waldgebiete des Eggegebirges bieten dem störungsempfindlichen Schwarzstorch geeignete Brut- und Nahrungshabitate. Ungestörte Altholzbestände und naturnahe Waldbäche sind für ihn entscheidend.

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🐱

Wildkatze im Eggegebirge

Die großen, strukturreichen Laubwälder der Egge und des angrenzenden Berglands zählen zum Ausbreitungsraum der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, Alt- und Totholz sowie ungestörte Rückzugsräume sind für sie zentral.

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🕊️

Feldlerche und Offenlandarten der Hochfläche

Die weiten Ackerlandschaften der Paderborner Hochfläche beherbergen Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz. Bei Eingriffen in die Feldflur sind Ackerextensivierung und Blühstrukturen typische Kompensations- und CEF-Maßnahmen.

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🐟

Eisvogel an Alme, Lippe und Pader

Die kalkgeprägten Fließgewässer bieten mit Steilufern und klarem Wasser Lebensraum für Eisvogel und Groppe. Uferabbrüche und naturnahe Gewässerentwicklung sind wirksame Maßnahmen zur Förderung dieser Arten.

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🦎

Zauneidechse in der Senne

Sandige, besonnte Böschungen, Heideränder und Bahndämme im Raum der Senne sind Habitate der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben und erfordert oft vorgezogene Ersatzhabitate.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🌬️

Windenergie auf der Hochfläche

Der Kreis Paderborn zählt zu den windkraftstärksten Regionen Deutschlands, insbesondere im Raum Lichtenau. Neubau und Repowering von Windenergieanlagen lösen artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie Ausgleichspflichten aus, häufig mit CEF- und FCS-Maßnahmen für Rotmilan und Fledermäuse.

🏭

Technologie, Industrie und Logistik

Der Wirtschaftsraum Paderborn mit seinen Technologie-, Industrie- und Logistikstandorten wächst stetig. Gewerbegebietsentwicklungen und Betriebserweiterungen führen zu Flächenversiegelung, deren Ausgleich über das numerische Bewertungsverfahren der Ökokonto-Verordnung NRW zu erbringen ist.

⛏️

Kalkabbau und Rohstoffgewinnung

Auf der Paderborner Hochfläche wird in mehreren Steinbrüchen Kalkstein gewonnen. Neue Abgrabungen und Erweiterungen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie Rekultivierungs- und Renaturierungskonzepte für die beanspruchten Flächen.

🛣️

Verkehr und Siedlungsentwicklung

Der Ausbau von Straßen wie der A33 und der B64, der Flughafen Paderborn-Lippstadt sowie Wohn- und Gewerbebauflächen in den zehn Städten und Gemeinden lösen Eingriffe aus. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokonto- oder Ausgleichsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Paderborn

Der Kreis Paderborn umfasst drei BfN-Naturräume. Der Nordwesten mit der Senne gehört zur Westfälischen Bucht (D34), das Zentrum mit der Paderborner Hochfläche und dem Eggegebirge zum Weser- und Weser-Leine-Bergland (D36) und der Süden um Büren und Bad Wünnenberg leitet zum Süderbergland und Sauerland über (D38). Für die Kompensationspflicht ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
In Nordrhein-Westfalen erfolgt die Bewertung über ein numerisches Bewertungsverfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW. Der ökologische Zustand von Ausgangs- und Zielbiotopen wird in Biotopwertpunkten bilanziert, die Differenz ergibt die anrechenbare Aufwertung. Rechtsgrundlage der Eingriffsregelung sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG. greeNature übernimmt Bilanzierung, Maßnahmenplanung und Anerkennung im Ökokonto.
Zuständig ist der Kreis Paderborn, Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz, als Untere Naturschutzbehörde, Aldegreverstraße 10-14, 33102 Paderborn. greeNature koordiniert die behördliche Abstimmung vollständig, von der Bewertung des Eingriffs über die Anerkennung der Kompensationsmaßnahmen bis zur Abnahme und zum Monitoring.
Verbreitet sind Pflege und Entwicklung von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf der Hochfläche, Heide- und Sandmagerrasen-Maßnahmen im Raum der Senne, die Renaturierung von Alme, Lippe und Pader, naturnaher Waldumbau in der Egge sowie Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Eisvogel und Zauneidechse als CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Der Kreis Paderborn ist eine der windkraftstärksten Regionen Deutschlands, vor allem um Lichtenau. Neubau und Repowering von Windenergieanlagen erfordern eine artenschutzrechtliche Prüfung nach § 44 BNatSchG, insbesondere für Rotmilan und Fledermäuse, sowie den Ausgleich der Eingriffe. greeNature plant und sichert die dafür notwendigen CEF- und FCS-Maßnahmen und stimmt sie mit der Naturschutzbehörde ab.
Ja. Geeignet sind zum Beispiel intensiv genutzte Ackerflächen der Hochfläche, gewässernahe Grünlandflächen an Alme, Lippe und Pader oder aufwertbare Waldrandlagen. Über ein anerkanntes Ökokonto nach der Ökokonto-Verordnung NRW bleiben Sie Eigentümer und erhalten eine Entschädigung für die Bereitstellung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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