Junge Aufforstung mit Wildschutzzaun am Waldrand
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D38
Regierungsbezirk Arnsberg

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Olpe

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung NRW im Südsauerland und Rothaargebirge, vom Biotopwertverfahren bis zur dauerhaften Flächensicherung.

712
km² Kreisfläche
~131k
Einwohner
7
Gemeinden
D38
Naturraum (Süderbergland)
756 m
Höchster Punkt (Härdler)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Olpe im Überblick

Der Kreis Olpe liegt im Südosten von Nordrhein-Westfalen im Sauerland und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg. Mit rund 131.000 Einwohnern auf etwa 712 Quadratkilometern ist er einer der bevölkerungsärmsten und am dünnsten besiedelten Kreise des Landes. Kreisstadt und größte Kommune ist Olpe am Nordufer des Biggesees.

Landschaftlich prägen bewaldete Bergrücken, tief eingeschnittene Täler und ein bewegtes Relief das Kreisgebiet, das naturräumlich vollständig zur BfN-Großregion D38 (Bergisches Land und Sauerland) gehört. Der Kreis reicht vom Ebbegebirge im Westen über das Bigge- und Lennetal bis in das Rothaargebirge im Osten, wo mit dem Härdler bei rund 756 Metern der höchste Punkt liegt. Geologisch bestimmen devonische Schiefer, Grauwacken und Sandsteine des Rheinischen Schiefergebirges den Untergrund.

Ökologisch wertvoll sind die naturnahen Buchen- und Eichenwälder, montanen Bergwiesen und die strukturreichen Fließgewässer von Bigge, Lenne und ihren Zuflüssen. Große Talsperren wie der Biggesee und die Listertalsperre prägen Wasserwirtschaft und Landschaftsbild. Weite Teile des Kreises liegen im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, ergänzt um FFH- und Vogelschutzgebiete im Rothaarkamm sowie Kalk- und Karstgebiete um Attendorn.

Wirtschaftlich ist der Kreis Olpe stark industriell geprägt, mit einem hohen Besatz an mittelständischer Metallverarbeitung, Automobilzulieferern und Kunststoffindustrie. Zusammen mit den Autobahnen A4 und A45 (Sauerlandlinie), dem Ausbau von Gewerbeflächen und der Erneuerung zahlreicher Talbrücken entsteht regelmäßig erheblicher Kompensationsbedarf, der in Nordrhein-Westfalen nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW auszugleichen ist.

Junge Aufforstung mit Wildschutzzaun am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Olpe (KS)AttendornLennestadtDrolshagenFinnentropKirchhundemWenden

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Biggesee und Listertalsperre als große Trinkwasser- und Freizeittalsperren im Herzen des Kreises
  • Rothaargebirge und Ebbegebirge mit ausgedehnten Buchen- und Bergmischwäldern
  • Naturpark Sauerland-Rothaargebirge mit FFH- und Vogelschutzgebieten im Rothaarkamm
  • Umfangreiche Kalamitätsflächen aus Dürre und Borkenkäferbefall mit großem Potenzial für naturnahen Waldumbau
  • Kalk- und Karstgebiete um Attendorn mit Höhlen und alten Bergbaustollen als Fledermausquartiere
  • Naturnahe Mittelgebirgsbäche von Bigge, Lenne und Olpe mit hoher Bedeutung für den Biotopverbund

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit den Naturschutzbehörden und dem Landesrecht in Nordrhein-Westfalen vertraut. Im Kreis Olpe bilanzieren wir Eingriffe nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW über das numerische Biotopwertverfahren, dessen Ergebnis in Ökopunkten ausgedrückt wird. Wir stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Olpe ab, kennen die naturräumlichen Besonderheiten des Süderberglands (Naturraum D38) und sichern Flächen über anerkannte Ökokonten dauerhaft. Von der Flächenakquise über die Maßnahmenplanung bis zu Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Kompensationsvorhaben vollständig.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Olpe

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umwandlung geschädigter Fichtenforste in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder. Auf den großen Kalamitätsflächen im Sauerland entstehen so klimastabile, artenreiche Laubwälder mit hohem ökologischen Wert und langfristiger Aufwertung im Biotopwertverfahren.

💧

Fließgewässer- und Auenrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen, Anschluss von Auen und Förderung der Durchgängigkeit an Bigge, Lenne, Olpe und ihren Zuflüssen. Das verbessert Gewässerstruktur und Lebensraumqualität der Mittelgebirgsbäche für Fische, Eisvogel und Wasserinsekten.

🌾

Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen

Wiederherstellung und extensive Pflege montaner Bergwiesen, Feuchtgrünländer und Borstgrasrasen durch angepasste Mahd und Beweidung ohne Düngung, vor allem in den Tälern des Rothaargebirges und Ebbegebirges.

🦇

Sicherung von Fledermausquartieren

Erhalt und Aufwertung von Winterquartieren in Höhlen und alten Bergbaustollen um Attendorn sowie Entwicklung von Jagdhabitaten und Quartierbäumen. Bei Abriss oder Sanierung von Gebäuden schaffen wir Ersatzquartiere als vorgezogene CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🐸

Anlage von Amphibiengewässern

Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern und Feuchtbiotopen als Laichhabitate für Feuersalamander, Molche und weitere Amphibien. Solche Gewässer eignen sich auch als CEF-Maßnahmen im Rahmen des Artenschutzes.

🌿

Hecken, Streuobst und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen in der offenen Kulturlandschaft der Tallagen. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope und werten strukturarme Bereiche zwischen Wald und Siedlung auf.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Südsauerland und Rothaargebirge

🐦

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, störungsarmen Laubwäldern des Rothaargebirges und ist auf naturnahe Waldbäche als Nahrungshabitat angewiesen. Horstschutz, ruhige Waldbereiche und die Renaturierung von Fließgewässern sind wirksame Maßnahmen.

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🐱

Wildkatze

Die Europäische Wildkatze breitet sich über das Rothaargebirge und die großen Waldgebiete des Kreises wieder aus und profitiert von strukturreichen, unzerschnittenen Laubwäldern mit Alt- und Totholz sowie von deckungsreichen Waldrändern.

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🦇

Fledermäuse

Höhlen und alte Bergbaustollen um Attendorn zählen zu den bedeutenden Fledermausquartieren der Region und beherbergen unter anderem Große Mausohren und Bechsteinfledermäuse. Alle Arten sind streng geschützt nach Anhang IV der FFH-Richtlinie.

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🐟

Eisvogel

An den klaren Fließgewässern von Bigge, Lenne und Olpe findet der Eisvogel Steilufer zum Brüten und fischreiche Abschnitte zur Nahrungssuche. Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen sind typische CEF-Maßnahmen bei Eingriffen an Gewässern.

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🦎

Feuersalamander und Amphibien

Der Feuersalamander ist ein charakteristischer Bewohner der kühlen, quellnahen Laubwaldbäche im Sauerland und reagiert empfindlich auf Gewässerverschmutzung. Ersatzlaichgewässer und der Schutz quellnaher Bachabschnitte sichern die Bestände.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Laub- und Mischwälder mit dichter Strauchschicht sowie Waldränder und Hecken. Sie ist auf gut vernetzte Gehölzlebensräume angewiesen, deren Erhalt und Neuanlage bewährte Ausgleichsmaßnahmen sind.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Autobahnen und Talbrücken (A45/A4)

Der Kreis Olpe wird von der A45 (Sauerlandlinie) und der A4 durchquert. Der Ersatzneubau zahlreicher in die Jahre gekommener Talbrücken sowie Fahrbahnerneuerungen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW zu erbringen ist. greeNature stellt hierfür Ökopunkte und Flächen bereit.

🏭

Industrie und Gewerbeentwicklung

Der Kreis ist stark von mittelständischer Metallverarbeitung, Automobilzulieferern und Kunststoffindustrie geprägt. Betriebserweiterungen und die Ausweisung neuer Gewerbegebiete in den Tallagen erzeugen Kompensationsbedarf, den wir über Ökokonten und Flächenpools decken.

⚡

Windenergie und Erneuerbare

Windenergieanlagen auf den bewaldeten Höhen des Rothaar- und Ebbegebirges sowie Photovoltaik-Freiflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG, etwa für windkraftsensible Arten wie Schwarzstorch und Fledermäuse.

🏘️

Siedlungs- und Infrastrukturvorhaben

Wohnbau- und Gewerbeflächen in Olpe, Attendorn und Lennestadt, der Ausbau von Kreis- und Landesstraßen sowie wasserwirtschaftliche Vorhaben an den Talsperren führen zu Eingriffen. Eigentümer geeigneter Flächen können sich als Anbieter von Ausgleichsflächen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Olpe

Der Kreis Olpe gehört vollständig zur BfN-Großregion D38 (Bergisches Land und Sauerland), auch Süderbergland genannt. Prägend sind die bewaldeten Bergrücken des Rothaargebirges im Osten, das Ebbegebirge im Westen sowie die Tallandschaften von Bigge und Lenne. Für die Kompensationspflicht ist die genaue naturräumliche Zuordnung des Eingriffs wichtig, greeNature ermittelt sie für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Eingriff und Ausgleich nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW über ein numerisches Biotopwertverfahren bewertet, dessen Ergebnis in Ökopunkten ausgedrückt wird. Vorgezogen umgesetzte Maßnahmen können auf einem anerkannten Ökokonto verbucht und später einem Eingriff zugeordnet werden. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Olpe, Fachdienst Umwelt, Westfälische Straße 75, 57462 Olpe. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Wegen der großen Schadflächen aus Dürre und Borkenkäferbefall bietet sich der Umbau von Fichtenforsten in naturnahe Laubwälder an. Ebenso wirksam sind die Renaturierung von Mittelgebirgsbächen wie Bigge und Lenne, die Extensivierung von Bergwiesen, die Anlage von Amphibiengewässern sowie die Sicherung von Fledermausquartieren in Höhlen und alten Stollen.
Bei Vorkommen streng geschützter Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze, Fledermäusen oder Haselmaus können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, sogenannte CEF-Maßnahmen, notwendig werden, um den Erhaltungszustand der lokalen Populationen zu wahren. Bei Eingriffen in oder nahe FFH- und Vogelschutzgebieten im Rothaarkamm prüfen wir zusätzlich die verträglichkeits- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind geschädigte Fichtenbestände für den Waldumbau, gewässernahe Grünländer entlang von Bigge und Lenne sowie strukturarme Wiesen mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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