
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Oberhausen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Oberhausen, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im westlichen Ruhrgebiet.
Die Stadt Oberhausen im Überblick
Oberhausen ist eine kreisfreie Stadt im westlichen Ruhrgebiet und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf rund 77 Quadratkilometern leben etwa 210.000 Menschen, womit die Stadt zu den dicht besiedelten Kommunen des Ballungsraums zählt. Das Stadtgebiet gliedert sich seit 1929 aus den früher eigenständigen Städten Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld und ist heute in die drei Stadtbezirke Alt-Oberhausen, Osterfeld und Sterkrade unterteilt. Als frühe Industriestadt war Oberhausen über Jahrzehnte von Kohle, Stahl und Schwerindustrie geprägt, seit dem Strukturwandel dominieren Handel, Dienstleistung und Logistik.
Naturräumlich liegt Oberhausen im Übergang zwischen dem Emscherland als Teil der Westfälischen Bucht (BfN-Naturraum D34) und den Niederrheinischen Sandplatten im Niederrheinischen Tiefland (BfN-Naturraum D35). Im Süden begleitet die Ruhr mit ihren Auen die Stadtgrenze, quer durch das Stadtgebiet verläuft die Emscher, deren ökologischer Umbau durch die Emschergenossenschaft neue Gewässer- und Auenlebensräume geschaffen hat. Größte zusammenhängende Freiräume sind der Sterkrader Wald im Norden, die Emscherinsel mit dem Kaisergarten und Ripshorst sowie land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen im Umfeld von Holten und Schmachtendorf.
Wohnungs- und Gewerbebau auf Industriebrachen, Logistik- und Verkehrsvorhaben sowie der fortlaufende Emscher-Umbau lösen in Oberhausen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen und unvermeidbare Eingriffe auszugleichen oder zu ersetzen. Maßgeblich sind dabei das Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (LNatSchG NRW) und die Ökokonto-Verordnung NRW, der Kompensationsbedarf wird über das numerische Biotopwertverfahren des Landes ermittelt.
Als kreisfreie Stadt nimmt Oberhausen die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr. greeNature begleitet Vorhabenträger, Kommunen und Planungsbüros bundesweit und stimmt jede Maßnahme eng mit dem Bereich Umwelt der Stadt ab, von der ersten Flächenprüfung über die Bilanzierung bis zur Anerkennung und dauerhaften Sicherung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D35 ›
Zum Naturraum D34 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Sterkrader Wald mit Erlenbruchwald, alten Bachschlingen und Kleingewässern als Amphibienlaichplätzen
- Emscher-Umbau der Emschergenossenschaft, ein europaweit beachtetes Renaturierungsprojekt für Gewässer und Auen
- Emscherinsel mit Kaisergarten, Ripshorst und Gehölzgarten als stadtnahe Freiraum- und Biotopverbundachse
- Ruhraue im Süden der Stadt, Teil des landesweiten Biotopverbunds zwischen Duisburg und Essen
- Hiesfelder Wald an der nördlichen Stadtgrenze, im Verbund mit FFH-Flächen des Kreises Wesel
- Industriebrachen und Bahnflächen als Sekundärlebensräume für wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse
- Landwirtschaftlich und waldgeprägte Randlagen um Holten, Schmachtendorf und Königshardt
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit für Vorhabenträger, Kommunen und Planungsbüros tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Oberhausen und im übrigen westlichen Ruhrgebiet. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit dem Bereich Umwelt der Stadt Oberhausen als Untere Naturschutzbehörde. Für Eingriffe im dicht bebauten Stadtraum entwickeln wir Maßnahmen, die zur Ausstattung von Emscherland und Niederrheinischem Tiefland passen, etwa Entsiegelung und Renaturierung ehemaliger Industrieflächen, naturnahe Gewässerentwicklung an Emscher und Nebenläufen sowie die Aufwertung von Grünland und Wald im Stadtumland.
Typische Maßnahmen in der Stadt Oberhausen
Entsiegelung und Brachenrenaturierung
Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Industrie-, Bahn- und Gewerbestandorten und Entwicklung standortgerechter Biotope. Gerade im dicht bebauten Stadtraum von Oberhausen zählt die Entsiegelung zu den wirksamsten Aufwertungen im Biotopwertverfahren und schafft neue Lebensräume für wärmeliebende Arten.
Gewässerrenaturierung an Emscher und Nebenläufen
Rückbau technischer Uferbefestigungen, naturnahe Profilierung und Anbindung von Auenflächen im Zuge des Emscher-Umbaus. So entstehen Flachwasserzonen, Steilufer und begleitende Gehölzsäume als Lebensraum für Eisvogel, Fische, Libellen und Amphibien.
Grünlandaufwertung im Stadtumland
Umwandlung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen um Holten, Schmachtendorf und Königshardt in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd oder Beweidung. Solche Flächen erhöhen den Biotopwert und bieten Insekten und Offenlandarten Nahrung und Fortpflanzungsraum.
Waldentwicklung und Bruchwaldpflege
Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder sowie Erhalt und Wiedervernässung von Erlenbruchwäldern, etwa im Umfeld des Sterkrader Waldes. Alt- und Totholz sowie feuchte Senken werden gezielt gefördert.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse an Gebäuden und in Gehölzen, Ersatzhabitate mit Sonn- und Eiablageplätzen für die Zauneidechse auf Brachen sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und Kammmolch.
Stadtgrün und Biotopverbund
Anlage und Aufwertung von Grünzügen, Feldgehölzen, Streuobst und Kleingewässern entlang von Emscherinsel und Grünachsen. Diese Trittsteine vernetzen die verinselten Lebensräume im Ballungsraum und verbessern zugleich Stadtklima und Landschaftsbild.
Geschützte Arten im Westliches Ruhrgebiet und Emscherland
Fledermäuse in Stadt und Wald
Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und weitere Arten nutzen Gebäude, Brücken, Bäume und die Wälder Oberhausens als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Brachen und Bahndämmen
Aufgelassene Industrieflächen, Bahndämme und besonnte Böschungen sind im Ruhrgebiet wichtige Sekundärlebensräume der streng geschützten Zauneidechse. Bei Bau- und Konversionsvorhaben gehören Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Waldgewässern
Der Kammmolch, eine Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie, besiedelt fischfreie Kleingewässer und wechselfeuchte Senken, wie sie im Sterkrader Wald vorkommen. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern seine Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Bruchwald und Kleingewässern
Erdkröte, Grasfrosch und Molche nutzen die Tümpel, Bachschlingen und Bruchwälder des Stadtgebiets, an vegetationsarmen Rohböden auf Brachen tritt zudem die Kreuzkröte auf. Der Erhalt und die Neuanlage besonnter Laichgewässer sind hier zentrale Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an renaturierten Gewässern
Mit dem Emscher-Umbau und naturnahen Ufern an Emscher und Ruhr entstehen Brutmöglichkeiten für den streng geschützten Eisvogel. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der offenen Feldflur
In den landwirtschaftlich geprägten Randlagen um Holten und Schmachtendorf brütet die Feldlerche als Charakterart der offenen Feldflur. Extensivierung, Blüh- und Brachestreifen sowie Lerchenfenster wirken ihrem Rückgang entgegen und eignen sich als Kompensation.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau auf Konversionsflächen
Die Umnutzung ehemaliger Industrie- und Zechenareale zu Wohnquartieren, etwa im Umfeld der Neuen Mitte, führt zu Flächenversiegelung und erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer im Umland können dabei als Flächenanbieter profitieren.
Gewerbe und Logistik
Ansiedlung und Erweiterung von Gewerbe-, Handels- und Logistikstandorten im verkehrsgünstig gelegenen Oberhausen greifen in Boden und Landschaft ein. Der Kompensationsbedarf wird über das numerische Biotopwertverfahren bilanziert und über Ökokonten gedeckt.
Infrastruktur und Verkehr
Ausbau und Sanierung von Autobahnen und Bundesstraßen, Brückenbauwerken, Schienenwegen und Radverbindungen im dicht vernetzten Ballungsraum lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Prüfungen aus.
Emscher-Umbau und Wasserwirtschaft
Der ökologische Umbau der Emscher und ihrer Nebenläufe verbindet Hochwasserschutz, Stadtentwicklung und Gewässerrenaturierung. Er schafft Kompensations- und Aufwertungspotenziale, deren fachgerechte Planung und Sicherung greeNature begleitet.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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