Streuobstwiese als Kompensationsfläche mit hochstämmigen Obstbäumen
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D34
Regierungsbezirk Münster

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Münster

Ökopunkte und Ausgleichsflächen für Eingriffsvorhaben in der kreisfreien Stadt Münster. greeNature solutions begleitet Kompensation nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW als bundesweit tätiger Full-Service-Partner.

303
km² Stadtfläche
~308k
Einwohner
6
Stadtbezirke
D34
Naturraum Westf. Bucht
~430 ha
Rieselfelder (VSG)
Stadt und Ökologie

Die Stadt Münster im Überblick

Münster ist eine kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des Regierungsbezirks Münster. Sie liegt im Kernmünsterland, einer flachwelligen Parklandschaft im Zentrum der Westfälischen Bucht (BfN-Naturraum D34), die durch Wallhecken, Feldgehölze, Bauernschaften und ein dichtes Netz kleiner Fließgewässer geprägt ist.

Trotz ihrer städtischen Prägung verfügt Münster über einen hohen Grün- und Freiflächenanteil. Bäche wie die Münstersche Aa und die Werse durchziehen das Stadtgebiet, im Norden liegen die europaweit bedeutsamen Rieselfelder, im Süden reicht der große Waldkomplex der Davert in das Stadtgebiet hinein.

Naturschutzfachlich bedeutsam sind das EU-Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster (rund 430 Hektar ehemalige Verrieselungsflächen) sowie das FFH- und Vogelschutzgebiet Davert (FFH DE-4111-302, VSG DE-4111-401) mit alten Eichen-Hainbuchenwäldern im Übergangsbereich zu den Kreisen Coesfeld und Warendorf.

Als wachsende Universitäts- und Verwaltungsstadt verzeichnet Münster einen anhaltenden Bedarf an Wohn-, Gewerbe- und Verkehrsflächen. Wohnbauentwicklung, die Umnutzung ehemaliger Kasernenareale und Infrastrukturvorhaben lösen regelmäßig Kompensationspflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz NRW aus.

Streuobstwiese als Kompensationsfläche mit hochstämmigen Obstbäumen

🗺️ Zugehörige Naturräume

D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›

📍 Stadtteile

Mitte (KS)HiltrupWolbeckAmelsbürenKinderhausCoerdeGievenbeckRoxelNienbergeHandorfAngelmoddeAlbachten

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster, rund 430 ha bedeutendes Rast- und Brutgebiet für Wat- und Wasservögel
  • FFH-Gebiet Davert (DE-4111-302) mit altem Eichen-Hainbuchenwald und Feuchtlebensräumen
  • Vogelschutzgebiet Davert (DE-4111-401) im Übergang zu den Kreisen Coesfeld und Warendorf
  • Fließgewässer Münstersche Aa und Werse als städtische Biotopverbundachsen
  • Kernmünsterländer Parklandschaft mit Wallhecken, Kleingewässern und Feldgehölzen
  • Hoher Grünflächen- und Waldanteil trotz städtischer Verdichtung (u. a. Hohe Ward, Wienburgpark, Aasee)

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und arbeitet in Nordrhein-Westfalen konsequent nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde Münster, das Ökokonto-Verfahren des Landes und die Kompensationskulisse im Kernmünsterland und begleiten Vorhabenträger von der Bilanzierung bis zur Anerkennung.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Münster

💧

Gewässerrenaturierung

Naturnahe Umgestaltung von Bachläufen wie Münsterscher Aa und Werse, Anlage von Uferrandstreifen, Sekundärauen und Totholzstrukturen zur Aufwertung des städtischen Biotopverbunds und der Fließgewässerökologie.

🧱

Entsiegelung

Rückbau versiegelter Flächen auf Konversions- und Brachflächen, Wiederherstellung durchlässiger Böden und Begrünung, ein im urbanen Raum besonders wirksamer Kompensationsansatz nach der Eingriffsregelung.

🌾

Grünlandaufwertung

Extensivierung intensiv genutzter Acker- und Grünlandflächen im stadtnahen Umland, Entwicklung artenreicher Feucht- und Nasswiesen als Lebensraum für Wiesenvögel und Amphibien.

🐸

Kleingewässer & Amphibien

Anlage und Wiederherstellung von Blänken, Tümpeln und Feuchtsenken in der Davert und im Kernmünsterland, gezielte CEF-Maßnahmen für Kammmolch und weitere gefährdete Amphibienarten.

🌳

Wald- & Gehölzentwicklung

Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder und Feldgehölze, Alt- und Totholzanreicherung in den Eichen-Hainbuchenwäldern der Davert als Habitat für Fledermäuse und Höhlenbrüter.

🌿

Wallhecken & Biotopverbund

Neuanlage und Pflege der landschaftsprägenden Wallhecken (Knicks) und Saumstrukturen, Trittsteinbiotope für Niederwild, Insekten und Feldvögel in der ausgeräumten Feldflur.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Kernmünsterland und Westfälische Bucht

🐦

Kiebitz

Der Kiebitz brütet in den offenen Feuchtwiesen und Ackerlandschaften des Münsterlandes, seine Bestände sind stark rückläufig. Extensivierung, Wiedervernässung und Gelegeschutz sind typische CEF-Maßnahmen im stadtnahen Offenland.

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🌾

Feldlerche

Als Charakterart der offenen Feldflur reagiert die Feldlerche empfindlich auf Flächenverlust und Nutzungsintensivierung. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensiv genutzte Ackerränder zählen zu den bewährten Ausgleichsmaßnahmen.

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🦎

Kammmolch

Der Kammmolch nutzt die Kleingewässer und Feuchtsenken der Davert und des Kernmünsterlandes. Für ihn geschützte Anhang-II-Art nach FFH-Richtlinie werden neue Laichgewässer und vernetzte Landhabitate angelegt.

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🦇

Fledermäuse

Die alten Eichenwälder der Davert und Gehölzbestände im Stadtgebiet bieten Quartiere für waldgebundene Fledermausarten. Erhalt von Höhlenbäumen, Quartierbau und Jagdhabitatpflege sichern den günstigen Erhaltungszustand.

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🐟

Eisvogel

An naturnahen Abschnitten von Aa und Werse brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferrenaturierung, Anlage von Steilwänden und die Sicherung fischreicher Gewässerabschnitte fördern die Art im Stadtgebiet.

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🐸

Amphibien

Erdkröte, Grasfrosch und Molcharten besiedeln die Feuchtgebiete rund um Rieselfelder und Davert. Neue Kleingewässer, Amphibienleiteinrichtungen und vernetzte Landlebensräume mindern Eingriffsfolgen im Verkehrswegebau.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbauentwicklung

Als wachsende Universitätsstadt weist Münster kontinuierlich neue Wohnbaugebiete aus. Baulandentwicklung und Nachverdichtung lösen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung aus, für die greeNature Flächen und Ökopunkte bereitstellt.

🪖

Konversion ehemaliger Kasernen

Die Umnutzung ehemaliger britischer Militärareale (u. a. Oxford-, York- und Gremmendorf-Kaserne) zu Wohn- und Gewerbequartieren ist ein prägendes Entwicklungsthema. Entsiegelung und Grünordnung bieten hier erhebliche Kompensationspotenziale.

🏢

Gewerbe & Hafen

Gewerbe- und Logistikflächen sowie die Entwicklung des Stadthafens und angrenzender Areale erzeugen Eingriffsbedarf. greeNature übernimmt Bilanzierung, Flächenzuordnung und Behördenabstimmung nach dem LNatSchG NRW.

🛤️

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau von Bundes- und Landesstraßen, Radschnellwege sowie Bahn- und Leitungstrassen im Stadtgebiet und Umland führen zu Kompensationspflichten, häufig verbunden mit artenschutzrechtlichen CEF-Maßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Münster

Münster liegt vollständig im BfN-Naturraum D34 (Westfälische Bucht), genauer im Kernmünsterland, einer flachwelligen Parklandschaft mit Wallhecken, Feldgehölzen und einem dichten Netz kleiner Fließgewässer. Für die Bewertung von Eingriff und Ausgleich ist die naturräumliche Zuordnung des Vorhabens maßgeblich, greeNature ermittelt sie für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung NRW bevorratet und bewertet, rechtliche Grundlage sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz NRW. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Bilanzierung, Flächenzuordnung aus dem eigenen Portfolio, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Stadt Münster, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Albersloher Weg 450, 48167 Münster. greeNature koordiniert die gesamte behördliche Abstimmung, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Im urbanen und stadtnahen Raum sind Entsiegelung von Brach- und Konversionsflächen, Renaturierung von Aa und Werse, Aufwertung von Grünland, Anlage von Kleingewässern für Amphibien sowie Wald- und Wallheckenentwicklung typische Maßnahmen. Artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen betreffen häufig Kiebitz, Feldlerche und Kammmolch.
Ja. Im Stadtgebiet liegen das EU-Vogelschutzgebiet Rieselfelder Münster sowie das FFH-Gebiet Davert (DE-4111-302) und das Vogelschutzgebiet Davert (DE-4111-401). Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG erfordern. greeNature berät Sie zu den erforderlichen Verfahren.
Ja. Besonders geeignet sind extensivierbare Acker- und Grünlandflächen, gewässernahe Standorte an Aa und Werse sowie Flächen mit Potenzial für Kleingewässer und Gehölzentwicklung. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring über den gesamten Verpflichtungszeitraum.
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