Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D35 · D38 · D34
Regierungsbezirk Düsseldorf

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Mülheim an der Ruhr

Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der Stadt Mülheim an der Ruhr, bewertet nach dem numerischen Bewertungsverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Mülheimer Ruhrtal.

91,28
km² Stadtfläche
~172.000
Einwohner
3 / 9
Stadtbezirke / Stadtteile
Düsseldorf
Regierungsbezirk
D35 / D38
BfN-Naturräume
Stadt und Ökologie

Die Stadt Mülheim an der Ruhr im Überblick

Mülheim an der Ruhr ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf und liegt mit rund 172.000 Einwohnern auf 91,28 Quadratkilometern im westlichen Ruhrgebiet. Die Stadt gliedert sich in drei Stadtbezirke und neun Stadtteile. Namensgebend und landschaftlich prägend ist die Ruhr, die das Stadtgebiet auf etwa 14 Kilometern von Südosten nach Nordwesten durchquert. An der sogenannten Mülheimer Pforte tritt der Fluss aus dem Berg- und Hügelland in die Niederrheinebene über.

Naturräumlich liegt Mülheim am Übergang zweier BfN-Großlandschaften. Der Norden und Westen mit der Ruhraue und dem Raum Styrum gehört zum Niederrheinischen Tiefland (D35), der Süden mit dem niederbergischen Hügelland zum Bergischen Land und Sauerland (D38). Über die Hälfte des Stadtgebiets besteht aus Grün-, Wald- und Wasserflächen. Bachtäler wie das Wambachtal, das Rumbachtal und das Hexbachtal sowie die ausgedehnten Ruhrauen bilden ein vielfältiges Biotopgefüge in einer ansonsten dicht besiedelten Stadtlandschaft.

Ökologisch herausragend ist die Saarn-Mendener Ruhraue, die als FFH-Gebiet Ruhraue in Mülheim (DE-4507-301) Teil des europäischen Netzes Natura 2000 ist. Auf rund 143 Hektar begleiten Grünland, Auwald, Altarme und Stillgewässer den Fluss und bieten unter anderem dem Eisvogel und mehreren Fledermausarten Lebensraum. Insgesamt weist das Stadtgebiet rund 20 Naturschutzgebiete auf, darunter die Styrumer Ruhraue sowie das Wambachtal mit dem Oembergmoor.

Wirtschaftlich ist Mülheim vom Wandel der Montanindustrie hin zu Handel, Dienstleistung und Forschung geprägt, unter anderem mit zwei Max-Planck-Instituten. Wohnungsbau und Nachverdichtung, die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen, Verkehrsprojekte entlang der Autobahnen A40 und A52 sowie städtebauliche Vorhaben am Fluss lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind diese auszugleichen oder zu ersetzen, in Nordrhein-Westfalen bilanziert über ein numerisches Bewertungsverfahren und über Ökokonten nach § 32 LNatSchG NRW.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D35
Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland
Zum Naturraum D35 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›
D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›

📍 Stadtteile

Altstadt I (KS)Altstadt IIBroichSpeldorfStyrumDümptenHeißenMenden-HolthausenSaarn

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Ruhraue in Mülheim (DE-4507-301, Saarn-Mendener Ruhraue), rund 143 Hektar Teil des Netzes Natura 2000
  • Rund 20 Naturschutzgebiete im Stadtgebiet, vom Wambachtal mit Oembergmoor bis zur Styrumer Ruhraue
  • Lage an der Mülheimer Pforte, dem Übergang der Ruhr vom Bergischen Land in die Niederrheinebene
  • Über die Hälfte des Stadtgebiets als Grün-, Wald- und Wasserfläche, ungewöhnlich viel für eine Ruhrgebietsstadt
  • Naturnahe Bachtäler wie Wambachtal, Rumbachtal, Hexbachtal und Forstbachtal als innerstädtischer Biotopverbund
  • Eisvogel und mehrere Fledermausarten (unter anderem Wasserfledermaus und Großer Abendsegler) als wertgebende Arten der Ruhraue

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Mülheim an der Ruhr und im westlichen Ruhrgebiet. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Bewertungsverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt. Für Eingriffe im dicht besiedelten Stadtraum entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen, von der Gewässer- und Auenrenaturierung an der Ruhr über Entsiegelung und Flächenrecycling bis zu Artenschutzmaßnahmen in den Bachtälern der Naturräume D35 und D38.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Mülheim an der Ruhr

🌊

Auen- und Gewässerrenaturierung an der Ruhr

Anbindung von Altarmen, Uferentfesselung und Entwicklung von Auwald und Flachwasserzonen in der Saarn-Mendener und Styrumer Ruhraue. So entstehen Steilufer, Laichhabitate und Nahrungsflächen für Eisvogel, Fische und Amphibien.

🧱

Entsiegelung und Flächenrecycling

Rückbau versiegelter Industrie- und Gewerbebrachen und Umwandlung in durchgrünte, wasseraufnahmefähige Flächen. Im dicht bebauten Stadtraum zählt die Entsiegelung zu den wirksamsten Aufwertungen und verbessert zugleich Boden und Stadtklima.

🌾

Feucht- und Extensivgrünland in der Ruhraue

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Grünland mit angepassten Mahdterminen und angehobenen Wasserständen. Solche Wiesen werten das FFH-Gebiet auf und bieten Wiesenvögeln und Insekten Lebensraum.

🌳

Naturnahe Waldentwicklung in den Bachtälern

Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Auwälder in Wambachtal, Rumbachtal und Hexbachtal mit Förderung von Alt- und Totholz. Das stärkt den innerstädtischen Biotopverbund.

💧

Kleingewässer und Amphibienlaichgewässer

Anlage besonnter, fischfreier Stillgewässer in den Bachtälern und Auen als Fortpflanzungsstätten für Kammmolch, Kröten und Frösche. Vernetzte Laichgewässer sichern die Populationen bei Bauvorhaben im Umfeld.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere an Gebäuden und Brücken, Eisvogel-Steilwände sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Mülheimer Ruhrtal an der Mülheimer Pforte

🐦

Eisvogel an der Ruhr

Der Eisvogel zählt zu den wertgebenden Arten des FFH-Gebiets Ruhraue in Mülheim. Naturnahe Steilufer und klare, fischreiche Gewässerabschnitte bieten ihm Brut- und Nahrungsplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🦇

Fledermäuse in Aue und Stadt

In der Ruhraue und den Wäldern kommen unter anderem Wasserfledermaus, Großer Abendsegler, Breitflügel- und Rauhautfledermaus vor. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss und Sanierung von Gebäuden und Brücken sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦎

Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen

Auf sonnenexponierten Bahndämmen, Halden und Böschungen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.

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🐸

Amphibien in den Bachtälern

Erdkröte, Grasfrosch und Molche besiedeln Kleingewässer, wechselfeuchte Senken und Tümpel der Ruhr- und Bachtäler. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.

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🐊

Kammmolch in Kleingewässern

Der Kammmolch ist als Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie streng geschützt und auf strukturreiche, fischfreie Stillgewässer mit gut ausgebildeter Ufervegetation angewiesen. Anlage und Vernetzung solcher Laichgewässer sind wirksame Maßnahmen für seinen Erhalt.

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🪶

Kiebitz auf offenen Ruhrwiesen

Der Kiebitz brütet auf offenen, feuchten Wiesen und Ackerflächen, seine Bestände sind stark rückläufig. Extensiv genutztes Feuchtgrünland mit Blänken und später Mahd in der Ruhraue kann als produktionsintegrierte oder CEF-Maßnahme zu seinem Schutz beitragen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnungsbau und Nachverdichtung

Wohnbauvorhaben, Nachverdichtung und die Konversion ehemals gewerblich genutzter Flächen erhöhen die Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.

🏭

Gewerbe und Flächenrevitalisierung

Die Wiedernutzung von Industrie- und Gewerbebrachen sowie neue Betriebsansiedlungen greifen in Boden und Landschaft ein. Entsiegelung und begleitende Kompensation schaffen dabei häufig neue Grün- und Lebensräume im Stadtgebiet.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Sanierung von Straßen entlang der Autobahnen A40 und A52, Brückenbauwerke über die Ruhr sowie Vorhaben des öffentlichen Nahverkehrs lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über das numerische Bewertungsverfahren bilanziert werden.

🌉

Städtebau und Hochwasserschutz am Fluss

Städtebauliche Projekte am Wasser wie die Entwicklung der Ruhrpromenade sowie Maßnahmen des Hochwasser- und Gewässerschutzes berühren Aue und Ufer und erfordern eine sorgfältige Abstimmung von Eingriff, Ausgleich und FFH-Verträglichkeit.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

ME
Landkreis Mettmann
Südlicher Nachbar, niederbergisches Hügelland
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Mülheim an der Ruhr

Mülheim liegt am Übergang zweier BfN-Großlandschaften. Der Norden und Westen mit der Ruhraue gehört zum Niederrheinischen Tiefland (D35), der Süden mit dem niederbergischen Hügelland zum Bergischen Land und Sauerland (D38). Für die Bewertung nach dem numerischen Verfahren ist die genaue Einordnung des Eingriffsortes entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Kompensationsbedarf und Aufwertung über ein numerisches Bewertungsverfahren in Wertpunkten bilanziert. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich als Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW führen. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Bilanzierung, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt ist Mülheim selbst Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz, Untere Naturschutzbehörde, Hans-Böckler-Platz 5, 45468 Mülheim an der Ruhr. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Im dicht besiedelten Stadtraum sind Entsiegelung und Flächenrecycling, die Auen- und Gewässerrenaturierung an der Ruhr, die Aufwertung von Feucht- und Extensivgrünland in der Ruhraue sowie naturnahe Waldentwicklung in den Bachtälern typisch. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Eisvogel, Fledermäuse, Amphibien und Zauneidechse.
Ja. Die Saarn-Mendener Ruhraue ist als FFH-Gebiet Ruhraue in Mülheim (DE-4507-301) Teil des Netzes Natura 2000, dazu kommen rund 20 Naturschutzgebiete im Stadtgebiet. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature prüft die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland und Auenstandorte an der Ruhr, entwässerte oder strukturarme Flächen mit Aufwertungspotenzial sowie versiegelte Brachflächen, die entsiegelt werden können. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring. Die konkrete Eignung klären wir nach einer Standortprüfung.
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