
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Mülheim an der Ruhr
Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der Stadt Mülheim an der Ruhr, bewertet nach dem numerischen Bewertungsverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Mülheimer Ruhrtal.
Die Stadt Mülheim an der Ruhr im Überblick
Mülheim an der Ruhr ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf und liegt mit rund 172.000 Einwohnern auf 91,28 Quadratkilometern im westlichen Ruhrgebiet. Die Stadt gliedert sich in drei Stadtbezirke und neun Stadtteile. Namensgebend und landschaftlich prägend ist die Ruhr, die das Stadtgebiet auf etwa 14 Kilometern von Südosten nach Nordwesten durchquert. An der sogenannten Mülheimer Pforte tritt der Fluss aus dem Berg- und Hügelland in die Niederrheinebene über.
Naturräumlich liegt Mülheim am Übergang zweier BfN-Großlandschaften. Der Norden und Westen mit der Ruhraue und dem Raum Styrum gehört zum Niederrheinischen Tiefland (D35), der Süden mit dem niederbergischen Hügelland zum Bergischen Land und Sauerland (D38). Über die Hälfte des Stadtgebiets besteht aus Grün-, Wald- und Wasserflächen. Bachtäler wie das Wambachtal, das Rumbachtal und das Hexbachtal sowie die ausgedehnten Ruhrauen bilden ein vielfältiges Biotopgefüge in einer ansonsten dicht besiedelten Stadtlandschaft.
Ökologisch herausragend ist die Saarn-Mendener Ruhraue, die als FFH-Gebiet Ruhraue in Mülheim (DE-4507-301) Teil des europäischen Netzes Natura 2000 ist. Auf rund 143 Hektar begleiten Grünland, Auwald, Altarme und Stillgewässer den Fluss und bieten unter anderem dem Eisvogel und mehreren Fledermausarten Lebensraum. Insgesamt weist das Stadtgebiet rund 20 Naturschutzgebiete auf, darunter die Styrumer Ruhraue sowie das Wambachtal mit dem Oembergmoor.
Wirtschaftlich ist Mülheim vom Wandel der Montanindustrie hin zu Handel, Dienstleistung und Forschung geprägt, unter anderem mit zwei Max-Planck-Instituten. Wohnungsbau und Nachverdichtung, die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbebrachen, Verkehrsprojekte entlang der Autobahnen A40 und A52 sowie städtebauliche Vorhaben am Fluss lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind diese auszugleichen oder zu ersetzen, in Nordrhein-Westfalen bilanziert über ein numerisches Bewertungsverfahren und über Ökokonten nach § 32 LNatSchG NRW.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Ruhraue in Mülheim (DE-4507-301, Saarn-Mendener Ruhraue), rund 143 Hektar Teil des Netzes Natura 2000
- Rund 20 Naturschutzgebiete im Stadtgebiet, vom Wambachtal mit Oembergmoor bis zur Styrumer Ruhraue
- Lage an der Mülheimer Pforte, dem Übergang der Ruhr vom Bergischen Land in die Niederrheinebene
- Über die Hälfte des Stadtgebiets als Grün-, Wald- und Wasserfläche, ungewöhnlich viel für eine Ruhrgebietsstadt
- Naturnahe Bachtäler wie Wambachtal, Rumbachtal, Hexbachtal und Forstbachtal als innerstädtischer Biotopverbund
- Eisvogel und mehrere Fledermausarten (unter anderem Wasserfledermaus und Großer Abendsegler) als wertgebende Arten der Ruhraue
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Mülheim an der Ruhr und im westlichen Ruhrgebiet. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Bewertungsverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt. Für Eingriffe im dicht besiedelten Stadtraum entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen, von der Gewässer- und Auenrenaturierung an der Ruhr über Entsiegelung und Flächenrecycling bis zu Artenschutzmaßnahmen in den Bachtälern der Naturräume D35 und D38.
Typische Maßnahmen in der Stadt Mülheim an der Ruhr
Auen- und Gewässerrenaturierung an der Ruhr
Anbindung von Altarmen, Uferentfesselung und Entwicklung von Auwald und Flachwasserzonen in der Saarn-Mendener und Styrumer Ruhraue. So entstehen Steilufer, Laichhabitate und Nahrungsflächen für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Entsiegelung und Flächenrecycling
Rückbau versiegelter Industrie- und Gewerbebrachen und Umwandlung in durchgrünte, wasseraufnahmefähige Flächen. Im dicht bebauten Stadtraum zählt die Entsiegelung zu den wirksamsten Aufwertungen und verbessert zugleich Boden und Stadtklima.
Feucht- und Extensivgrünland in der Ruhraue
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Grünland mit angepassten Mahdterminen und angehobenen Wasserständen. Solche Wiesen werten das FFH-Gebiet auf und bieten Wiesenvögeln und Insekten Lebensraum.
Naturnahe Waldentwicklung in den Bachtälern
Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Auwälder in Wambachtal, Rumbachtal und Hexbachtal mit Förderung von Alt- und Totholz. Das stärkt den innerstädtischen Biotopverbund.
Kleingewässer und Amphibienlaichgewässer
Anlage besonnter, fischfreier Stillgewässer in den Bachtälern und Auen als Fortpflanzungsstätten für Kammmolch, Kröten und Frösche. Vernetzte Laichgewässer sichern die Populationen bei Bauvorhaben im Umfeld.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere an Gebäuden und Brücken, Eisvogel-Steilwände sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen.
Geschützte Arten im Mülheimer Ruhrtal an der Mülheimer Pforte
Eisvogel an der Ruhr
Der Eisvogel zählt zu den wertgebenden Arten des FFH-Gebiets Ruhraue in Mülheim. Naturnahe Steilufer und klare, fischreiche Gewässerabschnitte bieten ihm Brut- und Nahrungsplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Aue und Stadt
In der Ruhraue und den Wäldern kommen unter anderem Wasserfledermaus, Großer Abendsegler, Breitflügel- und Rauhautfledermaus vor. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie). Bei Abriss und Sanierung von Gebäuden und Brücken sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Bahndämmen und Böschungen
Auf sonnenexponierten Bahndämmen, Halden und Böschungen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Amphibien in den Bachtälern
Erdkröte, Grasfrosch und Molche besiedeln Kleingewässer, wechselfeuchte Senken und Tümpel der Ruhr- und Bachtäler. Neu angelegte, besonnte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Kleingewässern
Der Kammmolch ist als Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie streng geschützt und auf strukturreiche, fischfreie Stillgewässer mit gut ausgebildeter Ufervegetation angewiesen. Anlage und Vernetzung solcher Laichgewässer sind wirksame Maßnahmen für seinen Erhalt.
Mehr zur Art ›Kiebitz auf offenen Ruhrwiesen
Der Kiebitz brütet auf offenen, feuchten Wiesen und Ackerflächen, seine Bestände sind stark rückläufig. Extensiv genutztes Feuchtgrünland mit Blänken und später Mahd in der Ruhraue kann als produktionsintegrierte oder CEF-Maßnahme zu seinem Schutz beitragen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnungsbau und Nachverdichtung
Wohnbauvorhaben, Nachverdichtung und die Konversion ehemals gewerblich genutzter Flächen erhöhen die Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer können ihre Flächen als Ausgleichsflächen anbieten.
Gewerbe und Flächenrevitalisierung
Die Wiedernutzung von Industrie- und Gewerbebrachen sowie neue Betriebsansiedlungen greifen in Boden und Landschaft ein. Entsiegelung und begleitende Kompensation schaffen dabei häufig neue Grün- und Lebensräume im Stadtgebiet.
Verkehr und Infrastruktur
Ausbau und Sanierung von Straßen entlang der Autobahnen A40 und A52, Brückenbauwerke über die Ruhr sowie Vorhaben des öffentlichen Nahverkehrs lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über das numerische Bewertungsverfahren bilanziert werden.
Städtebau und Hochwasserschutz am Fluss
Städtebauliche Projekte am Wasser wie die Entwicklung der Ruhrpromenade sowie Maßnahmen des Hochwasser- und Gewässerschutzes berühren Aue und Ufer und erfordern eine sorgfältige Abstimmung von Eingriff, Ausgleich und FFH-Verträglichkeit.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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