Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D35
Regierungsbezirk Düsseldorf

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Mönchengladbach

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben in Mönchengladbach. greeNature begleitet Vorhabenträger am westlichen Niederrhein von der Flächensuche bis zur anerkannten Kompensationsmaßnahme, abgewickelt nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG, dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) und der Ökokonto-Verordnung NRW.

~170
km² Stadtfläche
~268k
Einwohner (2022)
4
Stadtbezirke, 44 Stadtteile
D35
Naturraum Niederrheinisches Tiefland
Niers
prägendes Fließgewässer
Stadt und Ökologie

Die Stadt Mönchengladbach im Überblick

Mönchengladbach ist eine kreisfreie Stadt im Westen Nordrhein-Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf rund 170 Quadratkilometern leben etwa 268.000 Menschen, gegliedert in die vier Stadtbezirke Nord, Süd, Ost und West mit insgesamt 44 Stadtteilen. Naturräumlich liegt das Stadtgebiet überwiegend im Niederrheinischen Tiefland (D35), im Süden vermittelt es zur Niederrheinischen Bucht (D35) und den Lössböden der Jülicher Börde.

Prägendes Fließgewässer ist die Niers, die das Stadtgebiet von Süden nach Norden durchzieht und mit ihrer Aue und begleitenden Feuchtwiesen einen ökologischen Leitfaden durch die dicht besiedelte Landschaft bildet. Geologisch bestimmen die eiszeitlichen Sandterrassen des Niederrheins den Untergrund, im Süden gehen sie in fruchtbare Lössböden über.

Der Anteil ausgewiesener Schutzgebiete ist im Verdichtungsraum Mönchengladbach vergleichsweise gering. Zu den wertvollen Kernen zählen die Naturschutzgebiete Volksgarten, Bungtwald und Elschenbruch, das Knippertzbachtal, der Gerkerather Wald und der Hoppbruch. Der niedrige Natura-2000-Anteil unterstreicht die Bedeutung stadtnaher Ausgleichs- und Aufwertungsflächen.

Wirtschaftlich hat sich Mönchengladbach von der einstigen Textilstadt zu einem Standort für Logistik, Maschinenbau und Dienstleistungen gewandelt. Wachsende Wohn- und Gewerbeflächen, die Reaktivierung von Brach- und Konversionsflächen sowie der Ausbau von Verkehrswegen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D35
Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland
Zum Naturraum D35 ›

📍 Stadtteile

Gladbach (Stadtmitte) (KS)RheydtOdenkirchenRheindahlenGiesenkirchenHardtWickrathWanloNeuwerkHehnHoltVenn

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Niers als prägendes Fließgewässer mit begleitender Niersaue und Feuchtgrünland durch das gesamte Stadtgebiet
  • Naturschutzgebiet Volksgarten, Bungtwald und Elschenbruch als bewaldeter Grünkern im Süden der Stadt
  • Naturschutzgebiete Knippertzbachtal, Gerkerather Wald und Hoppbruch mit Bach-, Wald- und Bruchlebensräumen
  • Baggersee Vorster Busch als naturschutzwürdiger Gewässerlebensraum aus ehemaliger Abgrabung
  • geringer Natura-2000- und Schutzgebietsanteil, was den Wert stadtnaher Ausgleichsflächen erhöht
  • Übergang von den Sandterrassen des Niederrheins zu den Lössböden der Jülicher Börde im Süden
  • ehemaliges NATO-Hauptquartier JHQ Rheindahlen als große Konversionsfläche mit Renaturierungspotenzial

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Vorhaben am westlichen Niederrhein aus der Praxis heraus. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach, das numerische Bewertungsverfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW und die naturräumlichen Besonderheiten der Niersniederung. Gerade im dicht besiedelten Stadtraum, in dem Ausgleichsflächen knapp sind, sichern wir Vorhabenträgern rechtssichere Kompensation. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensuche bis zur Anerkennung und Pflege der Maßnahme übernehmen wir die vollständige Abwicklung.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Mönchengladbach

💧

Niers- und Bachrenaturierung

Rückbau von Uferverbau und Sohlbefestigungen an der Niers und ihren Zuflüssen wie dem Knippertzbach, Anlage von Auenstrukturen, Flachwasserzonen und Ufergehölzen. Solche Maßnahmen heben den Biotopwert deutlich und schaffen Lebensraum für Eisvogel und Fischfauna.

🏗️

Entsiegelung und Flächenrecycling

Rückbau versiegelter Flächen auf Brach-, Industrie- und Konversionsarealen mit anschließender Begrünung oder naturnaher Entwicklung. Im Verdichtungsraum ist die Entsiegelung eine besonders wirksame Aufwertung, die versiegelte in durchgrünte Flächen überführt.

🌾

Grünlandaufwertung im Umland

Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland in der Niersniederung und am Stadtrand. Angepasste Mahd- und Beweidungsregime sichern Feuchtwiesen als Brut- und Nahrungshabitat für Wiesenvögel wie den Kiebitz.

🌳

Wald- und Gehölzentwicklung

Standortgerechte Entwicklung von Bruch- und Auwald in den feuchten Niederungen sowie Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen im Übergang zur offenen Feldflur. Diese Strukturen wirken als Trittsteine im Biotopverbund.

🌼

Streuobst und Magerrasen

Anlage von Streuobstwiesen und die Pflege offener Sand- und Magerstandorte, etwa auf Bahndämmen und Brachen. Sie bieten wärmeliebenden Arten und Insekten Lebensraum und verbinden Naturschutz mit dem stadtnahen Landschaftsbild.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG für Zauneidechse, Fledermäuse und Amphibien, etwa Ersatzhabitate, Quartiere und Laichgewässer. Die Ausgestaltung richtet sich nach der jeweiligen Zielart und dem Eingriff.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Niersniederung am westlichen Niederrhein

🐦

Kiebitz und Wiesenvögel

Die feuchten Grünlandflächen der Niersniederung und am Stadtrand sind Brut- und Rastgebiete für Wiesenvögel. Wiedervernässung, extensive Grünlandnutzung und der Schutz von Gelegen sind typische Kompensations- und CEF-Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🦜

Feldlerche

Als Charakterart der offenen Feldflur ist die Feldlerche in den Ackerlandschaften am Rand von Mönchengladbach verbreitet, aber rückläufig. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse

Bahndämme, Böschungen, Sandflächen und Brachen im Stadtgebiet bieten der Zauneidechse geeignete Habitate. Bei Eingriffen sind vorgezogene CEF-Maßnahmen mit Ersatzlebensräumen und Umsiedlung regelmäßig erforderlich.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Parkanlagen, Gewässer, Altbaumbestände und Gebäude im Stadtraum sind wichtige Jagd- und Quartiergebiete. Bei Eingriffen in Gehölze und Gebäude, etwa auf Konversionsflächen, sind Quartierersatz und der Schutz von Flugrouten nach § 44 BNatSchG zu beachten.

Mehr zur Art ›
🐟

Eisvogel

An der Niers und ihren Zuflüssen brütet der Eisvogel in Steilufern. Naturnahe Gewässerentwicklung mit Abbruchkanten und strukturreichen Ufern sichert seine Brut- und Nahrungshabitate.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien

Kleingewässer, Abgrabungsseen wie der Vorster Busch und feuchte Bruchflächen beherbergen zahlreiche Amphibienarten. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer eignen sich gut als vorgezogene CEF-Maßnahme.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Stadtentwicklung

Die Strategie einer wachsenden Stadt mit neuen Wohnquartieren, unter anderem auf innerstädtischen Umnutzungsflächen, führt zu Flächeninanspruchnahme und Versiegelung. Neue Bauleitplanung erfordert Ausgleich nach der Eingriffsregelung, der sich gut über anerkannte Ökokonten decken lässt.

🏭

Logistik und Gewerbe

Logistik- und Gewerbestandorte wie der Regiopark und der Nordpark binden große Flächen und lösen Kompensationspflichten aus. greeNature bündelt diesen Bedarf über flächige Maßnahmen im Naturraum D35.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau von Autobahnen (unter anderem A61, A52 und A44), Ortsumgehungen sowie Vorhaben im Bahnnetz und bei der Ver- und Entsorgung erzeugen Kompensationsbedarf, der über Ökopunkte abgebildet werden kann.

🪖

Konversion JHQ Rheindahlen

Die Nachnutzung des ehemaligen NATO-Hauptquartiers JHQ Rheindahlen verbindet Rückbau, Entsiegelung und naturnahe Entwicklung. Solche Konversionsflächen bieten besonderes Potenzial für hochwertige Aufwertungs- und Ausgleichsmaßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Mönchengladbach

Das Stadtgebiet liegt überwiegend im BfN-Naturraum D35 (Niederrheinisches Tiefland). Im Süden vermittelt es zur Niederrheinischen Bucht (D35) mit den Lössböden der Jülicher Börde. Prägend ist die Niersniederung, die das Stadtgebiet von Süden nach Norden durchzieht. Für die Bewertung eines Eingriffs ist die genaue biotopbezogene Einordnung entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Nordrhein-Westfalen erfolgt die Bewertung über ein numerisches Verfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG), das auf der numerischen Bewertung von Biotoptypen aufbaut. Ausgangs- und Zielzustand einer Fläche werden mit Wertpunkten bemessen, die Differenz ergibt die anrechenbaren Ökopunkte. Grundlage ist die Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Als kreisfreie Stadt führt Mönchengladbach eine eigene Untere Naturschutzbehörde im Fachbereich Umwelt, ansässig im Rathaus Rheydt, Limitenstraße 40, 41236 Mönchengladbach. Sie ist Ansprechpartner für die Anerkennung von Ökokonten und Kompensationsmaßnahmen. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Planung bis zur Abnahme vollständig für Sie.
Der Schutzgebietsanteil ist im Verdichtungsraum eher gering. Zu den ausgewiesenen Naturschutzgebieten zählen Volksgarten, Bungtwald und Elschenbruch, das Knippertzbachtal, der Gerkerather Wald, der Hoppbruch und der Baggersee Vorster Busch. Eingriffe im Umfeld solcher Flächen sowie der Niersaue können artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen.
Im dicht besiedelten Stadtraum sind die Entsiegelung und das Recycling von Brach- und Konversionsflächen, die Renaturierung von Niers und Nebenbächen sowie die Aufwertung von Grünland in den Niederungen besonders wirksam. Hinzu kommen Wald- und Gehölzentwicklung sowie für geschützte Arten vorgezogene CEF-Maßnahmen, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse und Laichgewässer für Amphibien.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland in der Niersniederung, extensivierbare Ackerflächen am Stadtrand, ehemalige Abgrabungen sowie Brach- und Konversionsflächen mit Entsiegelungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring der Maßnahme.
Jetzt anfragen

Ökopunkte in der Stadt Mönchengladbach anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Mönchengladbach.