
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Mönchengladbach
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Vorhaben in Mönchengladbach. greeNature begleitet Vorhabenträger am westlichen Niederrhein von der Flächensuche bis zur anerkannten Kompensationsmaßnahme, abgewickelt nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG, dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) und der Ökokonto-Verordnung NRW.
Die Stadt Mönchengladbach im Überblick
Mönchengladbach ist eine kreisfreie Stadt im Westen Nordrhein-Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf rund 170 Quadratkilometern leben etwa 268.000 Menschen, gegliedert in die vier Stadtbezirke Nord, Süd, Ost und West mit insgesamt 44 Stadtteilen. Naturräumlich liegt das Stadtgebiet überwiegend im Niederrheinischen Tiefland (D35), im Süden vermittelt es zur Niederrheinischen Bucht (D35) und den Lössböden der Jülicher Börde.
Prägendes Fließgewässer ist die Niers, die das Stadtgebiet von Süden nach Norden durchzieht und mit ihrer Aue und begleitenden Feuchtwiesen einen ökologischen Leitfaden durch die dicht besiedelte Landschaft bildet. Geologisch bestimmen die eiszeitlichen Sandterrassen des Niederrheins den Untergrund, im Süden gehen sie in fruchtbare Lössböden über.
Der Anteil ausgewiesener Schutzgebiete ist im Verdichtungsraum Mönchengladbach vergleichsweise gering. Zu den wertvollen Kernen zählen die Naturschutzgebiete Volksgarten, Bungtwald und Elschenbruch, das Knippertzbachtal, der Gerkerather Wald und der Hoppbruch. Der niedrige Natura-2000-Anteil unterstreicht die Bedeutung stadtnaher Ausgleichs- und Aufwertungsflächen.
Wirtschaftlich hat sich Mönchengladbach von der einstigen Textilstadt zu einem Standort für Logistik, Maschinenbau und Dienstleistungen gewandelt. Wachsende Wohn- und Gewerbeflächen, die Reaktivierung von Brach- und Konversionsflächen sowie der Ausbau von Verkehrswegen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D35 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Niers als prägendes Fließgewässer mit begleitender Niersaue und Feuchtgrünland durch das gesamte Stadtgebiet
- Naturschutzgebiet Volksgarten, Bungtwald und Elschenbruch als bewaldeter Grünkern im Süden der Stadt
- Naturschutzgebiete Knippertzbachtal, Gerkerather Wald und Hoppbruch mit Bach-, Wald- und Bruchlebensräumen
- Baggersee Vorster Busch als naturschutzwürdiger Gewässerlebensraum aus ehemaliger Abgrabung
- geringer Natura-2000- und Schutzgebietsanteil, was den Wert stadtnaher Ausgleichsflächen erhöht
- Übergang von den Sandterrassen des Niederrheins zu den Lössböden der Jülicher Börde im Süden
- ehemaliges NATO-Hauptquartier JHQ Rheindahlen als große Konversionsfläche mit Renaturierungspotenzial
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Vorhaben am westlichen Niederrhein aus der Praxis heraus. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Mönchengladbach, das numerische Bewertungsverfahren nach der Ökokonto-Verordnung NRW und die naturräumlichen Besonderheiten der Niersniederung. Gerade im dicht besiedelten Stadtraum, in dem Ausgleichsflächen knapp sind, sichern wir Vorhabenträgern rechtssichere Kompensation. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensuche bis zur Anerkennung und Pflege der Maßnahme übernehmen wir die vollständige Abwicklung.
Typische Maßnahmen in der Stadt Mönchengladbach
Niers- und Bachrenaturierung
Rückbau von Uferverbau und Sohlbefestigungen an der Niers und ihren Zuflüssen wie dem Knippertzbach, Anlage von Auenstrukturen, Flachwasserzonen und Ufergehölzen. Solche Maßnahmen heben den Biotopwert deutlich und schaffen Lebensraum für Eisvogel und Fischfauna.
Entsiegelung und Flächenrecycling
Rückbau versiegelter Flächen auf Brach-, Industrie- und Konversionsarealen mit anschließender Begrünung oder naturnaher Entwicklung. Im Verdichtungsraum ist die Entsiegelung eine besonders wirksame Aufwertung, die versiegelte in durchgrünte Flächen überführt.
Grünlandaufwertung im Umland
Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland in der Niersniederung und am Stadtrand. Angepasste Mahd- und Beweidungsregime sichern Feuchtwiesen als Brut- und Nahrungshabitat für Wiesenvögel wie den Kiebitz.
Wald- und Gehölzentwicklung
Standortgerechte Entwicklung von Bruch- und Auwald in den feuchten Niederungen sowie Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen im Übergang zur offenen Feldflur. Diese Strukturen wirken als Trittsteine im Biotopverbund.
Streuobst und Magerrasen
Anlage von Streuobstwiesen und die Pflege offener Sand- und Magerstandorte, etwa auf Bahndämmen und Brachen. Sie bieten wärmeliebenden Arten und Insekten Lebensraum und verbinden Naturschutz mit dem stadtnahen Landschaftsbild.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG für Zauneidechse, Fledermäuse und Amphibien, etwa Ersatzhabitate, Quartiere und Laichgewässer. Die Ausgestaltung richtet sich nach der jeweiligen Zielart und dem Eingriff.
Geschützte Arten im Niersniederung am westlichen Niederrhein
Kiebitz und Wiesenvögel
Die feuchten Grünlandflächen der Niersniederung und am Stadtrand sind Brut- und Rastgebiete für Wiesenvögel. Wiedervernässung, extensive Grünlandnutzung und der Schutz von Gelegen sind typische Kompensations- und CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Als Charakterart der offenen Feldflur ist die Feldlerche in den Ackerlandschaften am Rand von Mönchengladbach verbreitet, aber rückläufig. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahndämme, Böschungen, Sandflächen und Brachen im Stadtgebiet bieten der Zauneidechse geeignete Habitate. Bei Eingriffen sind vorgezogene CEF-Maßnahmen mit Ersatzlebensräumen und Umsiedlung regelmäßig erforderlich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Parkanlagen, Gewässer, Altbaumbestände und Gebäude im Stadtraum sind wichtige Jagd- und Quartiergebiete. Bei Eingriffen in Gehölze und Gebäude, etwa auf Konversionsflächen, sind Quartierersatz und der Schutz von Flugrouten nach § 44 BNatSchG zu beachten.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An der Niers und ihren Zuflüssen brütet der Eisvogel in Steilufern. Naturnahe Gewässerentwicklung mit Abbruchkanten und strukturreichen Ufern sichert seine Brut- und Nahrungshabitate.
Mehr zur Art ›Amphibien
Kleingewässer, Abgrabungsseen wie der Vorster Busch und feuchte Bruchflächen beherbergen zahlreiche Amphibienarten. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer eignen sich gut als vorgezogene CEF-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Stadtentwicklung
Die Strategie einer wachsenden Stadt mit neuen Wohnquartieren, unter anderem auf innerstädtischen Umnutzungsflächen, führt zu Flächeninanspruchnahme und Versiegelung. Neue Bauleitplanung erfordert Ausgleich nach der Eingriffsregelung, der sich gut über anerkannte Ökokonten decken lässt.
Logistik und Gewerbe
Logistik- und Gewerbestandorte wie der Regiopark und der Nordpark binden große Flächen und lösen Kompensationspflichten aus. greeNature bündelt diesen Bedarf über flächige Maßnahmen im Naturraum D35.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau von Autobahnen (unter anderem A61, A52 und A44), Ortsumgehungen sowie Vorhaben im Bahnnetz und bei der Ver- und Entsorgung erzeugen Kompensationsbedarf, der über Ökopunkte abgebildet werden kann.
Konversion JHQ Rheindahlen
Die Nachnutzung des ehemaligen NATO-Hauptquartiers JHQ Rheindahlen verbindet Rückbau, Entsiegelung und naturnahe Entwicklung. Solche Konversionsflächen bieten besonderes Potenzial für hochwertige Aufwertungs- und Ausgleichsmaßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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