
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Krefeld
Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Krefeld am linken Niederrhein, bewertet nach dem numerischen Bewertungsverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-VO NRW und dem Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW). greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Naturraum D35.
Die Stadt Krefeld im Überblick
Krefeld ist eine kreisfreie Stadt am linken Niederrhein und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf rund 137,78 Quadratkilometern leben etwa 231.000 Menschen, womit Krefeld zu den größeren Städten Nordrhein-Westfalens zählt. Das Stadtgebiet liegt vollständig im BfN-Naturraum D35 (Niederrheinisches Tiefland) und dort auf der Krefeld-Kempener Platte. Im Osten bildet der Rhein bei Uerdingen und Gellep-Stratum die Stadtgrenze.
Landschaftlich prägen flache Niederterrassen, fruchtbare Lehmböden und alte Rheinstromrinnen das Bild. Die als Kendel bezeichneten Altrinnen treten in den Niepkuhlen als Kette von Kleingewässern zutage. Im Nordwesten erhebt sich mit dem Hülser Berg (63 Meter) ein eiszeitlicher Endmoränenrest, an seinem Fuß liegt der Bruchwald des Hülser Bruchs. Stadtnahe Waldflächen wie Stadtwald und Forstwald ergänzen die überwiegend landwirtschaftlich genutzte Feldflur.
Ökologisch bedeutsam sind die Rheinauen im Osten der Stadt. Das Naturschutzgebiet Die Spey schützt Auwald und Uferzonen als Rastraum des Vogelzugs und ist als FFH-Gebiet Teil des europäischen Netzes Natura 2000. Der Latumer Bruch wurde wegen seiner Vorkommen von Kammmolch und Großem Wiesenknopf ebenfalls als FFH-Gebiet gemeldet. Feuchtgrünland, Kleingewässer und Kopfweidenreihen bilden ein Netz wertvoller Lebensräume in der Niederung.
Wirtschaftlich ist Krefeld von der Chemie im Chempark Uerdingen, von Metall- und Edelstahlerzeugung, Maschinenbau und Logistik geprägt, historisch war die Stadt ein Zentrum der Samt- und Seidenproduktion. Gewerbe- und Wohnbauentwicklung, Logistikansiedlungen sowie der Ausbau von Verkehrswegen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem LNatSchG NRW zu erbringen und über Ökokonten nach der Ökokonto-VO NRW zu führen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Die Spey, Rheinaue mit Auwald und überregionaler Bedeutung für den Vogelzug (FFH-Gebiet, Natura 2000)
- Naturschutzgebiet Latumer Bruch, FFH-Gebiet mit Kammmolch und Großem Wiesenknopf
- Niepkuhlen, ein System alter Rheinstromrinnen (Kendel) mit naturnahen Kleingewässern
- Hülser Bruch und Hülser Berg (63 Meter), Bruchwald an einem eiszeitlichen Endmoränenrest
- Rheinufer bei Uerdingen und Gellep-Stratum als linksrheinische Auenlandschaft
- Stadtwald und Forstwald als stadtnahe, historisch gestaltete Waldgebiete
- Orbroich, feuchtes Niederungsgebiet mit Grünland und Gewässern im Nordwesten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch am linken Niederrhein. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Bewertungsverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-VO NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Krefeld. Für Eingriffe im Stadtgebiet entwickeln wir naturraumtreue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen in den Rheinauen, Kendeln und Niederungen des Naturraums D35.
Typische Maßnahmen in der Stadt Krefeld
Auen- und Gewässerrenaturierung am Rhein
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und naturnahe Ufergestaltung in den Rheinauen bei Uerdingen und Gellep-Stratum. So entstehen Flachwasserzonen, Steilufer und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Aufwertung der Kendel und Niepkuhlen
Entschlammung, Wiedervernässung und extensive Pflege der alten Rheinstromrinnen. Naturnahe Kleingewässer und Röhrichte im Verbund der Niepkuhlen sichern Laichhabitate für Amphibien und Lebensräume für Libellen und Wasservögel.
Feucht- und Extensivgrünland im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feucht- und Extensivgrünland mit angepassten Mahdterminen und angehobenen Wasserständen, etwa im Latumer Bruch und in den Niederungen. Solche Flächen sind Lebensraum für Kiebitz und weitere Wiesenvögel.
Entsiegelung im Stadtgebiet
Rückbau versiegelter Flächen auf aufgegebenen Gewerbe-, Industrie- und Verkehrsstandorten und deren Umwandlung in durchlässige, begrünte Böden. Entsiegelung verbessert Versickerung und Kleinklima und ist eine hochwertige Kompensationsleistung im urbanen Raum.
Kopfweiden und Biotopverbund
Anlage und Pflege niederrheintypischer Kopfweidenreihen, Feldgehölze, Hecken und Kleingewässer. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume in der ausgeräumten Feldflur und schaffen Trittsteinbiotope für Fledermäuse, Steinkauz und Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und Kammmolch, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Abgrabungen sowie Ersatzquartiere für Fledermäuse.
Geschützte Arten im Niederrhein, Krefeld-Kempener Platte
Zauneidechse an Bahndämmen und Abgrabungen
Auf besonnten Böschungen, Bahndämmen und Sandflächen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Siedlungs- und Infrastrukturprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Kammmolch im Latumer Bruch
Der streng geschützte Kammmolch (Anhang II und IV FFH-Richtlinie) besiedelt die Kleingewässer des Latumer Bruchs, das seinetwegen als FFH-Gebiet gemeldet wurde. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern seine Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenvögel
Die feuchten Niederungen und Grünlandflächen am Niederrhein beherbergen Kiebitz und weitere Wiesenvögel. Wiedervernässung und extensive Feuchtwiesenpflege mit angepassten Mahdterminen sind hier die wirksamsten Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Rhein und Kendeln
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze an Rhein, Niepkuhlen und stadtnahen Gewässern. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Stadt
Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Wasserfledermaus nutzen Stadtwald, Forstwald, Baumhöhlen, Bunker und Gebäude als Quartier und die Auen als Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien in Niepkuhlen und Bruchgebieten
Erdkröte, Grasfrosch und Molche besiedeln die Kleingewässer der Niepkuhlen, des Hülser Bruchs und der Niederungen. Besonnte, fischfreie Ersatzlaichgewässer und Amphibienleiteinrichtungen sichern ihre Vorkommen bei Bau- und Verkehrsvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Chemie und Industrie (Chempark Uerdingen)
Der Chempark Krefeld-Uerdingen sowie Standorte der Metall- und Edelstahlerzeugung sind bedeutende Industriestandorte. Erweiterungen von Produktionsanlagen, Leitungstrassen und Betriebsflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf, für den greeNature naturraumtreue Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entwickelt.
Gewerbe und Logistik
Neue Gewerbe- und Logistikflächen an Autobahnanschlüssen und im Stadtumfeld gehen mit erheblicher Flächenversiegelung einher. Ausgleich erfolgt über Entsiegelung an anderer Stelle, Grünlandaufwertung und die Anlage von Biotopverbundstrukturen.
Wohnbau und Stadtentwicklung
Wohnbaugebiete und die Konversion früherer Industrie- und Bahnflächen in Krefeld erfordern naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen im Umland können sich als Flächenanbieter beteiligen.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau und die Erneuerung von Straßen und Autobahnabschnitten, die Sanierung der Rheinbrücke Uerdingen sowie Bahn- und Leitungsvorhaben lösen Eingriffe aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche Prüfungen und CEF-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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