Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D35
Regierungsbezirk Düsseldorf

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kleve

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung NRW am Unteren Niederrhein zwischen Rheinauen, Reichswald und der niederländischen Grenze.

1.233
km² Kreisfläche
~320k
Einwohner (2025)
16
Städte und Gemeinden
D35
Naturraum Niederrhein. Tiefland
~200k
überwinternde Wildgänse
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Kleve im Überblick

Der Kreis Kleve liegt am unteren Niederrhein im äußersten Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und grenzt auf langer Linie an die Niederlande. Er gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und zum Landschaftsverband Rheinland. Kreisstadt ist Kleve, den Raum prägen der Rhein, weite Auenlandschaften und ausgedehnte Waldgebiete wie der Reichswald.

Naturräumlich liegt der gesamte Kreis in der Großregion Niederrheinisches Tiefland (D35). Die Landschaft ist von der Dynamik des Rheins geformt, mit rezenter Aue im Deichvorland, Altrheinarmen und Flussmarschen in der Altaue sowie eiszeitlichen Terrassen und Binnendünen. Aus dieser Vielfalt entsteht ein Mosaik aus Feuchtgrünland, Auwaldresten, Röhrichten und Sandtrockenrasen.

Ökologisch ist der Kreis Kleve von internationaler Bedeutung. Das EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401) zählt zu den wichtigsten Überwinterungsgebieten arktischer Wildgänse in Mitteleuropa, jährlich rasten hier bis zu rund 200.000 Blässgänse und Saatgänse. Hinzu kommen zahlreiche FFH-Gebiete entlang des Rheins, etwa die Düffel mit dem Kellener Altrhein sowie die Altrheinarme bei Bienen und Grieth.

Die Wirtschaft wird stark vom Agrobusiness und Gartenbau geprägt, der Raum um Straelen und Kevelaer gehört zu den bedeutendsten Gartenbaustandorten Europas. Häfen in Emmerich, Rees und Kleve, der Ausbau der Bahnstrecke Emmerich, Oberhausen (Betuwe-Linie) sowie Gewerbe-, Siedlungs- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW zu erbringen ist.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D35
Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland
Zum Naturraum D35 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Kleve (KS)Emmerich am RheinGeldernGochKevelaerReesStraelenKalkarKranenburgBedburg-HauUedemWeezeIssumKerken

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401), zweitgrößtes Vogelschutzgebiet in NRW
  • Bis zu rund 200.000 überwinternde arktische Wildgänse, vor allem Blässgans und Saatgans
  • FFH-Gebiet Düffel, Kellener Altrhein und Flussmarschen, grenzüberschreitend zu den Niederlanden
  • Altrheinarme bei Bienen und Grieth, naturnahe Auengewässer, Röhrichte und Feuchtgrünland
  • Reichswald bei Kleve, großes zusammenhängendes Waldgebiet mit Umbaupotenzial
  • Wisseler Dünen, Binnendünen mit Sandtrockenrasen und Kreuzkrötenvorkommen
  • Fleuthkuhlen und weitere Niederrhein-Kuhlen als Kleingewässer- und Amphibienlebensräume

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und übernimmt Kompensation auch am Unteren Niederrhein als Full-Service. Wir arbeiten nach dem numerischen Bewertungsverfahren des Landes und der Ökokonto-Verordnung NRW, kennen die Anforderungen der Rheinauen, des Reichswalds und der Wiesenvogel-Lebensräume und stimmen alle Schritte mit dem Umweltamt des Kreises Kleve als Unterer Naturschutzbehörde ab.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Kleve

🌊

Auenrenaturierung an Rhein und Altrhein

Anbindung von Altrheinarmen, Rückbau von Uferbefestigungen und Zulassen eigendynamischer Entwicklung in der rezenten Aue. So entstehen Flutmulden, Steilufer und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.

🌿

Grünland-Extensivierung für Wiesenvögel

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feucht- und Nassgrünland mit angepassten Mahd- und Wasserständen. Diese Maßnahmen sichern Bruthabitate für Kiebitz und Uferschnepfe und Rastflächen für die arktischen Wildgänse.

🌳

Waldumbau im Reichswald

Überführung strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Laubmischwälder aus Eiche, Hainbuche und Buche sowie Förderung von Alt- und Totholz. So werden Lebensräume für Fledermäuse, Spechte und waldgebundene Arten aufgewertet.

🌾

Kopfbäume, Hecken und Biotopverbund

Pflege und Neupflanzung von Kopfweiden sowie Anlage von Hecken und Feldgehölzen in der niederrheinischen Kulturlandschaft. Solche Strukturen sind Trittsteine für Steinkauz, Fledermäuse und Insekten in der ausgeräumten Feldflur.

💧

Kleingewässer und Kuhlen

Anlage und Entschlammung von Kolken, Blänken und Kuhlen wie im Umfeld der Fleuthkuhlen. Neue Laichgewässer stützen Populationen von Kammmolch, Kreuzkröte und weiteren Amphibien.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere an Gebäuden und Altbäumen, Steinkauzröhren in Kopfbaumbeständen und Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Sandstandorten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Unterer Niederrhein und Reichswald

🦢

Arktische Wildgänse

Der Untere Niederrhein ist eines der bedeutendsten Überwinterungsgebiete Mitteleuropas. Bis zu rund 200.000 Blässgänse und Saatgänse rasten auf den Feuchtwiesen der Aue, ein erheblicher Anteil der westeuropäischen Blässgans-Population. Der Erhalt großflächigen Grünlands ist hier zentral.

🐦

Kiebitz und Wiesenvögel

Feuchtgrünland und Blänken der Rheinaue sind Bruthabitat für Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel. Extensivierung, Wasserrückhalt und späte Mahd sind typische Maßnahmen zur Stützung der stark rückläufigen Wiesenvögel.

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🐦

Eisvogel an Altrheinarmen

Die naturnahen Altrheinarme bei Bienen und Grieth sowie Uferabbrüche entlang des Rheins bieten Brutplätze für den Eisvogel. Steilwandmodellierungen und die Zulassung von Uferdynamik zählen zu den passenden CEF-Maßnahmen.

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Amphibien in Kuhlen und Dünen

Kammmolch, Kreuzkröte und weitere Amphibien besiedeln Kleingewässer der Rheinaue, die Fleuthkuhlen und die feuchten Senken der Wisseler Dünen. Neuanlage besonnter Laichgewässer sichert diese Vorkommen.

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🦇

Fledermäuse im Reichswald

Alt- und Totholzreiche Bestände des Reichswalds sowie Bäume der Kopfbaumlandschaft bieten Quartiere und Jagdrevier für mehrere Fledermausarten. Quartierbäume und Ersatzquartiere sind häufige Kompensationsbausteine.

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🌾

Feldlerche und Offenlandvögel

In der offenen Feld- und Gartenbaulandschaft brüten Feldlerche und weitere Ackervögel, in den Kopfbaumbeständen der berühmte Steinkauz. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerränder werten diese Lebensräume auf.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🌱

Agrobusiness und Gartenbau

Der Raum Straelen und Kevelaer gehört zu den größten zusammenhängenden Gartenbaugebieten Europas. Erweiterungen von Gewächshäusern, Betrieben und Agrar-Gewerbeflächen versiegeln Boden und lösen regelmäßig Kompensationspflichten nach dem LNatSchG NRW aus.

🚢

Logistik und Rheinhäfen

Die Häfen in Emmerich, Rees und Kleve sowie das Rhein-Waal-Terminal binden den Kreis an die internationalen Warenströme an. Erweiterungen von Logistik- und Gewerbeflächen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzbedarf, für den greeNature Flächen und Ökopunkte bereitstellt.

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Der Ausbau der Bahnstrecke Emmerich, Oberhausen (Betuwe-Linie) mit drittem Gleis sowie Straßen- und Brückenvorhaben entlang von A57 und B9 führen zu Eingriffen in Aue und Offenland, die naturschutzrechtlich zu kompensieren sind.

⚡

Siedlung und erneuerbare Energien

Wohn- und Gewerbegebiete sowie Windenergie- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen erfordern Ausgleichsmaßnahmen und Artenschutzprüfungen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokonto- oder Ausgleichsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Kleve

Der Kreis Kleve gehört vollständig zur naturräumlichen Großregion Niederrheinisches Tiefland (BfN-Code D35). Prägend sind die rezente Rheinaue mit Deichvorland, die Altaue mit Altrheinarmen und Flussmarschen sowie Terrassen und Binnendünen. Für die Bewertung eines Eingriffs ist die genaue Lage und der Biotoptyp entscheidend, greeNature ordnet dies für Sie ein.
In Nordrhein-Westfalen werden Kompensationsflächen nach dem numerischen Bewertungsverfahren des Landes bewertet, Ökopunkte werden über anerkannte Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und § 16 BNatSchG bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung, die vollständige Abstimmung mit dem Umweltamt des Kreises Kleve sowie Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Umweltamt des Kreises Kleve, Nassauerallee 15-23, 47533 Kleve. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme, bei Vorhaben mit überörtlicher Bedeutung auch mit der höheren Naturschutzbehörde bei der Bezirksregierung Düsseldorf.
Maßgeblich sind die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG, das Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) und die Ökokonto-Verordnung NRW. Die Bewertung erfolgt über das numerische Bewertungsverfahren des Landes. Für streng geschützte Arten kommen der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG und gegebenenfalls CEF- oder FCS-Maßnahmen hinzu.
Häufig sind Auenrenaturierung und Anbindung von Altrheinarmen, Extensivierung von Feuchtgrünland für Wiesenvögel, Waldumbau im Reichswald, Pflege von Kopfbäumen und Hecken sowie die Anlage von Kleingewässern. Artenschutzmaßnahmen zielen oft auf Kiebitz, Steinkauz, Fledermäuse und Amphibien wie den Kammmolch.
Ja. Das EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401) sowie mehrere FFH-Gebiete entlang des Rheins, etwa die Düffel mit dem Kellener Altrhein, liegen im Kreis Kleve. Eingriffe im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und besondere Anforderungen auslösen. greeNature prüft dies frühzeitig und plant die Kompensation entsprechend.
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