
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kleve
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung NRW am Unteren Niederrhein zwischen Rheinauen, Reichswald und der niederländischen Grenze.
Der Landkreis Kleve im Überblick
Der Kreis Kleve liegt am unteren Niederrhein im äußersten Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und grenzt auf langer Linie an die Niederlande. Er gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und zum Landschaftsverband Rheinland. Kreisstadt ist Kleve, den Raum prägen der Rhein, weite Auenlandschaften und ausgedehnte Waldgebiete wie der Reichswald.
Naturräumlich liegt der gesamte Kreis in der Großregion Niederrheinisches Tiefland (D35). Die Landschaft ist von der Dynamik des Rheins geformt, mit rezenter Aue im Deichvorland, Altrheinarmen und Flussmarschen in der Altaue sowie eiszeitlichen Terrassen und Binnendünen. Aus dieser Vielfalt entsteht ein Mosaik aus Feuchtgrünland, Auwaldresten, Röhrichten und Sandtrockenrasen.
Ökologisch ist der Kreis Kleve von internationaler Bedeutung. Das EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401) zählt zu den wichtigsten Überwinterungsgebieten arktischer Wildgänse in Mitteleuropa, jährlich rasten hier bis zu rund 200.000 Blässgänse und Saatgänse. Hinzu kommen zahlreiche FFH-Gebiete entlang des Rheins, etwa die Düffel mit dem Kellener Altrhein sowie die Altrheinarme bei Bienen und Grieth.
Die Wirtschaft wird stark vom Agrobusiness und Gartenbau geprägt, der Raum um Straelen und Kevelaer gehört zu den bedeutendsten Gartenbaustandorten Europas. Häfen in Emmerich, Rees und Kleve, der Ausbau der Bahnstrecke Emmerich, Oberhausen (Betuwe-Linie) sowie Gewerbe-, Siedlungs- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401), zweitgrößtes Vogelschutzgebiet in NRW
- Bis zu rund 200.000 überwinternde arktische Wildgänse, vor allem Blässgans und Saatgans
- FFH-Gebiet Düffel, Kellener Altrhein und Flussmarschen, grenzüberschreitend zu den Niederlanden
- Altrheinarme bei Bienen und Grieth, naturnahe Auengewässer, Röhrichte und Feuchtgrünland
- Reichswald bei Kleve, großes zusammenhängendes Waldgebiet mit Umbaupotenzial
- Wisseler Dünen, Binnendünen mit Sandtrockenrasen und Kreuzkrötenvorkommen
- Fleuthkuhlen und weitere Niederrhein-Kuhlen als Kleingewässer- und Amphibienlebensräume
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und übernimmt Kompensation auch am Unteren Niederrhein als Full-Service. Wir arbeiten nach dem numerischen Bewertungsverfahren des Landes und der Ökokonto-Verordnung NRW, kennen die Anforderungen der Rheinauen, des Reichswalds und der Wiesenvogel-Lebensräume und stimmen alle Schritte mit dem Umweltamt des Kreises Kleve als Unterer Naturschutzbehörde ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Kleve
Auenrenaturierung an Rhein und Altrhein
Anbindung von Altrheinarmen, Rückbau von Uferbefestigungen und Zulassen eigendynamischer Entwicklung in der rezenten Aue. So entstehen Flutmulden, Steilufer und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Grünland-Extensivierung für Wiesenvögel
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feucht- und Nassgrünland mit angepassten Mahd- und Wasserständen. Diese Maßnahmen sichern Bruthabitate für Kiebitz und Uferschnepfe und Rastflächen für die arktischen Wildgänse.
Waldumbau im Reichswald
Überführung strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Laubmischwälder aus Eiche, Hainbuche und Buche sowie Förderung von Alt- und Totholz. So werden Lebensräume für Fledermäuse, Spechte und waldgebundene Arten aufgewertet.
Kopfbäume, Hecken und Biotopverbund
Pflege und Neupflanzung von Kopfweiden sowie Anlage von Hecken und Feldgehölzen in der niederrheinischen Kulturlandschaft. Solche Strukturen sind Trittsteine für Steinkauz, Fledermäuse und Insekten in der ausgeräumten Feldflur.
Kleingewässer und Kuhlen
Anlage und Entschlammung von Kolken, Blänken und Kuhlen wie im Umfeld der Fleuthkuhlen. Neue Laichgewässer stützen Populationen von Kammmolch, Kreuzkröte und weiteren Amphibien.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere an Gebäuden und Altbäumen, Steinkauzröhren in Kopfbaumbeständen und Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Sandstandorten.
Geschützte Arten im Unterer Niederrhein und Reichswald
Arktische Wildgänse
Der Untere Niederrhein ist eines der bedeutendsten Überwinterungsgebiete Mitteleuropas. Bis zu rund 200.000 Blässgänse und Saatgänse rasten auf den Feuchtwiesen der Aue, ein erheblicher Anteil der westeuropäischen Blässgans-Population. Der Erhalt großflächigen Grünlands ist hier zentral.
Kiebitz und Wiesenvögel
Feuchtgrünland und Blänken der Rheinaue sind Bruthabitat für Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel. Extensivierung, Wasserrückhalt und späte Mahd sind typische Maßnahmen zur Stützung der stark rückläufigen Wiesenvögel.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Altrheinarmen
Die naturnahen Altrheinarme bei Bienen und Grieth sowie Uferabbrüche entlang des Rheins bieten Brutplätze für den Eisvogel. Steilwandmodellierungen und die Zulassung von Uferdynamik zählen zu den passenden CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien in Kuhlen und Dünen
Kammmolch, Kreuzkröte und weitere Amphibien besiedeln Kleingewässer der Rheinaue, die Fleuthkuhlen und die feuchten Senken der Wisseler Dünen. Neuanlage besonnter Laichgewässer sichert diese Vorkommen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse im Reichswald
Alt- und Totholzreiche Bestände des Reichswalds sowie Bäume der Kopfbaumlandschaft bieten Quartiere und Jagdrevier für mehrere Fledermausarten. Quartierbäume und Ersatzquartiere sind häufige Kompensationsbausteine.
Mehr zur Art ›Feldlerche und Offenlandvögel
In der offenen Feld- und Gartenbaulandschaft brüten Feldlerche und weitere Ackervögel, in den Kopfbaumbeständen der berühmte Steinkauz. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerränder werten diese Lebensräume auf.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Agrobusiness und Gartenbau
Der Raum Straelen und Kevelaer gehört zu den größten zusammenhängenden Gartenbaugebieten Europas. Erweiterungen von Gewächshäusern, Betrieben und Agrar-Gewerbeflächen versiegeln Boden und lösen regelmäßig Kompensationspflichten nach dem LNatSchG NRW aus.
Logistik und Rheinhäfen
Die Häfen in Emmerich, Rees und Kleve sowie das Rhein-Waal-Terminal binden den Kreis an die internationalen Warenströme an. Erweiterungen von Logistik- und Gewerbeflächen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzbedarf, für den greeNature Flächen und Ökopunkte bereitstellt.
Verkehrsinfrastruktur
Der Ausbau der Bahnstrecke Emmerich, Oberhausen (Betuwe-Linie) mit drittem Gleis sowie Straßen- und Brückenvorhaben entlang von A57 und B9 führen zu Eingriffen in Aue und Offenland, die naturschutzrechtlich zu kompensieren sind.
Siedlung und erneuerbare Energien
Wohn- und Gewerbegebiete sowie Windenergie- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen erfordern Ausgleichsmaßnahmen und Artenschutzprüfungen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokonto- oder Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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im Landkreis Kleve
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