
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Hochsauerlandkreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Hochsauerlandkreis, rechtssicher nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung. greeNature übernimmt die Kompensation im Sauerland und Rothaargebirge als Full-Service.
Der Landkreis Hochsauerlandkreis im Überblick
Der Hochsauerlandkreis ist mit rund 1.960 km² der flächengrößte Kreis in Nordrhein-Westfalen und liegt im Regierungsbezirk Arnsberg im Süderbergland.
Prägend sind ausgedehnte Mittelgebirgswälder, Bergwiesen, Talsperren und die Quellregionen von Ruhr und Lenne. Naturräumlich gehört der Kreis zum Bergischen Land und Sauerland (D38).
Kompensationsbedarf entsteht vor allem durch den Ausbau der Windenergie auf den Hochflächen, durch Verkehrs- und Gewerbeprojekte sowie durch Maßnahmen der Wasserwirtschaft.
Zuständig für Eingriffsregelung und Artenschutz ist die Untere Naturschutzbehörde des Hochsauerlandkreises mit Sitz in der Kreisstadt Meschede.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D38 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Flächengrößter Kreis Nordrhein-Westfalens mit sehr hohem Waldanteil im Sauerland und Rothaargebirge.
- Der Langenberg bei Niedersfeld ist mit 843 m die höchste Erhebung Nordrhein-Westfalens, gefolgt vom Kahlen Asten mit 841 m.
- Sturm Kyrill (2007) und die anschließende Borkenkäfer-Kalamität haben große Fichtenflächen zerstört, es laufen umfangreiche Wiederbewaldungen.
- Zahlreiche FFH-Gebiete sowie das EU-Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht liegen im Kreisgebiet, überwiegend im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge.
- Talsperren wie der Hennesee und der Sorpesee dienen der Trinkwasserversorgung, dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung.
- Auf den waldreichen Hochflächen ist der Windenergieausbau ein wesentlicher Auslöser für Eingriffe und artenschutzrechtliche Prüfungen.
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Vorhabenträger im Hochsauerlandkreis bei der naturschutzrechtlichen Kompensation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Landesnaturschutzgesetz NRW. Wir stellen Ökopunkte aus geprüften Ökokonten bereit, entwickeln eigene Ausgleichsflächen im Naturraum Bergisches Land und Sauerland und übernehmen Planung, Umsetzung, Monitoring sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde in Meschede. Die Bewertung erfolgt nach dem in Nordrhein-Westfalen üblichen numerischen Biotopwertverfahren, sodass Eingriff und Ausgleich nachvollziehbar in Wertpunkten gegenübergestellt werden.
Typische Maßnahmen im Landkreis Hochsauerlandkreis
Waldumbau zu naturnahen Mischwäldern
Umbau geschädigter Fichtenbestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder, um nach Sturm und Borkenkäfer klimastabile und artenreiche Wälder zu entwickeln.
Renaturierung von Fließgewässern
Wiederherstellung naturnaher Gewässerläufe und der ökologischen Durchgängigkeit an Ruhr, Lenne und Diemel, ergänzt durch die Entwicklung von Auen und Uferzonen.
Erhalt und Pflege von Bergwiesen
Extensive Bewirtschaftung und Wiederherstellung artenreicher Berg- und Mähwiesen, die zu den charakteristischen und stark rückläufigen Lebensräumen des Sauerlands zählen.
Kleingewässer und Feuchtbiotope
Anlage von Tümpeln, Quellsümpfen und Feuchtgrünland zur Förderung von Amphibien und feuchtgebietstypischen Arten in den Mittelgebirgslagen.
Waldränder, Hecken und Säume
Entwicklung stufiger Waldränder, Hecken und Blühsäume zur Vernetzung von Lebensräumen und als Rückzugsraum für Haselmaus, Insekten und Offenlandarten.
Borstgrasrasen und Heideflächen
Pflege und Entwicklung von Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden auf mageren Standorten, die ohne regelmäßige Nutzung verbuschen und verloren gehen.
Geschützte Arten im Sauerland und Rothaargebirge
Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in ruhigen, alten Waldbeständen des Arnsberger Waldes und des Rothaargebirges und reagiert empfindlich auf Störungen im Umfeld seiner Horste.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze breitet sich über Rothaargebirge und Arnsberger Wald wieder aus und ist auf strukturreiche, gut vernetzte Wälder mit Deckung angewiesen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen alte Laubwälder, Höhlen und Stollen des Kreises und sind nach der FFH-Richtlinie streng geschützt.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus lebt in artenreichen Waldrändern, Hecken und Niederwäldern und ist als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie bei Eingriffen besonders zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Amphibien
Feuersalamander, Geburtshelferkröte und weitere Amphibien besiedeln quellige Bäche und Kleingewässer der Mittelgebirgslagen und profitieren von neu angelegten Laichgewässern.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Im Offenland der Medebacher Bucht brüten Feldlerche, Neuntöter und Braunkehlchen. Das Gebiet ist als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Windenergieausbau auf den Hochflächen
Neubau und Repowering von Windparks auf den waldreichen Höhen lösen Eingriffe und artenschutzrechtliche Prüfungen für Fledermäuse, Rotmilan und Schwarzstorch aus.
Straßen- und Verkehrsvorhaben
Der Neu- und Ausbau von Bundes- und Landesstraßen sowie Ortsumgehungen erfordert Ausgleich für Flächenverbrauch und Zerschneidung von Lebensräumen.
Gewerbe- und Industriegebiete
Als Teil der Industrieregion Südwestfalen weist der Kreis neue Gewerbe- und Industrieflächen aus, die eine bilanzierte Kompensation nach sich ziehen.
Tourismus und Wasserwirtschaft
Ausbau von Freizeit- und Wintersportinfrastruktur sowie Maßnahmen an Talsperren und Leitungen erzeugen Kompensationsbedarf in sensiblen Landschaften.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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