
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Hagen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Hagen, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Süderbergland am Tor zum Sauerland.
Die Stadt Hagen im Überblick
Hagen ist eine kreisfreie Großstadt im Süden des Ruhrgebiets und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg. Auf rund 160 Quadratkilometern leben etwa 190.000 Menschen in fünf Stadtbezirken (Mitte, Nord, Haspe, Eilpe/Dahl und Hohenlimburg), die sich in 39 Wohnbezirke gliedern. Die Stadt liegt dort, wo sich die Flüsse Ruhr, Lenne, Volme und Ennepe begegnen, und gilt als Tor zum Sauerland.
Landschaftlich gehört Hagen zum BfN-Naturraum D38 (Bergisches Land und Sauerland, Süderbergland). Prägend sind der bewaldete Hagener Talkessel und die umgebenden Höhenzüge des Ardeygebirges und des Märkischen Sauerlandes. Rund 42 Prozent des Stadtgebiets sind Wald. Eine geologische Besonderheit ist der Massenkalk bei Hohenlimburg mit Karstfelsen, Höhlen und wärmeliebenden Kalkbuchenwäldern.
Ökologisch bedeutsam sind die Kalkbuchenwälder bei Hohenlimburg, die als FFH-Gebiet Teil des europäischen Netzes Natura 2000 sind und in Teilen artenreiche Orchideen-Buchenwälder tragen. Die Karsthöhlen dienen Fledermäusen als Winterquartier, die Flusstäler von Volme, Lenne und Ennepe bilden einen wertvollen Biotopverbund für Eisvogel, Feuersalamander und Wasserorganismen. Naturschutzgebiete wie Mastberg und Weißenstein sichern Kalkfelsen und Buchenwald.
Wirtschaftlich ist Hagen von einer langen industriellen Tradition geprägt, unter anderem durch die Stahl-, Draht- und Kaltwalzindustrie, deren Bandstahlwerke bis heute in Hohenlimburg konzentriert sind. Hinzu kommen die FernUniversität in Hagen als größte staatliche Fernhochschule Deutschlands sowie Gewerbe und Logistik. Nachverdichtung im Talkessel, Gewerbeflächen, Verkehrsvorhaben an der A45 und die Hochwasservorsorge nach dem Volme-Hochwasser vom Juli 2021 lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über das Biotopwertverfahren und Ökokonten nach § 32 LNatSchG NRW zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D38 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Kalkbuchenwälder bei Hohenlimburg (DE-4611-301) mit wärmeliebenden Buchen- und Orchideen-Buchenwäldern
- Naturschutzgebiete Mastberg und Weißenstein sowie Lange Bäume mit Karst-Kalkfelsen und altem Buchenwald
- Massenkalk-Karstlandschaft bei Hohenlimburg mit Höhlen, die Fledermäusen als Winterquartier dienen
- Vier Flüsse (Ruhr, Lenne, Volme und Ennepe) durchziehen das Stadtgebiet auf rund 52 Kilometern
- Rund 42 Prozent Waldanteil, Hagen als bewaldetes Tor zum Sauerland
- Volme-, Nahmer- und Ennepe-Hochwasser im Juli 2021 als Anlass für Gewässerrenaturierung und Hochwasservorsorge
- Biologische Station Umweltzentrum Hagen (Haus Busch) als regionaler Partner für Naturschutz und Monitoring
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im südlichen Ruhrgebiet und im angrenzenden Sauerland. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hagen. Für Eingriffe im dicht bebauten Talkessel entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen, etwa Gewässerrenaturierungen an Volme und Lenne, Entsiegelungen auf Industriebrachen und Waldumbau in den Buchen- und Kalkwäldern des Naturraums D38.
Typische Maßnahmen in der Stadt Hagen
Gewässerrenaturierung an Volme, Lenne und Ennepe
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Nebengerinnen und naturnahe Entwicklung der stark verbauten Stadtflüsse. Solche Maßnahmen verbessern Durchgängigkeit und Hochwasserrückhalt und schaffen zugleich Lebensraum für Eisvogel, Fische und wassergebundene Arten.
Entsiegelung und Stadtgrün auf Industriebrachen
Rückbau versiegelter Flächen ehemaliger Gewerbe- und Industriestandorte im Talkessel, Entwicklung von Boden, Kleingewässern und strukturreichem Grün. Entsiegelung ist im dicht bebauten Hagen eine besonders wirksame Aufwertung nach dem Biotopwertverfahren.
Waldumbau und Kalkbuchenwald
Umbau strukturarmer, durch Sturm und Borkenkäfer geschädigter Fichtenforste in standortgerechte Laub- und Mischwälder sowie Erhalt und Entwicklung der wärmeliebenden Kalk- und Orchideen-Buchenwälder bei Hohenlimburg mit Förderung von Alt- und Totholz.
Grünland- und Streuobstaufwertung im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland sowie Anlage und Pflege von Streuobstwiesen und Feldgehölzen in den Höhenlagen von Dahl und Eilpe. Solche Flächen vernetzen Lebensräume am Übergang von Stadt und Sauerland.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und in Steinbrüchen, Eisvogel-Steilwände, besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und die Sicherung von Fledermausquartieren.
Höhlen- und Felsbiotope für Fledermäuse
Sicherung und Optimierung von Karsthöhlen, Stollen und Felsstandorten der Massenkalklandschaft als Sommer- und Winterquartiere für Fledermäuse. Zugangsregelungen und ein angepasstes Umfeldmanagement erhalten die streng geschützten Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie.
Geschützte Arten im Süderbergland am Tor zum Sauerland
Fledermäuse in Karsthöhlen und Wäldern
Die Höhlen und Stollen der Massenkalklandschaft bei Hohenlimburg sind bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse, während die ausgedehnten Wälder als Jagdgebiet und Sommerlebensraum dienen. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss, Sanierung und Eingriffen in Quartiere sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Eisvogel an den Stadtflüssen
Naturnahe Abschnitte von Volme, Lenne, Ennepe und Ruhr mit Steilufern bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern gehören Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen zu den typischen CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Böschungen und in Steinbrüchen
Auf Bahndämmen, sonnenexponierten Böschungen und in Steinbrüchen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Infrastruktur- und Siedlungsprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.
Mehr zur Art ›Feuersalamander und Amphibien in Bachtälern
Kühle, beschattete Bachsiepen der bewaldeten Höhen sind Lebensraum des Feuersalamanders, dazu besiedeln Erdkröte, Grasfrosch und Molche Kleingewässer und Waldtümpel. Erhalt naturnaher Quellbäche und die Anlage besonnter Laichgewässer sichern ihre Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Haselmaus in strukturreichen Laubwäldern
In den Buchen- und Laubmischwäldern mit dichter Strauchschicht und Waldrändern findet die streng geschützte Haselmaus geeigneten Lebensraum. Erhalt von Gebüschsäumen, Waldmänteln und Biotopverbund sowie Nisthilfen sind wirksame Maßnahmen bei Eingriffen in Wald und Waldrand.
Mehr zur Art ›Kammmolch in Kleingewässern
Fischfreie, besonnte Kleingewässer in Steinbrüchen, Waldrandlagen und Grünland sind Lebensraum des Kammmolchs, einer Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie. Neu angelegte oder optimierte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern die Vorkommen bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Nachverdichtung
Neubaugebiete, Baulückenschluss und Nachverdichtung im dicht bebauten Talkessel führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Wegen der beengten Lage kommen Entsiegelung und Aufwertung im Umland als Kompensation eine besondere Rolle zu.
Gewerbe, Industrie und Logistik
Erweiterung und Neuansiedlung von Gewerbe-, Industrie- und Logistikflächen, unter anderem im Umfeld der traditionsreichen Stahl- und Kaltwalzindustrie, greifen in Boden und Landschaft ein. Grundeigentümer können als Flächenanbieter für Ökokonten profitieren.
Verkehrsinfrastruktur
Ausbau, Sanierung und Ersatzneubau von Straßen, Brücken und Bahnanlagen, unter anderem entlang der Autobahn A45, sowie kommunale Verkehrsprojekte lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über das numerische Biotopwertverfahren bilanziert werden.
Hochwasservorsorge und Gewässerausbau
Nach den schweren Überflutungen von Volme, Nahmer und Ennepe im Juli 2021 stehen Hochwasserschutz und naturnaher Gewässerausbau im Fokus. Solche Vorhaben lassen sich mit Renaturierung, Auenentwicklung und Retentionsflächen als ökologische Aufwertung verbinden.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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