Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D34 · D36
Regierungsbezirk Detmold

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Gütersloh

Behördlich anerkannte Ökopunkte und Full-Service-Kompensation im Kreis Gütersloh. greeNature übernimmt Bewertung, Flächenbereitstellung und Behördenabstimmung nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW.

969
km² Kreisfläche
~363.000
Einwohner
13
Städte und Gemeinden
D34/D36
BfN-Naturräume
~43 km
Ems im Kreisgebiet
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Gütersloh im Überblick

Der Kreis Gütersloh liegt im Süden von Ostwestfalen-Lippe und gehört zum Regierungsbezirk Detmold. Der größte Teil des Kreisgebiets liegt in der Emssandebene innerhalb der Westfälischen Bucht (BfN-Naturraum D34), einer flachwelligen, sandgeprägten Landschaft mit weiten Acker- und Grünlandfluren.

Nach Norden steigt das Gelände zum Teutoburger Wald (Osning) an, der zum BfN-Naturraum D36 (Weser- und Weser-Leine-Bergland) zählt. Zwischen Höhenzug und Ebene vermitteln die Ravensberger Mulde und die sandige Senne mit ihren Heide- und Sandtrockenrasen.

Prägendes Fließgewässer ist die Ems, die den Kreis auf rund 43 Kilometern durchzieht, ergänzt durch Hessel, Wapelbach und Ölbach. Die Auen und Feuchtwiesen dieser Gewässer sind ökologisch wertvolle Rückzugsräume.

Wirtschaftlich ist der Kreis stark industriell geprägt, unter anderem durch Bertelsmann und Miele in Gütersloh, Claas in Harsewinkel und die Ernährungswirtschaft in Rheda-Wiedenbrück. Betriebserweiterungen, Gewerbeflächen und Infrastruktur lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›
D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Gütersloh (KS)Rheda-WiedenbrückVerlHarsewinkelHalle (Westf.)RietbergSchloß Holte-StukenbrockVersmoldBorgholzhausenWerther (Westf.)Herzebrock-ClarholzLangenbergSteinhagen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Tatenhauser Wald bei Halle mit alten Buchen- und Eichenbeständen und rund zehn Fledermausarten
  • FFH-Gebiet Östlicher Teutoburger Wald (Osning) mit Kalkbuchenwäldern auf dem Kalkzug von Borgholzhausen bis Bielefeld
  • Senne, große Sandheidelandschaft mit Heiden und Sandtrockenrasen am Südwestrand des Teutoburger Waldes
  • Ems als prägendes Fließgewässer mit naturnahen Auenabschnitten und Feuchtwiesen
  • Ravensberger Mulde im Norden als strukturreiche Übergangslandschaft zwischen Ebene und Höhenzug
  • Zahlreiche Naturschutzgebiete des Kreises, von Feuchtgebieten über Heiden bis zu Altwäldern

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und plant, setzt um und pflegt Kompensationsflächen auch außerhalb des eigenen bayerischen Standorts. Im Kreis Gütersloh arbeiten wir nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW, stimmen uns mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Emssandebene, Senne und Teutoburger Wald.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Gütersloh

💧

Auen und Fließgewässer

Renaturierung von Bachläufen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung von Feuchtwiesen entlang von Ems, Hessel und Ölbach. So entstehen Laich- und Bruthabitate, und der Biotopverbund im Flachland wird gestärkt.

🌾

Heide und Sandmagerrasen

Entwicklung und Pflege von Sandheiden und Trockenrasen im naturräumlichen Umfeld der Senne. Diese nährstoffarmen Standorte sind Lebensraum für Zauneidechse, Heidelerche und viele Wildbienenarten.

🌳

Waldumbau und Altholz

Umbau naturferner Nadelforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern sowie gezielte Anreicherung mit Alt- und Totholz. Davon profitieren Fledermäuse, Spechte und die Haselmaus.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in artenreiches, extensiv bewirtschaftetes Grünland in den Ems- und Bachniederungen, ein Lebensraum für Wiesenvögel und Amphibien.

🐸

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Laichgewässer für den Kammmolch, besonnte Sandhabitate für Reptilien und Ersatzquartiere für Fledermäuse, jeweils abgestimmt auf das konkrete Vorhaben.

🌳

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Agrarlandschaft der Emssandebene als Trittsteine zwischen Wald, Aue und Offenland.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Emssandebene und Teutoburger Wald

🦇

Fledermäuse

Der Tatenhauser Wald bei Halle beherbergt rund zehn Fledermausarten, darunter die seltene Bechsteinfledermaus und die Teichfledermaus. Alte Laubwälder und Baumhöhlen sind entscheidende Quartier- und Jagdräume.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse

Die sandigen Heiden und Trockenrasen der Senne und der Emssandebene bieten der Zauneidechse besonnte Lebensräume. Bei Eingriffen sind Umsiedlungen und neu geschaffene Sandstrukturen als CEF-Maßnahmen typisch.

Mehr zur Art ›
🐸

Kammmolch

Der streng geschützte Kammmolch kommt unter anderem im Tatenhauser Wald vor und ist auf fischfreie, besonnte Kleingewässer angewiesen. Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern sind wichtige Ausgleichsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel

An naturnahen Abschnitten von Ems und Nebenbächen brütet der Eisvogel in Steilufern. Saubere Gewässer, Uferabbrüche und ein reiches Kleinfischangebot sind Voraussetzung für stabile Bestände.

Mehr zur Art ›
🌾

Feldlerche

In den weiten Ackerfluren der Emssandebene ist die Feldlerche ein charakteristischer, aber rückläufiger Brutvogel. Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen zählen zu den bewährten Hilfsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien der Sandlandschaft

Die sandgeprägten Lebensräume der Senne beherbergen Pionierarten wie die Kreuzkröte, die auf flache, vegetationsarme Kleingewässer angewiesen ist. Solche Gewässer lassen sich gezielt neu anlegen.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Gewerbe

Große Arbeitgeber wie Bertelsmann und Miele in Gütersloh, Claas in Harsewinkel, Storck in Halle sowie die Ernährungswirtschaft in Rheda-Wiedenbrück erweitern regelmäßig Standorte und Gewerbeflächen. Solche Vorhaben lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach dem BNatSchG aus.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Sanierung von Autobahnen (A2 und A33), Landesstraßen und Ortsumgehungen sowie Bahn- und Leitungstrassen führen im Kreis regelmäßig zu Kompensationsbedarf.

🏘️

Siedlungsentwicklung

Neue Wohn- und Gewerbegebiete in den wachsenden Städten und Gemeinden des Kreises erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können sich als Anbieter von Kompensationsflächen einbringen.

⚡

Erneuerbare Energien

Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie auf landwirtschaftlichen Flächen und in Höhenlagen erfordern artenschutzrechtliche Prüfungen und Kompensation, unter anderem CEF-Maßnahmen für Offenlandarten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Gütersloh

Der größte Teil des Kreises gehört zum BfN-Naturraum D34 (Westfälische Bucht), hier vor allem zur Emssandebene mit sandigen Böden und weiten Feldfluren. Der nördliche Rand um den Teutoburger Wald zählt zum Naturraum D36 (Weser- und Weser-Leine-Bergland). Für die Bewertung eines Eingriffs ist die genaue Naturraum- und Biotopzuordnung entscheidend, greeNature ermittelt diese für Ihr Vorhaben.
In Nordrhein-Westfalen richtet sich die Kompensation nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG) und der Ökokonto-Verordnung NRW. Eingriff und Ausgleich werden über ein numerisches Bewertungsverfahren der Biotoptypen bilanziert, anerkannte Ökokonten stellen die daraus abgeleiteten Wertpunkte bereit. Es gilt also das nordrhein-westfälische Landesrecht und nicht die bayerische BayKompV.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Gütersloh, Abteilung Umwelt, mit Sitz im Kreishaus Wiedenbrück, Wasserstraße 14, 33378 Rheda-Wiedenbrück. greeNature koordiniert die gesamte Abstimmung mit der Behörde, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufig sind Renaturierungen an Ems und Nebenbächen, die Entwicklung von Feucht- und Extensivgrünland, die Anlage und Pflege von Sandheiden und Trockenrasen im Umfeld der Senne sowie der Umbau naturferner Forste zu Laubwald. Dazu kommen Artenschutzmaßnahmen für Kammmolch, Zauneidechse und Fledermäuse.
Im Kreis liegen mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter der FFH-Bereich Tatenhauser Wald bei Halle und der Östliche Teutoburger Wald (Osning). Vorhaben im Umfeld solcher FFH-Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und, bei betroffenen streng geschützten Arten, Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 BNatSchG erfordern.
Ja. Gut geeignet sind zum Beispiel Ackerflächen in den Ems- und Bachniederungen, sandige Standorte im Übergang zur Senne oder aufwertungsfähige Waldparzellen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Gütersloh anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Gütersloh.