Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D34 · D38
Regierungsbezirk Düsseldorf

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Essen

Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Essen, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren des Landes und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im Ruhrgebiet.

210,3 km²
Stadtfläche
rund 580.000
Einwohner
9 Stadtbezirke, 50 Stadtteile
Gliederung
Kreisfreie Stadt, Reg.-Bez. Düsseldorf
Verwaltung
D34 und D38
Naturraum
Stadt und Ökologie

Die Stadt Essen im Überblick

Essen ist eine kreisfreie Stadt im Herzen des Ruhrgebiets und gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Auf rund 210,3 Quadratkilometern leben etwa 580.000 Menschen, verteilt auf 9 Stadtbezirke und 50 Stadtteile. Die Stadt reicht vom dicht bebauten, ehemals von Bergbau und Schwerindustrie geprägten Norden bis zu den waldreichen Höhen und dem Ruhrtal im Süden.

Naturräumlich liegt Essen am Übergang zweier BfN-Großlandschaften. Der nördliche Stadtteil um die Emscher gehört zum Emscherland innerhalb der Westfälischen Tieflandsbucht (D34), während das südliche Ruhrtal mit Baldeneysee, Schellenberger Wald und Stadtwald dem Bergisch-Märkischen Hügelland (Teil von D38, Bergisches Land und Sauerland) zuzuordnen ist. Ökologisch bedeutsam ist vor allem die Heisinger Ruhraue im Süden.

In einer der am dichtesten bebauten Großstädte Deutschlands entstehen Eingriffe vor allem durch Nachverdichtung und Wohnbau, die Konversion von Industrie- und Bahnbrachen, den Ausbau von Verkehrswegen sowie den Umbau der Emscher. Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen und unvermeidbare Eingriffe auszugleichen oder zu ersetzen.

Maßgeblich sind in Essen das Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (LNatSchG NRW) und die Ökokonto-Verordnung NRW. Der Kompensationsbedarf wird über das numerische Biotopwertverfahren des Landes anhand von Biotopwertpunkten ermittelt. greeNature begleitet Vorhabenträger und Kommunen bundesweit und stimmt jede Maßnahme eng mit der Unteren Naturschutzbehörde im Umweltamt der Stadt Essen ab.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Stadtteile

Stadtkern (Zentrum) (KS)RüttenscheidBorbeckAltenessenSteeleWerdenKettwigBredeneyKaternbergKupferdrehHeisingenFrohnhausen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Heisinger Ruhraue (DE-4508-301), rund 150 Hektar Auenlandschaft an der Ruhr im europäischen Netz Natura 2000
  • Naturschutzgebiet Heisinger Ruhraue mit Auwald, Feuchtgrünland und durch Bergsenkungen entstandenen Altgewässern
  • Baldeneysee und Ruhrtal mit Schellenberger Wald und Stadtwald als grüne Achse im Süden der Stadt
  • Zeche Zollverein (UNESCO-Welterbe) und weitere Industrie- und Bahnbrachen als wertvolle Sekundärlebensräume
  • Grüne Hauptstadt Europas 2017 (European Green Capital) im Zeichen des Strukturwandels von Kohle und Stahl hin zu Grün
  • Emscher-Umbau der Emschergenossenschaft mit Renaturierung vormals abwasserführender Gewässer
  • Lage am Übergang der Naturräume D34 (Westfälische Tieflandsbucht, Emscherland) und D38 (Bergisch-Märkisches Hügelland, Ruhrtal)

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Ruhrgebiet. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde im Umweltamt der Stadt Essen. Für Eingriffe im dicht bebauten Stadtgebiet entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen, von der Entsiegelung ehemaliger Industrieflächen bis zur Auen- und Gewässerentwicklung im Ruhrtal.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Essen

💧

Gewässerrenaturierung an Emscher und Nebenbächen

Offenlegung und naturnahe Umgestaltung technisch ausgebauter Bäche im Zuge des Emscher-Umbaus, etwa an Borbecker Mühlenbach und Deilbach. Anlage von Flachwasserzonen, Uferstauden und Gehölzsäumen schafft Lebensraum für Fische, Libellen und Amphibien und wertet den Biotopverbund im Stadtgebiet auf.

🌊

Auenentwicklung an der Ruhr

Anbindung von Altgewässern, Entwicklung von Auwald und Feuchtgrünland im Umfeld der Heisinger Ruhraue und entlang der Ruhr. Solche Maßnahmen sichern hochwertige Auenlebensräume, verbessern den Wasserrückhalt und bieten Rast- und Brutraum für zahlreiche Vogelarten.

🧱

Entsiegelung und Brachflächenaufwertung

Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Industrie-, Zechen- und Bahnstandorten und Entwicklung strukturreicher, mageren Offenlandbiotope. Aufgelassene Brachen sind im Ruhrgebiet wertvolle Sekundärlebensräume, deren gezielte Pflege selten gewordene Arten fördert.

🌳

Waldumbau und Stadtwald

Umbau strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Mischwälder aus Buche, Eiche und Hainbuche in Schellenberger Wald, Stadtwald und weiteren Waldflächen. Förderung von Alt- und Totholz erhöht das Angebot an Höhlen- und Quartierbäumen für Fledermäuse und Vögel.

🌾

Grünland- und Streuobstaufwertung im Ruhrtal

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland mit angepassten Mahdterminen sowie Anlage und Pflege von Streuobstwiesen am Rand des besiedelten Raums. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und schaffen Trittsteinbiotope für Insekten, Vögel und Fledermäuse.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Brachen und Bahndämmen, Fledermausquartiere an Gebäuden und Bäumen sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien im räumlichen Zusammenhang.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Ruhrmetropole zwischen Emscher und Ruhrtal

🦇

Fledermäuse in Stadt und Wald

Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und weitere Arten nutzen Gebäude, Brücken, Bunker und die Höhlenbäume von Stadtwald und Schellenberger Wald als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse auf Brachen und Bahndämmen

Auf Industriebrachen, Böschungen und Bahndämmen des Ruhrgebiets ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Bau- und Infrastrukturvorhaben. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.

Mehr zur Art ›
🦎

Kammmolch und Amphibien in Bergsenkungsgewässern

Durch Bergsenkungen entstandene Stillgewässer, Teiche und wechselfeuchte Senken bieten Kammmolch, Erdkröte und Grasfrosch Laichraum. Neu angelegte, besonnte und fischfreie Ersatzlaichgewässer sichern die Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.

Mehr zur Art ›
🐟

Eisvogel an Ruhr und Baldeneysee

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden entlang von Ruhr, Baldeneysee und den Nebenbächen bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐦

Kiebitz und Wiesenvögel in der Ruhraue

Die extensiv bewirtschafteten Feuchtgrünländer der Heisinger Ruhraue sind Brut- und Rastraum für Kiebitz und weitere Wiesenvögel. Wiedervernässung und angepasste Grünlandpflege sind hier die wirksamsten Kompensationsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🦢

Rast- und Wasservögel am Baldeneysee

Der Baldeneysee und die angrenzende Ruhraue mit dem Vogelschutzbereich Heisinger Bogen beherbergen Graureiher-, Haubentaucher- und weitere Wasservogelvorkommen. Ruhige Uferzonen, Röhrichte und Flachwasser sichern Nahrungs- und Rastplätze.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Innenentwicklung

Nachverdichtung, neue Wohnquartiere und die Umnutzung ehemaliger Industrie- und Zechenflächen zu Wohnstandorten führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich über das numerische Biotopwertverfahren.

🏭

Gewerbe- und Brachflächenkonversion

Die Konversion von Industrie-, Bahn- und Bergbaubrachen zu Gewerbe- und Dienstleistungsstandorten prägt den Strukturwandel in Essen. Solche Vorhaben greifen häufig in gewachsene Sekundärlebensräume ein und lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Ausbau und Sanierung von Autobahnen, Bundes- und Landstraßen, Brücken, Bahnanlagen und Radwegen im dichten Verkehrsnetz des Ruhrgebiets führen zu Eingriffen, die artenschutzrechtliche Prüfungen und Kompensation erforderlich machen.

💧

Emscher-Umbau und Hochwasserschutz

Die Renaturierung der Emscher und ihrer Nebengewässer durch die Emschergenossenschaft sowie Maßnahmen des Hochwasserschutzes bieten Anlässe, ökologische Aufwertungen mit anrechenbarer Kompensation zu verbinden.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

RE
Landkreis Recklinghausen
Nördlicher Nachbar, Vest Recklinghausen
ME
Landkreis Mettmann
Südlicher Nachbar, Bergisch-Märkisches Hügelland
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Essen

Essen liegt am Übergang zweier BfN-Großlandschaften. Der Norden um die Emscher gehört zum Emscherland innerhalb der Westfälischen Tieflandsbucht (D34), das südliche Ruhrtal mit Baldeneysee und den Waldhöhen zum Bergisch-Märkischen Hügelland (Teil von D38, Bergisches Land und Sauerland). Für die Bewertung nach dem Biotopwertverfahren ist die genaue Einordnung des Eingriffsortes entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Kompensationsbedarf und Ausgleich über ein numerisches Biotopwertverfahren bilanziert. Vorgezogene Maßnahmen werden als Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW geführt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Bilanzierung, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Stadt Essen, Umweltamt, Untere Naturschutzbehörde, Natorpstraße 27, 45139 Essen. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Im dicht bebauten Ruhrgebiet sind Entsiegelung ehemaliger Industrie- und Bahnflächen, die Renaturierung von Emscher und Nebenbächen, Auen- und Gewässerentwicklung an der Ruhr sowie Waldumbau in Stadtwald und Schellenberger Wald verbreitet. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben kommen Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse, Amphibien und Eisvogel hinzu.
Ja. Bedeutendstes Natura-2000-Gebiet ist die Heisinger Ruhraue (DE-4508-301) im Süden der Stadt, eine rund 150 Hektar große Auenlandschaft an der Ruhr. Eingriffe im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature prüft die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Ja. Im dicht bebauten Stadtgebiet ist Fläche knapp, geeignet sind vor allem entsiegelbare Brachen, Grünland und Auenstandorte im Ruhrtal sowie strukturarme Flächen mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring. Die konkrete Eignung klären wir nach einer Standortprüfung.
Jetzt anfragen

Ökopunkte in der Stadt Essen anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat in der Stadt Essen.