
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Duisburg
Ökopunkte und Ausgleichsflächen in der kreisfreien Stadt Duisburg, bewertet nach dem numerischen Bewertungsverfahren der Biotoptypen und geführt über Ökokonten gemäß der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen an der Mündung der Ruhr in den Rhein.
Die Stadt Duisburg im Überblick
Duisburg ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Düsseldorf und liegt an der Mündung der Ruhr in den Rhein am unteren Niederrhein, am westlichen Rand des Ruhrgebiets. Auf rund 233 Quadratkilometern leben etwa 502.000 Menschen (2022). Die Stadt gliedert sich in sieben Stadtbezirke mit 46 Stadtteilen.
Landschaftlich gehört das Stadtgebiet zum BfN-Naturraum D35 (Niederrheinisches Tiefland). Trotz der dichten industriellen und städtischen Prägung durchziehen die Auen von Rhein und Ruhr sowie ausgedehnte Waldflächen wie der Duisburger Stadtwald das Stadtgebiet und bilden bedeutende Lebensräume.
Wirtschaftlich prägen der Hafen Duisburg (duisport) als größter Binnenhafen Europas, die Stahlindustrie sowie Logistik- und Gewerbestandorte die Stadt. Der anhaltende Strukturwandel führt zu zahlreichen Flächenkonversionen mit naturschutzrechtlichem Kompensationsbedarf.
Als Untere Naturschutzbehörde bewertet und begleitet die Stadt Duisburg Eingriffe in Natur und Landschaft nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Landesnaturschutzgesetz NRW.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D35 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum (DE-4406-301) im Norden ist mit rund 495 Hektar im Stadtgebiet der südlichste Teil des EU-Vogelschutzgebiets Unterer Niederrhein und ein bedeutendes Rast- und Brutgebiet, unter anderem für nordische Wildgänse.
- Das EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein (DE-4203-401) reicht mit rund 1.549 Hektar in das Duisburger Stadtgebiet hinein und zählt zu den international bedeutsamen Feuchtgebieten am Niederrhein.
- Die Rhein-Fischschutzzonen zwischen Emmerich und Bad Honnef (FFH-Gebiet DE-4405-301) begleiten den Rhein und schützen wandernde Fischarten und ihre Laichhabitate.
- Die Sechs-Seen-Platte und der Duisburger Stadtwald im Süden bilden aus ehemaligen Kiesabgrabungen ein großes stadtnahes Wald-, Gewässer- und Erholungsgebiet mit hoher ökologischer Bedeutung.
- Zahlreiche Industriebrachen, Bahnanlagen und Bergehalden sind zu Sekundärlebensräumen für wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse geworden und spielen im Biotopverbund des Ruhrgebiets eine wichtige Rolle.
- Große Konversionsflächen des Strukturwandels, etwa das frühere Rangierbahngelände in Wedau, werden zu neuen Wohn- und Gewerbequartieren entwickelt und lösen umfangreichen Kompensationsbedarf aus.
✅ greeNature vor Ort
In Duisburg treffen dichte industrielle und städtische Nutzung unmittelbar auf hochwertige Auenlandschaften von Rhein und Ruhr. Wir unterstützen Vorhabenträger im gesamten Stadtgebiet bei der Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, von der Ermittlung des Biotopwerts über das numerische Bewertungsverfahren des LANUV bis zur rechtssicheren Sicherung der Ausgleichsflächen. Kompensationsmaßnahmen und Ökopunkte richten sich dabei nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW. Wo Vorhaben europäisch geschützte Arten berühren, prüfen wir die Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG und entwickeln bei Bedarf vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) sowie Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS). Gerade im urbanen Raum bieten Entsiegelung, die Aufwertung von Brachen und die Renaturierung von Gewässern wirksame Ansätze. Als bundesweit tätige Fachfirma verbinden wir überregionale Erfahrung mit der Kenntnis der Niederrhein-Auen und der Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Duisburg.
Typische Maßnahmen in der Stadt Duisburg
Renaturierung von Rhein- und Ruhrgewässern
Naturnahe Ufergestaltung, Wiederanbindung von Altarmen und die Aufwertung von Nebengewässern wie dem Dickelsbach schaffen dynamische, ökologisch wertvolle Fließ- und Auengewässer.
Entsiegelung von Industrie- und Gewerbebrachen
Der Rückbau versiegelter Flächen auf Konversionsstandorten stellt Boden, Wasserhaushalt und Vegetation wieder her und schafft im dicht bebauten Stadtraum neuen Lebensraum.
Grünlandextensivierung im Duisburger Westen
Späte Mahd, Düngeverzicht und angepasste Beweidung im Rheinvorland bei Baerl und Rheinhausen fördern Wiesenvögel und die Artenvielfalt des Feuchtgrünlands.
Naturnaher Waldumbau im Duisburger Stadtwald
Die Entwicklung strukturreicher Laubwälder mit Alt- und Totholz verbessert die Lebensräume für Fledermäuse und waldgebundene Arten und stärkt den stadtnahen Biotopverbund.
Anlage von Kleingewässern und Blänken
Neue fischfreie Stillgewässer in Auen und auf Brachflächen schaffen Laichhabitate für Amphibien und werten Feuchtlebensräume gezielt auf.
Sekundärlebensräume auf Brachen und Bahnflächen
Besonnte Sand-, Kies- und Steinstrukturen sowie Ruderalfluren auf Industrie- und Bahnbrachen sichern Lebensräume für wärmeliebende Arten wie die Zauneidechse.
Geschützte Arten im Rhein-Ruhr-Mündung im westlichen Ruhrgebiet
Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt in Duisburg sonnige Bahndämme, Industriebrachen und Halden. Sand- und Steinstrukturen sowie besonnte Säume sichern ihre Lebensräume und sind bei Eingriffen frühzeitig zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Kiebitz brütet und rastet im Feuchtgrünland der Rheinaue Walsum und ist auf offene, nasse Wiesen angewiesen. Grünlandextensivierung zählt zu den wirksamsten Maßnahmen für die Art.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alt- und Totholz im Duisburger Stadtwald, Gebäude und ehemalige Bunkeranlagen bieten Quartiere und Jagdhabitate für mehrere streng geschützte Fledermausarten.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Der Eisvogel brütet in Steilufern an Rhein, Ruhr und der Sechs-Seen-Platte. Naturnahe Uferabbrüche und klare, fischreiche Gewässer fördern seine Bestände.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch nutzt fischfreie Kleingewässer der Auen und Brachen. Neu angelegte Blänken und Tümpel mit strukturreichem Umland sichern seine Laichgewässer und Landlebensräume.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche besiedelt die offenen Acker- und Grünlandflächen im landwirtschaftlich geprägten Westen der Stadt und profitiert von Feldlerchenfenstern und extensiven Randstreifen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Hafen-, Logistik- und Gewerbeflächen
Der Ausbau von Hafen- und Logistikstandorten wie duisport und logport sowie neue Gewerbeflächen beanspruchen Boden und Freiraum und erfordern flächenbezogenen Ausgleich.
Wohnbauentwicklung auf Konversionsflächen
Große Quartiersentwicklungen wie 6-Seen-Wedau und die Duisburger Dünen auf früheren Bahn- und Industrieflächen lösen Eingriffsregelung und artenschutzrechtliche Prüfungen aus.
Verkehrsinfrastruktur
Der Neu- und Ausbau von Autobahnen wie der A40 und A59, Rheinbrücken sowie Schienenstrecken greift in Auen, Grünflächen und Brachen ein und zieht Kompensationsmaßnahmen nach sich.
Flächenkonversion im Strukturwandel
Die Umnutzung stillgelegter Stahl-, Industrie- und Bahnflächen bringt umfangreiche Rückbau-, Entsiegelungs- und Kompensationspflichten mit sich, häufig verbunden mit dem Artenschutz nach § 44 BNatSchG.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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