Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D34 · D38
Regierungsbezirk Arnsberg

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Dortmund

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW. greeNature solutions, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation im Ruhrgebiet und in Westfalen.

281
km² Stadtfläche
~614k
Einwohner
12
Stadtbezirke
D34
Naturraum
~2.190
Einwohner/km²
Stadt und Ökologie

Die Stadt Dortmund im Überblick

Dortmund ist mit rund 614.000 Einwohnern die größte Stadt Westfalens und des östlichen Ruhrgebiets. Die kreisfreie Stadt gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg und liegt naturräumlich in der Westfälischen Tieflandsbucht (D34), im Übergang zwischen dem Emscherland im Norden und der fruchtbaren Hellweg-Börde im Süden und Osten. Im äußersten Süden reicht das Stadtgebiet an das Ruhrtal am Rand des Süderberglands.

Prägend ist der Kontrast zwischen den lössbedeckten Hellweg-Lagen mit ihren fruchtbaren Ackerböden und den vom Bergbau und der Stahlindustrie überformten Niederungen von Emscher und ihren Nebenbächen. Über Jahrzehnte war die Landschaft technisch überprägt, heute wandelt sie sich durch großflächige Renaturierungen wieder in naturnähere Strukturen.

Ökologisch bedeutsam ist der Emscher-Umbau, mit dem die Emschergenossenschaft Gewässer aus dem technischen Ausbau löst und naturnah gestaltet. Rund um den Phoenix See in Hörde, entstanden auf einer ehemaligen Stahlwerksbrache, wurden bereits mehr als 100 Vogelarten nachgewiesen. Naturschutzgebiete wie Bolmke, Dellwiger Bachtal und Kirchderner Wald sowie zahlreiche Industriebrachen bilden ein Mosaik aus Auwald, Feuchtflächen und Sekundärlebensräumen.

Die Wirtschaft hat sich vom Kohle- und Stahlstandort zu einem Zentrum für Logistik, Dienstleistung und Technologie gewandelt. Der Umbau großer Industrieflächen wie der Westfalenhütte oder der PHOENIX-Areale, neue Wohn- und Gewerbegebiete sowie Verkehrsvorhaben erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG) und der Ökokonto-Verordnung NRW.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Stadtteile

Innenstadt-West (KS)Innenstadt-NordInnenstadt-OstHördeAplerbeckHombruchBrackelScharnhorstEvingHuckardeMengedeLütgendortmund

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutzgebiet Bolmke, Auwald an der Emscheraue südlich der Westfalenhallen
  • Naturschutzgebiet Dellwiger Bachtal im Westen der Stadt
  • Naturschutzgebiet Kirchderner Wald im Dortmunder Norden
  • Emscher-Umbau, jahrzehntelange Renaturierung von Emscher und Nebenbächen
  • Phoenix See in Hörde, renaturierte Emscher auf ehemaliger Stahlwerksbrache
  • Fruchtbare Hellweg-Börde mit Lössböden im Süden und Osten
  • Großflächige Industriebrachen als Sekundärlebensräume für Pionierarten

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Ruhrgebiet und in Westfalen. Wir arbeiten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW (LNatSchG), kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde beim Umweltamt Dortmund und die Besonderheiten von Flächenrecycling und Gewässerrenaturierung im urbanen Raum.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Dortmund

💧

Gewässerrenaturierung

Rückbau technisch ausgebauter Bäche und naturnahe Umgestaltung von Emscher-Nebengewässern, Anlage von Auenstrukturen, Ufergehölzen und Retentionsflächen als Lebensraum für Eisvogel, Amphibien und Libellen.

🧱

Entsiegelung von Brachen

Rückbau versiegelter Industrie-, Gewerbe- und Verkehrsflächen, Wiederherstellung durchlässiger Böden und Entwicklung standortgerechter Vegetation auf Flächen des industriellen Strukturwandels.

🌿

Grünlandaufwertung

Extensivierung und Aufwertung von Wiesen und Weiden im Hellweg-Umland, Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in artenreiches Grünland als Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.

🌳

Waldentwicklung

Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechten Laubmischwäldern sowie Ersatzaufforstungen mit Eiche, Hainbuche, Erle und Esche, ergänzt um Waldränder und Altholzinseln.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Zauneidechse und Kreuzkröte auf Bahndämmen und Industriebrachen, Fledermausquartiere in Gebäuden und Gehölzen, abgestimmt auf den Artenschutz nach § 44 BNatSchG.

🌾

Hecken & Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Hellweg-Ackerflur, Vernetzung von Grünzügen und Trittsteinbiotopen zwischen Emscheraue und Ruhrtal.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Emscherland und Hellweg im östlichen Ruhrgebiet

🦎

Zauneidechse auf Brachen

Aufgelassene Bahnanlagen und Industrieflächen im Stadtgebiet sind bevorzugte Lebensräume der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind Umsiedlungen und CEF-Habitate mit Sand-, Stein- und Totholzstrukturen typische Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Bächen

An den renaturierten Abschnitten von Emscher und Nebenbächen mit naturnahen Steilufern findet der Eisvogel wieder Brutmöglichkeiten. Anlage von Steilwänden und Uferabbrüchen ist eine passende Ausgleichsmaßnahme.

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🦇

Fledermäuse in der Stadt

Parks, Friedhöfe, alte Zechen- und Industriegebäude bieten Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und weiteren Arten Quartiere und Jagdgebiete. Quartierverluste werden über Ersatzquartiere und Gebäudeeinbauten kompensiert.

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🌾

Kiebitz im Hellweg

Auf den offenen Ackerlagen der Hellweg-Börde im Süden und Osten der Stadt brütet der Kiebitz. Feuchte Ackersenken und extensiv genutzte Grünlandflächen sind wirksame Maßnahmen für den Wiesenbrüterschutz.

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🐦

Feldlerche auf Ackerflächen

Die weiten Feldfluren der Hellweg-Zone sind Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensiv bewirtschaftete Ackerränder gehören zu den bewährten Ausgleichsmaßnahmen.

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🐸

Amphibien in Brachengewässern

Kreuzkröte und Kammmolch besiedeln vegetationsarme Kleingewässer auf Industriebrachen und in renaturierten Auen. Anlage besonnter Laichgewässer und Landlebensräume sichert diese anspruchsvollen Arten.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Flächenrecycling von Industriebrachen

Der Umbau ehemaliger Kohle- und Stahlstandorte wie der Westfalenhütte, der PHOENIX-Areale oder weiterer Zechenflächen zu Wohn-, Gewerbe- und Landschaftsflächen ist eine dauerhafte Aufgabe. Solche Vorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus, zugleich eignen sich Teilflächen für die Aufwertung nach der Ökokonto-Verordnung NRW.

🚚

Logistik & Gewerbe

Als bedeutender Logistik- und Wirtschaftsstandort weist Dortmund laufend neue Gewerbe- und Logistikflächen aus. Hallen, Verkehrsanlagen und versiegelte Flächen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung.

🏘️

Wohnbau & Siedlungsentwicklung

Neue Wohnquartiere und die Nachverdichtung im gesamten Stadtgebiet erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundstückseigentümer im Umland können ihre Flächen als Kompensationsflächen anbieten.

🛫

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau von Straßen und Schienenwegen, Vorhaben am Flughafen Dortmund sowie wasserwirtschaftliche Projekte im Zuge des Emscher-Umbaus führen zu Eingriffen, die durch Kompensations- und CEF-Maßnahmen ausgeglichen werden.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Dortmund

Dortmund liegt in der Westfälischen Tieflandsbucht (BfN-Naturraum D34). Naturräumlich vermittelt das Stadtgebiet zwischen dem Emscherland im Norden und der fruchtbaren Hellweg-Börde im Süden und Osten, im äußersten Süden reicht es an das Ruhrtal am Rand des Süderberglands. Für die Kompensation ist die naturräumliche Lage des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Ökopunkte über anerkannte Ökokonten nach § 16 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz NRW und der Ökokonto-Verordnung NRW bewertet und bereitgestellt. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Umweltamt der Stadt Dortmund, Brückstraße 45, 44135 Dortmund. Da Dortmund eine kreisfreie Stadt ist, liegt die Naturschutzverwaltung bei der Stadt selbst und nicht bei einem Landratsamt. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie.
Im urbanen Raum sind Gewässerrenaturierungen im Zuge des Emscher-Umbaus, die Entsiegelung von Industrie- und Gewerbebrachen, Grünlandaufwertungen im Hellweg-Umland, naturnaher Waldumbau sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und Kreuzkröte auf Brachflächen verbreitet.
Ja. Nach § 44 BNatSchG sind die Verbotstatbestände für streng und besonders geschützte Arten zu beachten, etwa für Zauneidechse, Fledermäuse, Kreuzkröte oder Wiesenbrüter. Häufig sind vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich, in bestimmten Fällen Maßnahmen zur Sicherung des Erhaltungszustands (FCS). greeNature plant diese Maßnahmen fachgerecht.
Ja. Geeignet sind unter anderem intensiv genutzte Ackerflächen der Hellweg-Börde, gewässernahe Flächen entlang von Emscher und Nebenbächen sowie aufwertbare Grünländer. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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