Streuobstwiese als Kompensationsfläche mit hochstämmigen Obstbäumen
Nordrhein-Westfalen · Ökokonto-VO NRW
Naturraum D34 · D38
Regierungsbezirk Arnsberg

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Bochum

Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie Stadt Bochum, bewertet nach dem numerischen Biotopwertverfahren und geführt über Ökokonten gemäß Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung, Artenschutz und CEF-Maßnahmen im mittleren Ruhrgebiet.

145,4
km² Stadtfläche
rund 365.000
Einwohner
6
Stadtbezirke
D34 / D38
Naturräume (Westf. Bucht, Süderbergland)
Arnsberg
Regierungsbezirk
Stadt und Ökologie

Die Stadt Bochum im Überblick

Bochum ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg und liegt im mittleren Ruhrgebiet zwischen Emscher im Norden und Ruhr im Süden. Auf rund 145,4 Quadratkilometern leben etwa 365.000 Menschen. Das Stadtgebiet gliedert sich in sechs Stadtbezirke (Mitte, Wattenscheid, Nord, Ost, Süd und Südwest) und umfasst mit Wattenscheid eine 1975 eingemeindete frühere Großstadt.

Naturräumlich liegt Bochum in einer Übergangslage. Der überwiegende, nördliche Teil des Stadtgebiets gehört zur Westfälischen Bucht (BfN-Naturraum D34), während der Süden mit dem eingeschnittenen Ruhrtal bereits zum Süderbergland (D38) am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges vermittelt. Prägend sind das Ruhrtal mit dem Kemnader See, größere stadtnahe Wälder wie das Weitmarer Holz sowie ein dichtes Netz kleiner Bachtäler.

Trotz der dichten Besiedlung ist Bochum reich an Grün. Neben Ruhraue und Bachtälern hat sich auf ehemaligen Zechen-, Bahn- und Industrieflächen eine artenreiche Industrienatur entwickelt, die für Arten wie die Zauneidechse und Pionierlebensräume von hoher Bedeutung ist. Solche Brachen sind zugleich häufig Ziel von Innenentwicklung und Flächenrecycling.

Nach dem tiefgreifenden Strukturwandel von Kohle und Stahl ist Bochum heute ein Standort für Wissenschaft, Gesundheitswirtschaft und Technologie, unter anderem mit der Ruhr-Universität und dem Technologiecampus Mark 51°7 auf dem früheren Opel-Gelände. Innenentwicklung, Gewerbe- und Verkehrsvorhaben lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus. Nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG sind unvermeidbare Eingriffe auszugleichen oder zu ersetzen, bilanziert über das numerische Biotopwertverfahren und abgesichert über Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW.

Streuobstwiese als Kompensationsfläche mit hochstämmigen Obstbäumen

🗺️ Zugehörige Naturräume

D34
Westfälische Tieflandsbucht
Zum Naturraum D34 ›
D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)
Zum Naturraum D38 ›

📍 Stadtteile

Bochum-Mitte (KS)WattenscheidLangendreerWeitmarStiepelQuerenburgDahlhausenWerneLindenRiemke

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturschutzgebiet Ruhraue Stiepel, das größte Naturschutzgebiet im Bochumer Stadtgebiet an der Ruhr
  • Weitmarer Holz, ausgedehntes stadtnahes Waldgebiet im Bochumer Süden
  • Kemnader See, Stausee im Ruhrtal mit Bedeutung für Naherholung und Gewässerlebensräume
  • Industrienatur auf ehemaligen Zechen-, Bahn- und Industriebrachen, wichtiger Lebensraum unter anderem für die Zauneidechse
  • Übergangslage zwischen Westfälischer Bucht (D34) und Süderbergland (D38) entlang des Ruhrtals
  • Bachtäler wie das Ölbachtal als Trittsteine im innerstädtischen Biotopverbund
  • Ruhr als überregional bedeutsame Gewässerachse mit angrenzenden FFH-Flächen im Ruhrtal

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im Ruhrgebiet. Wir kennen das in Nordrhein-Westfalen maßgebliche numerische Biotopwertverfahren, die Anforderungen der Ökokonto-Verordnung NRW und die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bochum. Für Eingriffe im dicht besiedelten Stadtgebiet entwickeln wir passgenaue Ausgleichs-, Ersatz- und CEF-Maßnahmen, von Entsiegelung und Flächenrecycling über die Aufwertung von Ruhraue und Bachtälern bis zu Artenschutzmaßnahmen auf Industriebrachen im Übergangsbereich der Naturräume D34 und D38.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Bochum

♻️

Entsiegelung und Flächenrecycling

Rückbau versiegelter Flächen auf ehemaligen Industrie-, Gewerbe- und Bahnflächen sowie deren Entwicklung zu durchgrünten, ökologisch wertvollen Standorten. Im dicht bebauten Stadtgebiet ist die Entsiegelung eine besonders wirksame Aufwertung mit hohem Zugewinn an Biotopwertpunkten.

🌊

Gewässer- und Auenrenaturierung

Naturnahe Entwicklung von Ruhr, Ölbach und weiteren Bächen durch Rückbau von Verrohrungen und Uferbefestigungen, Anlage von Flachwasserzonen und Auenstrukturen. So entstehen Lebensräume für Eisvogel, Fische und Amphibien und der Hochwasserrückhalt verbessert sich.

🌾

Grünland- und Auenaufwertung im Ruhrtal

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd sowie Aufwertung von Auenwiesen entlang der Ruhr. Solche Flächen sind Lebensraum für Wiesenvögel und Insekten und werten das Landschaftsbild ökologisch auf.

🌲

Waldentwicklung und Waldumbau

Naturnaher Umbau stadtnaher Wälder wie des Weitmarer Holzes hin zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern aus Buche, Eiche und Hainbuche mit Förderung von Alt- und Totholz. Das stärkt Waldlebensräume und die Klimaanpassung im Ballungsraum.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene und populationsstützende Maßnahmen nach § 44 und § 45 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Industriebrachen und an Bahndämmen, Fledermausquartiere bei Abriss und Sanierung sowie besonnte Ersatzlaichgewässer für Amphibien und den Kammmolch.

🌳

Stadtgrün, Streuobst und Biotopverbund

Anlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen und Kleingewässern zur Vernetzung innerstädtischer Grünflächen, Bachtäler und Waldgebiete. Solche Strukturen schaffen Trittsteinbiotope für Fledermäuse, Vögel und Insekten im Ballungsraum.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Mittleres Ruhrgebiet zwischen Emscher und Ruhr

🐦

Eisvogel an der Ruhr

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an Ruhr und Kemnader See bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🦇

Fledermäuse in Park und Wald

Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Wasserfledermaus nutzen Gebäude, alte Bäume, Parks und die stadtnahen Wälder als Quartier und Jagdgebiet. Alle Arten sind streng geschützt (Anhang IV FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🦎

Zauneidechse auf Industriebrachen

Auf ehemaligen Zechen-, Bahn- und Industrieflächen sowie an Böschungen und Bahndämmen ist die Zauneidechse eine häufige Zielart bei Siedlungs- und Infrastrukturprojekten. Ersatzhabitate mit Sonn-, Eiablage- und Versteckplätzen gehören zum Standard der artenschutzrechtlichen Kompensation.

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🐸

Kammmolch in Kleingewässern

Der nach Anhang IV der FFH-Richtlinie streng geschützte Kammmolch besiedelt strukturreiche Stillgewässer in Bachtälern und auf Brachen. Neu angelegte, besonnte und fischfreie Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern seine Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.

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💧

Amphibien in Bachtälern und Brachen

Erdkröte, Grasfrosch und die auf Pionierstandorten spezialisierte Kreuzkröte besiedeln Kleingewässer, wassergefüllte Senken und Brachflächen im Stadtgebiet. Besonnte Ersatzlaichgewässer und Landlebensräume sind bei Eingriffen wirksame Kompensationsmaßnahmen.

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🐭

Haselmaus in stadtnahen Wäldern

In den größeren Waldgebieten wie dem Weitmarer Holz und an strukturreichen Waldrändern kann die streng geschützte Haselmaus vorkommen. Der Erhalt gestufter, gehölzreicher Waldsäume und Verbundstrukturen sichert ihre Lebensräume bei Eingriffen im Waldumfeld.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau und Innenentwicklung

Neue Wohnquartiere und die Nachverdichtung im Bestand, etwa im Umfeld von Ostpark und auf innerstädtischen Brachen, führen zu Flächenversiegelung und erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Grundeigentümer im Umland können als Flächenanbieter profitieren.

🏭

Gewerbe und Technologiecampus

Die Entwicklung von Gewerbe- und Technologieflächen, insbesondere der Campus Mark 51°7 auf dem ehemaligen Opel-Gelände, löst Eingriffe aus und erfordert Kompensation, die über das numerische Biotopwertverfahren bilanziert wird.

🚲

Verkehr und Radschnellwege

Aus- und Umbau von Straßen, Bahntrassen sowie der Ausbau von Radverkehr und Radschnellwegen im Ruhrgebiet greifen in Böschungen, Bahnbegleitgrün und Gehölze ein und lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Prüfungen aus.

💧

Infrastruktur und Klimaanpassung

Der ökologische Umbau von Gewässersystemen, Kanalnetzen und Regenwasserbewirtschaftung sowie Maßnahmen der Klimaanpassung im Stadtraum verbinden technische Vorhaben mit ökologischer Aufwertung und schaffen Möglichkeiten für begleitende Kompensation.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

EN
Landkreis Ennepe-Ruhr-Kreis
Südlicher Nachbar (Witten und Hattingen)
RE
Landkreis Recklinghausen
Nordöstlicher Nachbar (Castrop-Rauxel)
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Bochum

Bochum liegt in einer Übergangslage. Der nördliche und mittlere Teil gehört zur Westfälischen Bucht (BfN-Naturraum D34), der Süden mit dem Ruhrtal vermittelt bereits zum Süderbergland (D38) am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges. Für die Bewertung nach dem Biotopwertverfahren ist die genaue Einordnung des Eingriffsortes entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Nordrhein-Westfalen werden Kompensationsbedarf und Ausgleich über ein numerisches Biotopwertverfahren bilanziert. Vorgezogene Maßnahmen werden als Ökokonten nach der Ökokonto-Verordnung NRW und § 32 LNatSchG NRW geführt. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Bilanzierung, Flächenzuordnung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bochum und alle Dokumentationspflichten.
Als kreisfreie Stadt ist Bochum selbst Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum im Technischen Rathaus, Hans-Böckler-Straße 19, 44777 Bochum. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Abnahme.
Häufig sind die Entsiegelung und das Recycling von Industrie- und Bahnflächen, die Renaturierung von Ruhr und Bachtälern, die Aufwertung von Auenflächen im Ruhrtal sowie Waldentwicklung in stadtnahen Wäldern. Bei Siedlungs- und Infrastrukturvorhaben kommen Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse, Amphibien und den Kammmolch hinzu.
Ja. Zu den bedeutenden Gebieten zählen die Naturschutzgebiete im Ruhrtal, darunter die Ruhraue Stiepel als größtes Naturschutzgebiet der Stadt, das Weitmarer Holz sowie Bachtäler wie das Ölbachtal. Entlang der Ruhr grenzen zudem FFH-Flächen des europäischen Netzes Natura 2000 an. Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erforderlich machen. greeNature prüft die gebietsbezogenen Anforderungen im Einzelfall.
Ja. Geeignet sind unter anderem Auen- und Grünlandflächen im Ruhrtal, Waldflächen mit Aufwertungspotenzial sowie versiegelte oder strukturarme Flächen, die entsiegelt oder ökologisch entwickelt werden können. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring. Die konkrete Eignung klären wir nach einer Standortprüfung.
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