
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Bielefeld
Behördlich anerkannte Ökopunkte und Full-Service-Kompensation in der kreisfreien Stadt Bielefeld. greeNature übernimmt Bewertung, Flächenbereitstellung und Behördenabstimmung nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW.
Die Stadt Bielefeld im Überblick
Bielefeld ist mit rund 332.000 Einwohnern die größte Stadt in Ostwestfalen-Lippe und eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold. Der Teutoburger Wald zieht sich als bewaldeter Höhenzug mitten durch das Stadtgebiet und trennt die nördlichen von den südlichen Stadtbezirken. Über der Stadt liegt die Sparrenburg auf dem Kamm des Osning.
Naturräumlich ist das Stadtgebiet dreigeteilt. Nördlich des Höhenzugs liegt das Ravensberger Hügelland, eine strukturreiche Acker- und Grünlandschaft mit eingeschnittenen Bachtälern. Südlich schließt die sandige Senne am Rand der Westfälischen Bucht an. Teutoburger Wald und Ravensberger Hügelland zählen zum BfN-Naturraum D36, die Senne gehört zum Naturraum D34 (Westfälische Bucht).
Prägende Fließgewässer sind der Johannisbach, die Lutter und die Bielefelder Aa, die am Osning entspringen und die Stadt nach Norden zur Weser hin entwässern. Ihre naturnahen Bachtäler und Feuchtwiesen sind wertvolle Rückzugsräume im dicht besiedelten Raum.
Wirtschaftlich prägen Unternehmen wie Dr. Oetker, Schüco, Goldbeck und Seidensticker sowie die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und die Universität Bielefeld die Stadt. Als wachsendes Oberzentrum löst Bielefeld durch Wohnbau, Gewerbe und Verkehr regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D36 ›
Zum Naturraum D34 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Sparrenburg, ein nur rund sechs Hektar kleines Gebiet, das als Winterquartier für 15 der 20 in Nordrhein-Westfalen heimischen Fledermausarten dient, darunter die Bechsteinfledermaus
- FFH-Gebiet Östlicher Teutoburger Wald mit im Stadtgebiet rund 1.009 Hektar Kalk- und Hangbuchenwäldern sowie Halbtrockenrasen wie der Ochsenheide
- Vogelschutzgebiet Senne mit Teutoburger Wald, Teil des größten zusammenhängenden Natura-2000-Komplexes in Nordrhein-Westfalen
- Teutoburger Wald (Osning) als bewaldeter Höhenzug quer durch das Stadtgebiet, überragt von der Sparrenburg
- Senne im Süden der Stadt, eine sandige Heide- und Waldlandschaft am Nordostrand der Westfälischen Bucht
- Ravensberger Hügelland im Norden mit strukturreicher Kulturlandschaft und den Bachtälern von Johannisbach und Lutter
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und plant, setzt um und pflegt Kompensationsflächen auch außerhalb des eigenen bayerischen Standorts. In Bielefeld arbeiten wir nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem Landesnaturschutzgesetz NRW, stimmen uns mit dem Umweltamt als Unterer Naturschutzbehörde ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Senne, Teutoburger Wald und Ravensberger Hügelland.
Typische Maßnahmen in der Stadt Bielefeld
Bachauen und Fließgewässer
Renaturierung von Johannisbach, Lutter und Bielefelder Aa, Rückbau von Uferverbauungen und Entwicklung von Feuchtwiesen in den Talauen. So entstehen Laich- und Bruthabitate, und der Biotopverbund im Stadtraum wird gestärkt.
Entsiegelung und Stadtnatur
Rückbau versiegelter Flächen, Umwandlung in Grün- und Gehölzflächen sowie Dach- und Fassadenbegrünung. In der wachsenden Stadt sind solche Maßnahmen ein wirksamer Beitrag zu Ausgleich und Klimaanpassung.
Grünland-Aufwertung im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in artenreiches, extensiv bewirtschaftetes Grünland in der Senne und im Ravensberger Hügelland, ein Lebensraum für Wiesenvögel, Insekten und Amphibien.
Waldumbau und Altholz
Umbau naturferner Nadelforste am Teutoburger Wald zu standortgerechten Buchen- und Mischwäldern sowie gezielte Anreicherung mit Alt- und Totholz. Davon profitieren Fledermäuse, Spechte und die Haselmaus.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, besonnte Sandhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen sowie neue Laichgewässer, jeweils abgestimmt auf das konkrete Vorhaben.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen, Streuobstwiesen und Säumen im Ravensberger Hügelland und am Siedlungsrand als Trittsteine zwischen Wald, Bachaue und Offenland.
Geschützte Arten im Teutoburger Wald, Ravensberger Hügelland und Senne
Fledermäuse
Die Kasematten der Sparrenburg sind ein bedeutendes Winterquartier, in dem 15 der 20 in Nordrhein-Westfalen heimischen Fledermausarten nachgewiesen sind, darunter die seltene Bechsteinfledermaus. Bei Abriss und Sanierung von Gebäuden sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die sandigen Böden der Senne sowie Bahndämme und Böschungen bieten der Zauneidechse besonnte Lebensräume. Bei Eingriffen sind Umsiedlungen und neu geschaffene Sandstrukturen mit Sonn- und Versteckplätzen als CEF-Maßnahme typisch.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten von Johannisbach, Lutter und Bielefelder Aa brütet der Eisvogel in Steilufern. Saubere Gewässer, Uferabbrüche und ein reiches Kleinfischangebot sind Voraussetzung für stabile Bestände.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Feldflur der Senne und des Ravensberger Hügellandes ist die Feldlerche ein charakteristischer, aber rückläufiger Brutvogel. Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen zählen zu den bewährten Hilfsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt die struktur- und beerenreichen Laub- und Kalkbuchenwälder des Teutoburger Waldes. Durchgängige Waldränder, Hecken und ein reiches Strauchangebot sichern ihre Lebensräume.
Mehr zur Art ›Amphibien der Bachtäler und Sennegewässer
Kammmolch, Kreuzkröte und weitere Amphibien besiedeln Kleingewässer in der Senne und Tümpel in den Bachtälern. Neuanlage und Vernetzung fischfreier, besonnter Laichgewässer sichern ihre Fortpflanzungsstätten bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Siedlungsentwicklung
Als wachsendes Oberzentrum entwickelt Bielefeld neue Wohnquartiere und verdichtet bestehende Stadtbezirke. Solche Vorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, Eigentümer geeigneter Flächen können sich als Anbieter von Kompensationsflächen einbringen.
Gewerbe und Industrie
Große Arbeitgeber wie Dr. Oetker, Schüco, Goldbeck und Seidensticker sowie die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel erweitern regelmäßig Standorte und Gewerbeflächen. Diese Vorhaben lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach dem BNatSchG aus.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen (etwa der A33 und des Ostwestfalendamms), Ortsdurchfahrten sowie der Ausbau des Stadtbahnnetzes führen im Stadtgebiet regelmäßig zu Kompensationsbedarf.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergie am Stadtrand und im Umland erfordern artenschutzrechtliche Prüfungen und Kompensation, unter anderem CEF-Maßnahmen für Offenland- und Waldarten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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