Blühstreifen mit Mohn und Kornblumen am Ackerrand unter Gewitterhimmel
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D36 · D32

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Wolfenbüttel

Ökopunkte und Kompensation im Landkreis Wolfenbüttel, geplant nach niedersächsischem Naturschutzrecht. greeNature entwickelt und betreut Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Ostbraunschweigischen Hügelland und in den Okerauen. Wir arbeiten bundesweit und sind mit den Behörden und dem Landesrecht in Niedersachsen vertraut.

724
km² Kreisfläche
~118k
Einwohner
7
Einheits- und Samtgemeinden
323 m
Eilumer Horn (Elm)
D32/D31
BfN-Naturräume
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Wolfenbüttel im Überblick

Der Landkreis Wolfenbüttel liegt im südöstlichen Niedersachsen zwischen der Stadt Braunschweig und dem nördlichen Harzvorland. Niedersachsen führt keine Regierungsbezirke mehr, sodass der Kreis unmittelbar dem Land zugeordnet ist. Prägend sind die fruchtbare Börde im Okertal und die bewaldeten Höhenzüge Elm, Asse und Oderwald im Osten sowie der Salzgitter-Höhenzug und der Hainberg im Westen.

Naturräumlich gehört der Kreis überwiegend zur BfN-Großlandschaft D32 (Niedersächsische Börden) mit ihren tiefgründigen Lössböden. Die westlichen Höhenzüge um Baddeckenstedt greifen in das Weser-Leine-Bergland (D31) über. Der Elm ist mit dem Eilumer Horn (323 m) die höchste Erhebung und zugleich eines der größten zusammenhängenden Buchenwaldgebiete der Region.

Ökologisch bedeutsam sind mehrere Natura-2000-Gebiete, darunter die FFH-Gebiete Nordwestlicher Elm, Asse und Okertal sowie die Innerste-Aue im Westen. Die Kalkbuchenwälder des Elm beherbergen ein bekanntes Vorkommen der Wildkatze, und die Fließgewässer von Oker und Altenau sind Lebensadern für Eisvogel und gewässergebundene Arten.

Wirtschaftlich prägen intensive Landwirtschaft (Zuckerrüben und Getreide), die Nähe zum Ballungsraum Braunschweig sowie überregionale Verkehrs- und Energieinfrastruktur den Raum. Aus Straßen-, Netz- und Siedlungsvorhaben entsteht regelmäßig Kompensationsbedarf, der nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem NAGBNatSchG auszugleichen ist.

Blühstreifen mit Mohn und Kornblumen am Ackerrand unter Gewitterhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›
D32
Niedersächsische Börden
Zum Naturraum D32 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Wolfenbüttel (KS)CremlingenSchladen-WerlaSickteBaddeckenstedtRemlingen-SemmenstedtDenkteBörßumDettumWittmar

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Nordwestlicher Elm, ausgedehnte Kalkbuchenwälder mit Alt- und Totholz
  • FFH-Gebiet Asse, bewaldeter Höhenzug südöstlich von Wolfenbüttel
  • FFH-Gebiet Okertal und NSG Oker- und Eckertal mit naturnahen Fließgewässerabschnitten
  • FFH-Gebiet Innerste-Aue und EU-Vogelschutzgebiet im Westen des Kreises
  • Fruchtbare Lössböden der Börde mit hohem Nutzungsdruck und Aufwertungspotenzial
  • Wildkatzenvorkommen in den Laubwäldern von Elm und Asse

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet bundesweit und ist mit dem Naturschutzrecht der Länder vertraut. In Niedersachsen richten wir Kompensation an der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG, am NAGBNatSchG und an den Arbeitshilfen des NLWKN aus. Die Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich erfolgt über ein Biotopwertverfahren (Ökopunkte). Maßnahmen und Ökokonten stimmen wir mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wolfenbüttel ab, sodass der geforderte Bezug zum Naturraum (BfN-Großlandschaft D32, Niedersächsische Börden) gewahrt bleibt.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Wolfenbüttel

🌾

Ackerextensivierung und Feldvogelschutz

Lerchenfenster, Blüh- und Ackerrandstreifen sowie extensive Bewirtschaftung auf den Lössböden der Börde. So entstehen Lebensräume für Feldlerche, Grauammer und Rebhuhn und zugleich vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) für Feldbrüter.

💧

Auen- und Grünlandentwicklung

Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland an Oker, Altenau und Innerste, ergänzt um Blänken und Flutmulden. Das schafft Brut- und Nahrungsflächen für Kiebitz und weitere Wiesenvögel und einen dauerhaften Kompensationswert.

🐟

Fließgewässerrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen, eigendynamische Gewässerentwicklung und Auwaldsäume an Oker und Nebenbächen. Das verbessert die Gewässerstruktur und die Habitate von Eisvogel, Fischen und Libellen.

🌳

Laubwald und Waldrand

Entwicklung strukturreicher Waldränder, Anreicherung mit Alt- und Totholz sowie Umbau von Nadelforst in bodenständigen Laubwald an Elm und Asse. Das fördert Fledermäuse, Wildkatze und Haselmaus.

🌿

Hecken und Biotopverbund

Neuanlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Feldflur. Als Trittsteine und Leitstrukturen vernetzen sie die Höhenzüge mit den Flussauen.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzlaichgewässer für Kammmolch und Amphibien, besonnte Sand- und Steinstrukturen für die Zauneidechse sowie Ersatzquartiere für Fledermäuse, jeweils abgestimmt mit der unteren Naturschutzbehörde und dokumentiert nach § 44 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Ostbraunschweigisches Hügelland und Okertal

🐦

Feldlerche und Feldvögel

Die Feldlerche brütet auf den weiten Ackerflächen der Börde und ist in der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung regelmäßig zu berücksichtigen. Lerchenfenster sowie Blüh- und Ackerrandstreifen wirken als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und sichern ihre Brutplätze.

Mehr zur Art ›
🐤

Kiebitz in der Okerniederung

Der Kiebitz nutzt feuchte Senken in Acker und Grünland der Auen als Brutplatz. Seine Fortpflanzungsstätten sind nach § 44 BNatSchG geschützt. Blänken, Grünlandextensivierung und Gelegeschutz stützen als CEF-Maßnahmen den gefährdeten Wiesenvogel.

Mehr zur Art ›
🐈

Wildkatze im Elm

Die Kalkbuchenwälder des Elm beherbergen ein bekanntes Vorkommen der Europäischen Wildkatze, die über Anhang IV der FFH-Richtlinie streng geschützt ist. Strukturreiche Waldränder, Totholz und unzerschnittene Waldkomplexe sind für die Art entscheidend.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse der Buchenwälder

In den alten Buchenbeständen von Elm und Asse jagen und quartieren mehrere streng geschützte Fledermausarten, darunter Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr. Der Erhalt von Höhlenbäumen sowie Ersatzquartiere und Leitstrukturen wahren ihre ökologische Funktion.

Mehr zur Art ›
🐸

Kammmolch und Amphibien

Der Kammmolch ist nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie streng geschützt und laicht in besonnten, fischfreien Kleingewässern der Auen und der Feldflur. Die Anlage und Pflege vernetzter Ersatzlaichgewässer sichert seine Bestände (CEF).

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel an Oker und Innerste

Der Eisvogel besiedelt naturnahe Abschnitte von Oker, Altenau und Innerste und ist auf Steilufer für seine Brutröhren angewiesen. Renaturierte Uferabbrüche und strukturreiche Gewässerläufe schaffen dauerhafte Bruthabitate.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Autobahnen und Bundesstraßen (A36, A395, B79, B82), Ortsumgehungen sowie Erhalt und Ausbau der Bahnstrecken im Raum Braunschweig lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature liefert die passenden Kompensationsflächen und übernimmt die Behördenabstimmung.

⚡

Energiewende und Netzausbau

Das Repowering von Windenergieanlagen auf den offenen Bördeflächen, Photovoltaik-Freiflächenanlagen sowie überregionale Stromtrassen erzeugen Kompensationsbedarf und häufig artenschutzrechtliche Anforderungen (CEF und FCS) für Feld- und Greifvögel.

⛏️

Rohstoffgewinnung und Agrarindustrie

Gesteins- und Kalkabbau an den Höhenzügen sowie agrar- und lebensmittelwirtschaftliche Anlagen (Zuckerrübenverarbeitung, Getreidewirtschaft) führen zu Eingriffen, die nach der Eingriffsregelung auszugleichen sind.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Wohn- und Gewerbegebiete rund um Wolfenbüttel und im Umland der Region Braunschweig erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Eigentümer geeigneter Flächen können sich als Flächenanbieter einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

HE
Landkreis Helmstedt
Östlicher Nachbar, Lappwald und Elm
GO
Landkreis Goslar
Südlicher Nachbar, Harzrand
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Wolfenbüttel

Der Landkreis gehört überwiegend zur BfN-Großlandschaft D32 (Niedersächsische Börden), geprägt durch die Lössböden des Okertals und die Höhenzüge des Ostbraunschweigischen Hügellandes mit Elm, Asse und Oderwald. Die westlichen Erhebungen um Baddeckenstedt (Salzgitter-Höhenzug und Hainberg) greifen in das Weser-Leine-Bergland (D31) über. Für die Kompensation ist der Naturraumbezug des Eingriffs maßgeblich, greeNature ordnet Ihr Vorhaben fachlich zu.
Grundlage ist die Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz (NAGBNatSchG). Eingriff und Ausgleich werden über ein Biotopwertverfahren bilanziert, das Aufwertungen in Werteinheiten (Ökopunkte) abbildet. Werden Maßnahmen vorab umgesetzt und von der Naturschutzbehörde anerkannt, lassen sie sich über ein Ökokonto einem späteren Eingriff zuordnen. Die Arbeitshilfen des NLWKN geben dabei den fachlichen Rahmen vor.
Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Wolfenbüttel, Abteilung 670 Natur- und Landschaftsschutz, Bahnhofstraße 11, 38300 Wolfenbüttel. greeNature koordiniert die Abstimmung mit der Behörde vollständig, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung bis zur Erfolgskontrolle.
In der offenen Börde eignen sich Ackerextensivierung, Lerchenfenster, Blüh- und Ackerrandstreifen sowie Hecken für Feldvögel. In den Auen von Oker, Altenau und Innerste sind Grünlandextensivierung, Blänken und Fließgewässerrenaturierung verbreitet. An Elm und Asse stehen die Entwicklung strukturreicher Waldränder sowie Alt- und Totholz für Fledermäuse und Wildkatze im Vordergrund.
Ja. Im Kreis liegen unter anderem die FFH-Gebiete Nordwestlicher Elm, Asse, Okertal und Innerste-Aue. Eingriffe im Umfeld dieser Natura-2000-Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erfordern. Sind streng geschützte Arten betroffen, kommen artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG sowie im Ausnahmefall Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG in Betracht.
Ja. Besonders geeignet sind intensiv genutzte Ackerflächen der Börde, feuchte Grünlandflächen in den Flussauen sowie Randlagen an den Höhenzügen. In der Regel bleiben Sie Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt alle Schritte mit der unteren Naturschutzbehörde ab.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Wolfenbüttel anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Wolfenbüttel.