
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Uelzen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Uelzen. greeNature plant, sichert und betreut Kompensationsmaßnahmen im Naturraum D28 Lüneburger Heide und Wendland nach niedersächsischem Naturschutzrecht (NAGBNatSchG) und dem Biotopwertverfahren. Bundesweit tätig, mit einem klaren Blick für die Böden, Heidebäche und Offenlandbiotope des Uelzener Beckens.
Der Landkreis Uelzen im Überblick
Der Landkreis Uelzen liegt im Nordosten Niedersachsens und gehört landschaftlich zur Lüneburger Heide. Im Zentrum prägt das saaleeiszeitliche Uelzener Becken das Bild, eine von Grundmoränen umrahmte Beckenlandschaft mit vergleichsweise fruchtbaren Böden, die intensiv für den Anbau von Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide genutzt werden.
Rund um die Ackerflächen ziehen sich ausgedehnte Kiefernforste sowie Reste alter Heiden und Wacholderbestände, etwa in der Ellerndorfer Wacholderheide. Diese offenen, nährstoffarmen Standorte sind naturschutzfachlich besonders wertvoll und im Biotopwertverfahren entsprechend hoch bewertet.
Ein prägendes Element ist das Fließgewässersystem der Ilmenau, die sich südlich von Uelzen aus den Quellbächen Gerdau und Stederau bildet und um die auch Hardau und weitere Heidebäche entwässern. Große Teile dieses Gewässernetzes sind als FFH-Gebiet Ilmenau mit Nebenbächen geschützt.
Wirtschaftlich ist der Kreis ländlich geprägt, mit einer starken Ernährungswirtschaft. Verkehrsvorhaben, Gewerbeansiedlungen und der Ausbau erneuerbarer Energien lösen regelmäßig Eingriffe aus, für die naturschutzrechtlich Ausgleich und Ersatz erbracht werden müssen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Das saaleeiszeitliche Uelzener Becken mit vergleichsweise fruchtbaren Grundmoränenböden und intensiver Landwirtschaft (Zuckerrüben, Kartoffeln, Getreide).
- Ausgedehnte Kiefernforste und Reste historischer Heiden, darunter die Ellerndorfer Wacholderheide mit Sandmagerrasen und Wacholderbeständen.
- Das verzweigte Fließgewässersystem der Ilmenau mit den Quellbächen Gerdau und Stederau sowie der Hardau, überwiegend als FFH-Gebiet gesichert.
- Nachweise anspruchsvoller Arten wie Schwarzstorch, Flussperlmuschel und Bachneunauge in den naturnahen Heidebächen.
- Geringe Bevölkerungsdichte von rund 63 Einwohnern je Quadratkilometer, einer der dünner besiedelten Kreise Niedersachsens.
- Starke Ernährungswirtschaft am Standort Uelzen mit Nordzucker, der Molkereigenossenschaft Uelzena und dem Speiseeishersteller Froneri.
- Der Elbe-Seitenkanal durchquert den Kreis und verbindet ihn über die Binnenschifffahrt mit Elbe und Mittellandkanal.
✅ greeNature vor Ort
greeNature betreut Kompensationsvorhaben im Landkreis Uelzen entlang der Vorgaben des niedersächsischen Naturschutzrechts. Wir entwickeln naturraumtreue Maßnahmen, die zu den Standorten des Uelzener Beckens passen, von der Renaturierung der Heidebäche über die Extensivierung von Ackerflächen bis zur Pflege der Wacholder- und Sandheiden. Für Vorhabenträger übernehmen wir die Bilanzierung im Biotopwertverfahren, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und dem NLWKN sowie die langfristige Sicherung und Unterhaltung der Flächen. So lässt sich der rechtlich geforderte Ausgleich rechtssicher und fachlich sauber erbringen. greeNature arbeitet bundesweit und bringt die Erfahrung aus Projekten in unterschiedlichen Naturräumen in die konkrete Umsetzung vor Ort ein.
Typische Maßnahmen im Landkreis Uelzen
Fließgewässer renaturieren
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung durchgängiger Auen an Ilmenau, Gerdau und Hardau. Solche Maßnahmen werten Gewässerstruktur und Umland im Biotopwertverfahren deutlich auf.
Acker in Grünland umwandeln
Extensivierung intensiv genutzter Ackerflächen zu artenreichem Feucht- und Nassgrünland, besonders in den Niederungen der Heidebäche, mit angepasster Mahd und Beweidung.
Moore und Nassstandorte wiedervernässen
Anhebung der Wasserstände auf entwässerten Moor- und Niederungsflächen. Das bindet Kohlenstoff, mindert Nährstoffausträge und schafft hochwertige, feuchtegeprägte Lebensräume.
Heiden und Sandmagerrasen pflegen
Entkusselung, Plaggen und Beweidung erhalten Wacholder- und Sandheiden wie in der Ellerndorfer Heide als offene, nährstoffarme Lebensräume typischer Heidearten.
Wälder naturnah entwickeln
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern, mit Förderung von Altholz, Totholz und stufigem Waldrand.
Agrarlandschaft gliedern
Anlage von Hecken, Feldgehölzen sowie Blüh- und Ackerrandstreifen strukturiert die ausgeräumte Feldflur und schafft Nahrung und Deckung für Offenlandarten.
Geschützte Arten im Lüneburger Heide, Uelzener Becken
Schwarzstorch
Der Schwarzstorch nutzt störungsarme, feuchte Wälder und die naturnahen Bachauen an Ilmenau und Gerdau als Nahrungs- und Bruthabitat. Er reagiert empfindlich auf Störungen und Lebensraumverlust.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An klaren, strukturreichen Fließgewässern mit Steilufern und gutem Fischangebot ist der Eisvogel zu finden. Renaturierte Abschnitte der Heidebäche verbessern seine Brut- und Nahrungsbedingungen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Kiebitz brütet auf feuchten Wiesen und offenen Ackerflächen. Vernässte Grünlandsenken und extensiv bewirtschaftete Feldfluren sind für den Bestand im Kreisgebiet von Bedeutung.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Als Charakterart der offenen Agrarlandschaft leidet die Feldlerche unter dem Verlust strukturreicher Flächen. Blühstreifen und Lerchenfenster im Ackerland fördern sie gezielt.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt trockenwarme Heiden, Sandmagerrasen, Wald- und Bahnränder. Bei Eingriffen sind ihre Habitate im Rahmen des Artenschutzes nach § 44 BNatSchG zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Wälder, Gewässerränder und alte Gebäude bieten Fledermäusen Jagdreviere und Quartiere. Der Erhalt von Höhlenbäumen und Leitstrukturen ist bei Vorhaben besonders zu beachten.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehrsinfrastruktur
Ausbau und Erneuerung von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen sowie Bahn- und Wasserstraßenanlagen entlang des Elbe-Seitenkanals führen zu Eingriffen mit Ausgleichs- und Ersatzbedarf.
Gewerbe- und Industrieansiedlung
Die Erweiterung von Gewerbe- und Industrieflächen, insbesondere im Umfeld der Ernährungswirtschaft und Logistik am Standort Uelzen, versiegelt Flächen und löst Kompensationsverpflichtungen aus.
Erneuerbare Energien
Neue Windenergieanlagen und Freiflächen-Photovoltaik im ländlich geprägten Kreisgebiet erfordern naturschutzfachliche Prüfungen und den Ausgleich beanspruchter Lebensräume.
Rohstoffgewinnung und Leitungstrassen
Sand- und Kiesabbau sowie der Ausbau von Strom- und Leitungstrassen greifen in Boden und Landschaft ein und ziehen entsprechende Kompensationsmaßnahmen nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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