
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Stade
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten in Niedersachsen. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation an der Unterelbe, im Alten Land und auf der Stader Geest.
Der Landkreis Stade im Überblick
Der Landkreis Stade liegt im nördlichen Niedersachsen zwischen der Unterelbe und der Stader Geest, gegenüber von Hamburg und den schleswig-holsteinischen Kreisen jenseits des Stroms. Prägend ist der Gegensatz zweier Landschaftstypen, der tief liegenden, von Prielen und Gräben durchzogenen Elbmarsch und der höher gelegenen, sandigen Geest im Süden und Westen des Kreises.
Naturräumlich gehört der Kreis zu zwei BfN-Großregionen, der Untere Elbeniederung (Elbmarsch, D24) mit dem Alten Land und der Kehdinger Marsch sowie der Stader Geest (D27) mit sandigen Böden, Moorresten, Heideflächen und Nadelforsten. Diese Vielfalt schafft ein enges Nebeneinander von Feuchtlebensräumen und trockenen Standorten.
Ökologisch bedeutsam ist die tidebeeinflusste Unterelbe. Das FFH-Gebiet 003 Unterelbe und das EU-Vogelschutzgebiet V18 Unterelbe erstrecken sich über weite Teile des Kreisgebiets, die Kehdinger Marsch zählt zu den international bedeutenden Rastgebieten für nordische Gänse und Watvögel.
Die Wirtschaft ist durch den Seehafen und Industriepark Stade-Bützfleth geprägt, mit Chemie (Dow), Aluminium, dem Luftfahrtstandort Airbus (Ottenbeck) und dem im Bau befindlichen LNG- und Energieterminal (Hanseatic Energy Hub). Daneben stehen der Obstbau im Alten Land und die Marschlandwirtschaft. Industrie-, Hafen- und Infrastrukturvorhaben erzeugen hier regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach dem Niedersächsischen Naturschutzrecht.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D27 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet 003 Unterelbe und EU-Vogelschutzgebiet V18 Unterelbe, tidebeeinflusstes Ästuar mit enger Verzahnung von Wasser- und Landlebensräumen
- Kehdinger Marsch, großflächiges Rast- und Überwinterungsgebiet für nordische Gänse (unter anderem Nonnengans) und Watvögel
- Altes Land, eines der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Nordeuropas mit prägenden Gräben- und Wettern-Strukturen
- Stader Geest (D27), sandige Geestböden mit Heiderelikten, Mooren und Nadelforsten im Süden und Westen des Kreises
- Tidegewässer Schwinge, Este und Lühe mit Brackwassereinfluss und Auwaldresten
- Zahlreiche Naturschutzgebiete im Kreisgebiet, darunter Marsch-, Moor- und Elbinselflächen
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet auch im Landkreis Stade nach dem Niedersächsischen Naturschutzrecht. Wir bilanzieren Eingriff und Ausgleich über das Biotopwertverfahren (Ökopunkte) auf Grundlage der Arbeitshilfen des NLWKN, kennen die Abstimmungswege mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und die Besonderheiten von Marsch- und Geeststandorten an der Unterelbe.
Typische Maßnahmen im Landkreis Stade
Wiedervernässung von Marschgrünland
Anhebung von Grabenwasserständen und Anlage von Blänken in der Kehdinger Marsch, Aufwertung von Feuchtgrünland als Brut- und Rasthabitat für Wiesenvögel. Bilanzierung über das Biotopwertverfahren nach niedersächsischem Naturschutzrecht.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Marsch- und Geestflächen in artenreiches Extensivgrünland mit spät gemähten Wiesen und Randstreifen, Lebensraum für Kiebitz, Uferschnepfe und Feldlerche.
Streuobst im Alten Land
Anlage und Pflege hochstämmiger Obstwiesen als Ergänzung zum intensiven Erwerbsobstbau, Lebensraum für Steinkauz, Gartenrotschwanz, Fledermäuse und blütenbesuchende Insekten.
Moor- und Heideregeneration auf der Geest
Wiedervernässung entwässerter Moorreste und Pflege von Heideflächen auf der Stader Geest, Aufbau von Torfmoosen und typischer Geestvegetation mit hohem Biotopwert.
Ufergehölze und Auwald an Tidegewässern
Entwicklung standortgerechter Weichholzauen und Röhrichte an Schwinge, Este und Lühe, Trittsteine im Biotopverbund entlang der brackwasserbeeinflussten Nebenflüsse der Elbe.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG für Zauneidechse auf Deich- und Bahnböschungen, Fledermausquartiere im Alten Land sowie FCS-Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands betroffener Populationen.
Geschützte Arten im Unterelbe, Altes Land und Stader Geest
Wiesenvögel der Marsch
Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel brüten im feuchten Marschgrünland von Kehdingen und Altem Land. Typische Maßnahmen sind hohe Grabenwasserstände, Blänken und eine späte, extensive Mahd.
Mehr zur Art ›Nordische Gastvögel
Die Unterelbe und die Kehdinger Marsch sind international bedeutende Rast- und Überwinterungsgebiete für Nonnengans, Blässgans und Singschwan. Extensiv genutztes Grünland dient als Nahrungsfläche.
Fledermäuse im Alten Land
Obstwiesen, alte Hofstellen und Kirchen bieten Quartiere für Breitflügel- und Zwergfledermaus. Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierangeboten ist häufiger Bestandteil von Kompensationskonzepten.
Mehr zur Art ›Amphibien der Marschgräben
Laubfrosch, Moorfrosch und Kammmolch besiedeln das dichte Grabennetz der Marsch. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer und Grabenaufweitungen sind wirksame Aufwertungen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Schwinge und Este
Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an den Tidegewässern bieten Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und den Erhalt von Ufergehölzen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Geest und Deichen
Böschungen, Bahndämme und Deichkörper auf trockenen Geeststandorten sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Hafenprojekten ist sie eine häufige Zielart für Ersatzhabitate.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Seehafen und Industriepark Stade-Bützfleth
Chemie (Dow), Aluminiumverhüttung und der im Bau befindliche Hanseatic Energy Hub (LNG- und Energieterminal) mit Hafenausbau zählen zu den größten Vorhaben Niedersachsens. Erweiterungen, neue Anlagen und Leitungstrassen erzeugen regelmäßig hohen Kompensationsbedarf.
Luftfahrt und Gewerbe
Der Airbus-Standort Stade-Ottenbeck (CFK-Fertigung) sowie Gewerbe- und Logistikflächen in Stade und Buxtehude lösen bei Ausbau und Neuausweisung Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Verkehrsinfrastruktur
Der Weiterbau der A26 zwischen Stade und Hamburg, Ortsumgehungen und der Ausbau von Hafenzufahrten und Bahnstrecken führen zu Eingriffen in Marsch- und Geestlebensräume mit entsprechendem Kompensationsbedarf.
Energie und Netzausbau
Windenergie auf der Geest, Photovoltaik-Freiflächen, Höchstspannungstrassen und Wasserstoffinfrastruktur im Umfeld des Industrieparks erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie Artenschutzmaßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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