Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D27

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Stade

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten in Niedersachsen. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation an der Unterelbe, im Alten Land und auf der Stader Geest.

1.267
km² Kreisfläche
~208k
Einwohner (2025)
40
Gemeinden
D24 · D27
BfN-Naturräume
V18
EU-Vogelschutzgebiet Unterelbe
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Stade im Überblick

Der Landkreis Stade liegt im nördlichen Niedersachsen zwischen der Unterelbe und der Stader Geest, gegenüber von Hamburg und den schleswig-holsteinischen Kreisen jenseits des Stroms. Prägend ist der Gegensatz zweier Landschaftstypen, der tief liegenden, von Prielen und Gräben durchzogenen Elbmarsch und der höher gelegenen, sandigen Geest im Süden und Westen des Kreises.

Naturräumlich gehört der Kreis zu zwei BfN-Großregionen, der Untere Elbeniederung (Elbmarsch, D24) mit dem Alten Land und der Kehdinger Marsch sowie der Stader Geest (D27) mit sandigen Böden, Moorresten, Heideflächen und Nadelforsten. Diese Vielfalt schafft ein enges Nebeneinander von Feuchtlebensräumen und trockenen Standorten.

Ökologisch bedeutsam ist die tidebeeinflusste Unterelbe. Das FFH-Gebiet 003 Unterelbe und das EU-Vogelschutzgebiet V18 Unterelbe erstrecken sich über weite Teile des Kreisgebiets, die Kehdinger Marsch zählt zu den international bedeutenden Rastgebieten für nordische Gänse und Watvögel.

Die Wirtschaft ist durch den Seehafen und Industriepark Stade-Bützfleth geprägt, mit Chemie (Dow), Aluminium, dem Luftfahrtstandort Airbus (Ottenbeck) und dem im Bau befindlichen LNG- und Energieterminal (Hanseatic Energy Hub). Daneben stehen der Obstbau im Alten Land und die Marschlandwirtschaft. Industrie-, Hafen- und Infrastrukturvorhaben erzeugen hier regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach dem Niedersächsischen Naturschutzrecht.

Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume

🗺️ Zugehörige Naturräume

D27

📍 Ausgewählte Gemeinden

Stade (KS)BuxtehudeDrochtersenJorkSamtgemeinde ApensenSamtgemeinde FredenbeckSamtgemeinde HarsefeldSamtgemeinde HorneburgSamtgemeinde LüheSamtgemeinde NordkehdingenSamtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet 003 Unterelbe und EU-Vogelschutzgebiet V18 Unterelbe, tidebeeinflusstes Ästuar mit enger Verzahnung von Wasser- und Landlebensräumen
  • Kehdinger Marsch, großflächiges Rast- und Überwinterungsgebiet für nordische Gänse (unter anderem Nonnengans) und Watvögel
  • Altes Land, eines der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Nordeuropas mit prägenden Gräben- und Wettern-Strukturen
  • Stader Geest (D27), sandige Geestböden mit Heiderelikten, Mooren und Nadelforsten im Süden und Westen des Kreises
  • Tidegewässer Schwinge, Este und Lühe mit Brackwassereinfluss und Auwaldresten
  • Zahlreiche Naturschutzgebiete im Kreisgebiet, darunter Marsch-, Moor- und Elbinselflächen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet auch im Landkreis Stade nach dem Niedersächsischen Naturschutzrecht. Wir bilanzieren Eingriff und Ausgleich über das Biotopwertverfahren (Ökopunkte) auf Grundlage der Arbeitshilfen des NLWKN, kennen die Abstimmungswege mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und die Besonderheiten von Marsch- und Geeststandorten an der Unterelbe.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Stade

💧

Wiedervernässung von Marschgrünland

Anhebung von Grabenwasserständen und Anlage von Blänken in der Kehdinger Marsch, Aufwertung von Feuchtgrünland als Brut- und Rasthabitat für Wiesenvögel. Bilanzierung über das Biotopwertverfahren nach niedersächsischem Naturschutzrecht.

🌾

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Marsch- und Geestflächen in artenreiches Extensivgrünland mit spät gemähten Wiesen und Randstreifen, Lebensraum für Kiebitz, Uferschnepfe und Feldlerche.

🍎

Streuobst im Alten Land

Anlage und Pflege hochstämmiger Obstwiesen als Ergänzung zum intensiven Erwerbsobstbau, Lebensraum für Steinkauz, Gartenrotschwanz, Fledermäuse und blütenbesuchende Insekten.

🌿

Moor- und Heideregeneration auf der Geest

Wiedervernässung entwässerter Moorreste und Pflege von Heideflächen auf der Stader Geest, Aufbau von Torfmoosen und typischer Geestvegetation mit hohem Biotopwert.

🌳

Ufergehölze und Auwald an Tidegewässern

Entwicklung standortgerechter Weichholzauen und Röhrichte an Schwinge, Este und Lühe, Trittsteine im Biotopverbund entlang der brackwasserbeeinflussten Nebenflüsse der Elbe.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG für Zauneidechse auf Deich- und Bahnböschungen, Fledermausquartiere im Alten Land sowie FCS-Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands betroffener Populationen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Unterelbe, Altes Land und Stader Geest

🐦

Wiesenvögel der Marsch

Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel brüten im feuchten Marschgrünland von Kehdingen und Altem Land. Typische Maßnahmen sind hohe Grabenwasserstände, Blänken und eine späte, extensive Mahd.

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🦢

Nordische Gastvögel

Die Unterelbe und die Kehdinger Marsch sind international bedeutende Rast- und Überwinterungsgebiete für Nonnengans, Blässgans und Singschwan. Extensiv genutztes Grünland dient als Nahrungsfläche.

🦇

Fledermäuse im Alten Land

Obstwiesen, alte Hofstellen und Kirchen bieten Quartiere für Breitflügel- und Zwergfledermaus. Erhalt von Höhlenbäumen und Quartierangeboten ist häufiger Bestandteil von Kompensationskonzepten.

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🐸

Amphibien der Marschgräben

Laubfrosch, Moorfrosch und Kammmolch besiedeln das dichte Grabennetz der Marsch. Neu angelegte, besonnte Kleingewässer und Grabenaufweitungen sind wirksame Aufwertungen.

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🐦‍⬛

Eisvogel an Schwinge und Este

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an den Tidegewässern bieten Brutplätze. CEF-Maßnahmen umfassen Steilwandmodellierungen und den Erhalt von Ufergehölzen.

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🦎

Zauneidechse auf Geest und Deichen

Böschungen, Bahndämme und Deichkörper auf trockenen Geeststandorten sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Hafenprojekten ist sie eine häufige Zielart für Ersatzhabitate.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Seehafen und Industriepark Stade-Bützfleth

Chemie (Dow), Aluminiumverhüttung und der im Bau befindliche Hanseatic Energy Hub (LNG- und Energieterminal) mit Hafenausbau zählen zu den größten Vorhaben Niedersachsens. Erweiterungen, neue Anlagen und Leitungstrassen erzeugen regelmäßig hohen Kompensationsbedarf.

✈️

Luftfahrt und Gewerbe

Der Airbus-Standort Stade-Ottenbeck (CFK-Fertigung) sowie Gewerbe- und Logistikflächen in Stade und Buxtehude lösen bei Ausbau und Neuausweisung Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

🛣️

Verkehrsinfrastruktur

Der Weiterbau der A26 zwischen Stade und Hamburg, Ortsumgehungen und der Ausbau von Hafenzufahrten und Bahnstrecken führen zu Eingriffen in Marsch- und Geestlebensräume mit entsprechendem Kompensationsbedarf.

⚡

Energie und Netzausbau

Windenergie auf der Geest, Photovoltaik-Freiflächen, Höchstspannungstrassen und Wasserstoffinfrastruktur im Umfeld des Industrieparks erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie Artenschutzmaßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Stade

Der Landkreis Stade gehört zu zwei BfN-Großregionen. Die Marschbereiche mit Altem Land und Kehdinger Marsch liegen in der Untere Elbeniederung (Elbmarsch, D24), die höher gelegenen Sandböden im Süden und Westen gehören zur Stader Geest (D27). Für die Bilanzierung nach dem Biotopwertverfahren ist die genaue Zuordnung und der Ausgangszustand der Eingriffsfläche entscheidend. greeNature ermittelt dies für Sie.
In Niedersachsen wird die Kompensation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz (NAGBNatSchG) geregelt. Eingriff und Ausgleich werden über das Biotopwertverfahren (Ökopunkte) auf Grundlage der Arbeitshilfen des NLWKN bilanziert. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenzuordnung aus anerkannten Ökokonten, die vollständige Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Stade, Bereich Naturschutz, im Kreishaus, Am Sande 2, 21682 Stade. Für Vorhaben auf Landesebene und für überörtliche Fragen ist zusätzlich der NLWKN eingebunden. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie.
In der Marsch sind Wiedervernässung von Grünland, Anhebung von Grabenwasserständen und die Entwicklung von Wiesenvogel-Lebensräumen häufig. Auf der Geest kommen Moor- und Heideregeneration, Extensivierung und Gehölzentwicklung hinzu. An den Tidegewässern sind Ufergehölze und Röhrichte typisch. Alle Maßnahmen werden über das Biotopwertverfahren bewertet.
Ja. Das FFH-Gebiet 003 Unterelbe und das EU-Vogelschutzgebiet V18 Unterelbe erstrecken sich über weite Teile des Kreises. Eingriffe im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG (CEF) oder § 45 Abs. 7 BNatSchG (FCS) auslösen. greeNature berät zu den naturschutz- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem feuchtes Marschgrünland in Kehdingen, Grabenrandflächen sowie Geeststandorte mit Potenzial für Moor-, Heide- oder Grünlandentwicklung. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring über die gesamte Bindungsdauer.
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