
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Salzgitter
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten und Kompensationsflächen. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der kreisfreien Stadt Salzgitter und im südöstlichen Niedersachsen.
Die Stadt Salzgitter im Überblick
Salzgitter ist eine kreisfreie Stadt im südöstlichen Niedersachsen und liegt zwischen Hildesheim, Braunschweig und dem nördlichen Harzvorland. Niedersachsen führt keine Regierungsbezirke mehr, sodass die Stadt unmittelbar dem Land zugeordnet ist und über eine eigene Untere Naturschutzbehörde verfügt. Kennzeichnend ist die polyzentrische Struktur aus sieben Ortschaften und 31 Stadtteilen mit weiten unbebauten Flächen zwischen den Siedlungskernen.
Naturräumlich liegt Salzgitter im Übergang zwischen der fruchtbaren Lössbörde im Norden und dem bewaldeten Salzgitter-Höhenzug im Süden. Der Höhenzug baut sich aus Schichten der Kreide- und Jurazeit auf und war über Jahrhunderte durch Eisenerzabbau geprägt. Aus dieser Bergbaugeschichte ist unter anderem der Salzgittersee als renaturierte Wasserfläche hervorgegangen.
Ökologisch bedeutsam sind die Natura-2000-Gebiete im Stadtgebiet: das FFH-Gebiet 122 Salzgitterscher Höhenzug (Südteil) mit Buchen- und Eichenwäldern, historischen Nieder- und Mittelwäldern sowie Kalk-Magerrasen und das FFH-Gebiet 121 Innerste-Aue (mit Kanstein), das für seine Schwermetallrasen und die Rückkehr des Bibers bekannt ist. Die Fließgewässer Fuhse und Warne durchziehen das nördliche Stadtgebiet.
Wirtschaftlich ist Salzgitter ein bedeutender Industriestandort, geprägt von Stahlerzeugung (Salzgitter AG), Fahrzeug- und Batteriezellfertigung sowie Maschinenbau. Industrieerweiterungen, Verkehrs- und Wohnbauvorhaben lösen regelmäßig Kompensationspflichten aus, die sich in Niedersachsen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG, dem NAGBNatSchG und einem Biotopwertverfahren bemessen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet 122 Salzgitterscher Höhenzug (Südteil), Buchen- und Eichenwälder, Kalk-Magerrasen
- FFH-Gebiet 121 Innerste-Aue (mit Kanstein), landesweit bedeutende Schwermetallrasen
- Naturschutzgebiet Mittleres Innerstetal mit Kanstein, Rückkehr des Bibers
- Landschaftsschutzgebiet Salzgitterscher Höhenzug, historische Kulturlandschaft
- Historische Nieder- und Mittelwälder mit lichten Eichenbeständen
- Salzgittersee, aus dem früheren Eisenerzabbau hervorgegangene Wasser- und Naherholungsfläche
- Fuhse und Warne als stadtprägende Fließgewässer im nördlichen Stadtgebiet
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit. Wir kennen das niedersächsische Kompensationsrecht (NAGBNatSchG und Biotopwertverfahren), die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Salzgitter sowie die Flächenpotenziale im südöstlichen Niedersachsen und übernehmen die vollständige Abwicklung von der Bedarfsanalyse bis zum Monitoring.
Typische Maßnahmen in der Stadt Salzgitter
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Verrohrungen und Uferbefestigungen an Fuhse, Warne und Innerste, Anlage naturnaher Auenstrukturen und Laichhabitate, Förderung von Biber, Eisvogel und Fischfauna im stadtnahen Gewässernetz.
Entsiegelung von Industriebrachen
Rückbau und Entsiegelung nicht mehr genutzter Gewerbe- und Bahnflächen im Stahl- und Industriegürtel, Wiederherstellung durchwurzelbarer Böden und Entwicklung offener Sukzessionsbiotope.
Grünlandaufwertung im Bördeumland
Extensivierung intensiv genutzter Ackerflächen der nördlichen Lössbörde zu artenreichem Grünland, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz und Feldlerche im Übergang zu den Siedlungsrändern.
Niederwald- und Waldrandpflege
Wiederaufnahme historischer Nieder- und Mittelwaldnutzung am Salzgitterschen Höhenzug, Erhalt lichter Eichenwälder, strukturreicher Waldränder und Alt- und Totholz für Fledermäuse und Haselmaus.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Zauneidechse auf Bahn- und Industrieflächen, Kammmolchgewässer am Höhenzug, Fledermausquartiere und Ersatzhabitate, abgestimmt nach § 44 BNatSchG.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Bördeflur als Trittsteinbiotope zwischen Höhenzug, Auen und Feldflur, Vernetzung isolierter Lebensräume im Stadtgebiet.
Geschützte Arten im Salzgitter-Höhenzug zwischen Börde und Innerste-Bergland
Zauneidechse
Bahndämme, Ruderalflächen und besonnte Böschungen im Industriegürtel bieten der Zauneidechse geeignete Lebensräume. Bei Bau- und Gewerbevorhaben ist sie eine häufige Zielart für vorgezogene CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Fledermäuse im Niederwald
Die alten Eichenbestände und historischen Niederwälder am Salzgitterschen Höhenzug bieten Quartiere und Jagdgebiete für waldgebundene Fledermausarten. Erhalt von Höhlenbäumen und Ersatzquartiere sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Biber an der Innerste
In der Innerste-Aue haben sich Biber wieder angesiedelt, Steilufer und naturnahe Gewässerabschnitte bieten dem Eisvogel Brutplätze. Gewässerrenaturierungen entlang Innerste und Fuhse stärken diese Lebensräume.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Kleinere Feuchtbiotope und Waldtümpel am Salzgitterschen Höhenzug beherbergen den streng geschützten Kammmolch. Anlage und Vernetzung besonnter Laichgewässer sind wirksame Kompensationsmaßnahmen für diese Art.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Feldlerche
Die offene Lössbörde im Norden des Stadtgebiets ist Brutraum für Feldvögel wie Kiebitz und Feldlerche. Extensivierung und Blühflächen im Ackerland schaffen Bruthabitate und Nahrungsflächen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Strukturreiche Waldränder, Hecken und alte Niederwälder am Höhenzug bieten der Haselmaus Lebensraum. Der Erhalt durchgängiger Gehölzstrukturen und beerentragender Sträucher sichert ihre Vorkommen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Batteriezellfabrik (PowerCo)
Mit der Batteriezellfabrik der Volkswagen-Tochter PowerCo entsteht in Salzgitter eines der größten Industrievorhaben der Region. Flächeninanspruchnahme, Erschließung und Infrastruktur erzeugen erheblichen Kompensationsbedarf, den greeNature als Full-Service-Partner abwickelt.
Stahlstandort und SALCOS-Transformation
Der Standort der Salzgitter AG zählt zu den bedeutendsten Stahlstandorten Deutschlands. Der Umbau zu wasserstoffbasierter, CO2-armer Stahlerzeugung (SALCOS) und weitere Anlagenerweiterungen lösen naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Verkehr und Infrastruktur
Ortsumgehungen, der Ausbau von Bundesstraßen, Bahnanlagen und Leitungstrassen sowie infrastrukturelle Großvorhaben im Stadtgebiet erfordern Eingriffsregelung und Kompensation nach §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Neue Wohnbaugebiete in Lebenstedt und Salzgitter-Bad sowie Gewerbe- und Logistikflächen erfordern naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ökokontoflächen einbringen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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