
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Region Hannover
Die Region Hannover verbindet den dicht besiedelten Verdichtungsraum der Landeshauptstadt mit weiten Bördelandschaften, der Leineaue und der Geest im Norden. Für Eingriffe in Natur und Landschaft planen und sichern wir naturraumtreue Kompensation nach niedersächsischem Recht, von der Bilanzierung über das Biotopwertverfahren bis zur dauerhaften Flächenpflege.
Der Landkreis Region Hannover im Überblick
Die Region Hannover ist ein Kommunalverband besonderer Art und umfasst die Landeshauptstadt Hannover sowie zwanzig weitere Städte und Gemeinden. Auf rund 2.300 Quadratkilometern leben etwa 1,17 Millionen Menschen, womit die Region zu den bevölkerungsreichsten Verwaltungsräumen Niedersachsens zählt.
Naturräumlich reicht das Gebiet von den fruchtbaren Lössbörden im Süden über das Leinetal bis zur Geest und den Mooren im Norden. Im Südwesten prägt der bewaldete Deister die Landschaft, im Nordwesten das Steinhuder Meer als größter Binnensee des Landes.
Der hohe Siedlungs- und Infrastrukturdruck im Umfeld der Landeshauptstadt führt regelmäßig zu Eingriffen, für die nach der Eingriffsregelung ein Ausgleich zu leisten ist. Zugleich bieten Auen, Grünland und Moorstandorte gute Voraussetzungen für hochwertige Kompensationsmaßnahmen.
Zuständig für den Vollzug des Naturschutzrechts ist die Untere Naturschutzbehörde der Region Hannover, die Eingriffe bewertet und Kompensationsflächen im Kompensationsverzeichnis führt.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D32 ›
Zum Naturraum D36 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Das Steinhuder Meer im Nordwesten ist der größte Binnensee Niedersachsens, EU-Vogelschutzgebiet und Kern des gleichnamigen Naturparks.
- Auf dem Gebiet der Region liegen 27 FFH-Gebiete und ein EU-Vogelschutzgebiet, die zum europäischen Netz Natura 2000 gehören.
- Das FFH-Gebiet Leineaue zwischen Hannover und Ruthe schützt Auwaldreste, Kalktuffquellen und naturnahe Fließgewässerabschnitte der Leine.
- Der Deister bildet als bewaldeter Höhenzug im Südwesten einen naturräumlichen Kontrast zu den offenen Börden und der Leineniederung.
- Im Norden erstreckt sich die Hannoversche Moorgeest mit Hochmoorresten, deren Wiedervernässung naturschutzfachlich hohe Bedeutung hat.
- Rund die Hälfte der Regionsfläche steht unter Landschafts- oder Naturschutz, was Planung und Verortung von Kompensation anspruchsvoll macht.
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in der Region Hannover. Wir übernehmen die Eingriffsbilanzierung nach dem in Niedersachsen üblichen Biotopwertverfahren, entwickeln naturraumtreue Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und stimmen diese mit der Unteren Naturschutzbehörde ab. Von der ersten fachlichen Einschätzung über die Sicherung geeigneter Flächen bis zur langfristigen Pflege und dem Monitoring begleiten wir Vorhabenträger im gesamten Prozess. Dabei arbeiten wir entlang der Arbeitshilfen des NLWKN und berücksichtigen artenschutzrechtliche Anforderungen des besonderen Artenschutzes.
Typische Maßnahmen im Landkreis Region Hannover
Auen- und Grünlandentwicklung
Extensivierung und Wiedervernässung von Grünland in der Leineaue, um Feuchtlebensräume und Retentionsflächen wiederherzustellen und aufzuwerten.
Kleingewässer und Amphibienbiotope
Anlage besonnter Stillgewässer und Laichgewässer, die Arten wie dem Kammmolch als Lebensraum dienen und Trittsteine im Biotopverbund schaffen.
Ackerextensivierung für Feldvögel
Umwandlung intensiv genutzter Ackerflächen in den Börden zu Blühflächen und extensivem Grünland zugunsten von Feldlerche und Kiebitz.
Moorrenaturierung in der Geest
Wiedervernässung entwässerter Hochmoorreste in der Hannoverschen Moorgeest zur Regeneration torfbildender Vegetation und zum Klimaschutz.
Waldumbau und Waldränder
Entwicklung strukturreicher, standortgerechter Laubwälder und gestufter Waldränder im Deister und in weiteren Waldgebieten der Region.
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen sowie Anlage von Gewässerrandstreifen an Leine, Innerste und Fließgewässern, die dem Eisvogel Lebensraum bieten.
Geschützte Arten im Leinetal, Calenberger Börde und Geest rund um die Landeshauptstadt
Feldlerche
Die Feldlerche brütet in den offenen Börden und Agrarlandschaften der Region. Als Art der freien Feldflur profitiert sie von extensiv bewirtschafteten Flächen und Blühstreifen, die in Kompensationsmaßnahmen gezielt geschaffen werden.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Kiebitz besiedelt feuchtes Grünland und Niederungen, etwa im Umfeld des Steinhuder Meeres und der Leineaue. Er ist auf offene, wenig gestörte Bruthabitate angewiesen, die durch Vernässung und Extensivierung gefördert werden.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Fließgewässern wie der Leine findet der Eisvogel Steilwände zum Brüten und klare Gewässer zum Jagen. Gewässerrenaturierungen verbessern seine Lebensbedingungen unmittelbar.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der nach FFH-Recht geschützte Kammmolch benötigt fischfreie Stillgewässer mit reicher Unterwasservegetation. Neu angelegte Kleingewässer im Verbund sichern seine Vorkommen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere streng geschützte Fledermausarten nutzen Wälder, Gewässer und Siedlungsränder der Region als Jagd- und Quartierlebensraum. Bei Eingriffen sind Quartiere nach § 44 BNatSchG zu prüfen und gegebenenfalls durch vorgezogene Maßnahmen zu ersetzen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt sonnenexponierte Böschungen, Bahndämme und Sandtrockenrasen der Geest. Für sie kommen häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) mit Habitatanlage und Umsiedlung in Betracht.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Siedlungs- und Wohnungsbau
Neue Wohn- und Gewerbegebiete im Verdichtungsraum Hannover führen zu Flächenversiegelung und lösen über die Eingriffsregelung Kompensationsbedarf aus.
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Neubau von Bundesautobahnen, Bundesstraßen und Schienenverbindungen im Knotenpunkt Hannover erfordert Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
Rohstoffabbau
Der Abbau von Kies und Sand, insbesondere in der Leineniederung, geht mit Eingriffen einher, die naturschutzfachlich bilanziert und kompensiert werden müssen.
Erneuerbare Energien
Windenergieanlagen und Freiflächen-Photovoltaik beanspruchen Flächen und Landschaftsbild und ziehen artenschutzrechtliche Prüfungen sowie Kompensation nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Region Hannover
Ökopunkte im Landkreis Region Hannover anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Region Hannover.