
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Peine
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Kompensationsvorhaben im Landkreis Peine. greeNature solutions begleitet Ihre naturschutzrechtliche Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht als Full-Service-Partner, bundesweit tätig und vertraut mit der Region zwischen Hannover und Braunschweig.
Der Landkreis Peine im Überblick
Der Landkreis Peine liegt im östlichen Niedersachsen zwischen den Ballungsräumen Hannover und Braunschweig. Niedersachsen ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert, sodass der Kreis unmittelbar dem Land zugeordnet ist. Durchzogen wird er von den Flüssen Fuhse und Oker, deren Niederungen das Landschaftsbild prägen.
Naturräumlich ist der Kreis zweigeteilt. Der Süden hat Anteil an den fruchtbaren Lössböden der Braunschweig-Hildesheimer Börde (BfN-Naturraum D32, Niedersächsische Börden), während der mittlere und nördliche Teil zum Weser-Aller-Flachland (D31) gehört und zum Rand der Südheide hin sandigere, geestgeprägte Böden aufweist.
Ökologisch bedeutsam sind die Fluss- und Feuchtgebiete: das Fuhsetal als großflächiges Naturschutzgebiet, die Lengeder Teiche als EU-Vogelschutzgebiet, das FFH-Gebiet Untere Oker sowie die seltene Binnensalzstelle Kleines Oedesse. Das FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst weist auf landesweit bedeutsame Amphibienvorkommen hin.
Wirtschaftlich ist der Kreis von einer langen Montan- und Stahltradition geprägt (Ilseder Hütte, heute Peiner Träger). Die Lage an der Autobahn A2 und an der ICE-Strecke Hannover, Berlin sowie eine intensive Landwirtschaft in der Börde führen regelmäßig zu Eingriffen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem NAGBNatSchG und damit zu Kompensationsbedarf.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D32 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Untere Oker bei Neubrück, naturnaher Flussabschnitt mit Auenlebensräumen
- FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst, landesweit bedeutsames Amphibienvorkommen
- EU-Vogelschutzgebiete Lengeder Teiche und Wendesser Moor
- Naturschutzgebiet Fuhsetal, Talraum der Fuhse von Peine bis Abbensen (rund 380 Hektar)
- Binnensalzstelle Kleines Oedesse, seltener Salzstellen-Lebensraum mit salzliebender Vegetation
- Waldgebiete Meerdorfer Holz und Kleines Lafferder Holz als FFH-Lebensräume alter Laubwälder
✅ greeNature vor Ort
Wir arbeiten bundesweit und betreuen Kompensationsvorhaben in Niedersachsen nach dem NAGBNatSchG und den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Die Bilanzierung erfolgt über ein Biotopwertverfahren mit Ökopunkten, orientiert an den naturschutzfachlichen Arbeitshilfen des NLWKN. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Peine, die Naturräume Weser-Aller-Flachland und Niedersächsische Börden sowie die Flächenkulissen an Fuhse und Oker aus der Projektpraxis.
Typische Maßnahmen im Landkreis Peine
Fließgewässerentwicklung
Renaturierung von Abschnitten an Fuhse und Oker, Anlage von Uferrandstreifen, Altarmen und Steilufern. Aufwertung von Auenstandorten als Lebensraum für Fische, Eisvogel und wassergebundene Arten.
Feuchtgrünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Niederungsflächen in artenreiches Feuchtgrünland an Fuhse, Oker und Erse. Wiedervernässung zugunsten von Wiesenvögeln wie Kiebitz und Bekassine.
Kleingewässer und Amphibienbiotope
Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern im Umfeld der Börde und der Waldgebiete. Zielgerichtete CEF-Maßnahmen für den Kammmolch und weitere Amphibien nach § 44 BNatSchG.
Standortgerechte Aufforstung
Anlage von Laubmischwäldern mit Eiche, Hainbuche und Erle auf Geest- und Grenzertragsstandorten sowie naturnaher Waldumbau bestehender Bestände.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldrainen und Blühstreifen in der ausgeräumten Ackerflur der Börde. Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn und Wildbienen.
Artenschutz auf Sonderflächen
Gestaltung von Bergbaufolge-, Halden- und Bahnbegleitflächen als Trockenlebensräume. Steinriegel und Sandlinsen für die Zauneidechse als typische CEF-Maßnahme bei Infrastrukturprojekten.
Geschützte Arten im Peiner Land zwischen Hannover und Braunschweig
Kammmolch
Das FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst steht stellvertretend für ein landesweit bedeutsames Vorkommen. Der Kammmolch ist eine häufige Zielart bei Eingriffen und erfordert oft vorgezogene CEF-Maßnahmen mit neuen Laichgewässern.
Mehr zur Art ›Wiesenvögel an den Teichen
Die Lengeder Teiche und das Wendesser Moor sind als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen. Feuchtgrünland und flache Gewässer bieten Kiebitz, Bekassine und rastenden Wasservögeln Brut- und Nahrungshabitate.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Fuhse und Oker
Die naturnahen Abschnitte von Fuhse und Oker mit Steilufern und Altarmen sind Lebensraum des Eisvogels. Uferrenaturierungen und Steilwandmodellierungen sind typische Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Altwäldern
Alte Laubwaldbestände wie das Meerdorfer Holz und das Kleine Lafferder Holz bieten Quartiere und Jagdhabitate für waldgebundene Fledermausarten. Höhlenbäume und Quartierverbund sind bei Eingriffen zu sichern.
Mehr zur Art ›Zauneidechse auf Sonderstandorten
Bergbaufolgeflächen der ehemaligen Erzgewinnung sowie Bahndämme und Halden bieten wärmeliebende Trockenlebensräume. Die Zauneidechse ist eine häufige Zielart bei Verkehrs- und Gewerbeprojekten.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Börde
Die weiten, fruchtbaren Ackerflächen der Börde sind Lebensraum von Feldlerche und Rebhuhn. Lerchenfenster, Blühstreifen und Feldraine sind bewährte Maßnahmen zur Aufwertung der Agrarlandschaft.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Stahl und Industrie
Die Montan- und Stahltradition des Kreises (Ilseder Hütte, heute Peiner Träger) prägt bis heute das Gewerbe. Betriebserweiterungen, neue Produktionsanlagen und Gewerbegebiete lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.
Verkehr und Infrastruktur
Die Autobahn A2, die ICE-Strecke Hannover, Berlin sowie Bundes- und Kreisstraßen führen bei Ausbau, Ortsumgehungen und Brückenbauwerken zu Eingriffen in Natur und Landschaft mit entsprechendem Kompensationsbedarf.
Erneuerbare Energien
Windenergieanlagen sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Börde- und Bergbaufolgeflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Als Teil des Pendlergürtels zwischen Hannover und Braunschweig weisen Peine, Vechelde, Ilsede und Lengede Wohn- und Gewerbebauflächen aus. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ausgleichsflächen anbieten.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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