Blühstreifen am Ackerrand vor einer Hofstelle
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D32

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Peine

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten für Kompensationsvorhaben im Landkreis Peine. greeNature solutions begleitet Ihre naturschutzrechtliche Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht als Full-Service-Partner, bundesweit tätig und vertraut mit der Region zwischen Hannover und Braunschweig.

534,73
km² Kreisfläche
~137.000
Einwohner (2025)
7
Gemeinden
2
Naturräume D31/D32
8
Naturschutzgebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Peine im Überblick

Der Landkreis Peine liegt im östlichen Niedersachsen zwischen den Ballungsräumen Hannover und Braunschweig. Niedersachsen ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert, sodass der Kreis unmittelbar dem Land zugeordnet ist. Durchzogen wird er von den Flüssen Fuhse und Oker, deren Niederungen das Landschaftsbild prägen.

Naturräumlich ist der Kreis zweigeteilt. Der Süden hat Anteil an den fruchtbaren Lössböden der Braunschweig-Hildesheimer Börde (BfN-Naturraum D32, Niedersächsische Börden), während der mittlere und nördliche Teil zum Weser-Aller-Flachland (D31) gehört und zum Rand der Südheide hin sandigere, geestgeprägte Böden aufweist.

Ökologisch bedeutsam sind die Fluss- und Feuchtgebiete: das Fuhsetal als großflächiges Naturschutzgebiet, die Lengeder Teiche als EU-Vogelschutzgebiet, das FFH-Gebiet Untere Oker sowie die seltene Binnensalzstelle Kleines Oedesse. Das FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst weist auf landesweit bedeutsame Amphibienvorkommen hin.

Wirtschaftlich ist der Kreis von einer langen Montan- und Stahltradition geprägt (Ilseder Hütte, heute Peiner Träger). Die Lage an der Autobahn A2 und an der ICE-Strecke Hannover, Berlin sowie eine intensive Landwirtschaft in der Börde führen regelmäßig zu Eingriffen nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem NAGBNatSchG und damit zu Kompensationsbedarf.

Blühstreifen am Ackerrand vor einer Hofstelle

🗺️ Zugehörige Naturräume

D32
Niedersächsische Börden
Zum Naturraum D32 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Peine (KS)EdemissenHohenhamelnIlsedeLengedeVecheldeWendeburg

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Untere Oker bei Neubrück, naturnaher Flussabschnitt mit Auenlebensräumen
  • FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst, landesweit bedeutsames Amphibienvorkommen
  • EU-Vogelschutzgebiete Lengeder Teiche und Wendesser Moor
  • Naturschutzgebiet Fuhsetal, Talraum der Fuhse von Peine bis Abbensen (rund 380 Hektar)
  • Binnensalzstelle Kleines Oedesse, seltener Salzstellen-Lebensraum mit salzliebender Vegetation
  • Waldgebiete Meerdorfer Holz und Kleines Lafferder Holz als FFH-Lebensräume alter Laubwälder

✅ greeNature vor Ort

Wir arbeiten bundesweit und betreuen Kompensationsvorhaben in Niedersachsen nach dem NAGBNatSchG und den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Die Bilanzierung erfolgt über ein Biotopwertverfahren mit Ökopunkten, orientiert an den naturschutzfachlichen Arbeitshilfen des NLWKN. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Peine, die Naturräume Weser-Aller-Flachland und Niedersächsische Börden sowie die Flächenkulissen an Fuhse und Oker aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Peine

💧

Fließgewässerentwicklung

Renaturierung von Abschnitten an Fuhse und Oker, Anlage von Uferrandstreifen, Altarmen und Steilufern. Aufwertung von Auenstandorten als Lebensraum für Fische, Eisvogel und wassergebundene Arten.

🌿

Feuchtgrünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Niederungsflächen in artenreiches Feuchtgrünland an Fuhse, Oker und Erse. Wiedervernässung zugunsten von Wiesenvögeln wie Kiebitz und Bekassine.

🐸

Kleingewässer und Amphibienbiotope

Neuanlage und Vernetzung von Laichgewässern im Umfeld der Börde und der Waldgebiete. Zielgerichtete CEF-Maßnahmen für den Kammmolch und weitere Amphibien nach § 44 BNatSchG.

🌳

Standortgerechte Aufforstung

Anlage von Laubmischwäldern mit Eiche, Hainbuche und Erle auf Geest- und Grenzertragsstandorten sowie naturnaher Waldumbau bestehender Bestände.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldrainen und Blühstreifen in der ausgeräumten Ackerflur der Börde. Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn und Wildbienen.

🦎

Artenschutz auf Sonderflächen

Gestaltung von Bergbaufolge-, Halden- und Bahnbegleitflächen als Trockenlebensräume. Steinriegel und Sandlinsen für die Zauneidechse als typische CEF-Maßnahme bei Infrastrukturprojekten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Peiner Land zwischen Hannover und Braunschweig

🦎

Kammmolch

Das FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst steht stellvertretend für ein landesweit bedeutsames Vorkommen. Der Kammmolch ist eine häufige Zielart bei Eingriffen und erfordert oft vorgezogene CEF-Maßnahmen mit neuen Laichgewässern.

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🐦

Wiesenvögel an den Teichen

Die Lengeder Teiche und das Wendesser Moor sind als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen. Feuchtgrünland und flache Gewässer bieten Kiebitz, Bekassine und rastenden Wasservögeln Brut- und Nahrungshabitate.

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🐟

Eisvogel an Fuhse und Oker

Die naturnahen Abschnitte von Fuhse und Oker mit Steilufern und Altarmen sind Lebensraum des Eisvogels. Uferrenaturierungen und Steilwandmodellierungen sind typische Aufwertungsmaßnahmen.

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🦇

Fledermäuse in Altwäldern

Alte Laubwaldbestände wie das Meerdorfer Holz und das Kleine Lafferder Holz bieten Quartiere und Jagdhabitate für waldgebundene Fledermausarten. Höhlenbäume und Quartierverbund sind bei Eingriffen zu sichern.

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🦎

Zauneidechse auf Sonderstandorten

Bergbaufolgeflächen der ehemaligen Erzgewinnung sowie Bahndämme und Halden bieten wärmeliebende Trockenlebensräume. Die Zauneidechse ist eine häufige Zielart bei Verkehrs- und Gewerbeprojekten.

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🌾

Feldlerche in der Börde

Die weiten, fruchtbaren Ackerflächen der Börde sind Lebensraum von Feldlerche und Rebhuhn. Lerchenfenster, Blühstreifen und Feldraine sind bewährte Maßnahmen zur Aufwertung der Agrarlandschaft.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Stahl und Industrie

Die Montan- und Stahltradition des Kreises (Ilseder Hütte, heute Peiner Träger) prägt bis heute das Gewerbe. Betriebserweiterungen, neue Produktionsanlagen und Gewerbegebiete lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Die Autobahn A2, die ICE-Strecke Hannover, Berlin sowie Bundes- und Kreisstraßen führen bei Ausbau, Ortsumgehungen und Brückenbauwerken zu Eingriffen in Natur und Landschaft mit entsprechendem Kompensationsbedarf.

⚡

Erneuerbare Energien

Windenergieanlagen sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Börde- und Bergbaufolgeflächen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG.

🏘️

Siedlungs- und Gewerbeentwicklung

Als Teil des Pendlergürtels zwischen Hannover und Braunschweig weisen Peine, Vechelde, Ilsede und Lengede Wohn- und Gewerbebauflächen aus. Eigentümer geeigneter Flächen können diese als Ausgleichsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

RE
Landkreis Region Hannover
Westlicher Nachbar
GI
Landkreis Gifhorn
Nördlicher Nachbar, Rand der Südheide
HI
Landkreis Hildesheim
Südwestlicher Nachbar, Börde
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Peine

Der überwiegende Teil des Kreises gehört zum BfN-Naturraum D31 (Weser-Aller-Flachland) mit den Niederungen von Fuhse und Oker. Der Süden hat Anteil am Naturraum D32 (Niedersächsische Börden) mit fruchtbaren Lössböden. Für die Kompensation ist die genaue Naturraumzuordnung des Eingriffs maßgeblich. greeNature ermittelt sie im Rahmen der Bedarfsanalyse.
In Niedersachsen wird die Kompensation über ein Biotopwertverfahren mit Ökopunkten bilanziert, rechtliche Grundlage sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem NAGBNatSchG. Die Bewertung orientiert sich an den naturschutzfachlichen Arbeitshilfen des NLWKN. Ökopunkte stammen aus behördlich anerkannten Ökokonten nach § 16 BNatSchG. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Peine, Fachdienst Umwelt, Werner-Nordmeyer-Straße 19A, 31224 Peine. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Ja. Im Kreis liegen unter anderem das FFH-Gebiet Untere Oker, das FFH-Gebiet Kammmolch-Biotop Plockhorst sowie die EU-Vogelschutzgebiete Lengeder Teiche und Wendesser Moor. Eingriffe im Umfeld solcher Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie CEF- oder FCS-Maßnahmen erforderlich machen. greeNature berät zu allen Natura-2000-Anforderungen.
Häufig sind die Renaturierung von Fuhse und Oker, die Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtgrünland, die Anlage von Kleingewässern für den Kammmolch, standortgerechte Aufforstungen sowie Hecken und Blühstreifen in der Börde. Auf Bergbaufolge- und Bahnflächen sind Maßnahmen für die Zauneidechse verbreitet.
Ja. Besonders geeignet sind intensiv genutzte Ackerflächen der Börde sowie Grünland und Niederungen an Fuhse und Oker. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring der Maßnahmen.
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