Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D29 · D28 · D09

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Lüchow-Dannenberg

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht (NAGBNatSchG) zwischen Drawehn, Wendland und Elbtalaue.

1.227
km² Kreisfläche
~46.500
Einwohner
27
Gemeinden (3 Samtgemeinden)
2
Naturräume D29/D09
142 m
Höchster Punkt (Hoher Mechtin)
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg im Überblick

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg liegt im äußersten Nordosten Niedersachsens und bildet mit dem Wendland eine weit nach Osten vorspringende Region, die im Norden, Osten und Süden an die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt grenzt. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Lüchow (Wendland). Niedersachsen ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert, sodass der Landkreis unmittelbar dem Land zugeordnet ist.

Landschaftlich reicht der Kreis vom bewaldeten Göhrde-Drawehn-Höhenzug im Westen über die weiten Niederungen der Lüchower Landgraben-Dumme-Niederung bis zur Elbtalniederung im Norden. Der überwiegende Teil gehört zum BfN-Naturraum D29 (Wendland und Altmark), der Elbe-nahe Saum zum Naturraum D09 (Elbtalniederung). Geprägend sind das Elbe-Urstromtal, nacheiszeitliche Binnendünen, sandige Geestrücken und flache Talsandflächen, deren höchste Erhebung der Hohe Mechtin mit 142 m erreicht.

Ökologisch ist die Region von herausragender Bedeutung. Große Teile der Elblandschaft gehören zum Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue und sind zugleich als FFH-Gebiete und EU-Vogelschutzgebiete Teil des europäischen Netzes Natura 2000. Weite Bereiche des übrigen Kreises liegen im Naturpark Wendland.Elbe, dazu kommen ausgedehnte Laubwälder der Göhrde und großflächige Naturschutzgebiete wie Die Lucie.

Der Landkreis ist dünn besiedelt und ländlich geprägt, mit Schwerpunkten in Land- und Forstwirtschaft sowie im Tourismus. Der Kreistag hat früh eine Ausrichtung auf eine vollständig regenerative Stromversorgung beschlossen, entsprechend spielen Windenergie und Photovoltaik eine wachsende Rolle. Infrastruktur, Hochwasserschutz an der Elbe, der Rückbau kerntechnischer Anlagen in Gorleben sowie Siedlungs- und Gewerbeentwicklung lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich über das Biotopwertverfahren (Ökopunkte) nach niedersächsischem Recht zu erbringen ist.

Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume

🗺️ Zugehörige Naturräume

D29
Wendland und Altmark
Zum Naturraum D29 ›
D28
Lüneburger Heide
Zum Naturraum D28 ›
D09
Elbtalniederung
Zum Naturraum D09 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Lüchow (Wendland) (KS)Dannenberg (Elbe)Hitzacker (Elbe)Wustrow (Wendland)SchnackenburgGartowGorlebenClenzeBergen an der DummeZernienNeu DarchauHöhbeckTrebelKüsten

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue entlang der Mittelelbe, Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe
  • FFH-Gebiete und EU-Vogelschutzgebiete der Elbtalaue als Bestandteil des Natura-2000-Netzes
  • Naturpark Wendland.Elbe über weite Teile des Landkreises
  • Naturschutzgebiet Die Lucie, eines der größten zusammenhängenden Waldschutzgebiete der Region
  • Göhrde als eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete Norddeutschlands
  • Lüchower Niederung und Landgraben-Dumme-Niederung mit ausgedehntem Feuchtgrünland
  • Elbe als naturnahe Stromlandschaft mit Auwaldresten, Altwässern und Binnendünen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem niedersächsischen Kompensationsrecht vertraut. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde in Lüchow (Wendland) zusammen, kennen die Arbeitshilfen des NLWKN, das Biotopwertverfahren zur Ermittlung von Ökopunkten und die Besonderheiten der Naturräume D29 und D09 zwischen Wendland und Elbtalaue.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Lüchow-Dannenberg

🌊

Auenrenaturierung an der Elbe

Anbindung von Altarmen, Rückbau von Uferverbauungen und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung in der Elbtalniederung. So entstehen Flutrinnen, Kiesufer und Auwaldstrukturen als Lebensraum für Fische, Amphibien und Wasservögel im Biosphärenreservat.

💧

Feuchtgrünland und Wiedervernässung

Anhebung des Wasserstands und extensive Bewirtschaftung von Nieder- und Feuchtgrünland in der Lüchower Niederung und der Landgraben-Dumme-Niederung. Solche Maßnahmen sichern Wiesenbrüterlebensräume und werten die Flächen im Biotopwertverfahren deutlich auf.

🌳

Naturnahe Waldentwicklung Göhrde-Drawehn

Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern aus Eiche, Buche und Hainbuche sowie gezielte Förderung von Alt- und Totholz. Das erhöht die Habitatqualität in den Wäldern der Göhrde und des Drawehn.

🐟

Gewässerrenaturierung Jeetzel und Dumme

Rückbau von Sohl- und Uferbefestigungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und Wiederherstellung durchgängiger Fließstrecken an Jeetzel, Dumme und Landgraben, Lebensraum für Fischotter, Eisvogel und Rundmäuler.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Fledermausquartiere in Wald und Gebäuden, Eisvogel-Steilwände an Jeetzel und Elbe, Ersatzlaichgewässer für Amphibien sowie Habitate für den Kammmolch, jeweils als vorgezogene CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG oder als populationsstützende FCS-Maßnahme.

🌾

Hecken, Feldgehölze und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Ackerrandstreifen in der offenen Geestlandschaft. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, schaffen Trittsteinbiotope für Feldlerche und Feldhase und werten die ausgeräumte Agrarflur auf.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Wendland und Elbtalaue

🕊️

Schwarzstorch in der Göhrde

Die ausgedehnten, störungsarmen Laubwälder der Göhrde bieten dem streng geschützten Schwarzstorch Brutmöglichkeiten, feuchte Waldbäche und Auengewässer dienen als Nahrungshabitat. Bei Eingriffen in Wald und Gewässer sind Ruhezonen und die Sicherung von Nahrungsflächen entscheidend.

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🐦

Kiebitz und Wiesenvögel der Elbtalaue

Das Feuchtgrünland der Elbtalaue und der Lüchower Niederung ist Lebensraum für Kiebitz, Bekassine und weitere Wiesenbrüter. Extensivierung, hohe Wasserstände und späte Mahdtermine sind bewährte Maßnahmen zur Sicherung dieser Bestände.

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🦦

Fischotter und Biber an Elbe und Jeetzel

Elbe, Jeetzel und ihre Nebengewässer zählen zu den Kernräumen von Fischotter und Biber, beide Arten nach Anhang der FFH-Richtlinie geschützt. Naturnahe Ufer, Gewässerrandstreifen und durchgängige Querungen sind typische Kompensationsmaßnahmen.

🦇

Fledermäuse in den Wäldern der Göhrde

Alte Laubwälder und Gebäude bieten Bechsteinfledermaus, Großem Mausohr und weiteren streng geschützten Arten (Anhang IV FFH-Richtlinie) Quartiere. Bei Abriss, Sanierung und Waldeingriffen sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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🐈

Wildkatze im Göhrde-Drawehn-Waldgebiet

Die zusammenhängenden Wälder von Göhrde und Drawehn gehören zu den Rückzugsräumen der Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Totholzangebot und die Vernetzung von Waldgebieten über Hecken sind geeignete Aufwertungs- und Verbundmaßnahmen.

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🐸

Amphibien und Kammmolch in Auengewässern

Altwässer, Tümpel und wechselfeuchte Senken der Elbtalaue beherbergen Rotbauchunke, Laubfrosch und den Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie). Neuanlage fischfreier Laichgewässer und strukturreicher Landlebensräume sichert die Fortpflanzungsstätten.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

💨

Erneuerbare Energien (Wind und Photovoltaik)

Der Landkreis verfolgt eine konsequente Ausrichtung auf regenerative Stromerzeugung. Neue Windparks und Photovoltaik-Freiflächenanlagen sowie deren Netzanbindung lösen Eingriffe aus, die über das Biotopwertverfahren auszugleichen sind, häufig verbunden mit Artenschutzprüfungen für Greifvögel und Fledermäuse.

🛡️

Hochwasserschutz und Deichbau an der Elbe

Deichsanierungen, Deichrückverlegungen und Maßnahmen des Hochwasserschutzes entlang der Mittelelbe greifen in Aue und Grünland ein. Sie bieten zugleich Chancen, Kompensation und Auenentwicklung im Biosphärenreservat zu verbinden.

☢️

Rückbau und Umbau in Gorleben

Am Standort Gorleben mit dem Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle und dem stillgelegten Erkundungsbergwerk stehen Rückbau- und Sanierungsvorhaben an. Damit verbundene Eingriffe erfordern naturschutzrechtliche Kompensation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

🏭

Gewerbe und Siedlungsentwicklung

Betriebserweiterungen ortsansässiger Industrie sowie Wohn- und Gewerbegebiete in Lüchow, Dannenberg und Hitzacker erzeugen Ausgleichsbedarf. Landwirte und Flächeneigentümer können ihre Flächen als Kompensationsflächen einbringen und daraus dauerhafte Erlöse erzielen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

LÜ
Landkreis Lüneburg
Nordwestlicher Nachbar · Niedersachsen
UE
Landkreis Uelzen
Westlicher Nachbar · Niedersachsen
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Lüchow-Dannenberg

Der überwiegende Teil des Landkreises gehört zum BfN-Naturraum D29 (Wendland und Altmark), geprägt durch den Göhrde-Drawehn-Höhenzug, sandige Geestrücken und die Lüchower Niederung. Der Elbe-nahe Norden gehört zum Naturraum D09 (Elbtalniederung) mit Auen, Altwässern und Binnendünen. Für die Bilanzierung im Biotopwertverfahren ist die genaue Lage des Eingriffs maßgeblich, greeNature ordnet dies für Sie ein.
In Niedersachsen wird die Kompensation nach dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) über das Biotopwertverfahren bilanziert, die Werteinheiten werden dabei als Ökopunkte geführt. greeNature übernimmt die Bedarfsermittlung, die Zuordnung von Flächen aus anerkannten Ökokonten, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und alle Dokumentationspflichten. Grundlage sind die Arbeitshilfen des NLWKN.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Lüchow-Dannenberg, Fachdienst Natur und Wald, Königsberger Straße 10, 29439 Lüchow (Wendland). greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme vollständig für Sie.
Ja. Große Teile der Elblandschaft liegen im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue und in FFH- sowie EU-Vogelschutzgebieten des Netzes Natura 2000. Eingriffe in diesem Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und, bei Betroffenheit streng geschützter Arten, CEF- oder FCS-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen. greeNature prüft die naturschutzfachlichen Anforderungen im Einzelfall.
Häufige Maßnahmen sind die Renaturierung der Elbaue, die Wiedervernässung und Extensivierung von Feuchtgrünland in der Lüchower Niederung, der naturnahe Waldumbau in Göhrde und Drawehn sowie die Renaturierung von Jeetzel und Dumme. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Eisvogel, Amphibien und Kammmolch.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland in den Niederungen, gewässernahe Ackerflächen an Jeetzel und Elbe sowie Randbereiche der Waldgebiete. Sie bleiben Eigentümer, erhalten eine Nutzungsentschädigung und können viele Flächen extensiv weiter bewirtschaften. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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