
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Oldenburg
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht (NAGBNatSchG) in der Wildeshauser Geest und im Hunteland.
Der Landkreis Oldenburg im Überblick
Der Landkreis Oldenburg liegt im Nordwesten Niedersachsens, südlich der kreisfreien Stadt Oldenburg und westlich von Bremen. Kreissitz ist die Stadt Wildeshausen. Seit der Auflösung der niedersächsischen Regierungsbezirke im Jahr 2004 ist der Kreis unmittelbar dem Land Niedersachsen zugeordnet. Prägend ist die weite, ländlich geprägte Wildeshauser Geest mit der Hunte als zentralem Fließgewässer.
Naturräumlich gehört der Landkreis überwiegend zur Ems-Hunte-Geest, die das Bundesamt für Naturschutz der Großlandschaft D30 (Dümmer Geestniederung) zuordnet. Der nordwestliche Teil um Wardenburg, Hatten und Großenkneten hat Anteil an der Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest (D26). Geologisch bestimmen flachwellige Grundmoränenplatten mit Sand- und Sandlössauflagen das Bild, durchzogen von Niederungen, Hoch- und Niedermooren sowie dem Talraum der Hunte, die im Norden in die Wesermarsch übergeht.
Ökologisch bedeutsam ist der Naturpark Wildeshauser Geest, mit über 1.500 km² der größte Naturpark Niedersachsens. Zu den Natura-2000-Gebieten zählen das FFH-Gebiet Mittlere und Untere Hunte (mit Barneführer Holz und Schreensmoor) und das EU-Vogelschutzgebiet Hunteniederung, ein wichtiges Rastgebiet für Bläss- und Saatgänse sowie ein Brutgebiet für Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Großen Brachvogel.
Wirtschaftlich verbindet der Kreis Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung mit Maschinenbau und Energiewirtschaft, darunter eine große Erdgasaufbereitungsanlage in Großenkneten. Als Teil des Pendlerraums zwischen Oldenburg und Bremen und umschlossen von den Autobahnen A1, A28 und A29 entstehen durch Siedlungs-, Gewerbe-, Verkehrs- und Energievorhaben regelmäßig Eingriffe, deren Ausgleich nach NAGBNatSchG über das Biotopwertverfahren zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D30 ›
Zum Naturraum D26 ›
Zum Naturraum D25 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Wildeshauser Geest, mit über 1.500 km² der größte Naturpark Niedersachsens
- FFH-Gebiet Mittlere und Untere Hunte mit Barneführer Holz und Schreensmoor
- EU-Vogelschutzgebiet Hunteniederung, Rast- und Brutgebiet für Gast- und Wiesenvögel
- Hunte als prägendes Fließgewässer und Nebenfluss der Weser
- Ausgedehnte Hoch- und Niedermoore der Geest mit Wiedervernässungspotenzial
- Wacholderheiden und Sandmagerrasen auf trockenen Geeststandorten
- Übergang von der Ems-Hunte-Geest zur Wesermarsch im Norden des Kreises
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt Kompensationsmaßnahmen nach niedersächsischem Naturschutzrecht. Wir arbeiten mit dem Biotopwertverfahren und den Arbeitshilfen des NLWKN, kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg und die naturräumlichen Besonderheiten der Wildeshauser Geest und der Hunteniederung. Von der Bedarfsanalyse über die Flächenbereitstellung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben vollständig.
Typische Maßnahmen im Landkreis Oldenburg
Moorwiedervernässung
Anhebung der Wasserstände in entwässerten Hoch- und Niedermooren der Geest, etwa im Umfeld des Schreensmoors. Wiederherstellung torfbildender Vegetation, Bindung von Kohlenstoff und Lebensraum für moortypische Arten.
Auenentwicklung an der Hunte
Anbindung von Altarmen, Entwicklung naturnaher Uferstrukturen und Gewässerrandstreifen an der Hunte und ihren Nebenbächen. Verbesserung der Gewässerstruktur zugunsten von Fischfauna, Eisvogel und Libellen.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feuchtgrünland der Hunteniederung. Angepasste Mahd und extensive Beweidung schaffen Bruthabitate für Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe und Großen Brachvogel.
Heiden und Sandmagerrasen
Pflege und Neuentwicklung von Wacholderheiden und Sandmagerrasen auf nährstoffarmen Geeststandorten. Entkusselung, Plaggen und extensive Beweidung erhalten diese lichtbedürftigen Lebensräume und ihre Insektenfauna.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Wallhecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Geest- und Ackerlandschaft. Trittsteine und Verbundachsen zwischen Mooren, Heiden und Huntetal für Amphibien, Reptilien und Feldvögel.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG für betroffene Arten, etwa Habitatflächen für Wiesenvögel, Zauneidechsen-Ersatzhabitate und Fledermausquartiere, sowie FCS-Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands.
Geschützte Arten im Wildeshauser Geest und Hunteniederung
Kiebitz und Wiesenvögel
Die Hunteniederung ist ein bedeutendes Brutgebiet für Kiebitz, Uferschnepfe, Großen Brachvogel und Rotschenkel. Typische Kompensation sind vernässte, extensiv genutzte Feuchtgrünländer mit hohen Wasserständen zur Brutzeit.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die offene Geest- und Ackerlandschaft ist Lebensraum der Feldlerche, deren Bestände unter der Nutzungsintensivierung leiden. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Maßnahmen im Offenland.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Trockene, sandige Standorte, Böschungen und Heideränder der Geest bieten Lebensraum für die Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Bauvorhaben sind Ersatzhabitate mit Sonn- und Eiablageplätzen häufige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Altholzbestände wie das Barneführer Holz und Gewässerlinien der Hunte dienen Fledermäusen als Quartier und Jagdrevier. Erhalt von Höhlenbäumen und Ausbringung von Quartierkästen sichern betroffene Vorkommen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten der Hunte und ihrer Nebengewässer brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferabbrüche, Nisthilfen und strukturreiche, störungsarme Gewässerränder fördern den Bestand.
Mehr zur Art ›Amphibien und Kammmolch
Moor- und Grünlandgewässer der Geest beherbergen Amphibien wie den Kammmolch (Anhang II und IV FFH-Richtlinie), Moorfrosch und Laubfrosch. Neuanlage fischfreier Kleingewässer ist eine typische Kompensationsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Energie und Erdgas
In Großenkneten wird Erdgas aufbereitet, und auf den Geeststandorten entstehen Windkraft- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Anlagen, Leitungstrassen und Repowering-Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Prüfungen aus.
Infrastruktur und Verkehr
Der Kreis wird von den Autobahnen A1, A28 und A29 umschlossen. Ausbau, Ortsumgehungen und Maßnahmen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie an der Schiene erzeugen Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.
Siedlung und Gewerbe
Als Teil des Pendlerraums zwischen Oldenburg und Bremen weisen Ganderkesee, Hude, Hatten und Wildeshausen Wohn- und Gewerbegebiete aus. Flächenversiegelung erfordert naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den Grundeigentümer Flächen anbieten können.
Landwirtschaft und Lebensmittel
Die intensive Landwirtschaft und die Lebensmittelverarbeitung prägen die Wirtschaft der Geest. Betriebserweiterungen, Stallbauten und Verarbeitungsanlagen ziehen Eingriffe nach sich, die über das Biotopwertverfahren zu bilanzieren sind.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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