Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese
Niedersachsen · BNatSchG / NAGBNatSchG
Naturraum D36

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Holzminden

Behördlich anerkannte Ökopunkte und Ausgleichsflächen für Eingriffe im südniedersächsischen Bergland. greeNature, Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach niedersächsischem Naturschutzrecht in Solling, Vogler und Weserbergland.

694
km² Kreisfläche
~65k
Einwohner
32
Städte und Gemeinden
~45 %
Waldanteil
D36
Naturraum
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Holzminden im Überblick

Der Landkreis Holzminden liegt im Süden Niedersachsens und ist flächenmäßig wie nach Einwohnerzahl einer der kleineren Kreise des Landes. Prägend sind die bewaldeten Mittelgebirgszüge des Solling und des Vogler sowie die angrenzenden Höhenzüge von Ith und Hils. Rund 45 Prozent der Kreisfläche sind bewaldet.

Naturräumlich gehört der gesamte Landkreis zur BfN-Großlandschaft D36 (Weser- und Weser-Leinebergland). Der Buntsandstein-Rücken des Solling trägt großflächige bodensaure Buchen- und Eichenwälder, während auf den Kalk- und Gipsstandorten von Ith und Vogler Kalkbuchenwälder, Klippen und Trockenlebensräume stocken. Die Weser durchzieht den Kreis als prägendes Fließgewässer.

Weite Teile des Kreises liegen im Naturpark Solling-Vogler im Weserbergland. Zum Netz Natura 2000 gehören unter anderem die FFH-Gebiete Moore und Wälder im Hochsolling und der Ith mit seinen ausgedehnten Kalkbuchen- und Schluchtwäldern. Alte Waldkomplexe, Hochmoorreste und Bergwiesen bilden hier ein überregional bedeutsames Lebensraummosaik.

Wirtschaftlich weist der Landkreis den landesweit höchsten Anteil an Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe auf. Prägend sind die Duft- und Aromastoffherstellung in Holzminden, Porzellan- und Glasproduktion, Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Rohstoffgewinnung (Gips, Kalk, Sandstein). Gewerbe-, Rohstoff- und Infrastrukturvorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach niedersächsischem Naturschutzrecht aus.

Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Zum Naturraum D36 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Holzminden (KS)BodenwerderStadtoldendorfEschershausenDelligsenBevernBoffzenFürstenbergLauenfördePolleOttensteinDeensenHalleHeinade

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Solling-Vogler im Weserbergland, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Niedersachsens
  • FFH-Gebiet Moore und Wälder im Hochsolling, bodensaure Buchenwälder mit Hochmoorresten und Bruchwäldern
  • FFH-Gebiet Ith, ausgedehnte Kalkbuchen- und Schluchtwälder auf dem langgestreckten Ith-Kamm
  • Weser mit Auenlebensräumen und begleitenden Feuchtbiotopen
  • Bergwiesen und Borstgrasrasen im Hellental, artenreiches Extensivgrünland
  • Kalk- und Gipskarst mit Klippenstandorten (Heinsener Klippen, Rühler Schweiz)
  • Überregional bedeutendes Wildkatzenvorkommen im Solling

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch im südniedersächsischen Bergland. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Holzminden zusammen, kennen die Bilanzierung über das Biotopwertverfahren nach den Arbeitshilfen des NLWKN und ordnen jeden Eingriff naturschutzfachlich korrekt in den Naturraum D36 ein.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Holzminden

🌳

Naturnaher Waldumbau

Überführung standortfremder Nadelforste in bodensaure Buchen- und Eichenmischwälder auf den Buntsandsteinstandorten des Solling, Anreicherung mit Alt- und Totholz sowie Habitatbäumen für waldgebundene Arten.

💧

Moorrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Hoch- und Übergangsmoorreste im Hochsolling, Rückbau von Entwässerungsgräben und Wiederherstellung torfbildender Vegetation.

🌿

Grünland-Extensivierung

Entwicklung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen sowie Borstgrasrasen im Bereich Hellental und in den Talauen, angepasste Mahd und extensive Beweidung.

🏞️

Fließgewässer und Auen

Renaturierung von Weser-Nebengewässern und Bachläufen, Anlage von Uferrandstreifen, Auwaldentwicklung und Durchgängigkeit für die Gewässerfauna.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Waldsäumen als Trittsteine zwischen den Höhenzügen, Stärkung des Waldverbundes für die Wildkatze.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für Fledermäuse, Haselmaus und Amphibien, Quartiere, Laichgewässer und Leitstrukturen, abgestimmt nach § 44 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Solling, Vogler und Weserbergland

🐈

Wildkatze

Der Solling zählt zu den bedeutenden Wildkatzenlebensräumen Niedersachsens. Strukturreiche Laubwälder, Totholz und vernetzte Waldsäume sind zentrale Zielstrukturen, Waldverbund und Grünbrücken sind typische Maßnahmenbausteine.

Mehr zur Art ›
🕊️

Schwarzstorch

Die ausgedehnten, störungsarmen Waldkomplexe des Solling und Vogler bieten dem Schwarzstorch Bruthabitate. Horstschutzzonen und naturnahe Waldbäche zählen zu den wirksamen Schutz- und Kompensationsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Alt- und Buchenwälder beherbergen unter anderem die Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr. Höhlenbäume, Quartierverbünde und ungestörte Jagdhabitate sind bei Eingriffen als CEF-Maßnahmen relevant.

Mehr zur Art ›
🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche im Weserbergland. Erhalt und Neuanlage vernetzter Gehölzstrukturen sichern ihre Vorkommen bei Vorhaben im Offenland.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien

Waldtümpel und Moorgewässer im Solling sind Lebensraum von Feuersalamander, Kammmolch und weiteren Amphibien. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐦

Eisvogel

An Weser und begleitenden Bächen brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Uferabbrüche, Gewässerrenaturierung und Brutwände sind geeignete Maßnahmen entlang der Fließgewässer.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie und Gewerbe

Der Landkreis hat einen ausgeprägten industriellen Kern, von der Duft- und Aromastoffherstellung in Holzminden über Porzellan und Glas bis zu Elektrotechnik und Maschinenbau. Erweiterungen von Betriebs- und Gewerbeflächen erzeugen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzbedarf.

⛏️

Rohstoffgewinnung

Der Abbau von Gips, Kalkstein und Sandstein im Weserbergland ist mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Rekultivierung, Folgenutzung und externe Kompensation über Ökopunkte sind hier gefragt.

💨

Windenergie

Auf den Höhenlagen und in Vorranggebieten des Weserberglandes entstehen Windenergieanlagen. Sie lösen artenschutzrechtliche Prüfungen (unter anderem Fledermäuse und Großvögel) sowie Kompensationspflichten aus.

🛣️

Infrastruktur und Siedlung

Ausbau und Ortsumgehungen entlang der Bundesstraßen (B64, B83, B240, B497) sowie Wohn- und Gewerbebaugebiete führen zu Eingriffen mit Kompensationsbedarf nach § 15 BNatSchG.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

HA
Landkreis Hameln-Pyrmont
Nördlicher Nachbar · Weserbergland
HI
Landkreis Hildesheim
Nordöstlicher Nachbar · Leinebergland
NO
Landkreis Northeim
Südöstlicher Nachbar · Solling und Leinetal
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Holzminden

Der gesamte Landkreis Holzminden gehört zur BfN-Großlandschaft D36 (Weser- und Weser-Leinebergland). Prägend sind die Buntsandstein-Wälder des Solling, die Kalk- und Gipshöhenzüge von Ith, Vogler und Hils sowie das Wesertal. Für die Bilanzierung eines Eingriffs ist die genaue naturschutzfachliche Zuordnung entscheidend, greeNature ermittelt sie für Ihr Vorhaben.
Maßgeblich ist das niedersächsische Naturschutzrecht (NAGBNatSchG in Verbindung mit den §§ 13 bis 15 BNatSchG). Die Bewertung von Eingriff und Kompensation erfolgt über das Biotopwertverfahren nach den Arbeitshilfen des NLWKN, aus dem sich die anrechenbaren Wertpunkte (Ökopunkte) ergeben. Kompensationsmaßnahmen können vorab über ein Ökokonto nach § 16 BNatSchG bereitgestellt werden.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Holzminden, Untere Naturschutzbehörde, Bürgermeister-Schrader-Straße 24, 37603 Holzminden. greeNature koordiniert die fachliche und rechtliche Abstimmung mit der Behörde, von der Maßnahmenplanung bis zur Anerkennung und Abnahme.
Häufig sind naturnaher Waldumbau von Nadelforsten zu Buchen- und Eichenmischwäldern, Wiedervernässung von Moorresten im Hochsolling, Extensivierung von Berg- und Feuchtwiesen, Gewässer- und Auenrenaturierung an der Weser sowie Hecken- und Biotopverbund zur Vernetzung der Höhenzüge. Die Auswahl richtet sich nach Eingriffsart und naturräumlicher Ausstattung.
Ja. Zum Netz Natura 2000 gehören unter anderem die FFH-Gebiete Moore und Wälder im Hochsolling sowie der Ith mit seinen Kalkbuchen- und Schluchtwäldern. Eingriffe im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Anforderungen nach § 44 BNatSchG (einschließlich CEF- und FCS-Maßnahmen) erforderlich machen. greeNature berät Sie zu den fachlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem aufwertbare Waldflächen, entwässerte Feuchtstandorte, intensiv genutztes Grünland sowie Uferflächen an Gewässern. Über ein Ökokonto lassen sich Aufwertungen dokumentieren und später als Ökopunkte anrechnen. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Holzminden anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Holzminden.